Transenauflauf zum Weihnachtsirrenhouse

Weihnachten beginnt bei mir nicht, wenn sich die ersten Lebkuchen bei Kaisers oder Lidl auftauchen, auch nicht, wenn ich das erste Mal last Christmas von Wham höre und ebenso nicht, wenn die ersten Weihnachtsbäume verkauft werden. Nein Weihnachten beginnt spätestens dann, wenn es auf der Bühne des Irrenhouse Konfetti schneit und Mariah Careys „All I want for Christmas gespielt wird“

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Wie Nina Queer schon ganz richtig sagt. Deswegen sind wir alle da, und das macht das Weihnachtsirrenhouse zum schönsten überhaupt. Und zwar jedes Jahr wieder. Im Endeffekt ist es ein ganz normales Irrenhouse, wie alle 11 anderen im Jahr auch, aber irgendwie ist es eben doch etwas anderes, heimeliger, lauschiger, stimmungsvoller.

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Heiss, wie immer, voll, wie immer mit einer immer noch einzigartigen Transenshow von Nina. Und ebendie begann mit Brigitte auch als Weihnachtsengel mit der ersten Nummer, die offensichtlich live gesungen „die Beine breit machten“ und somit darauf hinführten, was dann folgen sollte, denn da fröhnte die Cheffin ihrer liebsten Beschäftigung und blies auf der Bühne etwas anderes als ein Saxophon… Näheres konnte ich aber nicht sehen.

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Folgend kam dann ihre liebste Tochter Stella DeStroy als Frau Holle mit ihrer Version von „Let It Snow“ auf die Bühne. Selbstverständlich schneite es dabei allerdings keinen Schnee, nur wenig Konfetti, dafür dann aber noch weisse Substanzen in kleinen Plastiktüten, die sich aus Preisgründen sicherlich als Mehl herausstellen würden…

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Es erfolgte im tollen Glitzer-Pailettenkleid zum ersten mal seit ewigen Zeiten wieder Melli Magic, die ihre Berlin Abstinez beendet hat, nicht allerdings ihre Liebe zu großen Diven im Allgemeinen und Whitney im besonderen. So isses eben, wenn Whitney nicht kann, dann ist Melli eben die allerbeste Vertretung. Und ganz ehrlich, wer Whitneys livegesangversuche gehört hat, der ist eh mit Live on Tape viel zufriedener. Und da gibt es eben niemanden, der Melli das Wasser reichen kann.

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Und nach Diva-eskem kann das Irrenhouse auch ein wenig Trash vertragen und dafür war an diesem Abend Mataina Ah wie Süß zuständig, allerdings mit einem Song, den ich weder bisher gehört hatte, noch den ich im Gedächtnis behalten hätte. Machte aber nichts, denn es war eigentlich auch nur ein Platzhalter zum Höhepunkt der Show… Mariah Carey.

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Und so kam es, wie in jedem Weihnachtsirrenhouse, wermutlich seit es diese gibt, zumindest aber seit 6 Jahren. Alle Drags auf der Bühne, die an dem Abend auftraten, dazu Mariah Carey und jede Menge Konfetti… Erst schmissen sie nur ein wenig und ich war schon in Gedanken dabei, dieses anzumahnen, als auf einmal zwei Ventilatoren genommen wurden und es dann eben doch noch richtig schneite….

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Obwohl, ich glaube schon, dass es in der Vergangenheit NOCH mehr Konfetti waren… und viel kleineres konfetti, dass man noch Monate später in seiner Wohnung irgendwo wiederfinden konnte… Da brauche ich dieses mal wenig Angst haben. Aber es war trotzdem toll… wie immer.

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Doch war eines irgendwie anders, dieses Mal im Irrenhouse. Es schien, als sei ganz Berlin anwesend. Okay okay, es war voll wie immer, aber die Anzahl der Zweithaarträgerinnen an diesem Abend war doch erstaunlich hoch, nicht, dass ich alle Namen fehlerfrei zuordnen könnte, könnte ich das wohl, dann könnte ich mich beim Nachfolger von Thomas Gottschalk bewerben „Ich wette dass ich sämtliche Transen Berlins nur am Aussehen mit dem richtigen Namen ansprechen“… Aber wofür gibt es denn Facebook.

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Wobei es immer eine blöde Situation ist, wenn jemand sagt, „wir kennen uns, wir sind doch auf Facebook befreundet“… Ääh ja, du und etwa ein paar tausend andere Personen. Sorry, das bringt mich nicht weiter, wo ich mir doch eh Menschen erst merken kann, wenn ich mich mal ein paar Minuten mit ihnen Unterhalten habe, oder sie einfach irgendwelche unverkennbaren Merkmale mitbringen… Haarfarben, Frisuren, Größe, Make up, Outfit und ähnliches gehören dabei übrigens nicht zu 🙂

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Obwohl man kam auf mich zu mit der Frage „was hattest Du auf dem letzten CSD an“ Warst Du das mit den Louis Vuitton und anderen Taschen? Das war toll… Insofern wurde ich da tatsächlich am Outfit wiedererkannt. Wenn man bedenkt, dass das ja schon wieder ein paar Monate her ist, ist das wirklich schön

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Achja schön. das isses eben immer wieder, das Irrenhouse im Allgemeinen und das Weihnachtsirrenhouse im Besonderen. Merci Nina

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Irrenhouse Hamburg

Irrehouse Hamburg

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Okay am Wochenende war ja nicht nur die Obsession zu der ich in Hamburg war, sondern auch die zweite Ausgabe des Irrenhouse Hamburg in der Lcation2 diekt hinter Olivia Jones Bar.

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Ausgerichtet von Nina Queer und auch Valery Pearl hatte wohl irgndwie ihre Finger darin… Wie auch immer, das ist ein 1A Grund, dort noch einmal nach der Obsession vorbeizuschauen und mal nach dem Rechten zu sehen ob sich in den letzten Jahren auf Hamburgs Kiez irgendetwas grundlegendes geändert hat.

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Gegen vier schlug ich auf der Großen Freiheit auf, Auto parkte ich in der Schmuckstrasse – und wer Hamburg kennt, weiss, dort ist der Transenstrich – nicht eben der Bereich, wo man als Drag gerne gesehen wird… Allerdings hat mir das schon mal mehr Muffensausen gemacht.

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Hey alles gut. der Hamburger Kiez ist und bleibt mein Revier. Jahre meines Lebens habe ich dort in den Strassen verbracht, wenngleich auch größere Zeit zwei Nebenstrassen weiter auf dem (Hamburger) Berg, der Hamburger Strasse, die ich meist vermisse.

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Nun wie gesagt „vier“. Hamburg ist ja neben Berlin die wohl einzige stadt in Deutschland, wo zu dem Zeitpunkt noch etwas auf Partys los ist und es war halb Berlin anwesend. Ninas Partybus war wohl gut gefüllt und man war allseits verwundert, wo ich denn zu dieser ja doch eher späten Zeit so herkommen würde… Nun, wer sich schon eine Wohnung in Hamburg leistet, muss die beizeiten auch mal ausnutzen.

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Auf jeden Fall war das Irrenhouse in Hamburg in mehrfacher Hinsicht wie „nach Hause kommen“. Diese Party an diesem Ort, das fühlte sich richtig und gut an. Richtig gut also und die Stimmung war hervorragend. Ich sags ja immer Hamburg lechzt nach solchen Partys.

Erstaunlich war allerdings, dass machneiner wohl nict so richtig wusste, wo er dort gelandet, so baggerte ein Typ ziemlich nervend an mir herum und ich fand heraus, dass er es vorher schon erfolglos an Nina und einigen anderen versucht hatte, danach suchte er sich dann Julia aus… Was soll ich sagen, es gab wenig andere Möglichkeiten für uns beide, als uns als Pärchen auszugeben, bis er endlich keinen Bock mehr hatte und sich das nächste Opfer suchte…

Kiez eben. Schwierig, aber doch irgendwie schön.

Oktoberfest im Irrenhouse

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Nachdem im letzten (Geburtstags)-Irrenhouse im letzten Monat die höchste Masse an Transen auf der Bühne waren, sollten in diesem Monat eher die geringste Menge an Transen auf der Bühne stehen. Genau genommen ganze zwei Nina Queer selber und Brigitte, die beide in Dirndln gewandet ein Oktoberfestirrenbouse zeigten..

Ein oktoberfestirrenhouse wird langsam so gängig wie jenes zu Weihnachten oder jedes jahr zum Jubiläum. Das bedeutet auch, dass man in etwa weiss,was einen zur Show erwartet. Transen in Dirndln, Brezel, Bier und das was man einer berliner Gayparty so an Volksmusik zumuten kann… Das beschränkt sich auf etwa vier Lieder und einen Tusch.

So brachten dann Nina und Brigitte Hellwig auch daswas man in etwa erwarten konnte, Heidi, Servus, Gruezi, und Hallo, Das Kuckuk Lied und mal wieder „sperma ist ekelhaft“…. Fur Neubesucher grossartig, für Stammbesucher wie Janka und mich ehrlichgesagt ein wenig langweilig, da alle Nummern so bereits gesehen, gehört und aufgenommen.

Aber da YouTube ja immer die Videos rausschmeisst,kann man ja auch etwas mehrfach aufnehmen…. ausserdem hat (wenn ich mich recht errinnere Mataina ah wie Süß das letzte Mal) beim Kuckuk Lied nicht mit Champignons herumgeschmissen. Zum Glück sind die aber weder hart noch nass – anders als die Dinge, die sonst von der Bühne des Irrenhouse so fliegen… Zwei Transen machen also weniger Sauerei auf der Bühne als vier oder fünf…. Obwohl ich bin sicher Margot und Maria äääh Nina und Brigitte hätten mich ohne Probleme auch lügen strafen können… ist ja immerhin das Irrenhouse, gell.

Zu dem ich im Übrigen ziemlich genau zur Show ankam…. kaum war ich unten angekommen, begann schon, die Erkennungsmelodie der Muppetshow und Nina enterte die Bühne.

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Erstaunt war ich dann aber später, als ein SPD Politiker ebenfalls die Bühne enterte um ein 5 Liter Bierfass anzustechen um damit die Anwesenden Gäste zu bestechen und zur Wahl zu gehen. Hmmmm. Er versprach, ein 20 Literfass, sollte er tatsächlich zum Bezirksbürgermeister werden… ist er es eigentlich geworden.. wenn ja, dann zumindest nicht durch meine Stimme, die ging nämlich an die politische Konkurrenz…

10 Jahre Irrenhouse Party

In Berlins Partyszene ist es kein Novum, wenn eine Partyreihe mal 10 Jahre lebt, es ist aber sehr selten. Erstaunlicherweise gibt es aber in der Berliner Gayszene gleich mehrere dieser selten Ereignisse. Der GMF Club ist länger als 10 Jahre alt, der Club International auch und nun eben ich Das Irrenhouse von Nina Queer.

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Ich glaube ich schreibe es zu jedem Irrenhouse Jubiläum, aber zum 10 Jährigen muss ich es noch einmal wiederholen. Das Irrenhouse hat einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass ich heute in Berlin wohne. Als ich zum ersten Mal nach Berlin kam, war der eigentliche Grund ein Bewerbungsgespräch bei ebay. Eigentlich interessierte mich dieser Job aber weniger, vor allem wollte ich auf diese Party gehen, von der ich Bilder im Internet sah. Die Irrenhouse Party.

Ich kam hin – und es war eine Offenbarung für mich. Nach dem ersten Mal war klar, dass ich einen Monat später wiederkommen würde – zum Jubiläum 4 Jahre Irrenhouse. Folglich begleite ich diese Party nun seit deutlich über der Hälfte ihres Bestehens und sie ist weiterhin ein Pflichtbestandteil fast jeden Monats. Gratulation von mir daher an Nina.

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Aber Gratulationen gab es an diesem Abend viele für Nina, vor allem auch von ihren Mädels, die ein wirklich tolles Medley brachten, von dem Nina offensichtlich wirklich nicht wusste, was sie erwartet – und normalerweise gibt Nina solche Dinge nicht aus der Hand. Alle Mädels durcheinander auf der Bühne mit großartigen Liedern und mit knapp 8 Minuten die vermutlich längste Performance ever im Irrenhouse, die Nina mit „pipi in den augen“ von vor der Bühne vefolgte. Großartig und der Erplaus für Nina war echt.

und nach dem Medley größer als nach ihrem eigenen Stück – Irgendwie irgendo irgendwann von Nena, dass allerdings extrem mitsingfreudig war und auch nicht übel für Stimmung gesorgt hat.

Obwohl Stimmung und Mitsingen gab es auch beim nächsten Song: I can’t live If living is without you von Mariah Carey, dass durchaus Gänsehautcharater hatte und sicher beidseitig so gemeint und gefühlt war. Für die Gäste ist das Irrenhouse ein wichtiger Anlaufpunkt einmal im Monat und Ninas Aussage „Dankeschön – wegen euch ist mein Leben so viel besser war ganz sicher auch nicht einfach so gesagt.

Da können sich eben noch viele andere etwas abschauen, wie beispielsweise Valery Pearl aus Hamburg, die zufällig in Berlin war und erstmalig im Irrenhouse war…. Ziemlich beeindruckt war die gute von der Party und der Location und ich hoffe, sie nimmt großartige Eindrücke mit nach Hamburg, denn da gibt es noch viel zu tun.

Und das kann auch gleich umgesetzt werden, denn am 24.09. gibt es in Hamburg eine Irrenhouse Party direkt in der Grossen Freiheit. Ich weiss nicht genau ob von Valery oder Nina ausgerichtet, fest steht, beide haben ihre Finger im Spiel und ein Irrenhouse in Hamburg ist eigentlich ein guter Grund, meine Heimatstadt mal wieder zu besuchen.

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War sonst noch was? ach ja, meine Kamera blitzt nicht mehr, daher kann ich zwar tolle Videos schiessen, aber Fotos muss ich von anderen nutzen… Was solls 🙂