Superheldinnen auf dem Berliner CSD

Shira Princess of Power, Wonderwoman, Supergirls und Lara Croft… Wer ist falsch in dieser Liste? Selbstverständlich Lara Croft, denn die ist ein echter Mensch. Zumindest im Film. Eine Superhelding ist sie dennoch und gestern eine sehr begehrte Superheldin. Doch vom Anfang an.

101_0086 mit Judy Winter

11 Uhr, nein 13 Uhr, 12 Uhr … Es war wie immer das gleiche, wir konnten uns nicht wirklich einigen, wann wir zum Berliner CSD aufbrechen wollten, einigten uns dann doch irgendwie und kamen letztendlich dann doch wieder zu spät bei Janka los und warteten dann noch einmal ziemlich lange darauf, dass das für uns bestellte Taxi ankam, um ser verwundert ein paar Superheldinnen aufzunehmen.

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…Wir hätten ja auch fliegen können, also zumindest Wonderwoman (Sheila) und Supergirl (ich) aber die beiden anderen brauchten eben ein Taxi und das teilten wir uns dann eben – bis in Richtung KuDamm, wo dann noch Spidergirl, Catwoman und Barbarella auf uns warteten und wir nach einem Frisörbesuch, bei dem wir uns noch einmal zeigen mussten, mit zwei weiteren Taxis in Richtung CSD bewegten.

101_0090 Spider-Mel

Dieses Mal begann der CSD wieder am Ku’Damm mit der also viel schöneren Strecke. Es macht doch viel mehr Spaß, dort vorbeizulaufen, wo sich auch Leute aufhalten und das ist der Weg Kudamm, Nollendorfplatz in Richtung Potsdamer Platz auf jeden Fall. …Und diese Leute hatten Spaß an einer Menge Supergirls. Dabei wunderte mich, wie viele tatsächlich die Namen wussten. Ich selber hätte – bevor ich Sheila kennenlernte – nicht gewusst, wer Wonderwoman ist. Shira hab ich zwar schon mal gehört, aber erkannt hätte ich sie niemals. Nur Lara Coroft hätte ich erkannt.

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Wie auch alle anderen. Nina war eindeutig der Liebling der Strecke „Laraaa, Laraaa. Ein begehrtes Fotoobjekt. Aber Nina sah auch sowas von echt aus. Hätte Brad Pitt irgendwo rumgestanden, er hätte sich direkt in Nina verliebt. Wir hatten ja eigentlich angst, dass Nina während des Zuges noch so vier bis acht inder adoptiert, aber sie hielt sich ein wenig mehr an das Lara Croft Bild und hantierte stattdessen lieber mit ihren beiden täuschend echt aussehenden Wummen herum. Das kam gut an.

lara-croft

Komisch wurde es allerdings immer dann, wenn jemand nach Nina mit „Hallo Frau Croft“ rief, und sich dann wieder um Janka Kroft verwundert umdrehte. Und ich bin sicher, dass merfach als dann wiederum nach Janka als „Shiiiieeeeraaaa“ gerufen wurde, die Wonderwoman Frau Sheila umdrehte. Nur bei mir musste ich verärgert feststellen, dass wenig Personen offensichtlich Supergirl kannten, während Superman doch arg bekannt ist… Mehrfach wurde ich als Superman gerufen…. Nun lernte ich allerdings auch erst gestern, dass es einen Supergirl-Film gibt, der allerdings nur leidlich erfolgreich war.

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Irgendwo wartete dann der Zug eine ganze Weile, damit der Rest wieder aufschliessen kann, so konnte ich mich einmal mit den Polizisten, die die Strecke im TV-Übertragungswagen begleiteten, unterhalten. Sie sahen dann auch sofort ein, dass es traurig ist, dass wir Superheldinnen die jungs immer aus der Patsche hauen müssten. Warum ein TV-Übertragungswagen der Polizei aber tatsächlich wichtig ist, habe ich bis zum Ende des Gespräches irgendwie nicht herausfinden können. Auch nicht, warum wir vorher immer im Dauerlauf vor dem jeweils folgenden Wagen flüchten mussten, wo doch a) uns noch Leute fotografierten wollten und b) wir dann später noch so lange im wartendem Zug ausharren mussten.

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…Es ging dann aber doch irgendwie weiter und nach einem kurzen Abstecher bei Woolworth, um ein paar Anti-Rutsch-Einlagen zu kaufen und dann schnell auf den Neon-Raiders-Truck gesprungen um bis kurz vor dem Potsdamer Platz, den zweiten Teil und vor allem den am besten besuchten Teil des CSDs etwas ausgeruht in Angriff nehmen zu können.

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Facebook: Who has the biggest Brain

Oder: Warum muss ich mich immer mit Anfängern herumschlagen?


ICH! – Wer sonst?

Ich finde Facebook klasse. Man findet massenweise Personen wieder, man lernt massenweise Personen kennen und generell finde ich es persönlich ansprechender als Myspace. Dazu kann man auf Facebook vielerlei Spielchen spielen.

Das alles hat auch Janka herausgefunden und übt seit einiger Zeit verstärkt das Spiel „Who has the biggest Brain?“. Sie wiederum infizierte Sheila und seit dem Wochenende auch Nina.

Leider brachte ihr diese Übung kaum Vorteile, und auch die restlichen Mädels sind eher Opfer als Gegner.

2362 – Zoe – Cyborg
2305 – Sheila – Cyborg
2296 – Nina – Space Ace
1948 – Janka – Space Ace

Zumindest Sheila ist noch in der gleichen Kategorie wie ich – aber eine Gegnerin? Fehlanzeige 😉

Trachten und Dirndl in Berlin

Bayerischer Geburtstag mit Nicki, Apfelstrudel und Transen im Dirndl

Janka ist ja als Friseuse in ihrem Zweitleben unterwegs und kommt dabei selbstverständlich mit einigen Kunden und Kundinnen ins Gespräch. Über die Zeit kommt es dann schon einmal zu Einladungen wie am letztem Wochenende.

Ein Geburtstag sollte es sein, im Valentin in Berlin und Janka war als Janka mit Begleitung eingeladen. …Auch zwei Begleitungen waren erlaubt und so

waren Sheila und ich miteingeladen.

Das Valentin ist ein Urbayerisches Restaurant mitten in Berlin. Vollkommen mit Holz ausgekleidet und mit diversen bayerischen Accessoires ausgestattet. Man kommt sich vor als säße man irgendwo auf einem Hang in einer Hütte.

Damit das ganze aber noch ein wenig mehr zu einem vorgezogenen Oktoberfest wird, tragen nicht natürlich auch die Bedienungen Dirndl. In diesem Fall war das aber nicht genug, denn es gab einen dementsprechenden Dresscode. Geburtstagsgäste sollten also in Trachten oder Dirndl erscheinen – und sie taten es alle.

Ich habe keine Ahnung, warum so viele Berliner Trachten im Schrank haben. Vielleicht waren sie alle extra noch ein Dirndl kaufen… Egal, sie waren auf jeden Fall alle angemessen gekleidet und warteten auf uns – und das ziemlich lange.

Mal absolut kein Zwergenstemmen

Eigentlich begann der Geburtstag um 19 Uhr und wir wollten dementsprechend früh los. …Das wäre auch kein Problem gewesen, denn ich war fertig. Die beiden Mädels aber nicht. Sie holten mich dann tatsächlich um viertel nach 9 ab…. Ich verstehe nicht, wie man sich um 135 Minuten verspäten kann, aber es war egal, denn das war lockere vier Stunden, bevor wir sonst in die Nacht starten.

Im Valentins angekommen wurden wir von Nicki Musik, der Partygesellschaft und deftigem Essen erwartet. Schweinshaxe, Leberkäse, Sauerkraut, Rotkohl und Semmelknödel. Das ganze mit Soße. Lekka! Während Sheila aber eher Diät hielt und Angst hatte, ihr Korsett könnte platzen, haute Janka rein, nicht ohne sich mit den Worten: „Für Knödel könnte ich sterben“ nocheinmal eine Extraportion zu bestellen.

drei Damen + Geburtstagskind

Diese Worte waren garnicht weit hergeholt, denn bevor sie ihre eigenen neuen Extraknödel bekam, bediente sie sich ungeniert – und vor allem ungefragt – an den Knödeln auf meinem Teller. … Und darauf steht im Normalfall die Todesstrafe. Nundenn, bevor ich den Schliff meines Messers an Janka ausprobieren konnte, kamen ihre Knödel an und sie konnte sich wieder ihrem eigenen Teller widmen.

Auch wenn wir frisch gestärkt waren, wurden wir nicht müde. Anders als „Howie“. Howie ist ein kleiner weisser Hund, der an diesem Abend der wohl meistgekraulte und zufriedenste Hund in ganz Berlin war.

„Howie“ wurde in den Schlaf gekrault

Wir waren selbstverständlich nicht müde und mussten diese bayerische Kulisse natürlich für ausgedehnte Fotoarbeiten nutzen. Solch eine Hüttenkulisse mit Familienbibel und großen großen Weinfässern bietet da natürlich einige Bildergelegenheiten. Man soll aber bitte nicht denken, wir seien tatsächlich sooo versoffen, wie wir dort tun, denn ganz ehrlich, es kam nicht ein Tropfen aus diesen überdimensionalen Fässern.

Schade eigentlich, so mussten wir den Rotwein immer an der Theke bestellen – sehr zum Leidwesen von Janka, die sich immer dann, wenn ich einen Rotwein in der Hand hatte von mir wegbewegte. Selbst meine Einladung das Dirndl zur Not zu waschen und zu bügeln wurde schnell von Sheila äääh abgebügelt.

Die Zeit verstrich mit Fotos, Kaiserschmarrn, Bayerisch Creme und warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis und es wurde langsam 24 Uhr. Das war insofern ein wichtiger Zeitpunkt als dass nun die Gastgeberin nicht mehr Geburtstag hatte sondern ein Gast.

Nicht irgendeiner sondern Frau Kroft höchstpersönlich feierte ab jetzt ihren Burzeltag

Den wollten wir aber ansderswo feiern und so veradschiedeten wir uns beim jetzt-nicht-mehr Geburtstagskind um eine Diven Night zu besuchen.

Dazu musste ich aber dringend noch einmal die Dame hinter der Theke fragen, ob sie wirklich tagein tagaus und durchgehend Nicki hören müsse und ob einem dieses „bayerische Cowgirl Gedudel“ mit der Zeit nicht wahnsinnig auf die Nerven gehen würde…

Sie hätten schon noch ein paar andere CD’s aber „Ja! es würde tatsächlich auf Dauer ziemlich nerven“… Sie sei aber zumeist in der Küche und so würde das schon gehen.

Stichwort: Gehen!. Wir gingen und zwar in den Club, den Janka sich als allerersten Club in ihrem neuen Lebensjahr aussuchte. 😉 Das Schwuz.

Irrenhouse im Juni 2008

Sex Jahre und 11 Monate Irrenhouse
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Bevor nächsten Monat wieder die große Irrenhouse Sause startet und :Nina Queer: insgesamt sieben Jahre ihrer großartigen Party feiert, war dieses Mal noch einmal brot-und-butter angesagt. Aber das Irrenhouse ist auch in der Brot-und-Butter Version immer noch viel besser als die meisten Parties in der Hauptstadt jemals sein werden.

 

An diesem Abend hatten wir aber charmante Begleitung. Wickie, eine Kollegin von Janka war dabei und obschon sie eigentlich arge Bedenken hatte, eine Gayparty zu besuchen, schien sie doch sehr zufrieden gewesen zu sein, als wir das Irrenhouse später verliessen. Aber soweit bin ich ja noch nicht.

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kein Anschluss unter diesem Schuh

Es war kalt als wir kamen und das Wetter war fast winterlich. Der Sommer schien zu Ende. So dachten wohl auch andere, die aus der Sommerstarre aufgewacht sind und das Irrenhouse mal wieder richtig gut füllten. Trotzdem waren dieses Mal relativ wenig bekannte Gesichter fand ich – obwohl Mel war mal wieder mit unterwegs, Claire war mal wieder zu sehen und Shizophrena war da, wollte allerdings nicht fotografiert werden… ..Nun fragt sich der Leser zu recht folgendes: „Eine Transe, die nicht fotografieren lassen möchte, wie kann denn das sein?“

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Die Lösung ist einfach… Shizophrena hatte ihr Makeup vorm Urlaub verlegt und nicht wiedergefunden… Ich kenne dass, wenn man irgendwas einfach nicht wiederfindet und so mit etwas anderem vorlieb nehmen muss. Immer Mist soetwas.

Dafür gab es mal ein neues Gesicht in Berlins Clubszene. Gina nennt sie sich und treibt sich gerade seit anderthalb Monaten draussen rum. Zumindest dieses bisher aber nicht auf irgendwelchen Parties auf denen ich mich rumtreibe, denn ich hatte sie bislang nie gesehen. Sicherlich ist da noch einiges zu tun, aber ein Anfang ist gemacht. Ausserdem hatte sie den Mut, uns anzusprechen. Als ich das erste Mal im Irrenhouse war, hatte ich den Mut nicht insofern: Respekt.

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Aber kommen wir doch mal zum eigentlichen Highlite einer jeden Irrenhouse-Party, der Transenshow.

Den Start machte an diesem Abend die Hausherrin selber, die ihren Smash-Hit „Fickie Fickie Aua Aua“ live zum Besten gab. Das dauerte zwar eine Weile, bis sie aus allen Mikrofonen im Irrenhouse das einzige herausgefunden hatte, dass ihre Stimme auch ordentlich über die Boxen in das Publikum übertrug. Das hatte sie aber irgendwann geschafft und so sang sie – dieses Mal ohne DJ Divinity – ihren Hit.

Gerfolgt wurde sie von :Adessa Zabel:, die ebenfalls einen Smash-Hit vortrung, allerdings nicht von Nina sondern von Madonna. „Give it to me“ um genau zu sein. Jawohll, gib uns unseren Shit Adessa. Das tat sie – und zwar mit einer ganzen Ecke Transen-Trash. Aber ich mag Transen-Trash und so mochte ich auch den Auftritt von Adessa. Genaugenommen empfand ich ihn sogar als allerbesten an diesem Abend.

Damit aber nicht fertig, denn es folgte Stella DeStroy, die bestens aufgelegt, ihren Goldfingerständer und American Boy dabei hatte und mit ihm wiedereinmal eine unwahrscheinliche Sauerei auf der Bühne veranstaltete. Dass er sie ordentlich besudelte musste ihr American Boy allerdings ziemlich büssen… So ein Heel kann einem Mann schon ordentlich die Luft rauben 😉

Letztendlich folgte dann noch eine alte Bekannte: :Mataina Ah wie Süß: wobei alt in diesem Fall absolut nicht despektierlich gemeint ist, sondern ihrer heutigen Bühnenpersönlichkeit geschuldet ist. So stand sie dieses mal als rüstige Rentnerin auf der Bühne und sang über Gruppensex im Altersheim und damit war der wichtigste Part des Abends zu ende.

Nicht jedoch der Abend selber für uns, denn den wollten wir noch im Felix ausklingen lassen, auch um Wickie noch einmal zu zeigen, dass man auch ausserhalb der Gaycommunity jede Menge Spaß haben kann. Auf also ins Felix.