Justice D.A.N.C.E – Art Brut St.Pauli

Ich habe meine Besuche in Berlin immer mal wieder dazu genutzt, auf Musik hinzuweisen, die dort gehört habe und die selten von Hamburger Radiosendern gespielt wurden. Das letzte Mal ist allerdings lange her und daher muss ich jetzt mal wieder auf zwei Bands hinweisen, die vermutlich jedem ein Begriff sind, mir aber bislang nicht waren.

Hier in berlin höre ich ständig diese beiden Namen – aber ich könnte wetten, dass sie in Hamburg auch dieses Mal nicht gespielt würden – und wenn doch, dann spricht es nur dafür, dass die Lieder wirklich klasse sind.

Justice – D.A.N.C.E

cool, ich weiss nicht wer Justice sind, aber ein Kinderchor und Beats wie von Daft Punk haben mich schon beim ersten hören mitgerissen. Elektronische Musik, die abgeht und voll reinhaut. geil.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=fo_QVq2lGMs[/youtube]

Art Brut – St. Pauli

Art Brut nenne ich hier nicht, weil sie besonders klasse sind, sondern weil mal wieder ein wenig Lokalcolorid in dieses Blog muss. Eigentlich sind die jungs eher für den Song Direct Hit bekannt, aber einen Song der St:Pauli heißt und vor allem aus der Textzeile „Pank Roc is nict tot.“ besteht, der muss einfach von mir gefeatured werden. Erstrecht wenn der mässig coole Radiomoderator zu bemängeln hatte, dass irgendeine Band ein lied kreuzberg nannte und art Brut eben St.Pauli. Ob denn wohl die nächste Band nun einen Titel mit dem Namen „Schwabing“ herausbringen müsste.

Pfff St.Pauli und Kreuzberg mit Schwabing zu vergleichen…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MB05ba9-_xI[/youtube]

Schlüsseldienst in Berlin

Ich bin aus Kreuzberg, Du Muschi.
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In Zukunft kann ich diesen Satz aus dem Film Prinzessinnenbad ebenfalls sagen, denn seit zwei Tagen bin ich mit einer Wohnung in Berlin heimisch. Genauergesagt in Kreuzberg, Legiendamm, abgehend vom Oranienplatz knapp 300-400 Meter von meiner neuen Arbeitsstelle in der Oranienstrasse. 61 m² sind dort jetzt in der vierten Etage ganz oben an mich vermietet.

Damit bin ich nichteinmal zwei Jahre nach meinem ersten Besuch in Berlin und letztens monatlich ein bis drei Besuchen in dieser Stadt nun vollständig dort angekommen.

fernsehturm2.jpgZwei Sachen habe ich jetzt schon gelernt:

  • Der vierte Stock gibt, wenn man ihn so oft mit schweren Kartons nach oben rennt Muskelkater.
  • Immer abschliessen, denn Schlüsseldienste öffnen nichtabgeschlossene Türen in Sekunden.

Ja, genau Schlüsseldienst. …. Kaum wurde mir oben die Wohnung übergeben und das Übergabeprotokoll unterschrieben, machte sich der Makler mit der Gewissheit gerade zwei Monatsmieten an mir verdient zu haben wieder nach Hause auf. Da ich gleich etwas hochtragen wollte, folgte ich ihm auf dem Fusse. …Die neuen Schlüssel lagen dabei auf dem Übergabeprotokoll und das lag wiederum in meinem Wohnzimmer. Von mir nur durch eine geschlossene Tür getrennt.

Ich hatte mich also, kaum die Wohnung übernommen, und noch nicht einen Karton hochgetragen, schon ausgesperrt. Fuck.

Ein Schlüsseldienst musste also her. Ab ins nächste Internetcafe und verschiedene Schlüsseldienste in Berlin angerufen. Ich weiss nicht ob das tatsächlich so ist, oder ob es nur mein Gefühl ist, dass bei einem Schlüsseldienst nur Räuber und Verbrecher arbeiten. Die ersten drei verschiedenen Firmen mit unterschiedlichen Nummern bin ich offensichtlich in der gleichen Zentrale gelandet, denn alle nannten mir 100%ig die gleichen Preise. 20€ pro angefangene 15 Minuten Anfahrt und Abfahrt sowie 20 € pro angefangene 15 Minuten Arbeit + 19% MWSt…. Klar, dass die dann natürlich mindestens 16 Minuten jeweils fahren und arbeiten.

…ich verhandelte mit der nächsten Schlüsseldienst-Nummer einen Festpreis von 78 € bei garantierter Nicht-Zerstörung meines Schließzylinders, wartete und ärgerte mich über mich selber. Insgesamt hat der Schlüsseldienst keine 2 minuten Arbeit mit meiner Tür gehabt und ich weiss jetzt, dass es super-simpel ist, eine nichtabgeschlossene Tür zu öffnen.

Das hat mir wirklich die Augen geöffnet. Ab jetzt wird immer abgeschlossen, damit ich so schnell nicht wieder einen Schlüsseldienst brauche.

Übrigens ist die Wohnung klasse und die Gegend irgendwie auch. Viele Cafes, Bars, Restaurants. Zwar hat mein Haus erstaunlich viele Ö’s oder Ü’s bei den Klingelnamen, aber das geht schon. Die ersten Hausbewohner haben auch schon Erfahrung mit Transen machen müssen, denn Sheila ist bereits meinen ersten Hausbewohnern über den Weg gelaufen.
Wie sagte Sheila noch von einigen Tagen

Sheila: Da steige ich nicht aus.
Ich: Seit wann bist Du denn so memmig.
Sheila: Nicht memmig – lebensbejahend.

Sie lebt noch, also geht das alles seinen richtigen Gang 😉

Aber ob es so richtig ist, dass bereits am zweiten Tag in dieser Wohnung in weniger als 100 Meter Entfernung eine knappe Polizeihundertschaft, zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer der Polizeit stehen mussten, das fragte ich mich gestern schon.

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