Church of Drags

18.10.2009 – Miami Beach
Church of Drags

Church Of Drags

Da saß ich nun also Sonntag am späten vormittag in der Palace Bar um ein reichhaltiges Amerikanisches Frühstück mit einem Mojito zu mir zu nehmen und ein wenig meine Miami Erfahrungen aufzuschreiben. Die Palace Bat hat ein tolles W-Lan und auch sonst kann man da hervorragend sitzen und es sich gut gehen lassen. Da ich am Montag um 3:40 aufstehen müsste um den Flieger nach Jamaica zu bekommen, eignete sich der Tag eh nicht für wirklich große Dinge. Der Key West Ausflug musste somit abgeblasen werden.

Da schrieb ich also gerade einen Eintrag im Palace über das Palace und über TP Lords, da kam sie blau gewandet und sicher mit einer kurzen Nacht. Vielleicht mit gar keiner, denn sie meinte, sie hätte nur das Makeup aufgefrischt und sei dann ins Palace gekommen. Tja, eine vielgebuchte Drag hat es eben schwer…

Dass es Sonntags am Tage dort Shows gibt, hatte ich nicht erwartet, aber alle halbe Stunde kam TP Lords fortan aus der Bar und bespasste das Publikum. Am Tage hat das noch einmal eine andere Qualität, denn man sieht auch etwas. Stehen bleiben zu jeder Show aber etwa gleich viele Personen mit offenen Mündern zuschauend, was da so abgeht… Und fotografierend… Wie sagte TP Lords dabei noch. „Send it to me. Mail is info@big-black-man-in-a-blue-dress.com…. ob es die wohl wirklich gibt? Ich wage es zu bezweifeln.

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Überhaupt sind die Moderationen zwischen den Shows hörenswert. Publikum bitte nicht wundern, dass gibt es jeden Sonntag im Palace. Say Hallelujah – Hallelujah – Say Amen to the Gaymen – Amen… Wenn der Big Black Man In A Blue Dress dazu aufruft, dann hat das ganze wirklich etwas von einer Messe und lässt einem gleich noch einen Mojito bestellen, um die nächste Halbe Stunde gebührend zu überstehen, denn dann kommt die nächste Show.

Irgendwann ist dann aber auch mal Schluss, immerhin hatte ich für Kuba noch ein wenig Besorgungen zu machen. Das Pendant zu Aspirin und Immudium Akut, noch ein Sub für den nächsten Morgen und eine Pizza für den Abend.

Da saß ich nun also in Miami auf meiner Couch im Ocean Reef Suites Hotel und verspeise eine fette amerikanische Pizza, während ich im Fernsehen American Football sah. Puuuh bin ich amerikanisch.

Nun, das sollte sich ändern, denn 3:40 sollte es abgehen nach Fort Lauderdale um nach Kingston zu kommen um von da aus nach Havanna zu fliegen. Tschüß Miami, es war toll.

Miami Beach Night Life

17.10.2009 -USA -  Miami Beach

Zoe im Wunderland

Alice im Wunderland

So hatte ich mir das Miami Beach Night Life irgendwie nicht vorgestellt… Ich auf einer Lesben Party und lauter Alice im Wunderland um mich herum, das ganze bei 80er Wave Music….

Night Life Miami Beach

Aurora Natrix hatte mir für das Nightlife am Samstag Abend zwei Tipps gegeben, das erste war eine Disco in South Beach, wo eine Freundin von ihr eine Party machen würde.

Miami Beach Clubs

Zwar sei das eine Party mit Verkleidung – sozusagen eine vorzeitige Halloweenparty, aber man müsse nicht verkleidet kommen, ausserdem würde sie dann später auch noch eine kleine Nummer performen. Die war leider so dunkel vor den Kerzen eines geburtstagstisches, dass man nichts auf dem Film erkennen konnte.

Aurora Natrix in einem von Miami Beach Clubs

Etwas erstaunt war ich allerdings über Aurora. Über zwei Nächte plötzlich erblondet und in einem Alice im Wunderland Kostüm… wie auch fast alle anderen Frauen, die dort waren. Einige weitere waren groß behütet. Vermutlich auch eine Figur aus dem Film.

Miami Beach Club Szene

Erst später fiel mir auf, dass auf der Party überhaupt fast nur Frauen waren. Eine süße und riesengroße Alice, die einzige Dame, die größer war als ich, war offensichtlich mit einem kleinen grün behütetem weiblichen Gnom gekommen, ebenso eine weitere Alice mit einem kleineren weiblich, behütetem Gegenpart, die Tür-Häsin mit einer weiteren Alice… hmm offensichtlich war ich auf einer Lesben Party gelandet… machte aber gar nichts.

Lesben Party Miami

Die Ladys waren nett und die Musik großartig . Elektro-wave-punk anleihen Ich war zudem auch noch in den frühen 80ern gelandet.. Ich liebe diese Musik, und sie ist heute so selten…

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Übrigens hat sich mal wieder gezeigt, dass Frauen wahrlich nicht reinlicher sind, wenn es um Toiletten geht. Ich sage mal so… dagegen hätte man im Irrenhouse vom Boden essen können… okay, dass ist übertrieben, aber die Männliche Seite war voll unter Wasser gesetzt. Da hätte es 10 cm Platoestiefel gebraucht, auf der weiblichen Seite waren zwei der Toiletten durch diverses wie Toilettenpapierrollen außer Kraft gesetzt und die letzte hatte ebendiese nicht mehr… doof..

Aber nachdem Aurora mit ihrer Show fertig war und die Haarfarbe sowie das Kostüm gewechselt hatte, wollten wir eh weiter. Liebenswürdiger Weise nahm mich ihr Freund dann mit nach Miami downtown in den Vagabond Club.

Drags gone wild

USA – Miami Beach – 17.10.1009

Okay, ich hatte Freitag bereits die Drag Show in der Palace Bar gesehen, aber das hielt mich beim besten Willen nicht davon ab, dass ich mir auch die Samstägliche Show anschaue. Sie sollte unter der Überschrift „Drags Gone Wild“ stattfinden, was ja genaugenommen schon einmal eine klasse Überschrift ist und eine gute Travestieshow zu werden versprach.

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Da ich diesen Abend danach aber auch ausgehen wollte und mich noch fertigmachen musste, kam ich etwas später als geplant zur Palace Bar. Normalerweise macht das ja nichts aus, denn eine jede Drag Queen fängt ihre Show später an, als geplant… Doof nur, wenn die schon früher geplant ist und so auch später dann eben doch irgendwie früher ist

Als ich ankam war also alles schon in vollem Gange, doch fand ich gleich einen Platz  und bekam auch sofort nen Mojito und kurze Zeit später auch etwas zu essen… Dabei mußte ich mir die frage stellen, ob ich den Burger und die Fritten wirklich zu mir nehmen wollte, denn was ich sah, liess mich zweifeln. Ich sage mal so, nicht gerade Janka, der das nichts ausmacht, sondern etwa zweiundeinbisschen mal Janka in einem Körper… Zu viel Burger und Fritten. würde ich sagen.

Aber ganz Ehrlich, dies liess mich nur kurz Zweifeln, denn kurze Zeit später blieb mir einfach die Luft weg, denn die Dame zeigte einiges und beanspruchte ihre schwarzen Lackstiefel in einer Weise, die ich ihr beim besten Willen nichtzugetraut hätte. Wie genau schaut ihr aber besser selber.

Aber wer geglaubt hat, dass diese Nummer schon cool sei, der schaue auf den nächsten Film.


Ansehen, Das ist ein Befehl

Das ist mal genial und ich frage mich seither, warum Beyonce „The Butt“ genannte wird, sie würde im Boden versinken, wenn sie diese Performance ihrer eigenen Nummer sieht. Das Publikum war auf jedem Fall aus dem Häuschen und ich allerspätestens nach etwa 4 1/2 minuten vollkommen überzeugt. Nein, eigentlich viel früher.

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Tja, Miami Dragqueens scheinen etwas griffiger zu sein, als die Damen auf der Restwelt. Interessant bei dieser Gelegenheit, dass die ganze Show über zwei Polizisten nichts anders zu tun hatten, als sofort, wenn eine der Drags den Ocean Drive betrat – und das geschieht da ja regelmäßig – die Fahrbahn zu beiden Seiten abzusperren.

Drags haben vor der Palace Bar eindeutig Vorfahrt und das sogar polizeilich geregelt. Dabei war ich wirklich nicht sicher, wer da vor wem geschützt werden musste. Die Dragqueens vor den Autos oder eher die Autos vor den Dragqueens… Ich sage mal so, bei Kollissionen hätte es ordentlich Beulen geben können – vor allem in den Autos. Wenn ich mir „The Real Butt“ anschaue, dann hätte da schon ein Hummer dem Ocean drive entlangkommen müssen, damit das fürs Auto glimpflich ausgeht, aber auch die Fahren da ja entlang….

Auf jeden Fall sind die Girls große klasse. und Girls wanna have Fun.

Ocean Reef Suites – Hotel Miami

16.10.2009 – Miami

Ocean Reef Suites Hotel

Okay, ich hatte ein Hotel gesucht in Miami, genau genommen in Miami Beach, was ja, wie ich gelernt habe eine eigene Stadt ist. South Beach um noch genauer zu sein und dort im Artdeco District. Letzteres war mir eigentlich ziemlich egal, aber es ergab sich eben so, da ich vor allem eine Vorgabe hatte. „Fußweite von der Palace Bar“…

Hotel Miami Beach

Ich fand einige Hotels im Umkreis, einige sehr teure, einige, die mir nicht so sehr gefielen und einige, die vor allem damit warben, auf dem Ocean Drive gelegen zu sein. Das wiederum interessierte mich aber auch nicht, wenn ich denn nur nahe dran sein würde. Und da fand ich ein Hotel, dass sich Ocean Reef Suites nannte.

hotel Miami

All die Annehmlichkeiten eines Hotels, wie Swimming Pool, Frühstücksraum etc. hatte es nicht, denn es hatte Suiten. Swimming Pools habe ich noch nie genutzt und zu Frühstückszeiten bin ich eh nie wach. Dazu sahen die Suiten wirklich gut aus. Kingsize Bett, Sofa, ein Esstisch, eine kleine aber vollständige Küche mit Mikrowelle, Bad, großer Flatscreen, großer Kleiderschrank und freies High Speed W-Lan. All das, was mir entgegenkommt. Schlafen, essen, wann ich will, W-Lan und ein großer Kleiderschrank. Gefrühstückt habe ich zumeist eh nicht und ansonsten aushäusig amerikanisches Frühstück. Mein Hotel. Dazu war es ein brandneues Hotel und bat einen Sonderpreis, den ich über Hotel.de fand. Übrigens kann man HRS in Miami vergessen, wenn man ein Hotel sucht. Hotel.de ist da weitaus besser.

Miami Beach Hotel

Aber zurück zum Hotel. Für ein Hotel in Miami South Beach kann ich das Ocean Reef Suites nur empfehlen. Ich fühlte mich sehr wohl da.