Monrose – Like a Lady

Monrose, gibt es die noch?

Vollbildaufzeichnung 18.05.2010 022158

Die Halbwertzeit von Casting-Superstars und Castingbands ist ja in etwa die, die Milch braucht um Sauer zu werden, aber offensichtlich gibt es auch die einen oder anderen Exemplare, die den Wandel der Jahreszeiten einmal oder gar mehrmals mitmachen… Offensichtlich gehören Monrose dazu.

Die sind mittlerweile schon in ihrem vierten Jahr und es gibt immer noch eine Plattenfirma, die denen die Produktion einer Platte finanziert mit der Hoffnung, dass die Bekanntheit von Monrose noch ausreicht um trotz Downloadplattenkrisen mehr Geld einzunehmen, als auszugeben. Wer hätte das gedacht. Ich nicht.

Nungut, ich bin ja auch nicht deren Zielgruppe und hatte noch nie viel Bezug zu gecasteten Popsternchen und doch schreibe ich gerade über deren neuste Single. Und warum? Na klar, es hat Drag-bezug.

Ich könnte es mir jetzt einfach machen und sagen, dass der Einsatz von Drags im Video verkäuferischen und aufsehenerregenden Charakter hat, aber Monrode sind weder die ersten noch – und schon garnicht – die bekanntesten Musiker, die Drags im Video haben. Dazu weiss ich eigentlich auch nicht so recht, was die Drags im Video eigentlich so recht sollen. Vielleicht verstehe ich auch einfach die Story des Videos nicht. Andererseits liegt es vielleicht auch nur am Titel “Like A Lady”

Das Video ist eigentlich eher beliebig, aber wen ich es richtig mitbekommen habe, sind die weissen Tops, die die Mädels tragen von Joey Love designt. Das vermutlich spannendste an diesem Video… Naja immerhin hat es in wenigen Tagen bereits 102.000 Personen dazu gebracht, das Video anzusehen. Sie scheinen also doch noch allerhand Fans zu haben.

Es gibt sogar schon Stimmen, die Monrose für den Eurovision Song Contest vorschlagen.. Da würden sie sich dann aber vermutlich zu den Superstars Gracia und No Angels gesellen, die durchschnittlich letzte wurden… Mal sehen, wie sich Lena dabei schlägt.

Gender X in der Roten Flora

Gestern habe ich eine Email bekommen, mit der Bitte für eine kleine Veranstaltung Promotion zu machen und da kann ich schwerlich “Nein!” sagen, denn ich würde am liebsten selber hingehen. Es handelt sich um eine Filmvorstellung mit Konzert in einer coolen Locatio n meiner Heimatstadt.

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Julia Ostertag zeigt in Hamburg in der roten Flora “Under the red umbrella” und “Gender X” , dazu wird in der Flora das gespielt, das Schanzenviertel am besten kann, Punk, HC und Electropunk, all das in der kaputtesten Einrichtung in der Schanze, der roten Flora, einem ehemaligen Revuetheater, dass besetzt und zum Stadtteilzentrum umgewandalt wurde.

Wie dem auch sei, in der Flora habenich manch Nacht gefeiert und ich hätte mich gefreut, das zu guter Musik und Gender X ebenfalls zu tun, aber das ist bereits am Freitag und da gehen in Berlin die Teddy Awards vor. Wer allerdings in Hamburg ist, sollte unbedingt in die Flora gehen und sich Gender X ansehen, der lohnt sich und Hamburg braucht eh immer noch etwas Drag-Nachhilfe.

Spannend ist, dass Julia erhöhtes Interesse an Gender X feststellen kann, entweder hat sich die gesellschaft geändert, oder ein Low-Budget Film braucht einfach seine Zeit, bis er sich per Mundpropaganda herumspricht… beise schön, wenn es so weit ist.

Paula Relase Party @ KI

Viel Stress und große Müdigkeit nach meinen Arbeitstagen haben dazu geführt, dass ich fast eine gesamte woche hinterher bin. So schreibe ich Sonntag morgen gegen zwei Uhr über den Besuch eine Woche vorher im Klub International.

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Letzten Samstag war nicht allzuviel los, also führte es uns wieder einmal ins Kino International zum Klub International, der von aussen irgendwie arg dunkel aussah. Normalerweise sieht man die Galerie hell erleuchtet, dieses mal allerdings. Dunkel…

Das KI hatte aber doch offen und als ich dann mal schaute, ob oben tatsächlich zu sein sollte, sah ich mich irrend. Die Beleuchtung war nur auf eine kleine Bühne gerichtet, auf der eien Band stand, die ich auf den ersten Blick nicht kannte, deren Sängerin mich aber sofort mit ihrer Stimme in den Bann zog… irgendwoher kannte ich die…

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Woher wurde mir dann auch beim zweiten Titel klar, der mich schon Jahre begleitet und beim dritten, mit dem es das Gleiche ist. Paula standen auf der Bühne – für mich neben Mia und Klee eigentlich die Speerspitze ihres Bereiches der deutschen Musik.

Neben dreckiger Gitearrenmusik besteht ein großer Teil meines Musikbestandes aus deutscher Musik der Marke Kettcar, Spillsbury, Mia oder eben auch Paula, die ich nun allerdings das erste Mal live sah… wobei mir dabei aber auch schien, als seien kaum große Fans zur Release Show gekommen…

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Trotz dieses Auftrittes war das KI nämlich – bis auf einige weibliche Paula Fans – wie üblich bevölkert. Die Berliner Gayszene im Großen und Ganzen. Nina Queer hinter den Reglern, Barbie Breakout oder Bob Young. Das Übliche in einem Klub International eben. Eine Party die immer geht, dieses Mal eben mit einem Konzert von Paula.

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Rio Reiser – Mein Name ist Mensch

Heute ist der 10. Januar 2010, und das bedeutet ich bin einen Tag zu spät, für eine kleine Blog ehrung von Rio Reiser. Macht nichts.

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Gestern vor 60 Jahren ist Rio Reiser geboren, was bedeutet, dass der viel zu früh Verstorbene Ralph Christian Möbius am gestrigen Tag 60 Jahre alt geworden wäre. Dieses ist auch der Grund, warum Rio Reiser auf einem Male wieder in aller Munde ist.

Auch wenn ich ihn nie live sehen konnte, so war ich seit jeher ein Fan, nenne mehrere gekaufte Platten von Rio Reiser und eine von Ton Steine Scherben mein eigen und komme nicht umhin, ein wenig umhin, meinen gewählten Wohnsitz Berlin-Kreuzberg in einem politischen Licht zu sehen, dessen Ruf Rio Reiser sicher einen Großteil mitgeprägt hat.

Als schwuler Künstler war er mir nie so wirklich im Gedächtnis, eher allerdings, weil ich es nicht wichtig fand. Was es sicherlich war, wie ich im Moment sehen kann, denn sein Name ist in Berlins schwuler Kulturszene derzeit aus den Fluten der Versenkung aufgetaucht.

So steht der Teddy Ward 2010 nicht umsonst unter dem Zeichen “Mein Name ist Mensch”, denn damit wird Rio Reiser geehrt und zur Gala wird “erstmalig die Band Ton Steine Scherben ohne ihren Frontmann auf der Bühne stehen.” Zwar meine ich, das hätten sie vor einigen Jahren zum Myfest in Kreuzberg schon einmal, trotzdem ist es eine tolle Geste der Teddy Award Macher und der Band.

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Als wenn das nicht genug wäre, findet derzeit im schwulen Museum Berlin die Ausstellung “Rio Reiser: Allein unter Heteros” statt, die ebenfalls an ihn erinnern soll.

Ich bin mir nicht sicher, aber nach alldem, was ich so las, könnte ich mir vorstellen, dass diese Ehrungen ihn vielelicht eher überfordern würden als ihn freuen, aber man wird es ja nicht mehr feststellen, insofern. Feiert ihn.

Schade, live werde ich ihn nie zu gesicht bekommen, aber die CD Live in der Seelenbinder Halle ist wohl mit das beste, was die deutsche Musikgeschichte hervorgebracht hat. Und wer dennoch Rio Reiser mal live sehen möchte, der kommt nie so nah dran, als wenn Selig Frontmann Jan Plewka Rio Reiser singt.