Moulin Rouge @ The Grand

Moulin Rouge @ The Grand

Sheila wurde [Bitte Zahl einsetzen] Jahre alt und feierte im Grand bei der Moulin Rouge Party.
1-DSC05949

Das Grand ist ein ziemlich cooler Club – also genau genommen eigentlich ein größeres Haus mit massig Bars, Zimmern und einigen Tanzflächen. Ein völlig Club-Ungewöhnliches Ambiente und das laut der angegebenen Jahreszahl schon seit vielen Jahren – und dieses Mal eben Moulin Rouge.

1-DSC05951

Bevor wir uns auf die Tanzfläche begaben nutzen wir erstmal eine ganze Weile den Backstage Room um mit einer kleinen aber feinen Geburtstagsgesellchaft – mit wirklich gutem Prickelwasser auf Sheila anzustoßen.

1-DSC05959

Insgesamt waren die Outfits ganz okay, aber kein Vergleich zu einer typischen Boheme Sauvage. Richtig gut war allerdings die Musik und die VIP Lounge, zu der wir Zugriff hatten und in der es freie Getränke gab. Leider zum Ende aber nur Noch Gin Tonic – und das ist ja nicht ganz so meines.

Aber wir wollten dann eh noch weiter zu einem Event, welches eine Anpassung an Jasmins Outfit benötigte.. Mein angepasstes Outfit lag im Auto…

1-DSC05963

…und jenes wurde die Nacht noch aufgebrochen… Glücklicherweise stahlen die Diebe nicht das teuerste des ganzen Autos – Mein tolles Kitten Deluxe Kleid 😉

 

Hedwig and the Angry Inch @ Admiralspalast

Hedwig and the angry Inch im Admiralspalast

OLYMPUS DIGITAL CAMERACopyright der „Hedwig Bilder“ Copyright, Peter Frank Hellbrück

Ein Vögelchen zwitschert mir eigentlich seit Jahren zu, dass der Film Hedwig und the Angry Inch ein Knaller sei und mindestens zum cineastischen Grundstock gehören sollte – erst Recht, wenn man sich etwas näher mit der Thematik dieses Filmes beschäftigt bzw. sich in dem Bereich bewegt… Und das tue ich nun einmal…

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Von soetwas habe ich mich aber noch nie beeindrucken lassen. Film und so ist mir größtenteils egal… Meist antworte ich dann damit, dass ich mich dafür ganz gut im Bereich Musik auskenne…. Doof allerdings wenn es sich dann wie in diesem Fall um einen Film mit viel Musik handelt, der sogar als Musical auf dem Broadway gespielt wird oder wurde…

Okay, der Off-Broadway zwar „Nur“ aber wir wollen ja nicht päpstlicher als der Papst sein… genaugenommen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass dieses Stück am glitterglitzerbombast Broadway funktionieren würde. dafür ist es einfach zu subersiv, wie ich gestern erleben konnte, denn gestern war die Premiere vom Hedwig and the Angry Inch Musical im Admiralspalast

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Und was hab ich da nicht schon alles gesehen… Musicals wie beispiel Moulin Rouge, die zur Pause bereits die Hälfte des Publikums vergraultspielt hatten genauso wie echte Kracher (The Producers, Rocky Horror Picture Show) mit verdienten Standing Ovations und glücklichen Gesichtern… Vorweg: Für mich gehört Hedwig And The Angry Inch eindeutig in die letzte Kategorie. Ich habe mich köstlich amüsiert und unterhalten gefühlt… Und mich ständig gefragt, wie so etwas in Amerika laufen kann, denn das Musical gehört eindeutig in diese Stadt und außerdem – wie können die prüden Amerikaner soetwas anschauen..

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Hedwig ist nämlich ein Berliner Junge, der im Osten aufwächst. Hedwig ist laut, berlinert, bisweilen obszön, trashig, musikalisch, pampig, mit großer Bünenpräsenz, dabei verdammt cool und ne Transe oder um es einfach zu machen, eine Melange aus viel Gloria Viagra mit Squeezebox ohne Sherry Vine, angereichert mit etwas Sweety Glitter und gewürzt mit dem besseren einer Nina Queer und einigen anderen Berliner Nachtgeschöpfen.

DSC04595

Die Geschichte dieses jungen ist einfach erzählt. Hans – ein femininer Berliner Junge eingesperrt in der DDR – scheinbar verdammt guter Bläser verliebt sich in einen GI. Mit Perücke, einer gescheiterten OP, die ihm den Angry Inch übrig lässt und dem Pass der Mutter sowie einer Heirat mit diesem GI reist Hans als Hedwig in die USA aus.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Der GI betrügt sie, im Trailerpark sieht sie in den USA die Mauer fallen… Nun ist sie eine weltweit ignorierte Chanteuse und man sitzt inmitten einem ihrer Konzerte und erfährt ihre Lebensgeschichte und was es mit diesem Tommy Gnosis auf sich hat, der all ihre Songs geklaut hat und damit zum Star wurde… aber dazu sollte man Hedwig im Admiralspalast besuchen… und dazu rate ich jedem.

DSC04620

Hedwig and the Angry Inch ist wohl das Musical mit dem höchsten Wortanteil, das ich je gesehen habe, aber extrem witzig, subversiv, cool. Mit massig Anteilen, die man eigentlich nur verstehen kann, wenn man Berlin kennt – zumindet ein kleines bisschen. Ich hab mich niemals gelangweilt aber umso häufiger herzhaft gelacht. Die Musik dazu ist rockig-trashig tanzbar, ich finde, sie hätten die Stühle auch zur Seite räumen können um einfach zu tanzen. Dazu ist die Absinth-Bar im Keller des Admiralspalast ein wirklich optimaler Ort für solch ein Musical. Kurzum: Alles richtig gemacht.

DSC04601

Ich wünsche den Machern, dass es ein großer Erfolg wird und die Berliner den Keller im drei mal insolventen Admiralspalast (lernte ich aus dem Musical 😉 ) bevölkern. Also: mein Befehl hingehen und unterhalten lassen … 🙂

Burlesque Fotoshooting

Burlesque Fototshooting vorm Moulin Rouge Musical

burlesque-fotoshooting-1240598832

alle Bilder by Krizzi with The K!

Gestern schrieb ich darüber, dass wir das Moulin Rouge Musical im Admiralspalast besucht haben – und wie ich es fand – Ich schrieb unter anderem dass das Musical nicht ansatzweise die burlesque Mode wiederspiegelte, die ich erwartet habe. Ich schrieb ausserdem, dass das einzig glamouröse an diesem Musical wir waren – und wir waren nur Gäste. Obwohl wir sind nie “NUR” und schon garnicht “nur Gäste”. Wir waren die Stars.

burlesque-fotos-1240533715

Wer uns kennt, der weiss, das wir jederzeit zum Anlass entsprechend gekleidet sind und in diesem Fall bedeutete diese glamouröseste burlesque Mode. Janka im Kylie Outfit, Sheila besuchte noch Redcat 7 und ich durfte mich wiederum bei Sheila bedienen, dazu noch Nina in einem tollen rotschwarzen Korsett. Kurzum, wir sahen atemberaubend aus und das musste auf Bilder gepresst werden. Aus dem Grunde baten wir auch Krizzi, ein kleines burlesque Fotoshooting mit uns vorm bereits für “The Producers” geschmückten Admiralspalast mit uns zu veranstalten.

burlesque-mode-1240598880

Vier Glamouröse Drag Queens in besten Moulin Roge Outfits erregt natürlich Aufsehen, aber kaum einer traute sich, uns um ein Foto zu bitten, aus sicherer Entfernung wurden aber doch einige Kameras gezückt. (Wie gesagt, soetwas muss auf Bild gepresst werden). Wir allerdings hatten eh gerade nur eine Kamera im Sinn und das war eindeutig Kirizzis. Glücklicherweise waren wir – erstaunlich – früh zugegen um genügend Zeit für unser kleines Burlesque Fotoshooting zu haben.

burlesque-fotos

Auch wenn es verdammt kalt war, lohnte sich das frieren, wenn ich die Ergebnisse ansehe. Ausserdem durften wir Krizzi für einige Bilder im Admiralspalast mitnehmen – auch ohne eine Karte – Es hat schon so seine Vorteile, wenn man weiss wer wichtig ist. So wurde also – wenn schon nicht auf der Bühne – doch noch burlesque Mode im Admiralspalast getragen und zwar von uns.

burlesque-fotoshooting-burlesque-mode

Irgendwer musste ja dafür sorgen, dass diesem Musical zumindest etwas Glamour erhielt.

So genug des Eigenlobes, aber ich habe doch absolut recht, oder?

Moulin Rouge Musical – Kritik

Moulin Rouge Musical Kritik

oder: Das Musical, dass The Producers nicht geschafft haben….

… In Berlin gibt es derzeit, wenn es um das Thema Musical geht nur zwei Worte. The Producers, Admiralspalast… Okay okay, ich gebe zu, das waren drei… Aber bis Hitler im Admiralspalast tanzt sind ja noch ein Paar Tage hin und es gibt auch Musicals die vorher gespielt werden – und diese sogar im Admiralspalast. Ich spreche vom Moulin Rouge Musical, dass allerdings mehr mit The Producers gemein hat, als gewollt… In The Producers geht es ja darum, dass das schlechteste Musical der Welt produziert wird, um sich mit dem Geld abzusetzen. Dieser Plan – das sei schon jetzt gesagt – schlägt grandios fehl. Nicht so beim Moulin Rouge Musical. Die planten zwar ein tolles Musical, haben aber genau das geschafft, was The Producers planten. Das wohl schlechteste Musical der Welt. Zumindes das schlechteste, das ich jemals gesehen habe.

Aber von vorne: Ich hatte im Januar Geburtstag, und meine Mädels schenkten mir eine Eintrittskarte fürs Moulin Rouge Musical im Admiralspalast, zu dem wir (Nina, Janka, Sheila, Alex und ich) heute – sehr sehr standesgemäß – in tollsten Moulin Rouge Outfits aufbrachen. Man konnte denken, wir seien direkt dem Film entsprungen… So habe ich mir sagen lassen, denn ich selber habe Moulin Rouge nie gesehen und kann das nicht wirklich beurteilen.

Dieses Nichtwissen hat aber auch einen Vorteil, denn ich gerate nicht in Versuchung das Musical mit dem Film zu vergleichen. Ich meckere also nicht über – in meine Augen fehlerhaft besetzte Rollen oder herausgeschnittene Inhalte, sondern vergleiche einfach die Produktion und das Musical mit anderen… Und beides war schlecht. Generell bin ich ja immer dabei die Wahrheit zu schreiben und wurde dabei auch schon das ein oder andere Mal gescholten, aber das musste mal gesagt werden.

Ich hätte diesen Beitrag auch mit „Gast schlägt Cast“ oder „das einzig glamouröse am Moulin Rouge Musical waren wir“ betiteln können. Also, wie gesagt, Filmunkundig bedeutet Moulin Rouge für mich ein Hauch Verruchtheit und ganz viel Glamour mit tollen Kostümen. Aber: Fehlanzeige. Schon im ersten Stück dachte ich, ich bin im falschen Film (sorry für die Redeart). Die Darsteller waren nicht wirklich gut und die Kostüme waren schlichtweg eine Katastrophe. Ich hatte tatsächlich das Gefühl ein Schulmusical zu sehen. Für den Preis, den die Karte kostete – wäre ich nicht eingeladen gewesen – war das gelinde gesagt eine Frechheit. Wir rätselten noch, ob die Kostüme nun von Beate Uhse, Orion oder Bon Prix waren. Es wirkte nicht glamourös, es war nur billig. Interessant war die Stelle, als es darum ging, einen neuen Investor an Land zu ziehen, der dann auch gefunden wurde. Die Moulin Rouge Direktorin sagte auf der Bühne „Dann gibt es neue Kostüme“ … Das wäre auch dringen notwendig gewesen. Doch auch danach bieben sie eine Katastrophe.

Das Musical selber fand ich langathmig und nicht durchgängig sinnvoll. Die Hauptdarsteller wiegten einen mit Duetten in den Schlaf. so sangen sie eine gefühlte Ewigkeit „Your Song“ von Elton John und „Diamonds are a best girls friend“ Man saß da und langweilte sich. Und wenn man sich nicht langweilte konnte man sich ob der Musikauswahl fremdschämen, Deutsch, Englisch, denglisch und ein Wirrwar aus allen Jahrzehnten und Musikrichtungen… Ohmann. Als die Pause kam war der erste Satz, den ich vernahm „Oh, das ist ja so krass schlecht.“

Dieser Meinung stand die Person nicht alleine da, wie man sehen konnte, als die zweite Hälfte anbrach. Die Sitzordnung konnte aufgehoben werden, denn jetzt gab es in jeder Reihe drei bis sechs weitere freie Plätze von Personen, die sich dann doch für eine bessere Abendgestaltung entschieden haben. Während der zweiten Hälfte wurden es dann übrigens noch deutlich weniger Leute im Publikum. Wenn Leute in Scharen in der Pause gehen, sagt es eigentlich alles über ein Musical. Wenn sie eher aus Anstand und Mitleid Applaudieren sagt es genauso viel.

Ich selber wartete die gesamte Zeit darauf, dass es endlich losgeht und ein Musikalischer Höhepunkt kommt. Der kam aber nicht und auf einem Mal war das Musical beendet und es gab noch einige anständig (von Anstand) beklatschte Zugaben. Und fertig.

Der Crew konnte man dabei noch am wenigsten etwas vorwerfen, sie bemühte sich redlich, dass ausserdem wegen Krankheit die Zweitbesetzung der Hauptdarstellerin singen durfte / musste kann man auch niemandem vorwerfen. Das Musical ist einfach schlecht und die Outfits wie bereits gesagt eine Katastrophe für ein Moulin Rouge Musical. Jede von uns vieren steckte mit ihrem Outfit mühelos jedes der auf der Bühne getragenen Stücke in die Tasche, insofern wäre „das einzig glamouröse am Moulin Rouge Musical waren wir“ vermutlich doch die richtige Überschrift gewesen.

mehr von unserem Burlesque Fotoshooting vorm Admiralspalast

Also, wer überlegt, das Moulin Rouge Musical zu besuchen, der spare sein Geld und schaue sich lieber ein gutes Musical an… Vielleicht „The Producers“, denn die geben nur vor, das schlechteste Musical der Welt zu produzieren und schafften das erfolgreichste der Welt. Ich bin sehr gespannt darauf, denn an meiner Liebe zum Admiralspalast rüttelt Moulin Rouge natürlich in keinster Weise. Aber ich bedanke mich trotzdem bei meinem Mädels für diese Karten, denn es hätte ja auch wirklich gut werden können. Soetwas weiss man ja vorher nicht. Also: vielen Dank.