Per Navigationsgerät durch Berlin

Nun bin ich ja nicht unbedingt bekannt dafür, immer auf dem wirklich schnellsten Weg mein Ziel zu finden. Genaugenommen verfahre ich mich oft und gerne – und Stadtpläne vergesse ich generell zu hause.

Das Gipfelte darin, dass ich statt 360 Kilometern nach Recklinghausen einmal knapp 860 Kilometer gebraucht habe, mir bestimmt schon drei Berlin Stadtpläne gekauft habeund ich in allen Berliner Internetcafes mit dem Vornamen angesprochen werde und mir Google Local dort voreingestellt ist.

Neulich habe ich es geschafft innerhalb von Berlin 63 Minuten von einem Punkt zum nächten zu brauchen, um dann in knapp 20 Minuten wieder nach hause zu finden. 43 Minuten Umweg….

Das alles hat ein Ende, denn ich bin seit kurzem glückliche Besitzerin eines Packard Bell Navigationsgerätes.

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…Nun muss ich nur wissen, wo ich überhaupt hinwill – und wie die Strasse heisst… Da ich das allerdings in den meisten Fällen nicht weiss. sitze ich doch wieder im Internetcafe…. Na danke.Achja, und ich habe schon festgestellt, dass der kürzeste Weg manchmal genz schön nerviger ist, als der schnellste Weg.

Aber immerhin komme ich danach schneller zum Ziel 🙂

Mietwagen

Bremen – Batterieanzeige – Bullshit

Marie-Joanas Aussage am nächsten Tag war eindeutig richtig.

Könnt Ihr nicht einmal einfach nur so anreisen?

… Scheiße, sie hat einfach recht. Aber der Reihe nach. Es war klar, dass auch in diesem Jahr wieder die Jahresabschlußfeier im Cafe Scandal angesagt war – und wir (Annabelle und ich) uns die natürlich nicht entgehen lassen konnten. Irgenwann vor einem Monat oder so erfuhr ich also, dass ich dort hinfahre und erfuhr gleichzeitig auch wo ich denn schlafen würde. Widerspruch war hierbei ziemlich zwecklos und wäre nicht gerne gesehen worden.

Okay okay. Es sollte also bbereits einen Tag vorher losgehen um bei Petra und Bine zu nächtigen und ein paar Fotos zu schießen. Alles kein Problem. Da Annabelle aber meinte, ihren Wagen gegen einen Pfeiler setzen zu müssen, sollte ich fahren.

No Problem, ich habe ja noch zwei Tage TÜV bis mich ebender von meinem Zoe-Mobil trennen sollte und seit dem Erlebnis in Berlin hat es sich ordentlich verhalten. Gibt es also noch eine Abschlussfahrt nach Recklinghausen.

Bine hatte ich noch gesagt, dass alles kein Problem sei, ich hätte Annabelle im Auto und die hätte ein Navi, es gäbe also kein Problem und wie damals verfahren würden wir uns auch nicht.

Ich hatte morgens bereits Lust, mich zu dressen, also fertiggemacht, Annabelle als Kerl eingeladen und die Typen auf der Tankstelle verwirrt. (Laut Annabelle klebten die an der Scheibe… ich merkte nur, dass beim Zahlen doch diverse Personen dort rumstrolchten…) Egal. Reifendruck getestet und ab auf die Autobahn, damit wir knapp vor 18:00 noch den Recklinghausener Deichmann aufsuchen konnten…

Ganz so einfach war es dann aber leider doch nicht, denn ein Paar Meter vor Bremen leuchtete auf einmal eine Lampe auf, die ich bisdato nicht kannte.

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Annabelle klärte mich auf, dass dieses die Batterieleuchte sei und ab jetzt die Batterie nicht mehr geladen würde. Zum fahren sei das egal, aber Radio, Lüftung, Scheibenwischer und vor allem Licht würden nur noch so lange brennen, wie die Batterie etwa Strom hätte. Vielleicht also 40 Minuten. Da mein Radio eh schon vor zwei Wochen den Geist aufgegeben hat, wäre das egal, aber ohne Licht wäre blöde, zumal es langsam begann zu dämmern. Nach Rücksprache mit Autosachverständiger Petra gäbe es nun drei Möglichkeiten:

1) Weiterfahren wie bisher, bis das Licht ausginge und vom ADAC zur nächsten Reparaturwerkstatt geschleppt werden.
2) Zurückfahren wie bisher, bis das Licht ausginge und vom ADAC zur nächsten Reparaturwerkstatt geschleppt werden.
3) Ohne Licht, Lüftung, Scheibenwischer zurückzufahren, mit dem letzten Sonnenstrahl das Licht anmachen, beten und hoffen noch anzukommen, ohne von der polizei wegen Lichtmangels angehalten zu werden.

Ich entschied mich für Nummer drei, da ich kein Bock hatte, einem Todgeweihten Auto noch eine Reparatur zu verpassen und / oder als Transe irgendwo zwischen Hamburg und Recklinghausen verweilen zu müssen.

Also fuhren wir ohne Licht mit so wenig Scheibenwischereinsatz wie irgendmöglich und mit offenen Fenstern da Gebläsefrei durch die einsetzende Dämmerung, immer begleitet von gehupe und Anblinkerei, weil man ja so langsam mal hätte Licht einschalten können…. So die Meinung der anderen Autofahrer. Knapp 25 Kilometer vor Hamburg war es dann tatsächlich nötig. „Licht an“ und weiter gasgeben, jede Minute ist wichtig. Fanden wir, der Stau, in den wir dann kamen sah das anders….

Egal, wir kamen tatsächlich bei mir an – und was machen wir Idioten?

Die nächstbeste Autovermietung anrufen und uns einen Mietwagen bestellen um damit etwa eine Stunde später wieder auf der Bahn zu sein und den Weg nach Recklinghausen in Angriff zu nehmen.

Transen macht blöd

Knapp 22:00, knapp acht Stunden nach Aufbruch kamen wir also in Recklinghausen an.

Das war nun wohl endlich das letzte Kapitel meines Zoe-Mobils, dass mich knapp 155.000 Kilometer und etwa 10 Jahre begleitet hat. schnief

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Ich war jung und brauchte das Geld

Was tut Transe, wenn ein Happening irgendwo in Deutschland ansteht, der geldbeutel allerdings gähnende Leere aufzeigt.

Nichts!

Man verlässt sich darauf, daß sich schon alles zum Guten ändern wird. Man darf sich einfach nicht zu viele Gedanken machen, dann regelt sich alles von alleine. Neulich fragte mich ein Freund

Er: Bist du am xx.xx. dabei?
Ich: was weiß denn ich, das ist ja noch ewig hin:
Er: Wie planst Du eigentlich Dein Leben
Ich: So wenig wie irgend möglich.

Duesseldorf

Generell finde ich es völlig ausreichend, daß meine Woche mit fünf Arbeitstagen von 9:00-18:00 fest verplant ist, warum soll ich dann auch noch andere Tage und Uhrzeiten verplanen. Ebenso ging ich auch mit dem Wandertag um, den Diane in Düsseldorf plante. Möglichst unbestimmt bleiben, lieber den leeren Geldbeutel schonen und in Hamburg bleiben war die Devise, die anstand.

Doch wie gesagt. Positiv bleiben und sich das Leben entwickeln lassen. So fragte mich ein Freund, zwei Tage vor Freitag, ob ich aushelfen könne. Ein weiterer Freund von mir und er seien auf einer Hochzeit als DJ gebucht, er sei nun aber leider alleine.

a) wäre das langweilig und
b) wäre es etwas viel Equipment, dass zu verladen, auf und abzubauen wäre.

Die Hälfte der 400 € seien mein….
200 € ???? 🙂 ich bin dabei
Düsseldorf ich komme.

Donnerstag Abend eben noch bei Petra und Bine angefragt ob ich vielleicht dort nächtigen könnte, und da die ganze Geschichte ja ziemlich ungeplant war, lieber auch noch bei Diane angefragt, ob ich zur Not vielleicht auch bei Ihr neben Elle, Rosanze und der bleu den Kuh nächtigen könnte und dann auf zum Aufbauen.

Diese Veranstaltung war Prostitution erster Kajüte. Ich machte es wegen dem Geld und mein Bekannter ebenfalls. Die Hochzeitsgesellschaft bestand aus genau 30 Personen (incl Brautpaar und Brauteltern). Die Braut war 20 und ein Keks, der Bräutigam Ägypter und gerade zur Hochzeit hereingelassen, das Brautpaar wollte Montag gemeinsam nach Ägypten zurück, um dort zu leben und der Brautvater war höher bedient, als das letzte Oder-Hochwasser.

Alles in allem war die Stimmung grenzenbodenlos. Egal, was wir spielten, die Stimmung wurde nicht besser. Hatten wir gerade einige Leute auf der Tanzfläche, so waren sie auch sofort wieder weg. es war grausam.

Witzig war auch der Kerl, der meinte ob wir Rammstein „Du hast“ spielen würden…. Und dann sang er laut:

Willst du bis der Tod euch scheide
Treu sein für alle Tage
NEIN… Nein!!

Sicherlich in der Sache richtig, aber für eine Hochzeit vielleicht doch nicht das Wahre.

Ebenso verkniffen wir uns beispielsweise
Eurythmics – Love is a Stranger
Pat Benatar – Love is a Battlefield
und noch einige andere Songs, die uns auffielen

Egal, letztendlich gab es 200 € für jeden von uns beiden und zu Abend hatten wir auch gegessen. Wie gesagt, ich war jung und brauchte das Geld. Vor 4 war ich aber nicht im Bett, checkte jedoch vorher noch Die Mail.

Super Bett bei Petra geht klar !

Apropo Bett ab ins Bett

Äm nächsten Morgen klingelte um 10 der Wecker, dann um 11 und dann um 12 um danach so gegen 13:00 in meinen Mails folgenden Satz zu lesen:

Und versuche ein wenig früher da zu sein , da wir so gegen 16:00 bei Sammy aufschlagen wollten .
Zu spät da sein, wird nicht mit Beifall bedacht, sonde
rn wir verpassen den Abmarsch, und somit unser Publikum .
LG Petra

zu dem Zeitpunkt knapp 13:00 war ich ca 4 Stunden von Recklinghausen entfernt gerade mal eben geduscht, hatte jedoch weder gepackt noch irgendetwas gegessen. Und wer mich kennt, weiß, daß der Weg Hamburg Recklinghausen auch mal fast 9 Stunden dauern kann.

Ich schmiss also, ohne mich um meine Trannycheckliste zu kümmern mehr oder weniger wahllos Klamotten in meine Reisetasche und machte mich auf den Weg.

Na und! Fahre ich halt etwas schneller, dachte ich und bog auf die Autobahn direkt in einen Stau. Nachdem ich dann in etwa einer halben Stunde ca 5 Meter weiter war, rief ich lieber Petra an und meldete mich ab, um direkt nach Nürnberg zu fahren und zu hoffen, daß das Bettangebot bei Diane noch stand….

Das gute ich ja, daß man sich auf dem Weg HH-Düsseldorf kaum verfahren kann, aber das dachte ich auch mal vom Weg HH-Recklinghausen – und da hat es ja auch super geklappt. Aus diesem Grunde fahre ich zwar ohne Navigationsgerät und ohne Karte, jedoch mit großer Skepzis. Ich war eigentlich erst sicher, daß ich richtig bin, als Düsseldorf an der Autobahn stand.

bzw. warum wird Dortmund 209 Kilometer vor Dortmund angeschrieben, Köln, 145 und Düsseldorf erst 88 Kilometer vor Düsseldorf? Als 100 Kilometer vor Düsseldorf noch immer nichts dranstand war ich 100%ig sicher ich sei falsch und wäre fast umgedreht…. Ein Glück tat ich es nicht, sonst wäre ich noch später erschienen – und es war schon spät genug als ich im Cafe Scandal aufschlug.

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Hey, warum sind so viele Transen schon da, ich dachte, das wird eine Abendveranstaltung… Ich irrte mich, und man zeigte mir das zimmer, in dem ich mich fertigmachen sollte. Von schnell schnell war da übrigens keine Rede 😉

…mehr bei Einsam und Verlassen in Düsseldorf

 

passende Beiträge:
06.09.2006 – Einsam und verlassen in Düsseldorf
30.01.2006 – Hamburg Recklinghausen in ca 9 Stunden
13.01.2006 – Harvey Wallbanger im Cafe Scandal
04.01.2006 – Jahresausklangsparty im Cafe Scandal

 

Transen inkognito

Mit ein Paar neuen Schuhen bewaffnet und mit viel zu wenig Zeit, bis ich Annabelle treffen wollte, kam ich also nach Hause. Mit diesen neuen Schuhen mußte ich natürlich mein Fashionplan über den Haufen werfen und nun ganz fix packen. (Keine Frage, neue Schuhe wollen getragen werden – und braune Schuhe passen nun einmal nicht zu meinem bisherigen Plan…)
Wieder einmal hat mir dabei meine Tranny-auf-Reisen-Checkliste geholfen. Das wohl beste, was ich je zu Papier gebracht habe. (Mal abgesehen von einem Märchen für eine verflossene Freundin).

Da man mich mit den Worten

wir machen Freitag noch Fotos bei Petra, also nimm ein paar Outfits mit

gelockt hat, war meine Tasche über alle maßen gefüllt (und eine weitere, weitaus kleinere ebenso). Nur das geladene Handy konnte ich mangels geladenem Handy leider nicht einpacken. Egal, ich war ja für 17:00 deutlich bei Burgerking mit Annabelle verabredet. Und war mir sogar ziemlich sicher, welche Filiale sie meinte.

Gerade mal etwa 15 vor 5 bin ich losgekommen und punkt 17:00 kam ich am Burkerking an. Leider allerdings auf der Falschen Seite einer durchgezogenen Linie. Gerade kam kein Auto also überquerte ich sie und fuhr auf den Parkplatz. Wärend ich ausstieg fuhr ein weiß grüner Wagen auf den Parkplatz und stellte sich genau neben mich….

Scheiße dachte ich, ertappt. Ich blieb also stehen und erwartete ein teures Gespräch. Doch offensichtlich hatten die beiden Beamten nichts mitbekommen. Ich wünschte einen netten „guten Tag“ und folgte den Beamten in den Burkerking.

Die beiden bemerkten an meiner Reaktion, daß irgendetwas war – nur WAS genau wußten sie nicht.
Puuuh Glück gehabt 🙂

Okay, wo treibt sich Annabelle rum? Hmmm scheinbar nirgends. Es wurde 5 nach, es wurde 10 nach und es wurde viertel nach….. Ohne daß Annabelle erschien. Ich hätte sie ja gerne angerufen, aber wie oben schon erwähnt hatte ich nur ein Handy mit leerem Akku. Dumm.

Hmmm meinte sie vielleicht den McDonalds einen halben Kilometer weiter…. Muß wohl so sein, also los und schauen ob sie da ist.

….Sie war nicht da.

also wieder zurück. (Diesmal allerdings nicht über die durchgezogene Linie….) Glücklicherweise stand Herr Annabelle nun dort. Schnell noch etwas gegessen und los.

Statt knappen neun Stunden, wie das letzte Mal brauchten wir heute nur etwas über drei Stunden nach Recklinghausen. (diesmal auch ohne Anhalter)

Da Frau und Kinder aus dem Haus waren und wir alle genügend Klamotten dabei hatten, hätten wir ein richtig gutes Fotoshooting machen können, aber weder Petra, noch Annabelle, noch ich selber und auch Sammy, die sich unrasiert einfand hatten keine Lust.

Stattdessen wurden einige Biere getrunken und sich über die verschiedenen Bundeswehrzeiten unterhalten. Leute, die uns nicht kennen, hätten an diesem Abend niemals geahnt, daß dort 4 Transen saßen und sich über Panzer, Kradfahrer und echte/unechte Munition während der Bundeswehrzeit unterhielten.

Für 4 Transen dürfte dieses der einzig wahre Panzer sein. 😉

Irgendwie gibt es extrem viele Transen, die gedient oder sich gar verpflichtet haben. Ich ungediente Partytranse scheine mir da fast aussätzig. Das einzige was ich beisteuern konnte, war meine Geschichte, wie ich (mit festem Ziviplatz) dann doch T5 bemustert wurde und weder beim Bund noch beim Zivi war… komisch.

Übrigens, auch Sammy sieht unrasiert und ungedresst genauso unweiblich aus, wie wir alle 😉

Sammy in der Mitte
Marie-Joana, Sammy und ich auf einer früheren Party

 

passende Beiträge:
2006.02.28. – Mercedeh Schuhkauf
2006.01.30 – das letzte Mal
2005.12.31. – Tranny-auf-Reisen-Checkliste

 

 

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