Club International im Kino International

Kay Ray beendete seine Late Night Show irgendwann zwischen halb und voll vier Uhr morgens. Zeit genug also, um noch ins Kino International zu gehen und noch etwas zu tanzen. Sheila, Janka und Mel waren ja schon vorgefahren und wir wollten ihnen nun folgen.

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Scheinbar waren wir fünf aber nicht die einzigen, die mal wieder das Kino International besuchen wollten. Vielleicht war einfach lange nichts los in Berlin oder es haben alle an diesem Abend den geburtstag von Nina Queer gefeiert, aber so viele Drags habe ich lange nicht auf ein und derselben Party gesehen. Wir fünf und Gina Tonic, Angie Price, :Gloria Viagra:, :Nina Queer:, Biggy van Blond, :Ades Zabel: und einige andere mir unbekannte Personen. Das war doch mal ein ordentlicher Aufmarsch.

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Für solche Abende liebe ich das Kino international. Sehr oldscool und immer wieder genial.

Nur warum alleine ich innerhalb von knapp zwei Stunden dreimal Madonna hörte, das wunderte mich doch etwas. War ich vielleicht doch auf einer Madonnamaina.

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Oktoberfest im Irrenhouse – Das Drumherum

Von der Show in :Nina Queer:s Irrenhouse habe ich ja bereits geschrieben und ebenso habe ich bereits kundgetan, warum wir bayerisch gekleidet im Geburtstagsklub erschienen. Kommen wir also zum drumherum auf dieser Party.

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Der Sommer ist ziirrenh1.jpgemlich beendet und es nieselte als wir am Geburtstagsklub ankamen und endlich, endlich gab es mal wieder eine kleine Schlange vorm Irrenhouse an der wir in großer Gruppe vorbeistöckeln durften. nach langer zeit also mal wieder ein standesgemäßer Auftritt auf diese, doch immer wieder abgefahrene Party.

Wo sonst ausser hier findet man eine Party mit einer lustigen Transenshow, eine Damentoilette auf der Horste Schlämmers „Gisela“ rauf, runter und wiederum raufläuft, auf der in der Lounge neben einem Pornoglücksrad ein Pornofilm läuft, in der es sich eine nicht mehr wirklich knackfrische Blondine mit einem Handmixer besorgt, und auf der ein Affe mit Leckereien und ein großes Gelbes Huhn in High Heel Overkneestiefeln herumlaufen.

Dass dazu auf zwei Floors gute Musik läuft versteht sich von selbst. Nicht umsonst ist das Irrenhouse ein fester Termin in jedem Monat und wir sind immer wieder dort zu finden.

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Auch immer wieder dort zu finden ist :Mataina Ah Wie Süß:, die hervorragend in unseren Reigen von bayerisch angehauchten Kleidungsstücken passte. Da die liebe ja mal wieder auf der Bühne stand, hatte sie ausserdem eine ganze Menge an Getränkefreikarten dabei, von denen sie einige auf den Markt schmiss. Vielen Dank Mataina.

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uhren.jpgWeitere Freigetränke hätten wir am Pornoglücksrad gewinnen können… Doch versagten wir alle beim drehen – Nix Freigetränke – und auf den freien Eintritt ins nächste Irrenhouse haben wir gerne verzichtet. Stattdessen haben wir allesamt Süssigkeitenuhren gewonnen, die komischerweise aber alle unterschiedliche Zeiten anzeigten. Ein Uhrenvergleich war also vollkommen unsinnig bis unmöglich.

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Um gänzlich dem Alkohol zu verfallen lud mich mein liebster Ex-Kollege Rik dann noch auf ein Becks Lemon und ein nettes Gespräch ein. Auf meine Frage, wo diesen Abend noch etwas abgehen würde, meinte er „na bei mir zu Hause“… Auf meine Frage wann wir denn alle zu ihm fahren würden, ruderte er aber fix zurück. Er meinte keine Party mit uns sonden einfach eine kleine Party mit einem zweiten Holländer, der diesen Abend bei ihm nächtigte.

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Sechs gutaussehende Transen auf einer Heimparty. Mancheiner würde sich da alle 10 Finger nach lecken. Nicht so offensichtlich Rick 🙂 …Ich sage mal „selber Schuld.“

Stattdessen mussten wir uns eine andere Beschäftigung für den Restabend suchen. Zur Auswahl standen der Kit Kat Club, den vor allem Claire mal kennenlernen wollte und das Big Blue. Zwar meldete ich mich beim Big Blue, aber die Mehrzahl der Hände, die sich nicht enthielten entschieden sich für das Kit Kat… Scheiss demokratie 😉

Also fuhren wir ins Kit Kat ….

Oktoberfest im Irrenhouse – Die Show

:Nina Queer: hatte zum Oktoberfest im September (also noch eine ganze Woche vor Oktoberfest Start in München geladen) und da sich Janka ein Mottoauftreten wünschte, sind wir dem gerne gefolgt. Janka und Nina waren extra ein Dirnd kaufen, Sheila fand auch etwas leicht bayerisch angehauchtes und ich habe Jankas abgelegtes Dirndl für den Abend geliehen bekommen. Wir waren also so bayerisch gedresst, wie es eben Nordlichtern möglich ist an um zu schauen, was uns Frau Queer so bieten würde.

Irrenhouse… Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs brauche ich kaum etwas über das Irrenhouse erzählen, denn immerhin ist das ein allmonatlicher Pflichttermin und ich war ja schon einige Male im Irrenhouse.

Die Transenshow begann wie immer Nina Queer mit einer Nummer, die so war, dass ich mich leider nicht mehr dran erinnern kann. Es war irgendetwas fast romantisches, mit einem Chor bestehend aus Polla Disaster und :Mataina Ah Wie Süß: und einem roten herz in der Hand. Warum sie dieses Herz trug und was dieses Lied genau mit dem Motto auf sich hatte, kann ich leider nicht mehr sagen – könnte ich vielleicht, aber wie gesagt habe ich keine Ahnung mehr, welches Lied die gute Nina von sich gab.

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… aber wie ich es wohl sehen schienen Polla und Mataina ihren Spaß gehabt haben – Und nein, die beiden waren nicht unbeobachtet doch aber auch nicht im Fokus, denn Nina sang ja.

Etwas mehr im Fokus war danach Polla Disaster, die uns den großartigen Britney Spears VMA-Auftritt in großartiger und extrem ausgefeilter Choreografie zum besten gab. Im Normalfall hätte ich über das staksige Auftreten gemeckert, aber hier war es eben gewollt und extrem nah am Original – wie geil.

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Polla in blonder als sonst und um einiges dünner als Britney

Das war schon großartig aber am besten war in meinen Augen eindeutig Mataina Ah Wie Süß, die wieder ganz tief in die Songkiste gegriffen hat und zum Beginn des deutschen Teils zum Oktoberfest einen Song zum besten gab, den ich bisdato nicht kannte. Ein Mädel das heiraten sollte und die Vorteile von Gewehren erkennt und besingt. Ebenso abgefahren wie der Regewurmsong im Juni, den sie von sich gab. Und Mataina kann absolut am besten performen. Sie lebt ihre Titel

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Professionalität und Übung ist eben doch ganz viel wert und Mataina darf man dann wohl getrost als Star bezeichnen.

Ein Star ist naatürlich auch Nina als Gastgeberin ihrer eigenen Party eh. Aber auch hier muss ich zugeben, dass ich keine Ahnung mehr habe, was sie in ihrem Dirndl performte. Es war deutsch und volksmusiklich, soweit war es klar, und es war nicht das Mädchen von Piräus, was genau sie aber performt hat, weiss ich wie gesagt nicht mehr und warum sie uns in der Folge mit Pilzen aus ihrem Einkaufskorb beworfen hat, kann ich auch nicht so genau sagen.

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Aber immerhin fand ich dieses mal kein Pilze in meinem Becks Lemon, denn die Pilze passten, anders als das Konfetti das letzte Mal glücklicherweise nicht in den Flaschenhals. 🙂

Queerboot Party

Das war sie nun also, die Queerbootparty, soetwas ähnliches wie eine Hafenrundfahrt nur eben auf dem glatten Wasser der Spree anstatt des ja doch manchmal etwas kabbeligen Wasser der Elbe.

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20:30 sollte der Ausflugsdampfer ablegen und bis dahin sollte man besser da sein, wenn man nicht von weitem winken wollte. Um alle weiteren Spekulationen gleich im Keim zu ersticken – natürlich schaffte ich das. Genaugenommen war ich sogar lange vor Abfahrt und weit vor anderen Mädels an Bord.

Wobei das „an Bord kommen“ garnicht so einfach wie gedacht war, denn die „Gangway“ war sehr steil und kaum stöckelfreundlich. Ich kam jedoch wie gesagt heil an Bord und wurde von Sheila meines hart verdienten Geldes beraubt.

Naja, sie durfte das, stand sie doch an der Kasse und diese Ausflugsfahrt sollte ja nicht in einem finanziellen Fiasko enden. Wenn ich allerdings mal durchrechne, wie viele Mädels schlussendlich da waren, dann glaube ich nicht, dass sich diese Party gerechnet hat… Wo wart ihr alle? Menschmensch. Trannypartys zu veranstalten wird heutzutage immer schwieriger, wenn es sich nicht gerade um eine eingeführte Veranstaltung wie das Schlampenfest handelt….

Egal, die Mädels, die den Weg auf den Dampfer gefunden haben, sammelten sich auf dem Achterdeck und hatten unter der Musik von Michelle ihren Spaß.

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Da haben wir mal den anderen Weg, ein nicht unbekannter DJ, der ob des musikalischen Könnens gebucht wird und eben nur ab und an mal gedresst hinter den Turntabels steht. Ziemlich klasse Leistung übrigens und großartige Musik, die jedoch mehr als einmal untebrochen werden musste.

Die Schiffe auf der Spree sind nicht allzu hoch, damit sie unter den sehr niedrigen Brücken hindurchkommen. Daher kann man diese Ausflugsdampfer auch nur begrenzt als Trannyfreundlich bezeichnen. Selbst ich mit knapp 1,80 Metern hatte mehrmals Deckenkontakt, größeren Mädels wie Janka oder Madeleine durften zumindest unter Deck eher gebückt gehen. Machte aber nichts, denn das Wetter war gut und wir waren ja eh fast alle und fast immer auf dem Achterdeck und da konnte man eben aufrecht gehen – wenn nicht gerade eine dieser Brücken kam.

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Ob Berlin auch, wie Hamburg, mehr Brücken als Venedig hat, kann ich nicht sagen, aber Berlin hat doch einige auf der Spree und wenn man auf dem Achterdeck stehen bleiben würde, dann wäre der Kopf weg. Das alleine wäre ja kaum schlimm, aber zu allem Unmut wäre dann auch die Frisur ruiniert. Und diese Erkenntnis wirke, um sich jeweils bei den Brücken hinzusetzen.

Das ganze hatte etwas von der Reise nach Jerusalem: kaum war die Musik weg, suchten sich alle einen Platz und verharrten, bis die Musik nach der Brücke wieder anging und der Partydampfer wieder normale Lautstärke erreichte.

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Glücklicherweise waren unter den Mädels eine ganze Menge, mit denen man ne Runde klönen konnte und auch etwas Spaß haben konnte. Endlich hab ich beispielsweise mal Madeleine getroffen, etwas mit Mia und Denise geschnackt, Jess über die Zukunft ihres Blogs ausgefragt, mit einer Mehrjankfrau bilder gemacht und und und.

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Mehrjankfrau

Dabei fällt mir ein, dass Jee mir noch eine Wette angeboten hat… Sie will doch tatsächlich versuchen, mit ihrem Blog zum Thema Zoe vor meines zu gelangen. Das ist ja lächerlich, allerdings, wenn sie das schafft, dann ziehe ich wirklich meinen Hut – und werde alles daransetzen, dass sich das schnell wieder erledigt hat 😉

Egal, einige Lieder, einige Schnacks und einige Bilder Später erreichten wir gegen 23:00 wieder die Ablegestelle und fuhren in altbekannter Formation (Sheila, Nina, janka und ich) ersteinmal etwas essen, aber dazu morgen mehr…

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