The Vagabond Miami Downtown

17.10.2009 – Miami
The Vagabond Club – Miami

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Wow, was für ein Club. Aurora Natrix hatte mir vom Vagabond Club berichtet, der Club, der selbst sie zum tanzen brächte, was sonst eher selten sei. Samstags habe dort eine Backdoor Bamby den Host inne und ich weiss bis jetzt leider nicht, wer oder was Backdoor Bamby sei, aber da der Club unter anderem Amanda lepore als auch Joey Arias als Personen aufzählt, die dort bereits aufgetreten seien, kann ich mich dem Gefühl nicht erwehren, es könne eine Drag Queen sein.

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An diesem Abend waren sie nicht da, es gab auch keine Show im Vagabond Club und auch Backdoor Bamby habe ich nicht kennengelernt, allerdings einen großartigen Club kennengelernt, wohl einen der großartigsten, die ich kenne.

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Zwei Räume mit verschiedenen Musikstilen und einen Innenhof mit barbeque und einer Freien DJ-Bühne. Eine Disco, die auf engstem Raum in einem House, Techno, etwas Hip Hop und Breakbeat, nebenan Wave und Rock jeder Art und draußen Reggae spielt, zieht unterschiedlichstes Partyvolk an.

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Soetwas gibt es eigentlich nur in Klischees, aber im Vagabond Club tanzten wirklich Gangsta-Rapper neben Punkern, neben älteren Rockern im Nick Cave stil, neben Rastas, Gothic Chicks im Korsett und High Heeled Mädels. Dazu kam noch, dass dieser Abend im Zeichen des Themas Army lag, so tanzten dazwischen noch beispielweise ein römischer Legionär und Army Outfits in verschiedensten Möglichkeiten…

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Eine Drag fiel da wahrlich nicht auf. Ich streifte durch die beiden Räume und den Garten, tanzte etwas hier, etwas da und staunte über so unterschiedliche Personen auf engstem Raum. Hedonismus pur…Ich liebe soetwas.

Wenn ich mal wieder in Miami sein sollte, brauche ich nicht mehr überlegen, wo ich tanzen gehe. Das Vagabond ist wohl einer der coolsten Clubs der Welt…

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Normalerweise würde ich bei solch einem Club eine Schlange vor der Tür erwarten oder eine harte Tür… Zumindest ersteres, die auf zweiteres hinweist, gab es nicht, aber ich wüsste auch nicht so recht, wen die abweisen würden – zumindest, wenn er feierlustig ist…

Den freien Eintritt schiebe ich mal darauf, dass ich mit Aurora da war – aber vielleicht haben drags da auch normal freien Eintritt… Nun, ich werde es nur wissen, wenn ich mal wieder da hingehe… aber dafür müsste ich eben nochmal nach Miami..

Drags gone wild

USA – Miami Beach – 17.10.1009

Okay, ich hatte Freitag bereits die Drag Show in der Palace Bar gesehen, aber das hielt mich beim besten Willen nicht davon ab, dass ich mir auch die Samstägliche Show anschaue. Sie sollte unter der Überschrift „Drags Gone Wild“ stattfinden, was ja genaugenommen schon einmal eine klasse Überschrift ist und eine gute Travestieshow zu werden versprach.

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Da ich diesen Abend danach aber auch ausgehen wollte und mich noch fertigmachen musste, kam ich etwas später als geplant zur Palace Bar. Normalerweise macht das ja nichts aus, denn eine jede Drag Queen fängt ihre Show später an, als geplant… Doof nur, wenn die schon früher geplant ist und so auch später dann eben doch irgendwie früher ist

Als ich ankam war also alles schon in vollem Gange, doch fand ich gleich einen Platz  und bekam auch sofort nen Mojito und kurze Zeit später auch etwas zu essen… Dabei mußte ich mir die frage stellen, ob ich den Burger und die Fritten wirklich zu mir nehmen wollte, denn was ich sah, liess mich zweifeln. Ich sage mal so, nicht gerade Janka, der das nichts ausmacht, sondern etwa zweiundeinbisschen mal Janka in einem Körper… Zu viel Burger und Fritten. würde ich sagen.

Aber ganz Ehrlich, dies liess mich nur kurz Zweifeln, denn kurze Zeit später blieb mir einfach die Luft weg, denn die Dame zeigte einiges und beanspruchte ihre schwarzen Lackstiefel in einer Weise, die ich ihr beim besten Willen nichtzugetraut hätte. Wie genau schaut ihr aber besser selber.

Aber wer geglaubt hat, dass diese Nummer schon cool sei, der schaue auf den nächsten Film.


Ansehen, Das ist ein Befehl

Das ist mal genial und ich frage mich seither, warum Beyonce „The Butt“ genannte wird, sie würde im Boden versinken, wenn sie diese Performance ihrer eigenen Nummer sieht. Das Publikum war auf jedem Fall aus dem Häuschen und ich allerspätestens nach etwa 4 1/2 minuten vollkommen überzeugt. Nein, eigentlich viel früher.

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Tja, Miami Dragqueens scheinen etwas griffiger zu sein, als die Damen auf der Restwelt. Interessant bei dieser Gelegenheit, dass die ganze Show über zwei Polizisten nichts anders zu tun hatten, als sofort, wenn eine der Drags den Ocean Drive betrat – und das geschieht da ja regelmäßig – die Fahrbahn zu beiden Seiten abzusperren.

Drags haben vor der Palace Bar eindeutig Vorfahrt und das sogar polizeilich geregelt. Dabei war ich wirklich nicht sicher, wer da vor wem geschützt werden musste. Die Dragqueens vor den Autos oder eher die Autos vor den Dragqueens… Ich sage mal so, bei Kollissionen hätte es ordentlich Beulen geben können – vor allem in den Autos. Wenn ich mir „The Real Butt“ anschaue, dann hätte da schon ein Hummer dem Ocean drive entlangkommen müssen, damit das fürs Auto glimpflich ausgeht, aber auch die Fahren da ja entlang….

Auf jeden Fall sind die Girls große klasse. und Girls wanna have Fun.

Ocean Drive – Miami Beach

16.10.2009 – Miami

Ocean Drive

Mal ein paar Worte zum Ocean Drive in Miami Beach.. Er ist eine Legende. Strassen, die selbst in anderen Ländern bekannt sind und einen solch klingenden Namen haben, wie eben der Ocean Drive gibt es kaum welche. Miami hat zumindest keine zweite zu bieten, die beispielsweise von der Lighthouse Family besungen wurde. Wie gesagt. Legendär!

Und wie das mit Legenden nun mal so ist, sie sind weniger spannend, wenn man sie genauer durchforstet. Nun komme ich aus Hamburg und kenne die Reeperbahn und ich lebe in Berlin, da muss sich eine Straße schon sehr anstrengen, um mich zu zu beeindrucken. Der Ocean Drive hat das nur knapp geschafft.

Klar, die Häuser sind toll, er liegt eben im Art Deco District von Miami und alle Hotels dort sind in ebendiesem Art Deco Stil gebaut. Aber das Wort Hotels ist schon eines der Probleme das Ocean Drive. Er ist zum einen viel kleiner als ich ihn mir vorgestellt habe, einen Kilometer lang vielleicht und zum zweiten eben fast nur mit Hotels und Restaurants bevölkert. Einige Bars dazwischen, das war es. Auf der anderen Seite ein Park und dahinter das Wasser, man steht also auf dem Ocean Drive und sieht nicht einmal das Wasser.

Eine der Ausnahmen war eine Tropico Bar mit leicht bekleideten Bedienungen und einem Mann am Eingang, der drei Papageien auf den Armen und sonstwo hat, hier kann man super Essen. Ein wunderbarer Tropico Salat mit Shrimps und Hähnchenfleisch, mit tropischen Früchten ein Gedicht. Das Beste essen auf meiner Reise mit dem besten Mojito, den ich auf der Reise trank – und ich fuhr immerhin nach Miami nach Kuba.

Dazu natürlich die Palace Bar mit den Drag Shows von Freitag bis Sonntag und noch so zwei bis drei andere Bars. Das war es schon. Gelinde gesagt haben Grömitz oder Timmendorfer Strand das auch und die liegen nur 40 Minuten von Hamburg entfernt… Okay mit anderen temperaturen zumeist, das gebe ich zu, aber sooo spannend ist der Ocean Drive nicht.

Aber man kann dort wunderbar unter einer Palme im Rasen und im Schatten liegen und sich über die Musik aus der Palace Bar freuen, wenn man keine Lust mehr auf Sonne hat.

Ob das allerdings für einen Besuch am Ocean Drive reicht? Mit Miami im Hintergrund und den Möglichkeiten, die diese Stadt bietet sicherlich. Nur diese strasse. Sicherlich nicht.

Warum die ganzen aufgedonnerten Kisten den Ocean Drive hoch und runter fahren müssen, leuchtet mir nicht ganz ein Hummer, Corvettes und teureres cruisen da entlang – ohne jemals anzuhalten… diese Wochenend-Beschäftigung muss mir noch einmal jemand erklären…

Ich kann auf jeden Fall sagen: Ocean Drive, Miami Beach, South Beach? Kenne ich alles.

Everglades – Tour – Miami

Okay, wenn ich Key West schon nicht schaffe, dann muss es zumindest eine Tour in die Everglades sein, dachte ich mir, mit diesen Propellerbooten durch die Everglades fahren, Natur, Alligatoren und und und … und was eigentlich.

Everglades

Ehlichgesagt hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, was mich bei einer Tour in die Everglades erwartet und in etwa das habe ich auch bekommen.

Touristen werden in Scharen in ein „Aligator“ Camp gefahren, bekommen einen farbigen Sticker, damit sie auseinandergehalten werden können.

Alligatoren in den Everglades

Dann gibt es eine etwa 20 minütige Fahrt mit einem Menschen in einem ca. 30 Mann Propellerboot, ein paar nette Worte und Hinweise des Fahrers.

Unterwegs sieht man ein paar aligatoren, die vermutlich mit täglichem Futter dorthingelockt werden. Ist das geschehen, darf man dem Fahrer TIP geben und in eine Alligatorenshow gehen, die nochmal etwa 20 Minuten dauert.

Allogatorenshow Everglades Tour

Ist das fertig, darf man sich noch gegen geld mit einem Alligatoren ablichten und dann bitte noch ein Paar Souveniers kaufen, oder ein Alligatorensandwich essen, dass so stark gewürzt ist, dass man das Fleisch eh nicht schmeckt. Nundenn der Hunger treibt es rein. Dann geht es zurück.

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Das ganze kostet 40 Dollar und ist eigentlich nicht nur verschenktes Geld sondern auch verschenke Zeit.

Fazit: Eine Everglades Tour ist vernachlässigbar in meinen Augen. Und die Alligatorenshow habe ich bsser schon im Heide Park gesehen. Okay, Everglades sind abgehakt.

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