Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Hallo Mercedes-Benz Fashion Week Berlin,

mercedes benz Fashion Week Berlin

ein schönes Geschäftsmodell habt ihr Euch da ausgedacht. Ich kann ja verstehen, dass es in der Zeit der Wirtschaftskrise und der leeren Kassen nützlich bis sinnvoll ist, sich nach anderen Einnahmequellen, als den üblichen Gebühren umzusehen, aber irgendwie finde ich Euer Geschäftsmodell doch ein wenig eigenartig.

Nehmen wir einmal an, die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin wäre ein Club, sicher ein angesagter Club, vielleicht gar ein Nobelclub, dem daran gelegen ist, dass nur die reichsten und einflussreichsten Gäste anwesend sind, sowie die schönsten Frauen, die dem ganzen Club das gute Image und die überhöhte Aura des „da will ich hin“ geben.

Okay, Mercedes-Benz Fashion Week Berlin,das kann ich sogar verstehen und solch ein Club wird sicher einen Eintritt nehmen, der sich gewaschen hat… Ich meine, die Gäste sollen ja auch etwas auf der hohen Kante haben und nicht nur Wasser aus dem Hahn trinken. Und die Türsteher werden rigoros nach Gesichtskontrolle aussieben. Auch das ist klar so weit.

Doch, liebe Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, irgendwie läuft das mit dem Nobelclub dann doch etwas anders:

Ich komme an die Tür, und der Türsteher lässt mich rein, dann komme ich an die Kasse und zahle meinen Obolus… Sie liebe Mercedes-Benz Fashion Week Berlin drehen den Spieß aber herum. Um mich für eine Akkreditierung zur Fashion Week Berlin zu akkreditieren, muss ich 20 € per Kreditkarte zahlen. Erst dann fängt ihr „Türsteher“ an, mich zu mustern – und ggf. abzulehnen oder anzunehmen.

So kam ich nach einigem Warten und nachdem ich 20 € bezahlt habe nun folgende Mail.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Akkreditierung für die MercedesBenz Fashion Week Berlin Spring/Summer 2011.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Sie nicht akkreditiert werden konnten. Durch die hohe Nachfrage seitens der Presse für die MercedesBenz Fashion Week Berlin Spring/Summer 2011 und das Press Book akkreditiert zu werden, waren wir leider gezwungen, die Anzahl der akkreditierten Pressevertreter zu beschränken.

Wir möchten Sie jedoch ermutigen, sich erneut für die MercedesBenz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2011 zu registrieren.

Wenn Sie sich in der folgenden Saison im Januar 2011 registrieren möchten, sollten Sie uns dann so viele Informationen wie möglich bzgl. Ihrer Mode-Berichterstattung beifügen. Das Komitee prüft alle Informationen, die der Bewerbung beigefügt sind und ist sehr interessiert zu sehen, wie Sie über die Shows berichten.

Mit freundlichen Grüßen
IMG Fashion, Europe

…ÄÄÄäh mein Kollege würde dieses mit den Worten „Kommunikationsgau“ bezeichnen. Die Leistung, Damen und Herren von der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, die Sie für die 20 € erbringen, sind eine Ablehnungs-Standard Mail.

Und der Knüller daran ist nicht, dass die Auswahl undurchsichtig ist, sondern, dass Sie mich „ermutigen“ es in der nächsten Saison wieder zu versuchen….und nett über das Event, dass man ja nicht besuchen kann zu berichten.

Man stelle sich folgendes Gespräch vor:

Ich: Guten Tag, ich möchte bitte die ausgestellte A-Klasse da hinten kaufen
Mercedes-Händler: Das kostet 25.000 €, die sie bitte jetzt bezahlen müssen
Ich: gesagt getan
Mercedes Händler: Tut mir leid, ich verkaufe Ihnen das Auto nicht, aber sie können gerne morgen wiederkommen und es probieren. Wir freuen uns ausserdem wenn Sie Ihren Freunden erzählen, was für ein tolles Auto die A-Klasse ist.

irgendwie nicht so richtig vorstellbar, oder?

Nun, liebe Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, ich werde berichten, da mich einzelne Designer direkt eingeladen haben. So werde ich die Lena Hoschek Show und den Underground Catwalk besuchen, wie im übrigen nicht das erste Mal…

Twingo – We live in Modern Times

Moderne Zeiten

Heute habe ich mal wieder einen großartigen Werbespot aufgetan. Leider allerdings einen französischen, den ich nur daher verstehen konnte, da ich glücklicherweise eine Übersetzung gefunden habe.

Samstag Nacht:

ein paar junge Personen fahren im Renault Twingo vor der Disco vor und der Fahrer erkennt in einer der Drag Queens in der Schlange vor der Disco seinen Vater…

Kurze Verwirrung – dann die Frage, ob dieses nicht von Vorteil sein könnte und Papa dafür sorgen könnte, dass der Filius und seine Freunde in den Club gelassen würden. Könnte sein!

Was ist falsch an diesem Film?

Die Drag Queens in der Schlange. Denn Schlangen sollte es für Drag Queens nicht geben.

Rezession: Baut kleine geile Firmen auf

Wirtschaftswissenschaftlerin Nina Queer klärt auf:

Bevor ich mich morgen um das Irrenhouse am Wochenende kümmere, muss ich noch ein wenig aufklärerisch tätig zu sein. Genaugenommen habe ich es gesachafft, einen O-Ton von der anerkannten Wirtschaftswissenschaftlerin Nina Queer zur Rezession zu erhalten.

Sie erklärt eindeutig, wie man sich durch die drohende wirtschaftskriese lawiert. Frei nach Funny von Dannen muss es heissen „baut kleine geile Firmen auf“ ober veranstaltet Partys. Vor allem und am allerwichtigsten ist jedoch folgendes: Besorgt Euch die richtige Kundengruppe.

Ihr solltet Euch eventuell auch überlegen, Gläser zu produzieren…

Red Bull: Weltmeister im Sponsoring

Das kalkulierte aber nicht erreichte Eklat-Zeitungsbild
oder: Tomte in Berlin

Wenn man sich kurz einmal einen Überblick über werbetreibende Firmen verschafft, wird man – sodenn man eine wirklich gute Marketingabteilung sicht – auf jeden Fall schnell bei Red Bull landen. Wohl keine andere Marke hat so konsequent dafür gesorgt ohne allzuviel Werbung jedem ein Begriff zu sein.

Werbung meine ich jetzt speziell als Werbung – denn im Bereich Sponsoring ist Red Bull vielleicht nicht monetär führend aber auf jeden Fall qualitativ ganz weit vorne. Man kann sich irgendeine Sportart heraussuchen oder eine Sparte, die nicht 100% Mainstream und doch noch genügend Leute anzieht suchen und man kann sich sicher sein, dass Red Bull mindestens einen der besten des Genres unterstützt. Surfen, Beachvolleyball, Motorrad, selbst Formel 1. Red Bull ist immer im Bilde.

Dass sie sich aber auch im Musikbereich engagieren war mir gar nicht so klar – bis heute. Heute habe ich eine Lehrstunde in Sponsoring erfahren.

Man nehme eine interessante Band, der wohl kaum jemand einen komerziellen Ausverkauf vorwerfen würde und bei der doch genügend Personen auf das neue Album warten. Tomte passt auf all dieses.

Man lasse Tomte am Realeasedatum einen „Geheimgig“ veranstalten, der allerdings – da einige Tage im Voraus angekündigt – nicht so „geheim“ ist, als dass nicht jeder Fernsehsender und jede Zeitungsredaktion dieses wüsste.

Zu diesem Geheimgig lasse man die Band um 0:01 unter freien Himmel auf einen Bus steigen und spielen.

Den Sänger lässt man so weit oben hinter einem großen Red Bull Logo stehen, so dass es keine Möglichkeit gibt, ein Bild des Sängers ohne das große Red Bull Logo zu schiessen.

Weil das ganze im Herbst in der Nacht stattfindet, stelle man einige Red Bull Tonnen auf und lasse sie brennen, so dass sich die Zuschauer über die Wärme des Sponsors freuen können.

All dieses passierte.

Das ultimative Bild war Tomte und Redbull allerdings nicht vergönnt. Trotzdem Tomte Sänger Thees Uhlmann mehrfach nach den Cops fragte und immerhin am Ende drei Polizeiwagen vor Ort waren, gab es nicht das vermutlich erhoffte Bild mit Tomte und einigen Polizisten auf dem Bus hinter dem großen Red Bull Logo.

Aber auch so wird es genügend Presse für Tomte und genügend Sponsorenerfolgt und Bilder für Red Bull geben.

Ich selber bin kein Riesen-Tomte Fan, aber ich muss zugeben: Sehr gut gemacht, liebe Marketingabteilung von Red Bull Ich bin begeistert. Falls Ihr übrigens mal Blogs sponsern wollt. Ich würde mich da wirklich gerne zur Verfügung stellen 😉