Berlin 2007 CSD und Transgenialer CSD

Am nächsten Wochenende ist in Berlin die Hölle los.

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CSD Berlin 2007

Die Pride Week endet mit der Parade zum Christoper Street Day 2007 in Berlin. Mittendrin reichlich Schwule und Lesben und Sheila, und Nina und Neomi und Donna (sollten wir uns tatsächlich mal kennenlernen) und ich und und und. ich weiss zwar noch nicht, ob ich Sheila dazu bringen konnte durch Berlin zu LAUFEN (Nein Sheila ein Wagen kommt nicht inne Tüte, da sieht uns ja niemand. Höchstens, wenn die Füsse nicht mehr können.) aber das werde ich schon sehen. Wenn sie erst sieht, wie oft sie fotografiert wird, wenn sie eben nicht fährt, dann läuft auch sie die Parade zum CSD mit. Schliesslich wollen wir alle Bilder sehen. … Neben dem CSD gibt es aber etwas, dass sich

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Transgenialer CSD Berlin

nennt. Die etwas politischere Variante des großen Christopher Street Day, deutlich weniger werblich und deutlich kleiner das ganze. Ich bin mir ja nicht ganz sicher, ob es der Sache dienlich ist, den Transgenialen CSD am gleichen Tag zur gleichen Zeit durchzuführen, da sich wohl ausnahmslos alle Medienvertreter am Kudamm beim großen CSD aufhalten und das Medienecho (und somit die Aufmerksamkeit) etwa bei Null sein wird. Entweder hat da jemand nicht nachgedacht – oder so sehr nachgedacht, dass sich dieses mir nicht erschliesst.

Nun bin ich nicht dagegen um dagegen zu sein, und Werbung stört mich auch nicht, stattdessen giere ich nach Publikum, also wird man mich irgendwo im Zug des großen Berliner CSD finden.

Abe egal, ob werblicher oder Transgenialer CSD, abends finden sich dann vermutlich alle auf der CSD Allee 2007 wieder: Was für eine Party….

Bob Young Events (GMF- Berlin) und das Kino International (Klub International) veranstalten am 23.Juni 2007 anlässlich des 29. Berliner Christopher Street Day in Berlin, das fünfte Mal in Folge, Berlins erfolgreichste Gemeinschaftsproduktion: CSD ALLEE

Aufgrund der frenetischen Erfolge der letzten Jahre, schließen sich in diesem Jahr erneut das GMF (Café Moskau) und der Klub International (Kino International) sowie :Nina Queer:`s :IRRENHOUSE: (Kino International) zusammen und sind damit die größte und abwechslungsreichste CSD Party, die Berlin je gesehen hat.

Diese Clubs stehen dafür, dass sie Berlins queere Community 365 Tage im Jahre mit einem vielfältigen Party- und Veranstaltungs- Spektrum unterhalten und sich aus diesem Grund auch zum CSD auf der CSD-ALLEE zusammenschließen um ihren Fans eine große Party zu bieten.

In dieser Nacht herrscht Ausnahmezustand in Berlin, denn ab 23.00 Uhr ertönen die musikalischen Fanfaren durch Berlin, das Signal für den Beginn der größten CSD-Party: der CSD-ALLEE in der Karl-Marx-Allee. Die feiernden Massen zieht es unweigerlich von der Parade zur größten Party der Stadt: zur CSD-ALLEE. In dieser Nacht zelebriert das Partyvolk ausgiebig Ihre Nacht der Nächte auf der Party der Partys.
GMF im Café Moskau
„¢ WestBam
„¢ Michael Burian
„¢ Maringo
„¢ :Gloria Viagra:
„¢ Barbie Breakout
„¢ That Fucking Sara
„¢ DJ PaScha

Kino International:
„¢ Divinity
„¢ Dressmann
„¢ Dudel Disco Team
„¢ :Ades Zabel:
„¢ Biggy van Blond
„¢ :Nina Queer:

Was für ein Lineup. Yeah, ich glaube die Party wird groß.

Berichte und Bilder werden wie üblich nachgereicht

Valery Pearl – Hamburg

Stars und Sternchen I – Valery Pearl

Valery PearlSeit Olivia Jones statt Hamburg lieber Deutschland und die ganze Welt mit ihrem Dasein beglückt, hat sich Valery Pearl angeschickt, die ungekrönte aber uneingeschränkte Königin der Hamburger Gay-Szene zu werden.

Sie hat es eindeutig geschafft. Valery Pearl ist in Hamburg omnipräsent und allgegenwärtig.

Begonnen hat sie als kurzzeitige „Adoptivtochter“ von Olivia, auf dessen Parties sie einem größeren Kreis bekannter wurde. (vermutlich will davon heute niemand mehr etwas wissen). Sie wurde allerdings schnell flügge und fing an, mit der Pearls of the Night, ihre eigene Partyreihe auszurichten und hat dabei wirklich schnell gelernt, wie man richtig gut Parties veranstaltet.

Ihre Pearls of the Night wurde von Mal zu Mal voller, so dass die Prinzenbar schlussendlich aus allen Nähten platzte. Ähnlich wie Olivia und anders als die meisten Berliner Drag Queens sieht sich Valery hierbei eher als Host und eben nicht als DJane. Stattdessen umgibt sich hinnerk.jpgValery mit guten DJs wie Tom Shark oder Djana, die das beste aus der Welt des House auf die Plattenteller bringen.

Verdienter Lohn neben einem immer vollen Haus war der Goldene Hinnerk für die beste hamburgische Gayparty, den Valery 2006 auf der ebenfalls von ihr gehosteten Happening-Party entgegennehmen durfte.

Mittlerweile hat Valery Pearl mit der Valery Pearls Of The Night Extended mit den Berliner DJs Maringo und :Superzandy: das gut gefüllte Docks gerockt. Ich schätze nur zum ersten Mal und nicht zum letzten Mal, denn wie gesagt, die Prinzenbar platzt gerne bei ihr aus allen Nähten. Das Docks ist sicher eine Möglichkeit, die volleren Partys nach der typischen Sommerflaute abzufangen.
Neben ihren Parties – oder viel eher gerade durch ihre Parties wurde Valery Pearl neben so klanghaften Namen wie Tatjana Taft und Lilo Wanders zum Ehrenmitglied und Ordensdame des Hauses Notre Dame Sainte Diana zur Freien und Hansestadt Hamburg, dem hamburgischen Mutterhauses dder Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Valerys liebster Satz ist:

Was die Hilton kann, das kann ich auch

Zumeist folgt dann ein tiefer Schluck aus der Pearl Secco Dose, einem Dosen-Sekt. Welcher zusammenhang allerdings zwischen Valery und der Pearl-Secco Dynastie besteht, weiss ich nicht. Aber ich wette, es gibt einen. Nur was war früher da? Secco Pearl oder Valery Pearl. Es scheint das Henne/Ei Problem zu sein und nur Valery wird es mit ihrer eingängigen Stimme, die doch sehr an Verona Poth erinnert, beantworten können.

Ansonsten ist Valery Pearl das Aushängeschild von Out in Hamburg, wo sie eine monatliche Kolumne sowie eine In & Out Rubrik beisteuert. Dazu findet man sie in regionalen Radio, Zeitungen und Fernsehsendungen. Wie gesagt, innerhalb der Gayszene und mittlerweile auch ausserhalb gibt es nur wenig Chancen Valery zu entgehen.

Sie hat es wirklich geschaffft, in Hamburg omnipräsent zu werden.

Wie deutsche Touristen im Ausland

GMF Club im Mandarin Kasino auf der Reeperbahn

Mandarin Kasino

Barbie BreakoutVor vielen Jahren war der Mojo Club mit seinem Mix aus Soul und Dancefloor Jazz eine der Größen in der Hamburger Clublandschaft. Durch die eigenwillige Musikmelange war es ausserdem eine Insel in der Hamburger Clublandschaft, die immerhin 13 Jahre bestand. (und das kann wohl kaum ein Club von sich behaupten)

Nach dieser langen Zeit, schloss der Mojo Club, denn das Bowling-Center, in dem er untergebracht war (auch bekannt als hässlicher seit vielen Jahren leerstehender Betonklotz am Eingang der Reeperbahn) sollte nach jahrelangem Hin und Her endlich abgerissen werden. Das war im April 2003 – also vor knapp vier Jahren.
Der hässliche Betonklotz steht noch immer und es werden darin seit einiger zeit wieder Parties gefeiert. Das ganze heisst nun zwar nicht mehr Mojo Club sondern Mandarin Kasino, aber generell wird hier noch etwas andere Musik gespielt und es werden andere Parties gefeiert, als anderswo.

Am letzten Mittwoch kam hier dann der berliner GMF Club unter, der einmal im Jahr aushäusig in Hamburg weilt. Mit 4 DJs (Maringo, Zoe, Barbie Breakout und Melli Magic), mindestens zwei Reisebussen und vielen Autos fielen daher die Berliner in Hamburg ein – und sie benahmen sich wie Touris im Ausland. Man erzählte mir, dass bereits im Bus ordentlich gebechert wurde.

melli-magic.jpgAls ich ankam musste ich verwundert feststellen, dass auch der GMF Club in Hamburg andere Spielregeln hat, als in Berlin. Eintritt und Schlange stehen – im GMF Berlin undenkbar – beim GMF in Hamburg leider Standard. (Kalt wars)

Es war aber viel besser besucht als ich erwartet habe. Hab ich doch auf den einschlägigen Parties in Hamburg nicht einen GMF-Flyer gesehen – und fast ein leeres Mandarin Kasino erwartet. Es hat sich jedoch rumgesprochen und zusammen mit den Berlinern war es wirklich voll.

Voll waren auch eine ganze Menge Personen, bereits um halb eins waren beipielsweise der Wasserspülkasten ab-getreten und alle Ledersofas und Ledersessel be-treten. Generell wurde die Location ziemlich runtergewohnt.

Schon beim ersten Umschauen kam mir Tatjana mit den Worten. „Hallo, heute sind ja alle da“ Nun alle nicht, aber doch eine ganze Reihe. Wie schon gesagt haben Barbie Breakout und Melli Magic aufgelegt, Tatjana war da, :Gloria Viagra:, Polla Disaster und zwei Mädels, die ich nicht kannte. Für Hamburg ist solch eine Ansammlung von Drags schon enorm und sicher nur vom CSD geschlagen. Hamburger Mädels habe ich leider nicht gesehen.

Nicht einmal :Valery Pearl:… Die gute Valery hat die Party zwar besucht, allerdings als Mann. Während ich sie natürlich nicht direkt erkannte, erkannte sie mich und sprach mich an.

„ich soll sie von Miss Pearl grüßen“
„wo ist sie denn?“
…genau geschaut
„Valery!!“

zoe_.jpgMensch Mensch Valery, hier bist Du doch die Königin. Als oberste Hamburger Drag solltest Du doch Deine Stadt nicht kampflos den berlinerinnen überlassen, sondern Flagge zeigen.

Tat sie aber nicht, stattdessen bleute sie mir ein, dass ich mich gefälligst monatlich zu Ihrer Pearls of the Night Party nach Hamburg zu begeben habe, wenn ich denn in Berlin wohne 😉 Mal sehen… Ich werde mit Sicherheit ab und an vorbeikommen um mal nach dem Rechten zu sehen.

Die Show von Barbie Breakout und Melli Magic an diesem Abend war einigermaßen beliebig und stiess irgendwie auf wenig Beachtung des Publikums. Nachdem ich doch mittlerweile die ein oder andere Show gesehen habe, muss ich zugeben, sie war okay, aber nicht berauschend. Obwohl Mellis Performance von Whitney Houston in Ihrer Zeit, als diese noch kein (oder zumindest nicht so schlimm wie heute) Drogenwrack war, war eigentlich ganz okay.

Apropos Drogen: Traurig, dass es immer wieder zu polladisaster.jpgDrogenopfern kommen muss, die sich nicht im Griff haben. So auch im Mandarin Kasino als Barbie kurz mit dem Mikro verkündete, dass Drogen wohl kein Berliner Problem seien, dass dort zwei Frauen lägen und die Security doch bitte diese beiden Drogenwracks entsorgen solle. Nicht dass es sie wirklich interessieren würde, aber es würde eben besser aussehen, wenn sie im Nachhinein gesagt würde, es hätte sie interessiert… Nicht nett – aber eben ehrlich.

Besser als die Show war die Party selber. Da sich je alle wie im Urlaub fühlten, kaum noch einer fahren durfte oder musste, und man ja im Urlaub gerne die Sau rauslässt, wurde ordentlich gefeiert.

Im großen Raum einigermaßen normal unter der Musik von Zoe (von der ich im Übrigen nochmal irgendwann ein Foto mit mir machen muss), im kleinen Raum dagegen deutlich ausgelassener zu den üblich verdächtigen Diven. Ich glaube ka.jpgirgendwann wurden drei Madonna-Titel in Folge gespielt (oder einfach ein langer Remix??).

Egal im Zuge der Party haben sich eigentlich fast immer irgendwelche Transen auf der Theke befunden. Ob nun der Show halber mit Ventilator dem fliegenden Haar zuliebe oder doch nur mit einem ordinären Bier ist dabei selbstverständlich egal gewesen. Es kam wie immer eigentlich nur darauf an, gesehen zu werden.

Ich habs gesehen, und der Rest der feiernden Meute auch.

Kennt jemand den Kerl rechts auf dem Bild? Ich gebe einen Tip. Am Lachen ist er zu erkennen. Mehr noch als durch das Tattoo, weniger allerdings als durch die Verona Poth Stimme 😉 die man auf dem Bild nicht hören kann…

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Ansonsten gab es die übliche Fotografiererei, aus der ich mich dieses Mal ziemlich rausgehalten habe. es gibt nur ein Bild von mir, und auch das nur, weil ich darum gebeten wurde.

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Insgesamt war die Party okay, aber ganz schön seltsam. Anders als Berliner Parties und anders als Hamburger Parties – aber komischerweise weder so, noch so, noch dazwischen.

Valery Pearls of the Night Extended

Berlin Calling

Das hat es die gute :Valery Pearl: doch tatsächlich geschafft…. Nachdem seit etwa einem halben Jahr die Prinzenbar bei ihren Parties jeweils aus allen Nähten platzt, hat sie sich für ihre Valery Pearls of the Night Extended am großen Docks (oder wie es heute heißt D-Club) versucht.

Eine Party, die das Docks füllt will schon etwas heissen und Valery hat es tatsächlich geschafft.

Valery Pearls of the Night Extended

Das Docks war voll – und sie mittendrin. Für ihre erste wirklich große Party hat sie sich zwei der resident DJs :Superzandy: und Maringo aus dem GMF Club in Berlin und mit dem großartigen Tom Shark zu einer großartigen Mischung vermischt und ordentlich getrommelt. – Und es hat sich gelohnt – denn es war eine klasse Party.

Die gute Valery muss vor Stolz fast geplatzt sein, aber da sie eigentlich immer strahlt konnte man kaum einen Unterschied zu anderen ihrer Parties erkennen. An ihr hatte sich alerdings etwas geändert.

Valery Pearl mit Afro

Buchstäblich übernacht ist ihr ein hellbrauner Afro gewachsen, der ihre sonst blonden Zweithaare überwucherte bzw. ersetzte. Für Ihre Besucher bedutete dieses, dass die blonde Transe in dem schwarz-weissen Kleid wohl Valery sein müsste. Mindestens fünf Mal wurde ich angesprochen oder ans Händchen genommen – und zumeist folgten ein verdutztes Gesicht und Worte wie

Hallo…. Oh Äh Du bis ja garnicht…
Nein Valery ist der Braune Afro da hinten …

Ansonsten waren fast alle wichtigen Hamburger Sternchen da und feierten mit. Katharina vom Familienkombinat beispielsweise, die mir zum bestimmt 899sten Mal einen Flyer in die Hände drückte. Generell würde ich ja mal wieder gerne dorthin gehen aber ich finde die SM-Bar nicht so prickelnd und ich kann mich einfach nicht damit abfinden, im Familienkombinat Eintritt bezahlen zu müssen ;). Da besuche ich dann meistens doch wieder Valerys Parties oder fahre mal wieder nach Berlin.

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Ansonsten hab ich mal wieder Kim und Chantal getroffen, die ich auch wirklich lange nicht gesehen habe. Während die beiden mit dem Türsteher noch um freien Eintritt diskutieren mussten war mir das klar und durch mein selbstbewusstes auftreten war dem Türsteher wohl auch klar, dass dieses so richtig sei (oder er hatte einfach keine Lust mehr auf weitere Diskussionen 😉 ) Egal, sonst hätte mich Valery eben auf einige Drinks einladen müsen.

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dieses ist ein Platzhalter, da ich noch auf das Original von Christopher Schmidt hoffe.

Übrigens waren auch Die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz zu Hamburg (SPI Hamburg) auf der Party, das Hamburger Schwesternhaus des Ordens in Berlin. Ich beneide die Damen ja für ihre Schminkkunst, bleibe aber doch irgendwie lieber Transe als dass ich Schwester werden wollte. Trotzdem verdienen sie meinen ganzen Respekt. Valery hatte es da einfacher, die ist nämlich neben Lilo Wanders oder Tatjana Taft Ehrenmitglied und Ordensdame im Hamburger Schwesternhaus.

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Mutter Madonna Erotica von Bitch & Virgin S.P.I. und
Novizin zur Schwester Inari Edna Mana Glamour S.P.I.

Was gibt es sonst noch zu sagen?
Wenig, ausser dass diese „Berlin Party“ ein großartiger Abschluss eines großartigen Berliner Partywochenendes.