QueerRiotClub vs. QueerBurlesqueFest @ Clash

QueerRiotClub vs. QueerBurlesqueFest @ Clash

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Ich bin ja einer gewissen Portion Trash gegenüber positiv zugeneigt und guter Musik sowieso. So hat ein Laden, der sich „The Clash“ nennt und an dessen Wänden Poster und Flyer von Bands lauter und schneller Musik hängen eh schon gewonnen.

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Wenn dort dann noch eine Veranstaltung stattfindet, die sich QueerRiotClub vs. QueerBurlesqueFest nennt, so ist das ein dringender Grund, sich das Clash mal näher anzusehen.

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Vorher noch eben Janka abgeholt und ihre Friseurinnen Dienste in Anspruch genommen. Voilà ich trage nun Pony… der hat mir (und erstaunlich vielen anderen) mit meiner Kunsthaarperücke neulich so gut gefallen, dass ich dringend auch eine meiner Echthaarperücken so stylen lassen musste. Vielen Dank an Janka.

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So kamen wir natürlich wieder einmal viel später los, als wir wollten, das machte aber nichts, da wir eigentlich vollkommen richtig im Clash ankamen…. Erstaunlicherweise merkte ich, dass ich dort schon einmal war. Auf einem Punk-Konzert minimum 3 Jahre her. War gut damals – heuer aber auch.

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Einen Teil der Show machten die typischen Teaserettes-Nummern aus, die dieses Mal allerdings mit einigen weiteren Nummern angereichert wurden. So hab ich die Damen bisher noch nie auf der Bühne „Gaybar“ performen sehen, aber es passte so gut zu dem Publikum.

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Und jenes kam reichlich. der – nicht gerade kleine – Laden war wirklich gut gefüllt mit Gästen jeglicher Coleur der Queeren Szene + Friends. Transen, Frauen mit Bärten, Tunten, Gays, Lesben, ganz normale Menschen, Goths und Punk angehauchte Personen… achja und bestimmt noch viele mehr.

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So durcheinander wie das Publikum war aber auch das Leben auf der Bühne. Wie gesagt die Teaserettes, eine Seeräuber Jenny, die ein Gedicht rezitierte, Marcella mit einer Drag Performance, eine Electropunk-sängerin aus Finnland, ein Mädel, die sich mit Messern entkleidete, ein Typ, der eine Taschenlampe an seltsamer Stelle trug uswusf. Alles mit einer gehörigen Portion Trash.. Dem Publikum – und mir gefiels aber.

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So auch die Nummer mit Hedoluxe und Sheila aus dem Zauberer von Oz, mit dem herzlosen Blechmann und Dorothy. Alleine das Kostüm von Hedoluxe ist so großartig, das würde einen eigenen beitrag rechtfertigen. Schaut aber selber. Göttlich, oder?

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Göttlich fand man auch uns – also genaugenommen Janka und mich… Eine Malerin meinte in uns ein lohnendes Bild zu sehen, nur weil wir rumsassen und uns die Zeit mit warten vertrieben. Sie brauchte unbedingt ein Bild von uns, schaffte es aber irgendwie nicht so richtig und war auch sonst irgendwie ziemlich durch den Wind.

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Sie hatte aber eine „Managerin“ dabei, die das in die Hand nahm… draus geworden ist dann aber doch irgendwie nichts, kein Bild, das von uns gemalt wurde, aber irgendwie war das ja auch nicht anders zu erwarten.

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Machte aber nichts, denn der Abend und die Nummern waren trotzdem sehr nett und es lohnte sich, das Clash zu besuchen.

Fashion Show im Spy Club

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Ich war neulich ziemlich verwundert, als ich einen Flyer für den Spy Club im Cookies sah und auf der Vorderseite einige Mädes (unter Anderem Tara La Luna) in typischen Pony Mädchen Outfits posierten.

Äh eine Ponymädchen Modeschau im Spy Club? Das verwundert mich ein wenig, versteht sich das Cookies doch als sehr nobler Club, während Pony Mädchen durch die Nische immer noch ein wenig Underground ist, zum zweiten ist der Spy Club zwar generell offen, da eine Bob Young Party aber auf jeden Fall immer noch sehr Gaylastig – Ponymädchen hingegen macht Mode für Frauen… was also bringt ein größtenteils schwules Publikum der Marke?

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Diese Frage sollte sich mir bis zum Ende nicht erschliessen, aber das ist ja auch egal. Sheila, Janka und ich sind vermutlich mehr oder weniger die einzigen wirklichen Verbindungen des Spy Clubs und der Szene, für die Pony Mädchen Kleidung steht, vermutlich das ist dann auch der Grund gewesen, warum die beiden dann auch auf der Show mit auftraten.

Ich hingegen konnte mich ein wenig mit den Gästen unterhalten und den einen oder andere Cocktail trinken. (was sich übrigens heute morgen, ääh nachmittag beim Aufwachen bemerkbar machen sollte). Sei es drum, auf einmal stand Marcella hinter mir, die mit zwei Freundinnen an der Bar 25 abgewiesen wurde und die dann etwas anderes suchten. Drei nett anzuschauende Mädels, zweimal hohe Hacken, einmal kurzer Rock.. Was soll man denn noch machen? …Keine Ahnung, vielleicht braucht man am letzten Wochenende, wo die Bar noch auf hat irgendwelche besonderen Referenzen, die sie nicht hatten. Vielleicht muss man jemanden kennen, der jemanden kennt, der zumindest jemanden kennt.

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Nun sie landeten eben dann zufällig im Cookies und Marcella war verwundert, als sie Sheila auf der Bühne sah. Da sollte ich nicht weit sein und ja, ich war vor der Bühne. Sie wusste, was eine Bob Young Party so bedeutet, ihre Mädels wurden das erst nach einiger Zeit gewahr. Wie gesagt. Gaylastig das ganze. Für Mädels nicht so spannend.

Für die Jungs allerdings schien eher die Modeschau nicht so spannend zu sein, denn die Euphorie – ausser der in irgendeiner Weise beteiligten hielt sich doch arg in Grenzen. Traurig eigentlich, gaben die Mädels doch ihr bestes. Ich glaube, die Show wäre woanders erfolgreicher gewesen. Na denn, nett war es trotzdem und während Janka und Sheila schon auf dem Weg zur Boheme Sauvage waren, klönte ich noch ein wenig mit Marcella über 20er Jahre Partys, ihre Pläne, nach Frankfurt zu ziehen, die Sehnsucht der dortigen Künstlerszene nach guten Partys und Beziehungen über weite Wege…

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Doch ich wollte ja zur Boheme Sauvage nachkommen und fuhr weiter.

Boheme Sauvage im Oxymoron

Das VCF ist na nur ein paar Steinwürfe vom Oxymoron entfernt und da war an diesem Abend einmal wieder die Boheme Sauvage, Ihreszeichens ja eine der besten Parties Berlins und immer ein Besuch wert.

Nun ist der Weg am Hackischen Markt immer auch ein wenig winw Wundertüte. Man weiss, nie, was einem als Transe am Strassenstrich so wiederfährt. in diesem Fall war es nur ein kleiner – und wohl positiv gemeinter – Ausspruch, wir würden da ja Konkurrenz machen…

Wollten wir aber nicht, denn unser weg zog uns direkt zum Oxymoron und sort direkt an die Kasse…. Leider kümmerten wir uns dieses Mal nicht um Gästelistenplätze und mussten somit ein wenig Überzeugungskraft aufwenden, um eingelassen zu werden. Diese unfreiwillige Verzögerung bedeutete dann allerdings, dass wir die Show der Schlangenfrau nur hören und nicht sehen konnten. Schade – aber wir hätten ja auch einfach selber ein paar Minuten früher kommen können.

Immer wieder schön, Else, Coco, Chloe oder auch Marcella zu treffen, die aus ihrem Exil in Mitteldeutschland als staatlich geprüfter Bücherwurm wiedergekehrt war und nun mit festen Job wieder ins Berliner Nachtleben eingestiegen ist. Da sich das bei mir mit dem Job ja auch positiv entwickelt hatte, war das ein guter Grund einmal miteinander anzustoßen… Das habe ich an diesem Abend übrigens ziemlich oft, Mai Tai, einige Beck’s Lemon, Cola Rum, Mojito… ich gestehe, ich war besoffen und hatte am nächsten Morgen einen dicken Kopf 😉

Allerdings war ich deutlich noch klar genug, um herauszufinden, dass Lady Lou eine absolut sympathische Person ist und dass es vielleicht doch eine Idee wert ist, am nächsten Freitag „La Glitteresque“ in der Primitiv Bar zu besuchen, die von Miss Julietta veranstaltet wird.. Dort tritt dann auch Lady Lou auf.

Mal sehen. Nicht als Zoe, glaube ich…

Zoe verzweifelt gesucht

genaugenommen nicht GEsucht, sondern VERsucht – und noch genauer versucht anzurufen.

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In meiner Firma gibt es eine Regel, die besagt, dass daer Klingelton vom Handy ausgeschaltet werden muss…. Da ich das gerne einmal vergesse hatte dass chon häufiger die Folge, dass ich lämgere Zeit nicht erreichbar war, weil ich einfach nicht mitbekam, dass das Handy irgendwann geklingelt hätte. Dieses Wochenende war solch eine „längere Zeit“. Mein Handy war zwar an, aber eben tonlos. Irgendwann gegen 23 Uhr rief ich Sheila an, wie es denn mit der Abendgestaltung weitergehen würde. Also wann eher, denn“wie“ war so weit klar. als erstes War die Boheme Sauvage angesagt, Berlins 20er Jahre Party.

Das Telefonat schloss ich mit „ich brauche noch etwa eine halbe Stunde“. Aus der Vergangenheit zu schliessen, dass ich etwa eine halbe Stunde später einen Anruf von Sheila zu erwarten hätte, war durchaus richtig gedacht. Der Anruf kam auch, nur bekam ich davon nichts mit, auch vom nächsten, übernächsten und dem danach nicht… Dumm. Ich wunderte mch derweil, warum die Mädels so lange bräuchten…

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Irgendwann gegen zwei Uhr dachte ich mir „Die müssen doch nun endlich fertig sein.“ Waren sie natürlich und sie feierten bereits auf der Boheme Sauvage im Oxymoron und wunderten, was denn mit mir gewesen sein, ob ich geschlafen hätte oder einfach nur tot sei…. War ich nicht, ich war fertig – und zwar schon lange.

Ab ins Auto und ab zum Oxymoron, noch eben der Strassennutte gesagt, dass sie mir heute mal lieber nicht an der Perücke ziehen solle – sonst natürlich auch nicht – aber das war nicht gegenstand der Diskussion und rein in die Boheme Sauvage…

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…was war denn das? Die Boheme Sauvage war fast leer…. So spät war ich doch auch nicht… woran es lag, weiss ich nicht, aber es war wirklich so leer wie lange nicht. Aber eben auch nicht stickig oder schwül. Aber trotzdem war es sehr nett, denn es waren trotzdem nette Personen dort, wie beispielsweise Marcella, die – wie nannte sie es noch – Kriegsbemalung aufgelegt hatte, obwohl der Feind nicht aufgetaucht ist… gut oder schlecht für ihn, man weiss es nicht.

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Oh ein Foto!

Auf jeden Fall blieben wir nicht so lange – besser ich blieb nicht so lange, denn die anderen waren ja schon anderthalb Stunden da, als ich auftauchte. Die CSD Kino International Party wartete noch auf uns.