Alice Francis – Queen of Electro Swing

Alice Francis @ Astra Kulturhaus

Nach der grandiosen Show in der Bar jeder Vernunft und dem netten kleinen Abstecher in der tollen Bar The Liberate mit einem kleinen aber feinen Cocktail war es langsam spät genug, um den weiteren Abend in Angriff zu nehmen.

Electro Swing im Astra Kulturhaus in der Revaler Strasse sollte noch anstehen und insbesondere der Auftritt von Alice Francis, ihreszeichens wohl die Queen of Electro Swing. Sie selber war mir nicht bekannt, aber ich bin ein großer Fan der Musik und war schon einige Male zum Electro Swing Club im Festsaal Kreuzberg, aber es ist so ein wenig wie mit Techno. man kennt vielleicht ein Lied, weiss aber nicht, von wem es wohl ist.

Aber was macht es schon, Electro Swing ist eine Musik mit einem treibenden Groove und ja extrem tanzbar und ins Astra Kulturhaus wollte ich eh schon immer mal, also mal schauen, ob und die Pulver- und Pflanzenverkäufer bis zum Astra durchlassen und uns in die Undergroundmusikszene einlassen.

Insgesamt scheint sich die Elektroswingszene einiges von der Boheme Sauvage abgeschaut zu haben, so beispielsweise den Swingkurs zuallererst, nicht allerdings den Kleidungsstil, der doch eher Berliner Indiechick war, übrigens auch das Publikum doch eher Studenten-lastig schien, was allerdings der ganzen Veranstaltung absolut keinen Abbruch tat. Der Ton spielt die Musik. In diesem Fall eher die Musik spielt die Musik.

Und jede war eben zum Konzert von Alice Francis. Beeindruckend cool und mitreißend spielte sie mit einem Keyworder, einem Soundtüftler, sowie zwei Tänzerinnen, die ihren Job verstanden ihr Set und hatte sichtlich Spaß an der Angelegenheit – wie im Übrigen auch Ihr Publikum, dass sie zum Tanzen und Swingen brachte.

Von offensichtlich eigenen Nummern über Christina Aguileras Genie in A Bottle im Electroswing Mantel bis zu gelegentlichen House Einflüssen reichte die Musik und sie machte wirklich Spaß zum zuschauen und mitswingen. Achja und das Kleid von Alice Francis war toll.

Gender X in der Roten Flora

Gestern habe ich eine Email bekommen, mit der Bitte für eine kleine Veranstaltung Promotion zu machen und da kann ich schwerlich “Nein!” sagen, denn ich würde am liebsten selber hingehen. Es handelt sich um eine Filmvorstellung mit Konzert in einer coolen Locatio n meiner Heimatstadt.

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Julia Ostertag zeigt in Hamburg in der roten Flora “Under the red umbrella” und “Gender X” , dazu wird in der Flora das gespielt, das Schanzenviertel am besten kann, Punk, HC und Electropunk, all das in der kaputtesten Einrichtung in der Schanze, der roten Flora, einem ehemaligen Revuetheater, dass besetzt und zum Stadtteilzentrum umgewandalt wurde.

Wie dem auch sei, in der Flora habenich manch Nacht gefeiert und ich hätte mich gefreut, das zu guter Musik und Gender X ebenfalls zu tun, aber das ist bereits am Freitag und da gehen in Berlin die Teddy Awards vor. Wer allerdings in Hamburg ist, sollte unbedingt in die Flora gehen und sich Gender X ansehen, der lohnt sich und Hamburg braucht eh immer noch etwas Drag-Nachhilfe.

Spannend ist, dass Julia erhöhtes Interesse an Gender X feststellen kann, entweder hat sich die gesellschaft geändert, oder ein Low-Budget Film braucht einfach seine Zeit, bis er sich per Mundpropaganda herumspricht… beise schön, wenn es so weit ist.

Big John Bates & The Voodoo Dolls

oder: Rockabilly & Burlesque

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Fussball schauen kann einem tolle Bands näherbringen. So geschehen am letzten Spieltag als mir ein Veranstaltungsplakat auffiel, dass auf ein Konzert der mir bisland unbekannten Combo “Big John Bates & The Voodoo Dolls” hinwies. Es war dabei ein Plakat, dass mir vor allem aufgrund seiner Optik zusagte und es schien mir als sei das ein Konzert, dass man mal besuchen könnte. Da das Datum 10.06.2009 nun näherkommt, muss ich darüber einmal berichten.

Big John Bates & The Voodoo Dolls sind nämlich eigentlich nicht eine Combo sondern gleich zwei. Nun ist nicht John Bates der Sänger und die Voodoo Dolls seine Band, sondern ersteres ist eine Band und zweiteres eine Burlesque Truppe, die zusammen auf Tour sind. Zusammen offensichtlich eine feurige Angelegenheit.

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in CC by Code Arachnid

Auf der Webseite selber betitelt die Band das ganze wie folgt:

Big John Bates & the Voodoo Dollz tourende Revue, eine Gretsch-geleitete rock’n'roll reflection Tom Waits mit hübschen, feurigen Mädels … und einem gehörigen Anteil lebendigem Rocky Horror gefüllt mit dem treibendem Beat des Garage Blues angereichertmit Roots Punk und schwarzem Rock.

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So oder so ähnlich lässt sich das übersetzen. Fassen wir zusammen,etwas punk, etwas rock, Rockabilly Sound, etwas Rocky Horror, hübsche Mädels. Klingt nach einer fetten Party und nach einem Grund, das Bassy mal wieder zu besuchen. Mal sehen, ob die Jungs und Mädels diese selber aufgetsellten Vorschusslorbeeren auch einhalten können.

Was sich allerdings auf den Videos auf Youtube und den Bildern bisher sehen lässt, habe ich da kaum Angst.

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Saisonabschlussparty mit Boss Hoss

Fc. St. Pauli und Boss Hoss. Zwei tolle Teams und ein Grund, erst spät aus der alten in die neue Heimat zu fahren.

Dass ich eine der wenigen Transen bin, die Fussball gerne schauen, hat sich vermutlich mittlerweile herumgesprochen  – und dass dabei mein Herz in Hamburg unweit der Reeperbahn schlägt, ich also St.Pauli Fan bin, habe ich in diesem Blog auch schon das ein oder andere Mal erwähnt… Das hatte aber eigentlich geplantermaßen nichts mit meinem Wochenende in Hamburg zu tun.

Das änderte sich allerdings schlagartig, als ich Samstag Mittag bei Schweinske auf der Reeperbahn vor einer großen Portion Schinken, Spargel und Hollondaise Sauce saß und in der Hamburger Morgenpost blätterte… Da saß ich also und las etwas von der Saisonabschlussparty nach dem letzten Heimspiel sowie von einigen unwichtigen Bands und von Boss Hoss, die dort auch aufreten sollten.

Ein bisschen die Manschaft abfeiern und dann nett Boss Hoss hören, was kann es besseres geben? Für mich nicht wirklich viel. Zumindest nicht sonntag Nachmittags in Hamburg.

Okay, es war nun nicht vergleichbar mit einem Aufstieg, aber die Mannschaft hat sich mit dem achten Platz verdient, etwas gefeiert zu werden. Nächstes Jahr wird dann ein Platz weiter vorne anvisiert. Allerdings nicht, wie der Kapitän meinte, den siebten Platz… Da halte ich es mit Holger Stanislawski, der eine winkende Handbewegung vorm Kopf machte “Morena hast ne Macke?”… Er will offensichtlich mehr. Ich auch, an diesem Tag aber nach der Mannschaft mehr Musik… Und diese von den Boss Hoss.

Okay, wenn die Feier keine Aufstiegsfeier war, dann war das Konzert auch nicht ganz das Geheimkonzert neulich im Bassy. Nicht falsch verstehen, The Boss Hoss waren selbstverständlich toll, aber es ist eben etwas anderes, ob sie geheim beim Geburtstag des Sängers vor Hardcorefans auftreten oder eben gebucht vor Fussballfans… Selbst wenn es Fussballfans des Lieblingsclubs sind. Stellte ich doch neulich schon fest, dass Alec “Boss Burns” St. Pauli Fan ist und somit der St. Pauli Sticker an seiner Jeansjacke mitnichten eine blöde Anbiederei sondern Ausdruck eines echten Gefühls war. Cool.

Es war sicher nicht die letzte St. Pauli Party und ebenso nicht das letzte Boss Hoss Konzert, bei dem ich war.