Artikel 3 GG – was steht denn nun drin?

Flotter dreier fürs Grundgesetz…. Und was bedeutet des nun?

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er war der erste, der wusste, was der Art. 3 GG aussagt.

Man liest und hört es jedes Jahr und es sind immer die gleichen Meinungen.

Die CSDs sind vollkommene Fun-Veranstaltungen geworden, es geht nur um Party, es hat keinen politischen Charakter mehr und überhaupt die Medien knipsen immer nur die Freaks und die Transen, die sowieso der politschen Sache extrem abdienlich sind.

Tja, die Paraden sollen politischer werden und meiner meinung nach war der Hamburger Christopher Street Day tatsächlich politischer, als man es von anderen kennt. Man sah Plakate und Botschaften überall und der Slogan „Flotter Dreier fürs Grundgesetz“ war ebenfalls überall zu lesen…. Aber was bedeutet das nun genau? Was hat es denn mit diesem Slogan so auf sich?

Okay, ich habe mich da informiert, was der CSD Hamburg so proklamiert: Es geht um den Artikel 3 des Grundgesetzes, der folgendes aussagt:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Es geht also um den Gleichheitsgrundasatz und der Artikel 3 Absatz 3 soll eben auf sexuelle Neigungen bzw. Identitäten ausgeweitet werden…. Dieses erzählte mir das Internet.

Doch wen sollte man fragen, wenn man es eben nicht weiss? Politiker oder vielleicht doch lieber die Transen???

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Es gab leider keine Chance Herrn von Beust zu fragen

Nun ich fragte ersteinmal beim ersten politischen Truck nach, worum es denn beim Slogan „Flotter dreier fürs Grundgesetz“ geht. …Ich habe da natürlich nicht erwartet, dass man mir den gesamten Artikel 3 runterbetet, aber die Worte „Gleichheitsgrundsatz sowie Diskriminierungsverbote“ hätte ich schon erwartet, zumal dort sogar Flyer mit der Überschrift “ gleiche Rechte  für gleiche Liebe verteilt wurden…
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nett war er, aber er hatte leider keine Ahnung

Die erste Person im Bannkreis des Politik-Trucks, die ich fragte, konnte mir leider garnicht erklären, was es mit diesem Slogan auf sich hatte (6 setzen), also zog ich weiter zum nächsten Flyer-Verteiler. Er wusste etwas mehr, nämlich, dass die Schwulen und Lesben in den Artikel drei mit aufgenommen werden sollen. Als ich ihn dann allerdings fragte, was der denn überhaupt aussagen würde, erwischte ich ihn auf dem falschen Fuß und er musste zugeben, dass er keinerlei Ahnung habe und überhaupt sei er noch nicht so lange in der Partei… (Mut zur Lücke aufgedeckt 4-) ..

Doch immerhin zeigte er mir einen Menschen, der es wissen müsste. Und… Er wusste es. Es ginge dort um den Gleichheitsgrundsatz, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich seien, er konnte mir von den Diskriminierungsverboten berichten und erzählen, wie er erweitert werden sollte. (sehr gut. 1)

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leider vergaß ich, Claudia Roth zu fragen

Kaum erstaunlich ist übrigens, dass sich hierbei sowohl die Schwusos als auch die Grünen nicht mit Ruhm bekleckerten – und ganz sicher hätten dieses auch die CDU’ler, oder FDPer sowie die Linken nicht.

Ich fand genau einen Grünen und einen Schwuso, die sich beide deutlich für ihre Mitstreier schämten.

Und um diesem Artikel einen weiteren Sinn zu geben fand ich selbstverständlich (ausser mir, die es ja im Internet recherchierte) eine Drag, die es ebenso wusste. Tatjana Taft hatte sich informiert und glänzte mit politischem Wissen.

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Tatjana Taft hatte sich gut vorbereitet.

Dann hätten wir zwei wissende Politiker und zwei wissende Drags. Unentschieden….!

Ole von Beust ist Schirmherr des CSD

Na schau einmal. Ole von Beust hat dieses Jahr tatsächlich die Schirmherrschaft des CSD Hamburg übernommen.

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Viele Jahre hat es gedauert und immerwar Ole von Beust am CSD Tag verschwunden und alle – vorwiegend allerdings die politische Konkurrenz – fragte sich immer: „und wo ist Ole?“. Nun finde ich ja generell, dass es eine Privatsache ist, ob man den CSD besucht oder nicht und dass mann auch als Homosexueller Bürgermeister nicht verpflichtet ist dort aufzutauchen, aber schön finde ich es trotzdem, dass er sich im neunten Jahr als Bürgermeister in Hamburg nun endlich überreden lassen hat, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Noch besser finde ich, dass dieses offensichtlich nicht irgendwelchen wahlkampftechnischen Kalkülen entsprungen ist, denn er ist ja noch bis 2012 als Bürgermeister bestätigt…

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Nachdem also im vergangenen Jahr erstmalig die Regenbogenflagge am Rathaus gehisst wurde, wird Ole von Beust diesesJahr also hochoffiziell Schirmherr un dals dieser auch hochoffiziell am CSD Hamburg teilnehmen.

Find ich gut.

Politische Dragqueens

So schnell kann es gehen.

gestern noch adelte ich :Gloria Viagra: als die Politischte Drag Queen in Berlin und schon heute muss ich diese Einschätzung widerrufen.

Mehrere geheime Informanten haben mir nämlich heute folgendes brisantes Material zugespielt, dass eindeutig zeigt, dass in diversen wichtigen Ämtern politische Drag Queens am Hebel sind. Sowohl im Bundesrat, oder im Roten Rathaus und selbst auf Ministerebene haben politische Drag Queens still und heimlich führende Positionen eingenommen.

Wenn man sich das so anschaut, dann kann man fast von einer dragqueenisierung der deutschen Politik sprechen…

Natürlich gibt es dabei Politiker, bei denen das eher zu erwarten war, aber eben auch welche, bei denen ich damit beim besten Willen nicht gerechnet hätte. Zu ersterer Garde gehören hier natürlich eindeutig die beiden Bürgermeister unserer beiden größten Städte. Ole von Beust und Klaus Wowereit. Beide schon seit geraumer Zeit als schwul geoutet und es interessiert niemanden. Nun können sie langsam den nächsten Schritt gehen.

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Während sich Ole zurückhaltend hanseatisch gibt, zeigt uns Wowi SEINE Farbe. Rot. …. Und wenn ich jetzt so richtig nachdenke… Auf dem CSD in Hamburg haben ja alle geschimpft, dass Ole nicht da war. Wer weiss es, vielleicht ist er ja gar
mitgelaufen, aber niemand hat ihn erkannt…

Aber neben diesen beiden, mir persönlich sehr sympathischen Polit-Transen, gibt es noch Personen, deren Politik meines achtens wohl eher darin besteht, abzulenken, dass auch sie ein weiches Herz haben. Vielleicht müssen diese beiden Polit-Transen sich auch einfach noch selber über sich bewusst werden. Wenn ich mir die Bilder so ansehe, sind sie sicher noch ziemlich am Anfang ihres Weges.

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Ich denke, da geht noch einiges. Vielleicht sollten sie einfach einmal eine gute Visagistin an sich ranlassen und wer weiss, vielleicht sehen wir ja alle vier einträglich auf dem nächsten Berliner CSD. Das wäre doch etwas.

Wahl in Hamburg

Hamburg Wahl 2008

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auch wenn Politik, noch dazu Hamburger Politik hier vermutlich niemanden interessiert, muss ich mich mal zu meinem Problem mit der Hamburger Wahl äussern.

Auch wenn deutsche Wahlen ja zum Glück frei und geheim sind, ist es kein Problem für mich, zu erklären, wie ich wählen werde – und vor allem warum ich so wählen werde – oder letztdendlich warum ich vielleicht doch nicht so wählen würde.

Nun ist in knapp drei Wochen die Hamburg Wahl und ich werde wohl zum letzten Mal in Hamburg wählen dürfen. Nun ist Hamburg ja meine Heimatstadt und ich werde ihr immer verbandelt bleiben, also werde ich dort auch wählen und in drei Wochen mal wieder nach Hamburg fahren.

Nun ist Hamburg ja seit jeher ein eher links wählendes Bundesland, leider ist dieses aber eher Vergangenheit, denn seit Ole von Beust mit seiner CDU im Hamburger Rathaus sitzt, schaut es schwierig aus in Hamburg für alles, was links der CDU steht.

Für mich bedeutet das irgendwie ein Problem.

Fakt I:
Generell finde ich es besser, wenn die SPD den Hamburger Bürgermeister stellt. Der CDU gegenüber ist das ein großer Schritt nach vorne.

Fakt II:
Die SPD schafft das alleine nicht.

Fakt III
Ich bin seitjeher in Hamburg „Grün“ Wähler, weiss aber, dass es die SPD zusammen auch mit den Grünen nicht schafft, mehr Stimmen zu vereinen als Schwarz Gelb.

Das Zünglein an der Waage ist also die Linke… Nun finde ich ja generell oskars und Gregors Linke tendenziell unwählbar, aber nur wenn die in den Hamburger Senat kommen, habt schwarz/Gelb keine Mehrheit…

Ich muss also wie folgt wählen:

Links!
Damit die Linke über die 5% Hürde kommt, und Schwarz Gelb keine Mehrheit hat. Nur so ist es möglich, dass am ende eine Politik näher Links herausspringt als die letzten Jahre. Ohne diese Option hätte alle weiteren Überlegungen keinen Zweck.

SPD!
Damit, sollte die Linke in den Senat kommen, und eine große Koalition herausspringt, wenigstens die SPD eine möglicht hohe Verhandlungsmacht hat.

Grün!
Damit, sollte die Linke ins Rathaus kommen und am Ende eine Ampelkoalition herausspringen, die Seite rechts der SPD weniger Gewicht als die Seite links der SPD hat

Ich muss also bei einer Stimme gleich drei Stimmen verteilen. Schwierig dieses Taktische Wählen…

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Vielleicht werde ich mich aber auch einfach durch den Wahl-O-Mat leiten lassen, der mich als SPD-Wähler sieht. Siehe da, ich stehe der SPD näher als der GAL und der FDP näher als der CDU? Wer hätte das gedacht… Ich nicht

…zumindest muss ich nicht auch noch aus Prinzip Olivia Jones eine Stimme geben, denn sie hat ihre Kandidatur zurückgezogen, als sie gemerkt hat, dass sie vor allem dadurch den Grünen Stimmen klaut. Das wollte sie dann doch nicht…