Champagner aus High Heels

Ich befinde mich gerade zur SMX Messe in München und da die im münchner Hilton Hotel stattfindet, wurde auch ich dort einquartiert. Drum sitze ich jetzt in einer Hoteleigenen Bar, esse einen vollkommen überteuerten Burger und starre auf ein etwas seltsames Tablett mit seltsam anmutenden Kristall-Stilettos, die meine Kollegin – nicht gerade falsch – als Fuck me Schuhe bezeichnete.

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Recht hat sie, denn auf der Steigung liesse sich nicht laufen – und unrecht hat sie auch, denn diese Schuhe sind zum Tragen nicht geeignet, da sie a) zu klein und b) aus Glas sind…

Beim näheren hinsehen erscheinen sie mir allerdings nicht nur AUS Glas zu sein, sondern vielmehr EIN Glas… Das Tablett auf denen sie stehen macht nämlich Werbung für eine Champagnersorte – und es soll ja Personen geben, die es mögen, alkoholische Flüssigkeiten aus High Heels zu trinken.

Mir hat das vor Jahren mal die Sohle ruiniert… Das braucht man bei diesen Stilettos nicht befürchten – aber strange finde ich es irgendwie schon.

Aber das Tablett würde ich mir auch hinstellen – und die dazugehörige Champagnerflasche auch 😉

Gegengerade – After-Film Party

Gut, dass ich St. Pauli Fan bin habe ich ja mehr als einmal in diesem Blog erörtert und dass ich ebenso Fan von schneller, dreckiger Gitarrenmusik bin, die eben nicht Heavy Metal ist, ist ja auch nicht ganz unbekannt.

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So war ich auch wirklich enttäuscht, als ich im Rahmen der Berlinale nicht zum neuen Film Gegengerade konnte und ebenso nicht zur Party danach. Nur zur kurzen Erklärung, die Gegengerade ist die Tribüne im St. Pauli Stadion, die mich dann auch beherbergte, wenn ich im Stadion war, insofern auch irgendwie mein Film.

Und die Party danach in einem Berliner Edel-Hotel, dass erst- und wohl auch letztmalig ein Konzert von Slime beherbergte und danach von Gästen und SEK Einsatzkommando auseinandergenommen wurde, konnte ich ebenfalls nur von Hörensagen mitbekommen. Großer Mist soetwas.

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Erfreut war ich dann allerdings, als ich kurzfristig erfuhr, dass es noch eine Premierenparty letztes Wochenende in Hamburg geben sollte, wieder in einem guten Hotel, dieses Mal allerdings ohne Sime – aber dafür in Hamburg.

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St. Pauli, Hamburg, gute zu erwartende Musik und als absolutes Schmankerl für mich die Möglichkeit eines Einlasses. Grund genug spontan mal wieder meiner Heimatstadt einen Besuch abzustatten. Genaugenommen erfuhr ich Freitag Nacht, dass das wohl etwas würde mit dem Entree am Samstag Abend, also ab auf die Autobahn nach Hamburg.

Das ganze fand im Interconti Hamburg statt, einem 5 Sterne Hotel an der Alster, dass ich bisher nur vom damals noch beinhalteten Spielkasino kannte, bei dem wir damals zu Ausbildungs oder Studentenzeiten mal 50 € mit 5 € Chips beim Black Jack verspielten, während Kiezgröße Kalle Schwensen am gleichen Tisch mit 500ertern um sich schmiss. Deprimierend damals.

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Egal, an diesem Abend empfing dieses Hotel Bunten Menschen, Tätowierte Hostessen, B-und-C Promis und mich und äääh wer hätte das nun gedacht Kalle Schwensen. Er brauchte allerdings mit nichts um sich schmeissen, denn Getränke und Fingerfood war frei und das Spielkasino ist lange woanders. Stattdessen lud er mich in seinen neuen Fetisch Club „Club de Sade“ ein, den er wohl auf der Reeperbahn gekauft hätte, ich bräuchte ihm einfach schreiben und das ginge klar… äh ja. Nein Danke Herr Schwensen.

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Aber ich konnte mich auch ohne einen besuch in ebendiesem Club auf der Party im Interconti sehr gut amüsieren, erstmal mit Tanna, die dort Tattoo-Hostessierte, wie auch mit vielen anderen netten Personen, beispielweise einer Designerin, oder einer Journalistin der ….ääää irgendeiner Zeitschrift, die ich nie gelesen habe, die aber bestimmt gaaanz toll ist.

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Auf jeden Fall konnte ich feststellen, dass die Musik eine der besten war, die ich Partymäßig in den letzten Jahren erlebt habe, dass die Leute ud die Party absolut nicht ins Interconti passte, dass Jägermeister-O mit frischgepressten Orangen ein Gedicht ist undman die interessatesten Personen im Raucherraum kennenlernt…

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Ausserdem muss ich irgendwie sagen, dass es mich nicht wirklich anmacht, von Claude Oliver Rudolf angetanzt zu werden, aber zeitweise kann man sich da kaum retten… Was solls.

Spannend übrigens auch wieder, dass man bei mir mal wieder Drogen vermutete bzw. ich doch wissen müsste, wo man welche bekäme – ich wusste nicht – konnte dem Menschen, der mich kurze Zeit später fragte, ob ich Drogen suchen würde aber weiterhelfen, wo er Kunden fände… Mist, ich hätte Provision verlangen sollen 😉

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Leid taten mir nur ein wenig die Hotelangestellten, die mit solch einer Meute an Gäste umkommen mussten und nur minder-glücklich aussahen. Aber ich machte mir vollkommen unbegründet Sorgen, wie ich bei zwei Gesprächen erfuhr. Die eine Dame erzählte mir von 7 Abibällen, die sie bereits mitgemacht hätte, mit auf dem Gang liegenden Schnappsleichen, hyperventilierenden Eltern und noch einigen Dingen. Ein weiterer Security Mann erzählte mir, er habe gar spaß, sei eigentlich auch ein Psychobilly, aber die fortschreitenden Gereimratsecken sowie sein Job liessen einfach keinen Flat mehr zu 😉 Okay, in diesem Fall war die Gegengerade After Film Party wohl einfach mal eine spannende Abwechslung vom Hotelalltag.

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Uns zog es danach noch ins magische Dreieck aus 20 Flight Rock, Cobra Bar und King Calavera und wurde immerhin von 2 Personen angesprochen, die mich wiedererkannten – dabei war ich glaube ich erst 2 oder drei mal da.. Ich falle wohl auf 🙂

Auf jeden Fall hat es sich gelohnt nach Hamburg zu fahren.

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Macao – Hong Kong

FUCK!

Es war das erste Mal auf dieser Reise, dass ich mich auf jemanden verlassen habe. Im tollen Prospekt des Grand Waldo Hotel Macao, sicher nicht ohne Grund ein 5 Sterne Hotel stand als besonderheit, dass das Hotel einen Conciergeservice hat und dieser einem gerne bei jeglichen Fragen (unter anderem wurden ganz klar Fähren und Flüge aufgeführt mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

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Meine Frage war eigentlich ganz einfach:
Was muss ich tun, um um 15:00 am Hong Kong International Airport zu sein.

Seine Antwort war auch einleuchtend:
Shuttle zu den Fähren 13:00 oder 13:20, dann die direkte Fähre zum Hong Kong Airport.

Zur Sicherheit nahm ich dann doch lieber den Shuttle 13:00 um am Fährenterminal aufgeklärt zu werden, dass das nichts würde, die Fähre zum Hong Kong Airport, die ich bräuchte, würde in 5 Minuten ablegen, sie schliessen diese aber eine halbe stunde früher, sprich, no chance. Die nächste Fähre würde allerdings nicht aureichen, die käme zu spät.

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Ich könne nur versuchen, die Fähre nach Hong Kong Kowloon zu nehmen und per Taxi zum Flughafen zu kommen, auch das reicht eigentlich nicht aus, aber einen versuch ist es wert.

Nun sitze ich in der Fähre nach Hong Kong Kowloon und nicht nach Hong Kong Airport, bin mindestens eine Stunde zum Nichtstun verdammt und bin ziemlich bedient. Richtig bedient werde ich dann nachher sein.

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Also es bleibe dabei, man verlasse sich einzig und alleine auf sich und auch nicht auf den Concierge eines 5 Sterne Hotels, nichteinmal auf den des Grand Waldo Hotels Macao.

Ich könnte kotzen

Update 14:36 – Due to rough weather, the arrival time will be delayed.

Neee klar

Update 15:20 – Der Taxifahrer hat zwar versprochen „I’ll kick it“ er hält sich aber 100%ig an die Verkehrsregeln und links und rechts überholen uns andere Taxen….. aaargr

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Update 16:16 – Irgendwie habe ich es dann doch wieder geschafft, ich habe tatsächlich noch einchecken können und gerade das Abfluggate erreicht, in 4 Minuten soll das bording für Bangkok Airways beginnen. Ich bin kaputt aber Glücklich.

Ibis Hotel Zürich City West

Man man liebes Ibis Hotel.

Ich suchte für die Artist Charity Night ein Hotel, dass genau drei grundlegende Merkmale haben musste.

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1. bezahlbar
2. nahe der Maag Halle
3. W-Lan

alles drei fand ich im Ibis Hotel Zürich City West. Insofern gibt es wenig zu beanstanden, auch wenn Sheila dass ganze statt Hotel eher als Hotebunker bezeichnete. Das Zimmer war insgesamt okay, es fehlte nur gengend Steckdosen für Fernseher, zwei Handyladegeräte und zwei Laptops.

Selbst das W-Lan war für Schweizer Verhältnisse mit 9 Franken pro Person pro 24 Stunden vergleichsweise günstig – was nun nicht eben billig heissen soll. ummerweise bedeutete die W-Lan einstellung, dass immer dann, wenn sich eine Person einloggte, immer die zweite ausgeloggt wurde, also bedeutete dieses jeweils zwei W-Lan pro Person per Zürich-Reise.

Interessant wurde das Hotel aber noch durch zwei Hinweise. Zum einen durch den hinweis, dass jedes Problem, dass man habe, binnen 15 % gelöst würde und man ansonsten gratis Gast sei. Dummerweise mit der Einschränkung, dass das Ibis Zürich Schuld an der Misere sein müsste, damit dieses eintreten könnte. Das vergessene lange falsche Wimpern oder so galten leiser nicht an einer Misere des Hotels, sondern als eigenes Verschulden… Okay, kann ich verstehen.

Nicht verstehen kann ich etwas anderes. UNFREUBDLICHKEIT im zweiten eigentlichen Pluspunkt. Das Ibis Zürich City West rühmte sich mit einer Snack-Bar und einer Bar, die 24 Stunden geöffnet hätte und einen 24 Stunden mit leckeren Getränken und Snacks versorgen würde… So kamen wir nach der Artist Charity Night hungrig und durstig ins Hotel und wollten diesem Umstand Abhilfe leisten. Also rief ich unten an.

Ein offensichtlich genervter Angestellter blökte mich an, dass es keinen Roomservice gebe und er überhaupt noch 20 Minuten mit „der Abrechnung“ beschäftigt sei. Generell vertrete ich ja die Ansicht, dass der Gast König sei und vor „die Abrechnung“ ginge, liess mir aber nichts anmerken, schluckte das etwas üble Gefühl runter und wollte dann eben für in 20 Minuten etwas bestellen.

Er sah das allerdings anders und vertrat die Ansicht, dass ich am Telefon nichts bestellen könnte, da sie kein Roomservice hätten, selbst, wenn ich es dann abholen würde… Auf meine nun doch schon etwas genervte frage, warum das nicht möglich sei, war seine einzige Antwort ein tiefes Seufzen, als würden alle Probleme dieser Welt auf seinen Schultern liegen gefolgt von einem klaren Statement. „Wenn sie etwas bestellen wollen, müssen sie runterkommen“…. ÄÄÄÄh

Ich kam also runter schaute dem überforderten Rezeptionisten bei seiner Abrechnung mit und kam endlich dran, meine Bestellung von 2 Croque Monsieur und einer Panetti aufzugeben und erntete wiederum eine genervte Antwort „wir haben nur noch „Panetti Poulet“…. Es stand zwar einiges mehr auf der Karte, aber ich hatte – ziemlich genervt – noch immer keine Lust auf übermäßigen Ärger und bestellte eben 2 x das einzige, was er bereit war, mir zu kredenzen sowie einen Rosé und eine Cola und setzte mich, um weiter zu warten.

Irgendwann viel später – die ich vorne warten musste – kam er aus der Küche mit zwei lieblos zusammengestellten Panetti-Baguettes, die sich später als noch halb gefroren herausstellten und so zur Hälfte übrigbleiben sollten heraus, stellte eine dreiviertelliterflasche Rosé auf das Tablett und fragte ob es das nun gewesen sei…. Auf meinen Hinweis, dass eine dreiviertelliterflasche nicht auf der Karte stand und ich eben das auf der Karte gerne hätte, erwiderte er, dass er eben kein Barmann sei und ich eben das nun nehmen könnte oder es sein lassen könnte.

Ich nahm sie nicht, sondern ging zurück aufs Zimmer um ihm die Karte seines Hotels zu zeigen und auch das, was darauf stand… croques Monsieur eben und o,1 L Rosé… Ich bekam diesen dann auch und zog mächtig bedient – allerdings schlecht bedient wieder nach oben um das kalte Panetti zu probieren…

Ich sage mal so, der überforderte Nachtportier hat das Bild vom Ibis Hotel Zürich City West ganz übel verrückt. Wenn er der Abrechnungsmann aber kein Kock und Barmann ist und noch dazu unfreundlich, dann muss ein otel, dass mit 24 Stunden Bar und leckeren Snacks und Getränken wirbt eben eine Person einstellen, die für ebendieses beworbene auch sorgen kann. Aber das war offensichtlich zu viel verlangt….