Gender X in der Roten Flora
Gender X in der Roten Flora wurde am Feb.16, 2010, gepostet
Gestern habe ich eine Email bekommen, mit der Bitte für eine kleine Veranstaltung Promotion zu machen und da kann ich schwerlich “Nein!” sagen, denn ich würde am liebsten selber hingehen. Es handelt sich um eine Filmvorstellung mit Konzert in einer coolen Locatio n meiner Heimatstadt.
Julia Ostertag zeigt in Hamburg in der roten Flora “Under the red umbrella” und “Gender X” , dazu wird in der Flora das gespielt, das Schanzenviertel am besten kann, Punk, HC und Electropunk, all das in der kaputtesten Einrichtung in der Schanze, der roten Flora, einem ehemaligen Revuetheater, dass besetzt und zum Stadtteilzentrum umgewandalt wurde.
Wie dem auch sei, in der Flora habenich manch Nacht gefeiert und ich hätte mich gefreut, das zu guter Musik und Gender X ebenfalls zu tun, aber das ist bereits am Freitag und da gehen in Berlin die Teddy Awards vor. Wer allerdings in Hamburg ist, sollte unbedingt in die Flora gehen und sich Gender X ansehen, der lohnt sich und Hamburg braucht eh immer noch etwas Drag-Nachhilfe.
Spannend ist, dass Julia erhöhtes Interesse an Gender X feststellen kann, entweder hat sich die gesellschaft geändert, oder ein Low-Budget Film braucht einfach seine Zeit, bis er sich per Mundpropaganda herumspricht… beise schön, wenn es so weit ist.
Paula Relase Party @ KI
Paula Relase Party @ KI wurde am Feb.10, 2010, gepostet
Viel Stress und große Müdigkeit nach meinen Arbeitstagen haben dazu geführt, dass ich fast eine gesamte woche hinterher bin. So schreibe ich Sonntag morgen gegen zwei Uhr über den Besuch eine Woche vorher im Klub International.
Letzten Samstag war nicht allzuviel los, also führte es uns wieder einmal ins Kino International zum Klub International, der von aussen irgendwie arg dunkel aussah. Normalerweise sieht man die Galerie hell erleuchtet, dieses mal allerdings. Dunkel…
Das KI hatte aber doch offen und als ich dann mal schaute, ob oben tatsächlich zu sein sollte, sah ich mich irrend. Die Beleuchtung war nur auf eine kleine Bühne gerichtet, auf der eien Band stand, die ich auf den ersten Blick nicht kannte, deren Sängerin mich aber sofort mit ihrer Stimme in den Bann zog… irgendwoher kannte ich die…
Woher wurde mir dann auch beim zweiten Titel klar, der mich schon Jahre begleitet und beim dritten, mit dem es das Gleiche ist. Paula standen auf der Bühne – für mich neben Mia und Klee eigentlich die Speerspitze ihres Bereiches der deutschen Musik.
Neben dreckiger Gitearrenmusik besteht ein großer Teil meines Musikbestandes aus deutscher Musik der Marke Kettcar, Spillsbury, Mia oder eben auch Paula, die ich nun allerdings das erste Mal live sah… wobei mir dabei aber auch schien, als seien kaum große Fans zur Release Show gekommen…
Trotz dieses Auftrittes war das KI nämlich – bis auf einige weibliche Paula Fans – wie üblich bevölkert. Die Berliner Gayszene im Großen und Ganzen. Nina Queer hinter den Reglern, Barbie Breakout oder Bob Young. Das Übliche in einem Klub International eben. Eine Party die immer geht, dieses Mal eben mit einem Konzert von Paula.
Rio Reiser – Mein Name ist Mensch
Rio Reiser – Mein Name ist Mensch wurde am Jan.10, 2010, gepostet
Heute ist der 10. Januar 2010, und das bedeutet ich bin einen Tag zu spät, für eine kleine Blog ehrung von Rio Reiser. Macht nichts.
Gestern vor 60 Jahren ist Rio Reiser geboren, was bedeutet, dass der viel zu früh Verstorbene Ralph Christian Möbius am gestrigen Tag 60 Jahre alt geworden wäre. Dieses ist auch der Grund, warum Rio Reiser auf einem Male wieder in aller Munde ist.
Auch wenn ich ihn nie live sehen konnte, so war ich seit jeher ein Fan, nenne mehrere gekaufte Platten von Rio Reiser und eine von Ton Steine Scherben mein eigen und komme nicht umhin, ein wenig umhin, meinen gewählten Wohnsitz Berlin-Kreuzberg in einem politischen Licht zu sehen, dessen Ruf Rio Reiser sicher einen Großteil mitgeprägt hat.
Als schwuler Künstler war er mir nie so wirklich im Gedächtnis, eher allerdings, weil ich es nicht wichtig fand. Was es sicherlich war, wie ich im Moment sehen kann, denn sein Name ist in Berlins schwuler Kulturszene derzeit aus den Fluten der Versenkung aufgetaucht.
So steht der Teddy Ward 2010 nicht umsonst unter dem Zeichen “Mein Name ist Mensch”, denn damit wird Rio Reiser geehrt und zur Gala wird “erstmalig die Band Ton Steine Scherben ohne ihren Frontmann auf der Bühne stehen.” Zwar meine ich, das hätten sie vor einigen Jahren zum Myfest in Kreuzberg schon einmal, trotzdem ist es eine tolle Geste der Teddy Award Macher und der Band.
Als wenn das nicht genug wäre, findet derzeit im schwulen Museum Berlin die Ausstellung “Rio Reiser: Allein unter Heteros” statt, die ebenfalls an ihn erinnern soll.
Ich bin mir nicht sicher, aber nach alldem, was ich so las, könnte ich mir vorstellen, dass diese Ehrungen ihn vielelicht eher überfordern würden als ihn freuen, aber man wird es ja nicht mehr feststellen, insofern. Feiert ihn.
Schade, live werde ich ihn nie zu gesicht bekommen, aber die CD Live in der Seelenbinder Halle ist wohl mit das beste, was die deutsche Musikgeschichte hervorgebracht hat. Und wer dennoch Rio Reiser mal live sehen möchte, der kommt nie so nah dran, als wenn Selig Frontmann Jan Plewka Rio Reiser singt.
The Hives @ Kesselhaus – Becks Music Experience Tour
The Hives @ Kesselhaus – Becks Music Experience Tour wurde am Dez.10, 2009, gepostet
Seit vielen Jahren ist Becks diejenige Biermarke, die sich am besten durch Marketing profiliert und immer wieder schafft Becks es, mit großartigen Musikaktionen auf sich aufmerksam zu machen. Eigentlich schon immer war die Becks Bühne auf dem hamburger Hafengeburtstag die beste der vielen Bühnen dort und das Rockspektakel auf dem Rathausmarkt ist dort seit vielen, vielen Jahren etabliert.
Nun hat Becks eine weitere Musikveranstaltung ins Leben gerunfen. Die Becks Music Experience Tour. Drei Städte, zusammen sechs Bands und das ganze moderiert durch Oliver Korittke…. Auftreten sollten Dúné und The Hives…. Erstere kannte ich bisdato nicht, aber The Hives sind klasse, also wollte ich da hin.
Normalerweise hätte ich die Social Marketing Kampagne mitmachen müssen, mich bei Herrn Korittke für einen Gästelistenplatz bewerben müssen, um dann hoffen müssen, das Spektakel in Berlin besuchen zu dürfen…. Das kann alles aber auch viel einfacher gehen: Ich hatte das große Glück, von Britta auf die Presseliste gesetzt zu werden, die mir nicht nur einen “relativ” leeren Platz mit großartiger Aussicht auf The Hives bot, sondern auch noch ein paar Becks Gutscheine einbrachte.
Doch vor dem Hauptact spielten Dúné. ….Nie gehört? Ich auch nicht. Und wirklich verpasst habe ich damit auch nichts. Becks erzählt über die Band folgendes: In nur drei Jahren haben es Dúné von der Schülerband zum Topact geschafft. Dabei haben sie ihre Musik nicht dem Mainstream angepasst, sondern den Mainstream ihrer Musik. … Hmmm na ich würde es nicht so sagen. Für mich sah es so aus, als sei Mika mit der Nena Band unterwegs, irgendwo in den 80ern steckengeblieben mit etwas mehr von allem, als es nötig gewesen sei…
Sage und schreibe sieben Personen war die Band stark. Zwei Heimorgeln, ein Synthesizer, ein Macbook, drei Gitarristen, ein Bassist, ein Sänger, ein Drummer mit beleuchtetem Schlagzeug. Dabei hatte ich das Gefühl als sei die einzige Frau in der Band vor allem dafür in dre Band, weil diese Band dringend auch noch eine Frau brauchte. Viel gemacht, ausser ab und an mal eine Taste zu drücken, hat sie wenig. Oh doch, ich vergaß, sie hat noch extrem rumgehampelt, wie indess auch die anderen Mitglieder der Band…. Es sollte wohl zeigen, wie sehr sie zu ihrer Musik stehen, es wirkte allerdings – zumindest auf mich – eher lächerlich. Genauso lächerlich der Umstand, dass der Gitarrist links fast zu jedem Song die Gitarre wechselte und noch so ein paar Dinge mehr…. Die Musik war garnicht übel, der Auftritt von Dúné in meinen Augen irgendwie schon.
Ganz anders The Hives. Eine wirklich coole Band, mit klasse Musik und einem großartigen Stil. Sie haben die Farben Schwarz Weiss vollkommen verinnerlicht. Schlagzeug, Verstärker, Gitarren, Outfit, alles war schwarz weiss, sogar die Schlipse der fünf Hives. Der Sänger war großartig und ein klasse Entertainer, die Band rockte ihr Ding herunter ohne viel Starallüren und die Stimmung war wirklich klasse.
Erstaunlich. Meist erwartet man ja bei einer Marketingaktion viele Personen, die eigentlich mit Musik nichts am Hut haben, Becks hat es aber geschafft, dass dort tatsächlich Gäste waren, die die Bands sehen wollten und die wirklich feierfreudig waren. Das Publikum pogte und feierte und die Zugabeforderungen waren ernst gemeint und verdient.
Ich hatte viel Spaß mit der Becks Music Experience Tour, mit den Hives und mit drei Becks Lemon.
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