Wilde Renate
Wilde Renate wurde am Apr.10, 2009, gepostet
Die Wilde Renate

Die Wilde Renate ist keine weibliche Furie, sie ist auch keine ganz üble Schlechtwetterfront (die ja auch immer weibliche Namen verpasst bekommen, sondern eine Musikabspielstätte… Ich verweigere mich extra dem Wort Disco, denn das ist es irgendwie nicht und auch unter dem Wort “Club” stelle ich mir gemeinhin etwas anderes vor… Um ganz ehrlich zu sein ist die Wilde Renate ein Abbruchhaus, in dem zu elektronischer Musik gefeiert wird. Auf zwei Stockwerken legen in einigen ehemaligen Wohnungen DJs auf und so viele Leute, wie das eben wissen und wie in diese wenigen Wohnungen passen, feiern dazu.
Dummerweise sind das trotz oder genau wegen dem Abbruchcharme, die die wilde Renate darstellt, eine ganze Menge Personen, denn sie gilt längst als ein offener Geheimtip. Mehr offen als geheim allerdings, denn ich stand als ich ankam am ende einer langen Schlange… selbst eine dreiviertelstunde später stand ich am – wenngleich anderen – Ende dieser Schlange und bangte darum eingelassen zu werden… Vor mir wurden das einige nicht, mit dem Hinweis auf fehlende Weiblichkeit.. Da ich nicht gedresst und eindeutig männlich war, waren meine Chancen eher gering, aber ich hatte einen Trumpf an, meinen roten Schottenkaroanzug. Offensichtlich fand der Türsteher, der die wilde Renate vor übermäßig männlichen oder langweiligem Publikum bewahrte, dass ich es somit verdient hätte, einzutreten….

Okay, ich war also drin und schob mich durch diese Abbruchwohnungen mit kahlen Wänden und eingerissenen Mauern, mit Kitsch ausgekleidet und einer DJ-Bühne, die nur provisorisch schien… Doch dieses Provisorische Flair hat System. Offensichtlich soll die Wilde Renate die Zeit zurückholen, in der wilde Technoparties in Abruchhäusern und ähnlichen Locations stattfanden und nur Eingeweihte dieses wussten… Das klappte ganz gut, nur das mit den Eingeweihten eben nicht. Denn über diesen Status ist die wilde Renate lange hinaus. Trotzdem macht sie Spaß.

Ich kannte solch ein Abbruchflair bisher nur von der roten Flora aus Hamburg, dem großartigen Epizentrum des hamburger Schanzenviertel…. Diese Musikabspielstätte allerdings ist kein Epizentrum sondern liegt in der Mitte von nirgendwo ganz weit aussen in Freidrichshain nicht weit von der Spree an der Treptower Brücke. Trotzdem war die Stimmung gut und die Musik klasse. Insofern ist die Wilde Renate durchaus ein Tipp von mir an jeden, der auf elektronische Musik steht und nicht im kleinen Schwarzen mit High Heel Sandaletten ausgehen muss. Denn die wären hier fehl am Platze.
Move D @ Golden Pudel Club
Move D @ Golden Pudel Club wurde am Dez.31, 2008, gepostet
Tanzen im Golden Pudel zu Move D

Auch wenn man es mir kaum glauben mag, ich kann mit fast jeder Art Musik feiern und – wenn es nicht gerade Volksmusik ist – kann ich auch damit einen Nacht durchtanzen.
Währen Zwischen den Feiertagen fand ich eine Annonce in Kijiji, wo ein Mädel Begleitung in den Golden Pudel Club suchte , um dort bei Move D abzufeiern. Da ich eh noch nichts vorhatte aber auch nicht alleine doof zu Hause rumsitzen wollte, meldete ich mich, mitzukommen. Zwar hatte ich noch nie von Move D gehört, aber den Golden Pudel Club mag ich ganz gerne. Ein versifftes kleines Etwas von Club, innen voll mit Grafittis und interessanten Leuten. Als wir kamen, waren allerdings gegen 23 Uhr so ca 8-10 Personen im Golden Pudel wovon sicher 4 Personen angestellt waren.

Weil wir die ersten waren bekamen wir auch die besten Plätze, soll heissen eine 50*120 cm große und etwa 1,5 Meter hohe Ballustrade war unser. Dazu eine Premium Cola und der Chillige Sound des Vor-DJs und alles war gut. Nur etwas kalt war es anfangs. Und Move D als ordentliche Diva liess noch bis halb eins auf sich warten.
Das mit den Temperaturen änderte sich aber, denn es wurde knackig voll und der einzige Platz, an dem man noch einigermaßen ungestört tanzen konnte, war eben jene Ballustrade auf der ich bis vier Uhr knapp dreieinhalb Stunden durchtanzte.

Und da ich ich mit meinem Kopf immer gegen den Holzbalken unter der Decke stiess entledigte ich mich meiner Schuhe und tanzte und tanzte. Einfach Gehirn abschalten und tanzen. Das habe ich wirklich lange nicht gemacht, aber es ging gut bei der Musik von Move D.
Miami Calling 2007
Miami Calling 2007 wurde am Sep.01, 2007, gepostet
Wer an diesem Samstag wirklich feiern möchte, der sollte sich mal nach Hamburg begeben. Gut Im Kino International ist der Club International und sicher ist noch das ein oder andere in Berlin, aber diesen Samstag lohnt sich ein Abstecher nach Hamburg ins Docks zum Miami Calling von :Valery Pearl:.

Die gute feiert 2-3 mal im Jahr richtig und hat mit ihrer ersten Pearls of the night extended mit :Superzandy: und Maringo bereits das Docks zum brodeln gebracht. Diesmal kommt der Hauptact etwas weiter als 280 KM weit weg.
Barbara Tucker, ireszeichens Taktgeberin der Now Yorker House-Szene, mehrfache Preisträgerin des House Music Awards, DJane im Space club auf Ibiza und generell House Legende kommt und bringt den Space Club Resident Kid Chris mit…
Klingt nach einem brodelnden Event – und da Valery diese Partys eben nicht jeden Monat schmeisst, ist es sicher auch bannich voll
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=eivN3BEUH2Y[/youtube]
Date: 01. September 2007 | ab 23 Uhr
Location: Docks, Hamburg
Eintritt: VK 8 Euro | AK 10 Euro
DJ Line Up:
Barbara Tucker (In Bed with Space Ibiza | Defected Records)
DJ Kid Chris (In Bed with Space Ibiza | Circle Records)
DJ Tom Shark (Pearls of the Night | Hamburg)
Kino International
Kino International wurde am Jul.18, 2007, gepostet
Das Kino International bzw der Klub International.
Mehrfach habe ich ihn ja bereits verpasst und immer hat mir die gute Mrs Wolf danach euphorisiert berichtet. Nun gut. Heute sollte also ein weiteres Häkchen auf der “gesehen” Liste der berliner Clubs bei mir gemacht werden.
Nun ja, das Kino International, mittlerweile verstehe ich, warum sich der GMF Club zur Hamburg Party das alte Mandarin Kasino ausgesucht hat. Ist es doch genauso, wie das Cafe Moskau oder eben das kino International. – Ein großer, leicht abgewrackter, Bau im 60er Jahre stil. Wer sich in einer der Locations wohl fühlt, der kann davon ausgehen, dass auch die anderen beiden sein Gutwollen abbekommen. Ich selber mag solche Läden.
Doch vorher war eine Fahrt mit Sheila in Formel 1 Geschwindigkeit zu überleben. Die leisen Hinweise von Nina hinten, dass die Geschwindigkeit nicht nötig sei, bügelte die gute Sheila aber mit einem Tritt auf Gaspedal ihres 175 PS Mini galant ab. Hinterm Steuer wird die gute zum Tier….
Und zwar zum bissigen Tier.
Wider erwarten kamen wir heil und unverletzt am kino International an und die dame war, kaum vom Steuer weg, wieder lieb. Das hat etwas von Jeckyll und Hide.
Egal. Kino International.
Erster Eindruck. Ziemlich gut gefüllt
Zweiter Eindruck. Ziemlich abgewrackt.
Kaum vorstellbar, dass dieses Kino vor nichteinmal 9 Jahren DAS Premierenkino der DDR gewesen sein sollte. Aus dem unteren hard-housigen Floor, auf dem wir Kitty Koks mal wieder als Mann unterwegs trafen, zogen wir ziemlich schnell ganz nach oben.
Wow, was für ein Treppenhaus. Wohl kein Quadratzentimeter, der nicht irgendein Grafitti trägt. Wir kamen hinauf in die Honecker Lounge, in der Stella Destroy auflegte. Hier blätterte der Putz von der Decke, zumindest dort, wo nicht noch etwas Tapete an der Wand hing. Etwas surreal, wenn man bedenkt, dass hier vor 9 Jahren Honni gesessen haben soll. Der bröckelnde Putz könnte aber auch mit der extremen Luftfeuchtigkeit zu tun gehabt haben.
unscharf – mist! Ich brauch ne neue Kamera
Draußen extrem heiss, drinnen mit vielen tanzenden Menschen noch viel heisser. Stella legte hier bewährtes und bestes aus der Black und House und Partykiste auf und besonders Deee-Lite mit Grove is in the heart ist mir im Gedächtnis geblieben.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=AkIjFA1P2bg[/youtube]
Nicht nur, weil ich das Lied immer schon klasse fand, sondern, weil das Kleid im Video doch ähnlich psychedelisch wie meines an diesem Tag war.
scharf – mist. ich brauche Puder!
Zwar hat Stella gute Musik gemacht, aber die Temperaturen waren doch zu heftig und so zog es uns in die weniger heisse Panorama Lounge, die unter anderem von Biggy van Blond beschallt wurde. Girlie Pop und Mika. Gwen Stefani, Spice Girls, Kylie Minogue und Madonna.
Biggy van Blond – wie gesagt, scheiss Kamera
Apropos Madonna, die haben wir auf allen drei Floors gehört. War hier vielleicht doch die Madonnamania und nicht der Klub International? Madonna ist eben Gott, wie :Nina Queer: schon richtig sagte. Btw. das bringt mich zu der Frage, was es bedeutet, wenn Madonna Gott ist… aber dazu ein andernmal.
Heute hatten wir auf jeden Fall nicht mit Gott, sondern mit einer wichtigen anderen Person zu tun. Einem Kinosaalbewacher….
Der Kinosaal, den es tatsächlich noch gibt, ist im Kino International nicht geschlossen, wird aber von einem rigorosen Kinosaalbewacher bewacht. Dieser, verweigerte aber drei bittenden Transen die gewünschten zwei Fotos im leeren Saal leider. Nicht nett, das.
Aber wir kommen wieder.
Nummer drei meiner gefürchteten Überleitungen an diesem Wochenende. “Wiederkommen”.
Wir werden sicher auch wieder ins Kino International kommen, wenn es das nächste Mal angesagt ist, aber für heute verliessen wir es in gemässigterer Fahrt ins Roses, eine kleine Bar, die mein lieber Exkollege Rik uns als die “Kitschigste Bar der Welt” angepriesen hat.
Apropos Rik, wo war der eigentlich heute?
By the Way, irgendwer erzählte uns etwas von einem Garten, den wir aber trotz intensiver Suche nicht finden konnten…. Weiss da jemand mehr?
Verwandte Tags
-->mann: Reeperbahn-Bummel und Bergtour
Zoe: Hannover GayNight
Loreley: Loreley Berlin
cc: High Heels und Low Heels
heidi klum: Amanda Lepore – etwas zum gruseln
sheila: Transen Youtube
Zoe: Roter Teppich und Aftershow Party mit Joey Arias
i love bügeln: Berlin Fashionweek Aftershow Party
Tom: Viel Mojito und noch mehr Belvedere Vodka