Silvester als Zoe in Hamburg

Was tut man, wenn man weiss, dass millionen Touristen die Hauptstadt stürmen und dort Silvester feiern wollen? Er flüchtet.

Für mich hiess dieses, dass ich in Hamburg mit Freunden Silvester feiern wollte. Noch in Berlin am Nachmittag chattete ich mit Nina Petite, dass ich in Hamburg feiern würde. Und sie fragte: „Als Zoe?“ – „…. Nein, obwohl ich eigentlich Lust hätte“

So habe ich ein gesamtes Outfit in meine Reisetasche gepackt und habe mich gegen 17:30 auf den Weg nach Hamburg gemacht. Während also bei nahezu jeder Ortschaft an der Autobahn Silvesterraketen in die Höhe stiegen, fuhr ich auf einer fast vollständig leeren Autobahn in kürzester Zeit nach Hamburg.

Dabei hörte ich so weit es ging „15 Jahre Soundgarden“ auf Radio Fritz. Eine Show mit den „subjektiv“ besten Rocksongs der letzten 15 Jahre. Nun der Typ am Mikro hatte eine komische Auswahl aber irgendwann spielte er einen Song von wemauchimmer, in dem der Refrain „Drugs don’t work“ vorkam.. das ganze hörte sich aber nach „Drags don’t walk“ an… Warum eigentlich nicht.

Das war der letzte Ausschlag, der mich dazu bewogen hat, tatsächlich als Zoe loszuziehen – ausserdem wollte ich danach noch zu :Valery Pearl: auf die Party und dann konnte ich mich lieber direkt aufbrezeln und nicht mitten in der Nacht.

Blaues Pailettenkleid, Glitzerwimpern, High Heels. Für Silvester aufgebretzelt und möglichst perfekt musste das aussehen, denn die Meinung von Personen, die mich bereits mein halbes Leben kennen, war mir wichtig.

Die meisten wussten, schon was ich so treibe. Einigen hab ich es erzählt bis zu den anderen ist es natürlich auch durchgedrungen. Aber nur zwei meiner Freunde und Bekannten haben mich tatsächlich auch schon mal gesehen… Drum war es durchaus einmal an der Zeit, dem Kopfkino auch ein reales Bild entgegenzusetzen… Man kennt dieses Kopfkino ja und es dürfte selten das sein, was man tatsächlich darstellt.

…Natürlich war man sehr verwundert, als ich kam aber was soll ich sagen, alles okay. Die Reaktion ist wohl mit zwei Worten zu beschreiben: „Geile Beine“ 🙂

Nein, die Reaktion war durchwegs positiv und ich hatte erwartungsgemäß viel zu erzählen.

Damit wissen nun glaube ich alle Personen, die ich wichtig finde davon und mein Outing dürfte damit zu Silvester 2007 abgeschlossen sein 😉

Damit steht einem Partyreichen Jahr 2008 wenig im Wege. Für mich bedeutete dieses Abschied gegen drei Uhr in Richtung Reeperbahn zur Pearls of the Night Extended.

Nachtrag: Für mich war das Silvesterfeiern als Zoe eher aus einer Laune heraus, als ein wirkliches Bedürfnis, aber das Neomi erstmalig als Frau mit ihren Eltern feiern konnte, hat mich wirklich gefreut. Glückwunsch dazu Neomi.

feuerwerk.jpg

und wieder einer mehr

Wenn alle das tun würden, was ich ihnen sage, wäre das Leben doch klasse.

Gerade hat sich ein Ex-Kollege von mir auf Skype gemeldet, der meinen kleinen Hinweis in meinem About me… gefunden und danach gehandelt hat:

Wie schrieb ich da noch?

Sorry.
Achja nochetwas:
Wenn Du meinst, mich erkannt zu haben, dann darfst Du mich gerne in einem ruhigen Augenblick drauf ansprechen oder es bitte für Dich behalten.

mw.gif[18:46:24] MW : Hallo H.
[18:46:31] H. : hallo
[18:46:38] MW : Mal kurz Zeit?
[18:46:47] H. : jepp
[18:46:55] H. : was kann ich für dich tun?
[18:46:57] MW : Und zwar hab ich da was über dich gefunden 😛
[18:47:16] H. : na, lass sehen
[18:47:21] MW : „zoe“?
[18:47:30] H. : 🙂
[18:47:30] MW : Sorry, aber du schreibst da, sprich mich drauf an 😛
[18:47:41] H. : okay, jepp, das bin ich
[18:47:45] MW : Okay.
[18:47:46] MW : Respekt..
[18:47:49] MW : Aber ein Tip:
[18:47:51] H. : danke
[18:47:54] MW : Die Domain ist auf deinen Namen registriert..
[18:48:05] MW : Jemand schaut bei der Denic nach, und er weiß definitiv, das du es bist 😉
[18:48:26] H. : ja, aber das macht mir heutzutage wenig, ich bin ziemlich öffentlich
[18:48:32] MW : Sieht man 🙂
[18:48:35] H. : wie hast du es denn gefunden
[18:48:43] MW : Du hast zwei User bei Q. [eine Internetcommunity]?
[18:48:53] H. : jepp
[18:48:58] H. : h. und eben
[18:49:00] H. : zoe
[18:49:01] MW : Also ich hatte diesen User gesehen..
[18:49:08] MW : Und blöd geschaut 😛
[18:49:19] H. : sofort erkannt?
[18:49:23] MW : Nein..
[18:49:29] MW : Ich hab erst gedacht, nagut, sowas gibts halt auch..
[18:49:51] MW : Und dann hab ichs wieder vergessen, dann durch Zufall einfach ’n Domain Whois auf „zoe“ Domains gemacht..
[18:50:01] MW : Und dann hab ich auch ein Whois auf deine Domain gemacht..
[18:50:06] MW : Und dann hab ich echt blöd aus der Wäsche geschaut..
[18:50:08] H. : wie wahr wie wahr
[18:50:12] MW : Ich mein, das hätte niemand erwartet 😉
[18:50:24] H. : ach es haben eigentlich ziemlich viele gewusst
[18:50:58] MW : Ich gehörte bis vor dieser „Entdeckung“ nicht dazu;)
[18:51:00] H. : [diverse Namen] und seite dem Tag meiner Kündigung auch [mein ex Chef]
[18:51:18] MW : wie hat er davon wind bekommen??
[18:51:32] MW : ich nehme an, mit den anderen wirst du mal wo unterwegs gewesen sein…?
[18:51:43] H. : Ich habe ihm erzählt, warum ich Kündige
[18:51:51] MW : Nee oder? 😉
[18:51:54] MW : Deshalb Berlin??
[18:51:56] H. : und es ist halt zum großen Teil die berliner Dragszene
[18:52:05] MW : Okay 😉
[18:52:18] MW : Find ich gut.
… uswusf …

Es gab mal Zeiten, da hätte mich so ein Chat beunruhigt… 🙂

Mensch Ute!

Es gibt da eine Person, eine liebe ehemalige Kollegin, die einfach jeden und jede kennt, zumindest jede Person, die das Internet nicht nur aus Erzählungen kennt. Ute.

ute.jpg

Nun kennt Ute seit einiger Zeit meine zweite Person, denn es gab Zoe auch als Mitglied der Webcommunity, bei der ich eine ganze Weile arbeitete. Ute nahm meinen letzten Arbeitstag nach meiner eigenen Kündigung zum Anlass, Zoe im Newsletter zu besprechen und durchscheinen zu lassen, dass sie mich auch persönlich kennt. Dieses sahen auch die Jungs von der Konkurrenz in Berlin, wo ich ebenfalls nach einem beleidigten Blogbeitrag Zugang gewährt bekam.Ob diese nun betriebsspionage vermuteten oder irgendwas anderes, dass weiss ich nicht, aber sie stellten Ute zur rede, wer denn nun Zoe sei. Und die gute plapperte. Nichts kann man anderen erzählen ohne, dass es nicht weitergegeben wird. Ich hoffe nicht, dass es in Kürze das ganze berliner Internetbusiness weiss.
Hauptsache Ute schickt das nicht an ihren gesamten Verteiler, denn sie kennt wie gesagt JEDE und Jeden.

Was für ein Glück, dass mich Outings so garnicht mehr interessieren.

Outing?

Ein tatsächliches Outing gab es nicht, aber meiner Mutter hatte ich schon über längere Zeit immer mal wieder Hinweise gegeben, was ich so treibe. Nur eben nicht, was ich so GENAU treibe.

Soll heißen, sie wusste sicher, dass ich gerne mal Frauenkleider trage, aber nicht warum, ob ich damit rausgehe und was generell dahintersteckt. Das ich allerdings deutschlandweit rumreise ist ihr nicht entgangen und dass dieses nicht daran liegt, dass man in Hamburg keine Party besuchen kann dürfte ihr auch nicht entgangen sein. Ebenso wusste sie, dass ich an Karneval auf eine dementsprechende Party nach Nürnberg fahren werde.

Auch war sie mal bei mir und am großen Kerzenleuchter hingen zwei Perücken, die sie nur mit „Ah Perücken…“ betitelte…. sonst nichts.

Nun ist es so, dass ich am Wochenende kurzfristig auf eine Faschingsparty in meinem Heimatort gehen werde und nichts anzuziehen habe.

Gestern besuchte ich mal wieder meine Mom, um etwas an Ihrem Computer zu installieren und sagte auch, dass ich auf ebendiese Faschingsparty gehen werde und nicht weiß, was ich übermorgen (nun natürlich morgen) dort anziehen werde.

Auf Ihre Frage, was denn mit dem Outfit für die Faschingsparty in Nürnberg sei konnte ich leider nur sagen, dass könne ich dort nicht anziehen (abghesehen davon, dass mein favorisiertes Kostüm nicht mehr vollständig im Laden vorhanden ist….)

Nun, da ich gerade dabei war plauderte ich aus dem Nähkästchen, was für eine Party das in Nürnberg sei, wo ich mich sonst noch so rumtreibe und wer so davon wisse, vielleicht wisse oder nicht wisse.

Und da ich seit einiger Zeit extra für diesen Zweck echte Bilder von mir im Auto habe, zeigte ich ihr diese gleich bei diesem Zweck.

ziemlich kurz und ziemlich unkompliziert.

(sie hatte wohl auch schon ziemlich lange Zeit, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten 😉 )

Mein Vater muss davon aber trotzdem nichts wissen.

btw. zum Fasching gehe ich jetzt vielleicht als Engel – als männlicher allerdings. Immerhin habe ich ja noch ein Paar Flügel

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