Priscilla Queen of the Desert Musical
Priscilla Queen of the Desert Musical wurde am Okt.11, 2009, gepostet
Musical: Priscilla Queen of the Desert
Was war das für eine freudige Erregung, als ich irgendwann beim täglichen Newsüberblick die Information fand, dass Jason Donovan, jetzt jeden Abend als Transvestit auftreten würde. Und zwar in London im Musical Priscilla Queen of the Desert.
Nun ist es nicht gerade so, als würde ich mit Jason Donovan irgendetwas verbinden – gänzlich anders sieht es mit Priscilla aus. Der Bus, die Wüste und die drei Transen auf dem Berg. Einer meiner All-Time-Favorit Filme. Ach was sag ich Priscilla Queen Of The Desert ist DER All Time Favorit vermutlich.
Und so überrascht es nicht, dass ich keine Sekunde überlegen musste, als Sheila mit der Idee um die Ecke, kam, dieses Musical in London anzuschauen.. Welch eine Freudige Erregung schon heute Mittag, als wir die Karten abholten und den großen Stöckel auf dem Vordach des Palace Theaters sahen.
Das MUSSTE einfach gut werden und wir wollten dem ganzen in Dirndln gekleidet als german girls beiwohnen. Das wäre beinahe schief gegangen, wir standen nämlich so sehr im Stau, dass wir schlussendlich ausgestiegen sind und die letzten paar hundert Meter gestöckelt sind, damit wir noch in den letzten Minuten hereinkamen. Kein Problem, es war noch rechtzeitig, wenngleich sehr knapp. Aber es wäre ja nicht das erste Mal gewesen, dass wir zu einer Vorstellung zu spät kamen und noch eingelassen wurden.
Aber zum Musical. Ich erwartete, dass es gut werden würde, und ich wurde nicht enttäuscht. Jemand, der Priscilla kennt, wird sich darin ebenso wieder zurechtfinden, wie es ein Nichtkenner wird. Die meisten Szenen sind deutlich wieder zuerkennen und viele kleine Gimmicks wurden eingebaut. So überfährt die Riesenausgabe eines Barbiecampers Koalabären und Känguruhs und allerlei weiteres Getier, so finden sich verschiedene Arten von Touristen in der Wüste wieder und statt der Fucking Abbas durfte im Bus kein Wort über bloody Kylie verloren werden. Sicher eine Anspielung auf die Liaison vom Herrn Donovan vor vielen vielen Jahren und sicher auch eine der heutigen Zeit gewidmet…
Ansonsten fand man alles wieder, was diesen Film ausmacht Perücken, ein Bus, coole Sprüche großartigste Kostüme und viel, viel Spaß… Ich hätte gerne ein Paar Bilder gezeigt, aber das war leider nicht möglich, aber alles was ich sah, war bedeisternd. Die opening Szene, die Szene mit dem Stöckel auf dem Dach, die Szene mit dem Chinese Ping Pong Team, Felicia und noch vieles mehr,
Mit etwas Fantasie konnte man auch berliner Drag Prominenz erkennen, so war die Tina Turner am Anfang eindeutig Tatjana und auch so manch andere Berliner Drag habe ich in einigen Szenen wiedererkennen können.
Auf jeden Fall war ich nach wenigen Minuten absolut überzeugt vom Musical und bei der Umsetzung der Kostüme machte ich große Augen und beim Gesang große Ohren. Gerade drei Sängerinnen, die mehrfach von der Decke schwebten sangen einfach großartig… und ihre letzten Schwan Kostüme stellten selbst die Oscar prämierten Priscilla Kostüme in den Schatten.
Großartig war auch die Umsetzung einer gesamten Travestie Show in Alice Springs im Zeitraffer binnnen weniger Minuten und und und..
Alles in allem ist Priscilla Queen of the Desert nicht nur ein Film, sondern auch ein Musical, dass man gesehen haben sollte. Vor allem, wenn man es eh mit dem Thema hat. Ein kleiner Wehrmutstropen ist nur der Umstand, dass es keine Zugaben gab… Ich hätte gerne noch etwas weitergefeiert.
Wie sagte Janka noch zur Pause. „Mädels, ich muss Euch eine schlechte Nachricht mitteilen: Wir werden dass ab jetzt häufiger sehen müssen
Liebend gerne…
Ach übrigens, dass man sich danach liebend gerne noch mit uns fotografieren ließ und wir wieder einmal ein Vermögen hätten machen können, hätten wir dafür jeweils ein Pfund genommen nehme ich mal als gegeben hin, dass man uns allerdings zur Show gratulierte ist nicht ganz selbstverständlich, waren wir doch auch nur Gäste, wenngleiche sehr begeisterte und sicher nicht ganz alltägliche.
Frühling für Hitler Musical – Kritik
Frühling für Hitler Musical – Kritik wurde am Mai.19, 2009, gepostet
The Producers Premiere im Admiralspalast
Franz Liebkind
Es steht ja immer noch die Kritik zum Musical “The Producers – Frühling für Hitler aus” und bevor ich irgendetwas schreibe habe ich eines bekanntzugeben. Sie fällt positiv aus.
Ich habe in meinem Leben einige Musicals gesehen und ich hatte bei genau zweien das Bedürfnis, sie mehr als einmal anzusehen. Zum einen häten wir da “Tanz der Vampire, zum anderen die Rocky Horror Picture Show. Beides Musicals, die wohl als unumstritten gut gelten dürften. Seit dem letzten Sonntag ist mit “Frühling für Hitler” ein weiteres Musical hinzugekommen, bei dem es nicht bei einem Mal ansehen bleiben wird.
Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt. Eine ehemals sehr erfolgreicher Broadway Producers hat gerade einen – nicht den ersten – Flop gelandet und ein neurotischer Rechnungsprüfer erkennt, beim Buchprüfen, dass ein – nicht ganz ehrlicher – Producer mehr Geld mit einem Flop verdienen kann, als mit einem Hit. Allerdings nur, wenn das Stück so mies ist, dass es so sehr floppt, dass niemand es sehen möchte und es sofort abgesetzt wird. Wenn dann die angegebenen Produktionskosten die echten um ein Vielfaches übersteigen, kann der Producer mit dem Restgeld nach Rio gehen. Dafür benötigt man das mieseste Musical aller Zeiten und das findet man in “Frühling für Hitler”.
Die beiden Producer Leo Bloom und Max Bialystock
Wie die beiden Producer dem deutschtümelnden Bayern mit Stahlhelm Franz Liebkind dieses Stück abkaufen und dafür den Siegfried-Eid sowie einige andere politisch sehr unkorrekte Szenen durchstehen müssen, ist ganz großes Kino bei dem man ausserdem noch erfährt, welche – eher unbekannten – Vornamen Adolf sonst noch so trug und welcher langen Ahnenreihe er so entstammt. Das schlechte Stück hätten sie dann also fehlen noch schlechte Schauspieler…. Einfach ist es mit der Hauptdarstellerin, die sie in dem etwas naiven aber doch sehr “anpackendem” lebendem schwedischen Blondinenwitz Ulla finden. Die lang-beinige, allerdings beim besten Willen nicht lang-weilige dralle Blondine sorgt für viel Spaß auf der Bühne. Damit aber nicht genug, in einem Führercasting wird der rechte Hitler gesucht. “Die singenden Hitler nach Rechts und die tanzenden Hitler nach Links”. Es wird selbstverständich ein Darsteller gefunden, nur ein Regisseur fehlt noch, doch da findet sich auch jemand, die sehr sehr warme Tunte Roger De Bris mit einem Mitarbeiterstaat, der direkt von den Village People abstammen konnte, schickt sich an Frühling für Hitler, mit dem Leitspruch “Mach es warm, mach es Warm, mach es warm” zu inszenieren…. Geld wird eingesammelt und das Musical im Musical steht. …Natürlich geht der Plan grandios schief und am Ende finden sich die beiden Producer im Gefängnis wieder – oder vielleicht doch nicht?
Das Stück ist auf jeden Fall großartig und man kann dem Admiralspalast nur wünschen, dass es ein großer Erfolg wird. Wenn ein tuniger Hitler mit einem drallen Blondinenwitz zusammen in einem lebenden Hakenkreuz tanzt, dann überlegt das Publukum kurz ob es stocken oder lachen soll. Es gab dann Szenenapplaus – wie im übrigen oft – und sehr verdient.
In jeder Szene gab es irgendwo noch den gewissen Pluspunkt, der sie noch besser machte. Brieftauben, die die rechten Flügel im Takt heben, eine Gefängniszelle aus der eine Broadwaybühne wird, ein Büro, dass seine Farbe wechselt, dazu gab es großartige Übergänge und die Darsteller waren allesamt großartig.
Schon in der Pause war ich begeistert und am Ende gab es – sehr verdiente und sehr ernstgemeinte – Standing Ovations und jeder mit dem ich sprach fand es großartig – mir wie gesagt inklusive.
“Ulla” nicht mehr ganz so blond wie auf der Bühne
In der Werbung hiess es
Wer Musicals nicht mag oder nicht ausstehen kann, der sollte sich The Producers Frühling für Hitler dringend ansehen.
Genau, der – und alle anderen auch. Wer es nicht mag hat wohl keinen Humor… oder den sprichwörtlichen Stock im Arsch.
Roter Teppich und Rote Brezelbinden
Roter Teppich und Rote Brezelbinden wurde am Mai.19, 2009, gepostet
Der Rote Teppich zu ehren des Führer Musicals
Brezelfahne und Brezelbinde
Es war mal wieder ein roter Teppich vorm Admiralspalast ausgerollt und wenn das passiert, dann ist Gremierenzeit im Admiralspalast. Die Galapremiere des wohl mit am meisten Spannung erwarteten Musicals des Jahres. The Producers – Frühling für Hitler. Das Musical, das vorgibt einen Flop zu produzieren und dass damit zum erfolgreichten Musical überhaupt wurde ist nach einer Zwischenstation in Wien dort angekommen, wo es hin gehört in Berlin.
Die beste Kopfbedeckung des Abends
Schon Harald Schmidt sagte:
The Producers in Berlin, da fügt sich zusammen, was zusammen gehört – Heute schon Karten für die Führerloge sichern.
Nun, ich weiss nicht ob es die Loge ist, aber in der Ehrenloge saß uns Wowi. Ein schwuler berliner Bürgermeister auf seinem Sessel und dann auch noch in einem solchen Stück… Adolfs Knochen werden sich im Grabe umdrehen. Hoffentlich mit viel Schmerz und Pein.
Brezelhalstuch
Aber es sollte ja auch ein vergnüglicher Abend werden, der für uns etwas schleppend begann. So fanden sich irgendwie unter “S” wie Sheila noch unter “W” wie Wolf die erwarteten Karten und nur der Trouble Counter konnte uns helfen, an die begehrten und heisserwarteten Tickets zu kommen, denn nur so konnten wir in die Vorstellung kommen und – was fast ebenso wichtig ist auch auf und neben den roten Teppich… mit den anderen Stars und Sternchen.
Tim Fischer
Der Wowereit war da und Wolfgang Joop, Cinema Bizarre mal wieder und Romy Haag, der Sänger der Prinzen mit einem St. Pauli Cap, Tim Fischer, viele Leute, die ich nicht kannte, die aber alle ganz toll wichtig waren, dazu massig nette Personen, denen wir auf jeder zweiten Party über den Weg laufen und eine der besten Lästerzungen Deutschlands. Oliver Kalkofe, der sich auch nicht lumpen liess und für ein Foto zur Verfügung zu stehen.

Romy Haag
So mag ich das, also steiften wir mit Prosecco auf Eis, ner Laugenbrezel im Arm und ner Brezelbinde am Arm durch die Massen, sprachen mal mit diesem und jenen und freuten uns auf das Musical, dessen baldiger Beginn dieses Mal nicht mit Glöckchen sondern per Luftschutzsirene angekündigt wurde.
Wie fragte die eine Reporterin auf dem roten Teppich noch immer: Kann man über Hitler lachen? Man kann, man muss und wer in dieses Musical geht, der wird auch, aber dazu kommen wir morgen
Ah sieh an, den Joop im Hintergrund hab ich auch fotografiert
Für The Producers aufgebrezelt
Für The Producers aufgebrezelt wurde am Apr.26, 2009, gepostet
Brezelbinden und The Producers Flyer

Es ist noch keinen Monat her, dass ich über fehlendes Flyering zum 25 Jahre Siegessäulen Party geschrieben habe. Ich schrieb, dass man zum Flyern sich wirklich gute Personen suchen sollte – oder es eben selber machen müsste. Und nichteinmal einen Monat später flyere ich auf einem Male selber.
Warum tue ich soetwas?
Nun ich bin käuflich! Und in diesem Fall bedeutete das etwas Promotion an einem Abend an dem wir eh unterwegs sind für das wohl am spannendsten erwartete Musical Berlins, da bin ich mit großen Freuden dabei und die Promotion in diesem Blog gibt es sozusagen gratis dazu
Samstag Abend war unser erster Stop also der Admiralspalast, um bei Peter Hellbrueck dort einen Karton Flyer sowie zwei rot-weiss-schwarze Brezelbinden abzuholen und uns schon einmal vor dem “THe Producers” Plakat fotografieren zu lassen. …Dabei wunderte man sich schon über den Namen Sheila Wolf, der “so unecht” klang… Können wir garnicht verstehen.
Dabei waren wir eine knappe Viertelstunde zu spät, wie Peter uns zu verstehen gab. Es war nämlich gerade die Lange Nacht der Opern und Theater und das The Producers Ensemble stellte schon einmal Teile des Musicals vor – leider ohne uns…Müssen wir eben noch ein wenig warten.
Auf jeden Fall streiften wir uns die Brezelbinden über und verabschiedeten uns von Peter in Richtung Spy Club in die Partynacht. Ehrlichgesagt hatte ich schon ein paar Gedanken, wie die Leute auf die Provokation von rot-weiss-schwarzen Brezelbinden reagieren würden, die jeder sofort mit Hakenkreuzbinden asoziieren musste, aber die Reaktionen waren okay. Viele haben sie bereits jetzt sofort mit dem Musical in Verbindung bringen können, andere, die doch etwas verstört schauten, waren sofort beruhigt, wenn man ihnen einen Flyer in die Hand drückte und kurz erklärte, worum es in The Producers geht.
Ausserdem:
Die öffentliche Darstellung von Brezeln ist auch DANN ausdrücklich erlaubt, wenn sie NICHT „der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dientâ€Â
Aber visuell deutlicher zu machen, dass es sich in Brezelbannern und -Binden nicht um rechtsextremes Gedankengut, sondern um große Ironie handelt, als zwei Drags damit herumlaufen zu lassen, geht wohl kaum.
Ausserdem finde ich auch, dass man über die Person Hitler Lachen darf und muss, niemals jedoch über das, was er der Welt angetan hat. Insofern sollte man beides tun. In The Producers oder dem großen Diktator über die Person Hitler lachen – aber durchaus auch einmal – wie Gloria Viagra – letzte Woche oder ich während der Schulzeit einmal ein Konzentrationslager besuchen, um seine Taten nie zu vergessen.

Mein größtes Problem, dass ich mit der Brezelbinde hatte, war die Größe der Binde. Nicht für feine Drag-Arme gemacht und leider viel zu groß. Nachdem ich die Binde allerdings mit 15 Flyern von Chantals House Of Shame ausgestopft habe, ging das dann.
Achja, mir ist da noch ein Banner auf der Seite der Siegessäule aufgefallen, dass ich Euch nicht verheimlichen möchte: 25% Rabatt auf Musicalkarten für The Producers:

Verwandte Tags
-->JessiLiu: Überredungskünste helfen immer
Edin DeSosa: Late Night Shopping von Schwarzer Reiter und Très Bonjour
Markus Merz | Hamburg St. Georg: CSD Hamburg 2010 Bilder
beautymaus: günstige künstliche Wimpern
j-p manner: La Bodeguita Del Medio – Mojito a la Hemingway
Zoe: Underground Catwalk
Anonymous: Way Out Club – London.
Petra Schoop: Lena Hoschek Modeschau
Diana: Cologne Pride