La Fête Fatale – The Burlesque Underwarter Voyage

La Fête Fatale – The Burlesque Underwarter Voyage
oder „Der Hummer war der Hammer“

Gerne denke ich noch an meine letzte La Fête Fatale zurück. Griechen im Bassy mit netter Begleitung im May vor einem Jahr. So lange ist das bereits her. Na sieh mal einer an.

schimmers

Die Fête Fatale ist (selbstverständlich hinter der Halloween Masquesrade wohl die Party mit dem besten und kreativsten Publikum der Stadt. Viele kreative Menschen, die sich zwei Mal im Jahr viel Mühe geben, ein noch besseres Kostüm auszuführen als der jeweilige Nebenmann / die jeweilige Nebenfrau.

DSC04189-001

Dieses Mal war das Motto: The Burlesque Underwarter Voyage. Daher wimmelte es im Bassy dieses mal von Fischen, Meerjungfrauen, Tauchern, Meerjungfrauen, Wassermännern und Hummern…

DSC04188-001

Hummern? Wird sich jetzt manch einer fragen? Jepp. Diese komischen Schalentierchen, die nen Sonnenbrand bekommen, wenn sie eine Weile in siedendem Wasser gebadet haben… Als solcher ist an diesem Abend nämlich Hedoluxe erschienen als Crab-King. Eindeutig DAS Kostüm des Abends an nicht wenigen Kostümen des Abends.

DSC04190-001

Aber die Fête Fatale besticht eben nicht nur durch ihr Publikum, bei dem ein besseres zu finden schwer ist, es besticht auch durch durch die Performer, an diesem Abend beispielsweise Mama Ulita, GO-GO Harder, Janet Fischietto, Minnie Tonka oder Natasha’s Nautical Naughties mit oben genannten Hedoluxe.

DSC04202-001

Dazu ist jede La Fête Fatale soetwas wie ein Familien und Klassentreffen gleichzeitig. Eigentlich sind alle da, die man in Berlin das ganze Jahr über auf diversesten Parties antrifft. Toll, solche Familientreffen, auch wenn man dieses Mal echt etwas brauchte, um alle zu erkennen…

DSC04193-001

Auf jeden Fall fuhr ich erst halb 5 nach Hause. Es muss wohl also eine gute Party gewesen sein 🙂

DSC04175-001

Burlesque Show Glitteresque

Burlesque Show Glitteresque

In Hamburg ist klar, wo man eine gute Burlesque Show sehen kann. Natürlich im Queen Calavera. In Berlin ist das ganze etwas unklarer. Mal findet man welche im Admiralspalast, mal im Roadrunners Paradise, immer jedoch auf Miss Juliettas La Glitteresque, die allerdings wiederum ab und an an anderer Stelle ist.Dieses Mal war sie erstmalig in der Chillout Lounge.

Ich hatte eigentlich abgesagt, da ich wohl ausgehen konnte, durch meinen Arztbesuch am Mittag ein Gesicht hätte, das ich der Öffentlichkeit nicht vorführen wollte. Da das jedoch nicht so schlimm wie erwartet war, ich es jedoch trotzdem nicht mit Makeup belasten wollte, kam ich eben als Mann mit, während Sheila selbstverständlich wie gewohnt unterwegs war…. ..as mache ich nie wieder. Niemand beachtete mich, alle liefen an mir vorbei. Gerade einmal zwei Personen er-kannten mich auf den ersten Blick, einige Mehr auf den zweiten und manchen musste ich mich neu vorstellen… Nene, das ist nichts für mich, dieses männliche Aussehen am Samstag Abend.. zumindest nicht in Kreisen, die mich eigentlich nur als Zoe kennen. Aber zurück zur Glitteresque… und dem Queen Calavera…. Denn es gibt einen Regen Austausch der Burlesque Tänzerinnen zwischen Hamburg und Berlin. Eigentlich haben alle wichtigen Berlinerinnen ihre burlesque Show schon auf der kleinen hamburger Bühne dargeboten und auch hamburger burlesque Tänzerinnen sind in Berlin nicht allzu selten. An diesem Abend standen 10 Burlesque Shows auf dem Zettel und Golden Treasure, Mitglied der hamburger Harbour Pearls sollte einige davon bestreiten. Daneben natürlich Julietta La Doll herself, Mama Ulita, Frau Pepper und als Newcomerin auch Scarlett O Hara mit einer Show.

Es begann Furios mit Golden Treasure, die gleich eines ihrer großartigen Kostüme zeigte. Unter einem ausladenden Gesäß, dass eine Beyonce neidisch gemacht hätte und einem ebenso ausladenden Oberteil, dessen Größe Dolly Buster weinen lassen hätte verbarg sich aber nicht das erwartete sondern ein Obstkorb, der die mehrfache Tagesosis jeglicher Vitamine bedeutet hätte, hätte man an Golden Treasure geknabbert. Sie befreite sich aber selber von diesen Vitaminen und der Kleidung – bis auf die obligatorischen Pasties

Diese Qualität konnte Frau Pepper danach leider nicht wirklich halten. Weder in Originalität noch natürlich im Kostüm kam sie an Golden Treasure heran. Ihr erster Auftritt war eine eher langweilige Performance zu Big Spender, die keinen wirklich vom Hocker gehauen hat. Deutlich besser war ihr zweiter Auftritt, der doch einiges an Elan zeigte. Aber ich muss gestehen, dass ich dieses Diamands Are a Girls Best Friend bald nicht mehr hören kann. Vielleicht ist es ein Klassiker, aber es ist eben ein Klassiker, den ich schon extrem oft gehört und gesehen habe. Wer sich an diesem Song versucht ist eben immer in Konkurenz zu Marily, Madonna, Kylie und eben Moulin Rouge. Da kann man eigentlich nur verlieren.

Niemalsnicht verloren hat Miss Mama Ulita, die doch ziemlich eigen mit ihren Songs war. 20er Jahre ist ihr Stil und somit sind auch ihre Kostüme sowie die Songs in dieser Zeit verhaftet. Mama Ulita ueigte, auf was alle an einem schon knappen Kostüm noch verzichtet werden kann – und das ist eine ganze Menge, bis nicht mehr allzuviel Kleidung an ihr war. Doch konnte man sich eigentlich nicht genau sicher sein, da sie es bravourös schaffte, alles mit zwei großen Pfauenfedern-Fächern zu verschleiern. Ziemlich großartig.

Es folgte die einzige Newcomerin an diesem Abend. Scarlett O Honey. Ich habe keine Ahnung, wie oft sie schon auf einer Bühne gestanden hat, aber, wenn als Newcomerin angekündigt, wohl nicht allzuoft, vielleicht gar noch nie. Das störte aber nicht, denn sie bewegte sich auf der Bühne wie eine alte Häsin, auch mit den Fächern konnte sie bereits umgehen wie eine große und ohne Zweifel ist sie eine der süssesten Erscheinungen, die ich auf  Burlesque Showbühnen in letzter Zeit so gesehen habe. Da ist mehr zu erwarten.

Den letzten Satz kann ich ohne Umschweife genauso stehen lassen, wenn es um Julietta La Doll geht. Keine Frage. Von ihr ist aber nicht nur mehr zu erwarten, sondern sie hat schon viel viel mehr gezeigt. Natürlich lässt sie sich nicht bitten, auf ihrer eigenen Party ebenfalls eine Burlesque Show zu besten zu geben. Sie schaut ja immer aus, als könne sie kein Wässerchen trüben und von daher ist die Rolle des süßen unschuldigen Mädels wie auf den Leib geschneidert. …Bei ihrem Auftritt ist mir übrigens erstmalig aufgefallen, welch Fertigkeiten die Mädels entwickelt haben, geschnürte Korsetts auf dem Rücken zu öffnen. Das ist aller Ehren wert.

Aber bei all den schönen Auftritten brauche ich nicht lange darüber nachdenken, dass mich Golden Treasure am meisten beeindruckte. Ihre Auftritte sind künstlerisch klasse, sie haben Witz, Golden Treasure nimmt sich selber nicht zu ernst und ihre Kostüme sind einfach der Hammer. Ob als Hawaiimädchen mit Obst, ob als Schwan mit tollen weissen Federn oder in einem Medley aus Freddie Quinn und diversen James Bond Liedern, alle Kostüme haben mit Sicherheit einiges an Arbeit gekostet. Sie begeisterte mich und nicht nur mich.

Apropo begeisternd. Lady Lou veranstaltete ein kleines Gewinnspiel, in dem es um einen Burlesque Kurs im Studio Schönheitstanz ging. Fünf freiwillige Mädels sollten zeigen, wie gut sie mit Pasties umgehen können. (auf der Kleidung selbstverständlich).. Aber ehrlichgesagt, war das bei allen fünf nicht so berauschend. Trotzdem kürte Lady Lou eine Siegerin… Zumindest fast, denn im letzten Moment kam eine männliche Stimme aus dem Publikum “Das kann ich besser als ihr alle zusammen” … Wer soetwas sagt, der muss es beweisen – und er tat es: Die Pasties schwangen in der Tat besser als bei allen fünf Mädels und er gewann unangefochten diesen Burlesque Kurs. Leider ist das Studio Schönheitstanz “strictly for women”

Insgesamt war das eine großartige Burlesque Show, die uns dort geboten wurde. Zehn Auftritte, von denen viele richtig gut waren. Die La Glitteresque ist eben immer ein Besuch wert. Nur das nächste Mal bitte wieder als Zoe.

Die goldenen 20er

Die goldenen 20er leben im Bassy neu auf.
100_0552.JPG

Am Wochenende wurde die allmonatliche Boheme Sauvage gefeiert und wir waren zum bereits dritten Mal natürlich zur Stelle und wollten uns diese großartige Party nicht entgehen lassen. Dazu hätte es auch nicht Cocos eindringlichen Hinweis bedarft, dass wir UNBEDINGT kommen müssen, denn dieses Mal sei die Party im Bassy. Die Boeheme Sauvage im Bassy sei die stimmungsvollste, sie sei schmutzig, sie sei sexy, sie sei einfach die beste… Und irgendwie hatte er recht.

100_0583.JPG

Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich eine Location ein und dieselbe Party machen kann. Wurden die goldenen 20er im Oxymoron stilvoll und fast elegant gefeiert, war die gleiche Party im leydicke fast wie ein Familientreffen. Ruhiger und persönlicher, war die Party eben im Bassy ausgelassener und – ja tatsächlich irgendwie stimmungsvoller.

[vimeo]http://vimeo.com/962506[/vimeo]

Doch, wir mussten ersteinmal dahin kommen. Da wir zu sechst unterwegs waren, waren wir mit zwei Autos unterwegs… Nicht so einfach, wenn die eine Fahrerin eine passionierte Formel-1 Fahrerin ist und die andere eher im Oldtimer-Tempo unterwegs ist. Selten waren beide Autos hintereinander – zumeist waren wir eher mit diesen neumodischen Telefonen ohne Wählscheibe in Kontakt um zu sehen wo wer gerade ist.

100_0557.JPG

Egal, irgendwan kamen wir bei Janka an und sie und Mel, die ein umwerfendes schwarz weiss Film Diva Outfit trug. Vollständig incl. Gesicht und Lippenstift war sie in schwarz weiss unterwegs und sie hätte so direkt in einen schwarz weiss Film geschnitten werden können, sie wäre nicht aufgefallen.

100_0563.JPG

Aber zurück zur Party: Statt eines Orchesters, dass einem die Musik der 20er Jahre näherbringt gab es im Bassy eher visuelle Leckerbissen. Statt fünf Personen mit Istrumenten war es hierbei einen Person in Form von Miss Mama Ulita, die mit zwei Performances die Menge einheizte, obwohl die eine einheizerin kaum gebraucht hätte, wurde doch auch so viel und teilweise aufreizend getanzt. Schaut einfach einmal an, was bei dieser (leider ziemlich dunklen aber genial dreckigen) Version von Roxanne so auf der Tanzfläche passierte. Dirty Dancing ist nichts dagegen.

[googlevideo]http://video.google.de/videoplay?docid=-1679186040996213729[/googlevideo]

Mel und Janka sind leider früh nach Hause und auch Sheilas Liebste und ihre Freundin einige Zeit später, so dass wir zu zweit den weiteren Abend dort verbrachten. In kürzester Zeit verspielten wir unse gesamten Reichsmark am Black Jack und konnten so leider keine Absynth eintauschen. Schade! Aber das nächste Mal gewinne ich ganz bestimmt.

100_0574.JPG

Ansonsten unterhielten wir uns noch eine ganze Weile mit Mama Ulita und Miss Julietta, (die wieder bezaubernd aussah) und genossen noch eine ganze Weile den herrlichen Flair der goldenen 20er auf der Boheme Sauvage.

100_0581.JPG

Für mich war es die beste der bisher drei besuchten Partys. Und irgendwie haben wir es geschafft, nach nur drei Besuchen irgendwie schon ein wenig zum Inventar zu gehören. Da gibt es schon eine ganze Menge Personen, die wir kennen und gerne wieder treffen.

Also, wer noch nie auf der Boheme Sauvage war: unbedingt etwas über die 20er Jahre Mode informieren und die nächste Party jetzt schon einplanen.

[vimeo]http://vimeo.com/963004[/vimeo]