Tatjana im Irrenhouse

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:Nina Queer:s Irrenhouse ist am dritten Samstag im Monat ist seit einiger Zeit ein Pflichtbesuch in Berlin. So auch in diesem Monat wieder, denn die Paar Minuten transenshow gegen zwei Uhr morgen ist einfach ein Pflichtprogramm für uns. Nina bucht jedes Mal wieder drei bis vier großa Namen der Berliner Transenprominenz für einen kleinen Auftritt. So auch dieses mal wieder.
Wie üblich war ein Teil dieser Show wieder einmal Stella Destroy, die dieses Mal mit einem Kylie Minogue Medley, dass sie ebenso wie die kleine Australierin mit dem einene oder anderen Kostümwechselchen absolvierte. Mit Korsett Federboa und weisser Pfauenfeder wie Kylie hatte Stella zwar nicht ganz so viel Glamour wie das kleine Original in White Diamond. Aber ich schätze, bei ähnlich fürstlicher Entlohnung wie Kylie bei einer ausverkauften Show, würden wir auch Stella Destroy gäntlich glitzernd sehen.

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Mit etwas weniger Glamour kam :Mataina Ah Wie Süß: aus, die anscheinend eigentlich im Haus B gebucht war. Haus B und Irrenhouse… Laut Nina geht das garnicht und es gäbe nur einen Star, dem sie das erlauben würde. Mataina eben. Ich nehme an, dass sie das auch den anderen üblich verdächtigen Namen durchgehen lassen würde – aber das ist nur meine Subjektive Meinung. Mataina führte dieses Mal in voller Montur “Havah nagilah Havah”, also jüdisches Kulturgut zum besten….

Wie bemerkte Nina dazu noch?

Dieses mal etwas jüdisches, ich meine hat sie nicht letztes Mal diese Nazinummer gebracht? Ich wollte es nur mal anmerken.

Jepp hat sie- und es war klasse.

An diesem Abend der Reisser war allerdings Tatjana, die im Glitzerkleid mit einer Halben Diskokugel auf dem Kopf unser aller Eurovision Song Contest Liebling Verka Serduchka gab. eigentlich war klar, dass es kommen würde, oder? Einfach großartig! Das fand nicht nur ich, denn Tatjana wurde mit dem deutlich größten Applaus an diesem Abend bedacht. Eins zwei drei – tanzen.

Tatjana

Das war wie gesagt der Reisser des Abends und so klasse, dass ich leider garnicht mehr so weiss, was Biggy van Blond und :Ades Zabel: danach zum besten gaben.

Irgendein altes überliefertes Volkslied aus Tahiti mit lesbischem Text, dass allerdings weniger schmissig war als die Performance bevor. Folglich gab es weniger Applaus. Hier hat also anders als bei Songcontest die Transe über die Lesbe im Zuschauervoting gewonnen.

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Ansonsten war es wie immer im Irrenhouse. Voll, stickig, laut und die Toiletten überfüllt und nach kurzer Zeit kaum noch begehbar. Die Transendichte ist an einem normalen Irrenhouse-Tag zwar nicht sooo groß. So kam dieses Mal Beispielsweise Janka Croft wieder einmal als Mann. Aber trotzdem hat das Irrenhouse seinen ganz eigenen stil zwischen Glamour, Trash und Kommerz. Ich mag das Irrenhouse.

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Irgendwann gegen halb fünf verliessen wir das Irrenhouse und überlegten noch das Bangaluu zu besuchen. Zwar war an diesem Tag dort keine Gayparty aber das ist uns ja egal, denn der Club ist großartig.

Nun denn, als wir gingen wartete vor der Tür Biggy Van Blond, die uns fragte, was wir denn noch so vor hätten. Die Antwort belegte sie mit den Worten

Viel Spaß – und tut nichts, was ich nicht auch tun würde
und das gibt Euch die größtmögliche Freiheit zu tun, was ihr wollt.

Nur ein Ruf oder die Wahrheit ;-)
irgendwann werde ich das wissen. Ich nehme sie bis dahin zumindest beim Wort.

Melli und Mataina im Irrenhouse

Zwischen Kumpelnest und Irrenhouse legten wir noch zwei Zwischenstops ein, die zum einen Sheila (und auch mir) endlich einen Caiplirinha sowie mir (und auch Sheila) endlich einen Hamburger TS einbrachten. Frisch gestärkt warteten der Geburtstagsclub und Ninas Irrenhouse auf uns.

Apropos warten; wir kamen an und staunten nicht schlecht, als statt der typischen 50 Meter langen Schlange diesmal keinerlei Schlange vor dem Irrenhouse zu sehen war… Diesmal brauchten wir also nicht vorbeistöckeln Uirgendwie schade) aber eben auch nicht warten. (irgendwie nicht schade).

Irgendwie war es diesmal anders als die letzte Male. Es war weniger voll und es war weniger heiss. Da beides die letzten Male aber schon fast unaushaltbar war, gereichte dieses dem Irrenhouse nicht unbedingt als Nachteil, denn man konnte sich ausnahmsweise wirklich bewegen…

Und nochetwas war anders… Weil draussen vor der Tür niemand mehr wartete, brauchten die Diven dieses Mal ihrer Lieblingsbeschäftigung nicht nachgehen – dem Verspäten. Soll heissen, dass die Trannyshow dieses Punkt 2 Uhr begann…

Glücklicherweise gaben wir auch Punkt zwei unsere Jacken an und hörten schon die ersten Töne des Muppet Show Intros, dem traditionellen Beginn der Transenshow.

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Schmeisst Euch in Frack und Fummel
Vorhang auf Hallo
Freut Euch auf Spaß und Rummel

Immer wieder gerne gehört, immer wieder gerne gesehen und beste Comedy.

Mindestens genausogut war aber diesmal Mateina. Als Nina sie mit den Worten ankündigte “gestern hatte ja Adolf Hitler Geburtstag und es gibt eine Person, die noch immer Feiert. Mateina Ah Wie Süß” … war schon schlimmes zu befürchten. Die Bühne wurde von Mateina mit schwarzen wirren Haaren, einem Hitlerbärtchen, einer FPÖ Armbinde sowie einer alten Perücke als Blondie geentert und sie performte großartig zu Walter Moers’ Adolf – ich hock in meinem Bonker. Seeehr geil. Gibt es eigentlich eine bessere Möglichkeit, Rechten den ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen als dieses Lied?
Warum zum Teufel hat das niemand fotografiert. Das Video von dieser Nummer könnt Ihr übrigens bei Sheila finden. Ich hab versprochen nur die Urversion zu nehmen

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…dafür darf ich dann aber die nächste Nummer verwenden. Melli Magic in bester Marilyn Monroe-Manier performter sie “My Heart belongs to daddy“. War Mateinas Auftritt schon sehr genial schlug Melli dem Fass den Boden aus. Die weiße Stola wirbelte durch die Gegend und das Publikum raste. …Wer ist eigentlich Marilyn Monroe? Und hat es wohl einen Grund warum beide “MM” als Initialen haben?
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Großartig! Der Applaus war dementsprechend groß und alles was nun noch folgen sollte war unwichtig. Wie sagte Nina noch.

Es folgte noch ein nettes aber nicht herausragendes Stück von Melli und Mataina zusammen und (sorry aber wahr) ein wirklich nicht wichtiges Stück von Nina Queer herself. Ihre neue Scheibe. ….Meiner Meinung nach sollte Nina sich lieber auf ihre anderen Stärken besinnen und das Musikbusiness anderen Superstars lassen, die sich dort ebenso (vermutlich) erfolglos versuchen können. wenig wichtig das Stück.

Mataina, Zoe, Sheila
Mataina, Zoe, Sheila

Klönschnack mit Mateina, Melli, Pricilla, Tatjana. Sehr nett.

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Zoe & Sheila…und im gegensatz zu den letzten Malen haben wir es dieses Mal tatsächlich in die Bildergallerie bei berlin4Fun geschafft. Steter Tropfen höhlt den Stein wohl auch hier. :)

 

Zoe, Tatjana

Und ich durfte mal wieder eine Partyeinladung ausschlagen, da ich leider verhindert bin. Mittwochs eine Party in Berlin zu besuchen ist echt etwas zu viel, wenn man in Hamburg wohnt. Da kann die Party noch so gut sein. Ich glaube das würde meinem Arbeitgeber nicht wirklich zusagen.

Vielleicht sollten die, die berliner Partys einfach nach Hamburg holen… aber da wird ja gerade dran gearbeitet

Oops, I did it again

Wieder einmal in Berlin wartete ebenso wieder einmal, wie bei fast jedem meiner berlin-besuche Nina Queers Irrenhouse auf uns. Mittlerweile bin ich fast Monatlich auf der Autobahn Berlin-Hamburg zu finden, um mir dieses Event nicht entgehen zu lassen.

Dieses Mal waren Sheila und Pricilla meine Abendbegleitungen. Dazu sollte auf der Party aber noch ein Kollege von mir unterwegs sein, der zwar wusste, dass ich dort sein würde und der auch wusste, dass ich als Transe dort sein würde, mich aber eben noch nie gesehen hat.

gloria Viagra Irrenhouse

Angekommen am Geburtstagsklub mussten wir feststellen, dass dort eine locker 50 Meter lange Schlange an wartenden Partygängern um Einlass warteten. Dafür liebe ich aber das Irrenhouse, denn dort gibt es den Dragwalk. Aufgetranst geht man direkt an der Schlange vorbei und wird sofort eingelassen. Das dieses auch noch gratis ist, ist immer wieder schön. Danke schön!An diesem Tag dauerte der Dragwalk allerdings ein wenig länger für mich, denn als wir dort vorbeistöckelten hörte ich auf einmal ein

“Hallo Zoe”

Leider hatte ich mal wieder keine Brille auf um direkt sehen zu können, wer mich da rief. Es war aber jemand von Valerys Pearls of the Night Crew, der mich wieder erkannte. Wow, da wird man schon in einer fremden Stadt erkannt und gar mit dem richtigen Namen angesprochen. Das ist cool. Leider konnte ich mich aber kaum um ihn kümmern, da sich ca. 5 Meter weiter vorne jemand mit den Worten:

“Die Stimme kenne ich doch”

umdrehte. Mein Kollege, der mich an der Stimme erkannte, obwohl ich eigentlich schon dran vorbeigelaufen war. ich holte mir noch eben ein Kompliment ob meines Outfits ab und verabschiedete mich von den Jungs, denn die durften noch etwa eine halbe Stunde warten. Da wir aber die Transenshow noch miterleben wollten, die dort immer um zwei Uhr morgens stattfindet, mussten wir uns sputen… Hätten wir zumindest gemusst, wären die Mädels irgendwann mal Pünktlich. Waren sie aber natürlich nicht.

Soetwas können sich auch nur Transen erlauben, Ihre Fans irgendwas zwischen einer halben und dreiviertelstunde warten zu lassen und statt Pfiffe oder Unmutsbekundungen eher andächtige Blicke zu ernten.

Es begann mit :Gloria Viagra:, Stella Destroy, Biggi van Blond und natürlich Nina auf einem kleinen Podest in der Mitte zu Goodbye to Yesterday von den No Angels. Erst dachte ich, das Lied würde nach weihnachten klingen, aber ich muss gestehen, es noch den folgenden Monat gesummt zu haben. Ein echter Ohrwurm also.

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Das Highlite folgte aber erst darauf. Gloria Viagra kam mit blonder Perücke und Zwangsjacke auf die Bühne und malträtierte zu Britney Spears’ Ops I Did it Again mit Schere, Rasierer und Nina Queers Händen die neue Perücke. Nicht ganz so weit, dass eine Glatze übrig blieb, aber doch genügend und fast ein ganzes Lied witzig zu performen. Extrem cool.

Gloria Viagra

Britney Spears

Der letzte Auftritt war danach nicht mehr wirklich der Rede wert. Ich weiss weder was für ein Lied es war, noch, ob die Performance sonderlich spannend war. Ich weiss nur noch, dass die Mädels irgendwann durch Plastikfolie schauten. Warum sie dieses jedoch taten und ob das irgendeinen Sinn hatte, wage ich jetzt nicht mehr zu sagen.

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Das war aber auch egal, denn Party war wieder klasse – Nur wieder viel zu voll. So voll, dass wir irgendwann vorzogen weiterzuziehen.

Irrenhouse

Nachdem ich jetzt mit ein Paar Meldungen in die Blogger Web 2.0 Szene abgedriftet bin, komme ich mal wieder auf das eigentliche Thema “Rumtransen”. Ich war also in Berlin und wollte Abends mit Sheila zur Irrenhouse-Party von :Nina Queer:, denn dort geht bekanntlich die Post ab, dort steppt der Bär und man kann die besten Berliner Drags und Transen in freier Wildbahn live bewundern.

Sheila musste jedoch tagsüber noch einen Kochkurs (irgendein Geschenk) mitmachen und sich zur Frau ausbilden lassen. Dadurch kam sie spät – sehr spät. Bin ich doch eigentlich auf zu Spät kommen abonniert, so zeigte mir die Dame am Wochenende, wie man es richtig machen kann.

Um 2:00 sollte im Irrenhouse die übliche Transenshow stattfinden und da wollten wir natürlich da sein. ..Etwa 20 vor 2 klingelte mein Telefon und Sheila war endlich da.

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Nun aber fix los, wir müssen ja immerhin noch da hin

Schnell den Straßennamen in Sheilas Navi eingegeben und leicht gewundert. Das Navi zeigte die unendliche Stecke von 0,5 Kilometern – und hatte damit natürlich Recht. Ab dem Parkplatz 400 Meter geradeaus und etwa 50 Meter nach rechts.

Dazu kamen dann noch einmal locker 250 Meter in die andere Richtumg um einen Parkplatz zu finden. Ergo: wir hätten auch gleich zu Fuß gehen können.

Nachdem wir (wie von mir erwartet und von Sheila freudig zur Kenntnis genommen) kostenlos reinkamen und jeweils unseren Euro und unsere Jacke an der Garderobe abgegeben haben schauten wir uns um und erkannten wenig Personen, die die Fahrt nach Berlin gerechtfertigt hätte. Transen, die nicht an der Show teilnamen? Fehlanzeige! Die Show selber war zwar nett und weihnachtlich aber doch eher kurz.

Melly Magic und :Mataina Ah Wie Süß:, danach Stella Destroy, und erstere beiden noch einmal mit der Gastgeberin zusammen. Das wars. Schade. Ausser diesen vieren konnte ich nur noch ein bis zwei weitere Mädels entdecken – und eben uns.

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Stella DeStroy

Nach etwa zwei Stunden wurde uns langweilig und wir überlegten, was wir denn noch so anstellen könnten. Da wir kein Stadtmagazin zur Hand hatten und beide eh traurig waren, Freitag nicht ins Insomnia gekommen zu sein fiel die Wahl auf ebendiese Location. Hierbei zeigt sich der große Vorteil, den Hamburg hat. Alle Discos liegen zentral und man kann binnen Minuten von einer in die nächste stöckeln. Berlin ist da etwas anders. Man benötigt ein Auto und fährt ersteinmal eine halbe Stunde von einem Club zum nächsten durch die Stadt. So taten wir und fuhren los, bis wir endlich am Insomnia ankamen.

Leider hatte das Insomnia allerdings eine verschlossene Tür, vor der wir dumm dreinblickend standen und und überlegten, was denn nun zu tun sei. Sheila schlub zwei Möglichkeiten vor:

  • die Barbie Bar mit einem Absacker oder
  • das Big Eden bis es schliesst

Wir entschieden uns für das Big Eden um dort angekommen feststellen zu müssen. Es hat bereits zu. Mässig erfreut entschieden wir uns also um, nun eben doch die Barbie Bar anzusteuern, bis wir merken mussten, auch diese hatte mittlerweile geschlossen.

Also ich habe daraus geschlossen, dass in Berlin Samstags um 4 die Gehsteige hochgeklappt werden. Mann mann, ich dachte das sei eine Weltstadt…

Die wirklich allerletzte Möglichkeit waren zwei Biere an irgendeiner Tanke und diese bei mir gemeinschaftlich zu trinken.

Gesagt getan. Biere gekauft und ab zu mir.

Witzig war dort noch die Situation, als der Pförtner erst sehr interessiert geschaut hat, als zwei große kurzberockte Mädels auf ihn zukamen und erst nach meinem “Guten Morgen” irgendwie die Lust an und verlor… Was er wohl gedacht haben man, als Sheila nach einer knappen Stunde wieder ging.

Gerade genug zeit um… Ja genau, um jeweils ein Becks Gold zu trinken und sich noch etwas zu unterhalten.