Lee, Barbie & Eve in Olivias Showclub

Ich war am Wochenende mal wieder in meiner Heimatstadt – also in Hamburg. Dort liegen meine Sommerreifen – und da der ja so langsam kommt kann man die Winterreifen mal wieder einmotten und zugleich mit Freunden ein kleines verspätetes Osterfeuer anzünden.

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Ostern lag noch Schnee und Eis und so gab es noch keine Gartenabfälle außerdem wollten wir uns keine Grippe bei Minustemperaturen holen… Drum verschoben wir das um einen Monat auf das vergangene Wochenende…. Dazu kam extra auch ein Freund, der nun seit einiger Zeit in Essen wohnt und arbeitet – naja bisweilen auch in Rio, aber das ist ein anderes Thema.

Wir haben beide große Teile unseres Twen-Lebens auf St.Pauli in den Seitenstrassen der Reeperbahn verbracht und vermissen St.Pauli in unseren beiden jetzigen Städten. Also war klar, ein Kiezbummel muss her.

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Ich war schon ziemlich früh auf dem Kiez wärend sich B. und C., ein weiterer Freund noch einen hinter die Binde schütteten… Was also tun auf dem Kiez mit Zeit… ? Endlich mal den Olivia Jones Showclub besuchen und Eve, Barbie und Lee Hallo sagen.

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Barbie Stupit und Lee Jackson sind als „Double Faces“ die Drag Hosts im Showclub. Ich sehe sie zwar seit etwa 8 Jahren auf jedem CSD in Hamburg, aber auf der bühne habe ich die beiden tatsächlich noch nie gesehen. bis eben heute. Was soll man sagen… professionell die beiden eben. Nichts anderes hab ich erwartet.

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Vor allem aber hat mich gefreut, Eve mal wieder zu sehen und mit ihr ne runde zu schnacken. Sie hat wirklich in Olivias Showclub ihre Bestimmung gefunden. da passte sie einfach wie die Faust aufs Auge. Sehr cool

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Irgendwie landete ich dann – wirklich vollständig zufällig – im Backstage Bereich… Zumindest kurzfristig. Lange hätte man mich da auch nicht belassen dürfen, sonst hätte ich vermutlich in Barbie und Lees Kostümen gewildert 😉

neinein, natürlich nicht, aber ich muss dringend mal wieder in Olivias Show Club vorbeischauen – und vielleicht gehen Eve und ich dann ja tatsächlich auch in Olivias Menstrip Schuppen wilde Frauen beim ausrasten anschauen….

 

Olivias wilde Jungs

Nachdem die Kiez Originanle der Reeperbahn ja so langsam alle wegsterben, versucht Olivia Jones ein Paar dieser Plätze einzunehmen. Ihre Bar, die nicht von ungefähr im alten Transenpuff in der Großen Freiheit beheimatet ist, besteht ja nun schon eine ganze Weile, ihre Kieztouren sind mittlerweile auch keine Neuheit und selbst meine Mutter hat schon eine Kiez Safari bei Olivia mitgemacht.

Zeit, also, etwas neues zu machen.. und Olivia hat sich eine neue Marktlücke herausgesucht. Frauen auf der Reeperbahn. Also genaugenommen Reeperbahn Besucherinnen. Sie macht einen neuen Laden auf, der nur für Frauen ist, einen Stripclub, bei dem dementsprechend nur Männer auftreten. Das ist selbst für die Reeperbahn eine wirkliche Neuheit.

Es dürfte ein hartes Los für die Jungs sein, die dort auftreten, denn wer schon einmal einen Junggesellinnen Abend erlebt hat, der weiss, was eine Horde Frauen so bedeuten und dann stellen wir uns mal 10 Junggesellinnen Abende zusammen bei Olivias wilden Jungs vor. Dynamit ist nichts dagegen.

Männer verboten – bis auf Olivia selbstverständlich… Ich glaube, selbst wenn ich dort reindürfte, wollte ich mir das nicht geben. Eröffnungstermin für »Olivias Wilde Jungs« steht noch nicht fest. Eine Taufparty soll mit eigenem Secco aber schon am 06. April starten. ..Hat sich Valerys „Pearl secco“ nun in „Jones secco“ umbenannt

Der Vater der Pin Ups ist tot

Der Rubens der Reeperbahn ist tot

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Wer in Hamburg mit offenen Augen über den Kiez (soll heißen über die Reeperbahn und die benachbarten Straßen) zieht, der wird an ganz vielen Wänden leicht bekleidete Mädels gemalt sehen. Diese klassischen Pin Ups, die einem sowohl im härtesten Sexschuppen als auch in schmierigen Spelunken oder in den Theatern begegnen können, sind immer schön und sexy anzusehen, nie allerdings ordinär…

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Alle wurden sie gemalt von Erwin Ross, der als „Rubens der Reeperbahn“ wohl für immer einen Platz in der Reihe der größten Persönlichkeiten der Reeperbahn einnehmen wird… Am 12. Februar hat er seinn Platz neben Domenica eingenommen, die genau ein Jahr vor ihm starb…

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Während ihr Name auf der Reeperbahn aber mit den Jahren verblassen wird, kann man davon ausgehen, dass die Pin Ups von Erwin Ross so lange originalgetreu ausgebessert werden und ewig an ihn erinnern werden. Vermutlich werden sie gar einige Häuser überdauern, an die sie gemalt wurden. Einen echten „Rubens“ reisst man eben nicht so einfach ab.

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Vor allem zwei seiner Kunstwerke werden wohl immer leben, zum einen die gespreizten Beine der Ritze sowie der „The Beatles“ Schriftzug, den er laut dem Beatles Museum ebenfalls gemalt hat.

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Am 12. Februar

Beatles Museum auf der Reeperbahn

Beatles Museum – Beatlemania

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Dass ich schon seit ewigen Zeiten ein großer Beatles Fan bin habe ich sicher schon mal erzählt und dass die Beatles in Hamburg St.Pauli an der Reeperbahn erfolgreich und groß wurden, sollte jedem halbwegs interessierten Musikliebhaber klar sein.

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Noch heute erinnert eine kleine Gedenktafel neben dem Kaiserkeller an die Rock’N’Roll Years der Fab Four. Seit dem letzten Jahr gibt es zudem einen Beatles Platz Ecke Reeperbahn / Große Freiheit und seit diesem Jahr hat Hamburg sogar ein Beatles Museum, dass Beatlemania heisst und uneingeschränkt von mir empfohlen werden kann.

Dabei ist es viel größer als ich gedacht habe. Über die Zeit haben sich viele interessante Devotionalien zusammengesammelt, so dass das gesamte ehemalige Erotic Art Museum mit dem gesamten Schaffen der Beatles ausgefüllt werden konnte. Die Musik, Alben, Bilder, Instrumente, Merchandise Artikel, sowie viele Interviews und Anekdoten werden jeden Beatles Fan erfreuen. Bei mir selber erzeugte der Besuch im Beatles Museum sogar Gänsehaut.

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Das ganze Museum ist in Zeitperioden aufgeteilt, es beginnt mit den Hamburger Rock’N’Roll Jahren geht über die ersten LPs mit eigenen Songs, über die Abbey Road Studio Years, zeigt in eigenen Welten die St. Pepper Alben, das White Album oder das Yellow Submarine Album. Es wird gezeigt, wie damals ein vollkommen in Beatles Merchandising eingerichtetes Jugendzimmer ausgesehen haben mag und man Erfährt die Hintergründe zur Let It Be naked Scheibe.

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Am meisten beeindruckt hat mich ein Film des überhaupt ersten Stadionkonzertes einer Musikgruppe vor damals 50.000 Personen, in dem man sich pötzlich vollkommen mittig fühlt. Vor einem, hinter einem und neben einem flippen die Menschen aus. Man kann es nicht wirklich erklären, aber glaubt mir, gegen diese Musikalische Sound- und Videoerfahrung sind Dolby Surround und THX Spielkram.

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Mit am erstaunlichsten fand ich aber die Geschichte, des Beatles Schlagzeug Schriftzuges, allerdings interessiert das wohl nur einem Hamburger wirklich auf…. So findet man auf der Reeperbahn bei so ziemlich jedem wichtigen Etablissement mindestens ein gemaltes Pinup. Sie alle wurden gemalt von Erwin Ross, dem „Rubens der Reeperbahn“ und auch die weltbekannten Schenkel am eingang der Ritze sind von ihm. Das alles weiss in Hamburg jedes Kind. Fast unbekannt allerdings ist, dass Erwin Ross auch den Beatles Schriftzug entwickelte und auf die Drums von Pete Best malte.

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Wenn man im Beatles Museum vor dem gesamten Schaffen dieser Band steht, dass in nur 10 Jahren zwischen Gründung und Auflösung entstanden ist, dann kommt man nicht umher, folgendes zu denken:

„Bands von heute geht sterben“

Ich muss dringend noch einmal ins Beatles Museum, dann allerdings nicht nur mit einem Handy als Kamera