gestern sah mein Fahrrad irgendwie anders aus

Ich mag Kreuzberg nicht.

Na super, als ich eben an meinem Fahrrad vorbeilief, das aus Kellermangel draussen überwintern muss stellte ich fest, dass es sich verändert hat. Natürlich ist mir sofort aufgefallen, dass es anders ausschaut, nur was es war, konnte ich nicht sofort einordnen – was logisch ist, denn ich nutze es nur im Sommer, schaue da also nicht unbedingt täglich drauf. Dann erkannte ich es:

Es hatte gestern noch einen Sattel.
Und ein Vorderrad.
Und ein Hinterrad

Tja, dann kann ich dieses Rad wohl mehr oder weniger wegschmeissen und mir im Sommer ein neues kaufen. Tolle Wurst. Tja, hätte ich einen Keller, würde mein Fahrrad schön im dunkeln aber warmen und weit weg von Fahrrad-Teiledieben überwintern und alles wäre gut.

Crazy Box Berlin – Rockabilly Stuff

und meine Lieblingsschneiderin

Soso, der Samstagabend soll also mit einer Verabstaltung beginnen, die laut Sammy mit einem Pinup Contest beginnen soll. Klar, dass wir dorthin wollten, doch was anziehen. mein rotes pünktchenkleid hatte ich schon so oft an, mein blaues Pünktchenkleid ebenfalls und vom dritten Pepitakleidchen habe ich zwar immer noch keine Fotos, aber ich hatte es doch auch schon mindestens – ach mindestens einmal zu oft in den letzten Monaten an. Folglich brauchte ich dringend ein neues Kleid.

In Hamburg hätte ich da einen richtigen Laden gewusst, in Berlin aber keinen, den Sheila nicht schon gänzlich abgegrast hätte. ..Das könnte sich jetzt geändert haben. Ich habe die Crazy Box gefunden, einen kleinen Laden nähe Boxhagener Platz, den vermutlich jeder, der sich schon einmal mit Pinup oder Rockabilly Kleidung beschäftigt hat, kennt. Doch obwohl es dord von Schleifchen, Pünktchen und Erdbeeren nur so wimmelte, so fand ich nichts, was mir an Sheila schon mal aufgefallen wäre.

Obwohl dieser Laden kaum größer als mein Wohnzimmer ist und insgesamt vielleicht gerade einmal 10 KLeider dort hängen hatte, konnte man eine ganze Weile stöbern und man hätte viel Geld ausgeben können. Ein kleiner aber feiner Laden. Ich fand ein süßes Kleid, dass mit tatsächlich ziemlich bezahlbar war.

Da aber die männliche Physiognomie einfach immer noch etwas anders als die weibliche ist, konnte ich so mit diesem Kleid, wenig anfangen, wenn ich diesen Abend nicht leicht sackartig aussehen wollte. Oben passte es perfekt, aber unten war es etwas weit. (Wann werden die Kleiderhersteller endlich einmal für ihre neue Zielgruppe – sprich mich – schneidern?)

Dummerweise ist die Chance auf Änderung gering, wenn man(n) sich Samstag Mittags entscheidet, sich für Samstag Abend neu einkleiden zu müssen…

Glücklicherweise hingegen habe ich mich mit Kreuzberg in einer tolle Gegend angesiedelt, in der es in der Oranienstrasse eine kleine Schneiderei gibt… in der mich die nette türkische Schneiderin zwar erst etwas komisch anschaute, als ich ihr erzählte, dass das Kleid mir passen sollte und ich es dringend „heute noch“ benötigen würde. Das war dann auch kein Problem, obwohl bereits 13 Uhr durch war.

So konnte ich keine zwei Stunden später das wunderbar auf meine Maße geändertes Kleid wieder abhole. Zumindest konnte ich es heute. Ob es generell so ist, werde ich sicher bald feststellen, da ich diese Schneiderei ab heute zu meiner Lieblingsschneiderei erkoren habe.

Tollen neuen Laden kennen gelernt und tolle neue Schneiderei kennen gelernt. Erfolgreicher Tag

FC St. Pauli und Wahrschauer kaufen

Mal eben ein St. Pauli Shirt und nen Wahrschauer kaufen

Dass ich dem FC St. Pauli sehr zugetan bin, wird sich an den Leser dieses Blogs bereits herumgesprochen haben. Dass ich mit der Kneipe „Fette Ecke“ in Kreuzberg eine Kneipe gefunden habe, die jedes Spiel meines Vereines live überträgt hab ich hier noch nie geschrieben, aber wenn ich Zeit habe, dann bin ich zum Spiel in der Fetten Ecke – natürlich standesgemäß im St. Pauli Outfit…. Nun will ich da ja nicht immer im gleichen Outfit erscheinen, also wollte ich mir kürzlich ein neues Shirt kaufen und ging deswegen zum einzigen St. Pauli Fanshop in Berlin… der liegt nur knapp 200 Meter von meiner Wohnung entfernt….


Al & The Black Cats – Concert 1/8
2/8, 3/8, 4/8, 5/8, 6/8, 7/8, 8/8

Schon als ich in Berlin ankam wusste ich, als ich den Fanshop sah. „Hier soll meine Heimat sein“. So ist es dann ja auch gekommen.

Eingekehrt, gesucht und gefunden. Leider gab es das gewünschte Shirt nur in „S“ und „XXL“, beides nicht gerade meine Größen. Also suchte ich ein anderes Shirt aus, dass hätte passen können…. Um sicher zu gehen probierte ich es direkt an. Passt! Also behielt ich es gleich an, machte das Preisschild ab und wollte zahlen…


Al & The Black Cats – Black Cat Boogie

Der Wunsch, ein T-Shirt zu zahlen überforderte wohl die Dame hinter der Kasse, denn sie wusste nicht so recht, was zu tun sei. Irgendwann konnte ich sie überzeugen, Das Preisschild unter den Scanner zu halten um herauszufinden was es wohl kosten würde. Das klappte auch ganz gut, sie fand heraus, dass es wohl 19 € kosten würde (das stand ja auch auf dem Preisschild). Folglich müsste sie mir wohl einundzwanzig Euro zurückgeben.. Dieses tat sie dann auch…

Ich gab ihr einen zwanzig Euro Schein und hatte nun ein St. Pauli Shirt an und EINUNDZWANZIG Euro in der Hand… Verdutzt erklärte ich ihr, dass sie wohl einen Fehler gemacht habe… Ja, ich weiss, ich bin doof – aber immerin ehrlich.


Small Town Riot – Timmy

Doch damit nicht genug. Neben der Kasse lag der neue Wahrschauer aus, das wohl beste Musikzine für Underground, Punk und Hardcore Musik mit immer einer klasse Beilage CD. Und St. Pauli und schnelle Gitarren gehörte schon immer zusammen. Es ist damit auch das Musikzine meiner Wahl und ich freue mich immer, wenn ein neuer Wahrschauer herauskommt, denn er erscheint nur 2-3 x im Jahr und mit 4,50 € ist er gar recht günstig. Für die Verkäuferin war allerdings klar, dass diese Zeitschrift gratis sein müsse… ?????Gratis?????

Es brauchte wieder eine Weile, bis ich ihr erklärte, dass dieses mich doch sehr wundern würde, denn bisher musste ich den Wahrschauer immer und überall bezahlen. Es währe also okay, wenn ich den Preis, der da drauf stände in diesem Fall ebenfalls verrichten müsse… Ja, ich weiss, ich bin immer noch doof – aber noch immer ehrlich.


SERUM 114 – Lass uns Feinde sein

Mit einem Wahrschauer, einem FC St. Pauli Shirt und 23,50 € weniger in der Geldbörse verliess ich trotzdem glücklich den Laden…. Nicht allerdings ohne der Verkäuferin noch einmal zu sagen, dass ich hier hätte mit einem Euro Plus sowie einem Shirt und einem Wahrschauer hätte herausgehen können… Sie solle sich den Verkaufsprozess vielleicht noch einmal einprägen, das wäre besser für den Laden….

Ab ins Auto, die neue CD in den Player und zum Sound von Al & the Black Cats ab in die Fette Ecke….

Damit sollte die Geschichte eigentlich zu Ende sein… was ich nicht wusste, war, dass das T-Shirt noch gesichert war. Ich könnte nun erzählen, wie ich im Alexa durch eine Sicherheitsschranke ging und es anfing zu piepen, und wie ich dem Ladendedektiv näher erklärte, warum ich mit einem offensichtlich gesicherten aber nicht aus seiner Kollektion stammenden T-Shirt durch seinen Laden marschiere… Und wie ich ihn dann dazu brachte, dieses T-shirt, dass ich ja wohl woanders gestohlen habe, zu entsichern…


The Offenders

Aber das wäre gelogen…

Fakt ist, es fiel mir kurz vor der fetten Ecke auf und ich steuerte den Laden wieder an, wo ich mein Shirt kaufte, dass ich ja immer noch trug… Jetzt stand der Chef neben „meiner“ Verkäuferin und war sichtlich interessiert, das sein könne. Allerdings interessierte ihn viel mehr die Frage „Warum hat die Alarmanlage nicht gepiept“…“ als die Frage warum das T-Shirt eigentlich überhaupt noch gesichert war…


The GUTTER DEMONS: Haunted Lake

Nun des Rätsels Lösung war, dass das Teil wohl mal Fehlmeldungen gegeben hat und sie den Stecker gezogen haben… 🙂 Der Stecker steckt nun wieder und jetzt endlich habe ich ein entsichertes, bezahltes T-Shirt.

Ich frage mich, warum der Laden eigentlich noch bestehen kann… Für meine Testkäuferhilfe hätte ich eigentlich Geld bekommen müssen.


Gutter Demons – Pauvre Martin

…wer sich jetzt fragt, was die Bands mit dieser Geschichte zu tun haben, nun sie kannte ich vor dem Tag allesamt nicht und sie waren alle auf der Wahrschauer CD. Hört mal rein

Pinups überall

Also dass einem Dita von Teese mittlerweile nahezu überall entgegenlächelt, ob man nun gerade irgendeine Zeitschrift in den Händen hält oder irgendeinen Fernsehsender anschaltet, daran hab ich mich ja gewöhnt.

Dass sie bei Fredericks ihre eigene Kollektion hat und generell Ars Vivendi mit ihr in Verbindung gebracht wird, auch dass ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Dass wie gestern gesehen, Makeupartists für ihre Prüfungen gezielt nach hellem teint und schwarzen Haaren suchen ist sicher auch kein Zufall… Die Dame ist ziemlich präsent.

Und doch gibt es immernoch Stellen, wo man eigentlich nicht erwartet auf sie zu treffen.

Beim Syrer im die Ecke!. In der Oranienstrasse gibt es einen Syrer, der schnell und doch lecker gute Aufläufe und Pizzen macht. Ein kleiner Imbiss, bei dem ich Mittags immer dann einkehre, wenn ich größeren Hunger habe.

Zwischen Wok und Kasse liegt jetzt zum Geldabzählen ein kleines Mousepad herum… Äh das ist doch, dachte ich mir. Und ja, es war. Selbst beim Pizza-Syrer in der türkischen Ecke von berlin trifft man mittlerweile auf Dita von Teese. Weiss der teufel, wie dieses Mousepad dorthin gefunden hat.

Ich verbessere mich. Sie ist nicht „sehr präsent“ sondern „omnipräsent“