Schotten sind keine Transvestiten sondern Kilt Träger

Ein Kilt ist ein Rock, aber Kilt-Träger sind nicht zwangsweise Transvestiten…

Aber amerikanische Staatsdiener sind offensichtlich immer Spaßbefreit…. Was musste ich heute lesen? Ein Schuldirektor untersagte dem 14 Jährigen Gavin McFarland, einen Kilt in der Schule zu tragen. Laut der Zeitung Standard-Examiner untersagte der Direktor ihm den Schottenrock mit der Begründung, er könne sonst für einen Transvestiten gehalten werden. Aufrechte Schotten – und sogar das Schulamt fordern den Schuldirektor auf, sich zu entschuldigen: Der Kilt sei Ausdruck der schottischen Herkunft des Jugendlichen und nicht unangemessen, so ein Behördensprecher.

McFarland selber zeigte sich überrascht, kein Lehrer habe sich aufgeregt und viele fanden den Kilt sogar cool. Überrascht und enttäuscht zeigte sich auch seine Mutter, die immerhin 40 Stunden an Handarbeit in diesen Schottenrock geteckt hat. Die Vorwürfe findet sie lächerlich, denn niemand verwechsele einen Kilt mit einem Frauenrock.

Es gab vor einiger Zeit schon einmal einen ähnlichen Fall. Damals wurde ebenfalls einem Jungen ein Schottenrock auf einem Schulball verboten. Daraufhin beteiligten sich über 12.000 Personen – keine Ahnung, wie viele Schotten – an einer Online Petition und spendeten Geld, damit der Junge vor Gericht ziehen konnte.

…Ich frage mich ja, was so schlimm daran ist, wenn der Junge für einen Transvestiten gehalten wird… Ausserdem liesse sich ja schnell herausfinden, was diesen Jungen bewegt. Man braucht ja nur einmal drunter zu schauen. Bekanntermaßen trägt so eion aufrechter Schotte ja garnichts unter seinem Schottenrock. Trägt er allerding ein Seidenhöschen drunter, ist er wohl doch ein Transvestit – und sollte er eine Boxershort drunter tragen, dann ist er einfach nur ein rebellischer Jugendlicher.

Madonna auf der Squeezebox-party

Es ist schon eine ganze Weile her, als wir auf der letzten Squeezebox-Party aufschlugen. Trotzdem ist es immer wieder ein Genuss, denn sowohl Squeezebox als auch die Monster Ronsons Ichiban Karaoke Bar sind cool. Mit nicht unerheblichem Trashfaktor aber cool.

Aber cool war es ja auch draussen und wir vermuteten schon, dass wir wieder Kilometer weit weg parken müssten. Doch wir fanden eine freie Parklücke direkt vorm Monster Ronsons. Yeah!… Nein! Das war eine Taxibucht… Aber hier… Yeah!… Nein! Das ist ein Behindertenparkplatz… auch nicht gut….

Wir fanden dann aber doch noch einen Platz, über den in einigermaßen vertretbarer Zeit der Club erreichbar war, dass der Bordstein allerdings nicht nur für tiefergelegte Autos sondern auch für Sheilas Auto eine wirklich hohe Hürde war, namen wir billigend in Kauf um nicht während des Fußmarsches zu erfrieren.

Ge- aber nicht Er-froren kamen wir im Club an und zwar keine Sekunde zu früh. Als wir das Monster Ronsons betraten finge gerade die Show an und :Gloria Viagra: und Sherry Vine betraten gerade die Bühne mit der Squeezebox Party. Wir kamen nichteinmal dazu, die Jacken abzulegen.

Muss man sagen, dass ich VOR dem Club glücklich für meine Jacke war, war sie IM Club doch etwas warm, aber was macht es denn schon, denn wir waren im Auftrag des Herrn Blogs unterwegs und das hiess, die Show von Gloria und Sherry zu verewigen – Das taten wir.

Nun ist Squeezebox irgendwie nur halb Squeezebox, wenn Sherry Vine nicht in der Stadt weilt und Gloria alleien die Stellung auf der Bühne halten muss. Dieses Mal waren allerdings beide da – und das nicht alleine , denn ein wirklicher Weltstar enterte die Squeezebox Bühne. – Ein Star, der Millionen von Tonträgern verkaufte und wirklich eine Ikone der Musikgeschichte ist. Ich spreche von niemand geringeren als von Madonna.

Madonna? …Ich gebe zu, dass ich Madonna bisher noch nie live gesehen habe, aber ich muss gestehen, dass ich sie mir ein wenig großartiger anzuschauen vorgestellt habe, im Nachhinein kam sie mir eher ein wenig wie Ades Zabel vor, aber da liege ich vermutlich vollkommen falsch.

Es zeigte sich allerdings, dass Madonna ein wenig Probleme hat, sich ihre viertausendachthundertdreiundzwanzig Songs zu merken, denn sie benötigte die Hilfe eines Zettels. Einen Teleprompter gab es vermutlich nicht, so musste eben ordinäres Papier aushelfen. Natürlich war aber dr Auftritt von Madonna Per se einfach einmal klasse, denn wann kann man solch einen Megastar schon mal live sehen.

Aber Stars sind Gloria und Sherry ja auch und im Gegensatz zu Madonna kannten sie ihre Texte. Zusammen mit ihrer Band und ausgestatteten mit den weltweit größten Riesen-Monstertitten wilderten die beiden in etwa 30 Jahren Rockgeschichte. Dabei muss ich auch sagen, dass vor allem Sherry Vine eine Präsenz auf der Bühne hat, von der sich selbst Madonna noch eine Scheibe abschneiden kann.

Ich stehe ja auf gute Songs und gute Musik und die gibt es bei Squeezebox Partys live auf der Bühne sowie als Konserve nach dem Auftritt. Wo sonst bekommt man Blondie, Ton Steine Scherben und die Violent Femmes zu hören und kann diesen netten Abend mit netten Getränken herunterspülen. Dabei sei lobend erwähnt, dass die Monster Ronsons Karaoke Bar kein Becks Lemon hatte, sondern mir nur ein „Alsterwasser“ angeboten werden konnte. Das stand zwar nicht auf der Flasche, aber es wurde von der großartigen Tresenfachkraft völlig richtig so genannt. Dass die Alster der aufgestaute Fluss in der Mitte Hamburgs ist, brauche ich hoffentlich nicht zu erwähnen, oder?

…Sei es drum, es war ein netter Abend, der nun aber zu Ende war und uns hungrig in die Nacht entliess mit der festen Vorgabe, noch irgendwo eine Pizza zu essen… was sich garnicht einmal als so leicht erwies, aber das ist eine andere Geschichte.

Rock @ Sage

Wenn es zu laut ist, bist Du zu alt.

…diesen Ausspruch soll James Hetfield von Metallica, seineszeichens mit 45 Jahren nun auch kein wirklicher Jungspund mehr. Und wenn James Hetfield mit schneller und lauter Musik noch zurechtkommt, dann bin ich erst Recht nicht zu laut ääh alt für den Scheiss.

So in etwa dachte, ich, als ich The Bobs verliess und mich fragte, was ich nun mit dem angebrochenen Abend anfange. So fertig gedresst, ohne Arbeit am nächsten Tag aber doch mit Arbeit in der nächsten Woche.

Diese Aussicht auf einen Vertrag, der nur noch meine Unterschrift benötigt, hat meinen Geldbeutel gleich etwas lockerer sitzen lassen und meine Gesamtstimmung deutlich erhöht. Die Frage war nun nicht mehr, wie bezahle ich meine Miete, sondern, wie verbringe ich den Rest meines Zwangsurlaubs.

Nun war gerade Donnerstag und jeden Donnerstag ist Rock @ Sage. Und auch wenn ich mich am Wochenende meist mit irgendwelchen anderen Musikrichtungen herumschlage, so war ich immer eine Rockerbraut. Genaugenommen eine Punkrockerbraut. Denn Hamburg war immer eine Punkrock-Stadt und ich als Hamburger Deern bin mit ebendieser Musiksozialisierung aufgewachsen.

Ob es nun in Berlin eine Disco gibt, die sich darauf spezialisiert hat, weiss ich nicht, aber Rock @ Sage jede Woche Donnerstags kommt meinem Musikgeschmack schon ziemlich nahe. So entschied ich, noch ein wenig abzurocken und einen erfolgreichen Abend abzurunden.

Bei Rock @ Sage gibt es eine Hardcore-Seite und einen Dancefloor mit je zwei Bands und danach melodischerem Indie und Punkzeugs. Ganz klar meine Seite. Die erste Band verpasste ich aber die zweite war garnicht mal so übel… Sie hat nun nicht gerade das Zeug zum Weltruhm aber man konnte sie zumindest gut hören… Das ist ja leider nicht selbstverständlich.

Weniger gut zu hören war sohl letzte Woche die Band Empty Trash von Rockstar Model Max Buskohl. Da – so sagte man mir – seien massig Teens anwesend, die tatsächlich Tokio-Hotel-mäßig von Kreischattacken geleitet wurden. Glücklicherweise war da dieses Mal nicht so und liess sich wunderbar ein paar Stunden feiern. Ich sollte häufiger mal Donnerstags ins Sage gehen – muss ja nicht immer gedresst sein.

Martin Kesici und sein Titty Twister

Vampire und viele Rockstar Models im Titty Twister
Martin Kesici

Seit dem Underground Catwalk ist uns Martin Kesici schon häufiger über den Weg gelaufen und so lud er uns zur Eröffnung seiner neuen Bar Titty Twister auf dem Gelände der Kulturbrauerei ein. Titty Twister. Da war doch was…

Selbst ich – in fernsehdingen doch sehr unbedarft – wusste, dass das Titty Twisterdie Bar aus From Dusk till dawn ist, in die man sich besser nicht hereinwagt, wenn man nicht entweder bereits ein Vampir ist, oder Lust hat, bald einer zu sein. Das alles weiss ich vor allem daher, da es auch in hamburg eine Bar namens Titty Twister gab, die der Origina Filmrequisite nachempfunden war. btw. da gab es gute Cocktails.

Sammy von Redcat 7

Die Eröffnung sollte eigentlich bereits letzten Freitag stattfinden, aber irgendein Amt hat Martin Kesici einen Strich durch die Rechnung Eröffnung gemacht. Sie wurde kurzfristig abgeblasen und auch nächsten – soll heissen jetzt – Samstag verschoben.

Für eine Eröffnung einer Bar mit einem solchen Namen muss man sicg natürlich etwas einfallen lassen und so hat Sheila in ihrem Videoarchiv gestöbert, was es wohl so wichtiges in diesem Fim gab. Sie stiess dabei auf Salma Hayek, umwerfend aussehend, mit Schlange und natürlich auch später eine Person, mit der nicht gut Kirschen essen ist.

Es fand sich ein Schlangenkleid bei Ebay in den USA, es fanden sich weisse Kontaktlinsen bei Crazy Lenses und es fanden sich ein paar reisserische Eckzähne um als Vampir das Titty Twister zu besuchen. Der Abend konnte also beginnen.

Als wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten und ich ebenso endlich eingesehen hab, dass die Eckzähne bei mir einfach nicht halten, als wir den Spießrutenlauf aus Idioten und Kopfsteinpflaster hinter und gebracht hatten, kamen wir an der Bar an. Martin begrüsste uns mit der Information, dass wir leider gerade die Lesben-Show verpasst hätten. Und natürlich, dass unsere Augen grandios aussehen. Der Meinung einiger Gäste nach, scheinen wir da alelrdings nichts lebenswichtiges verpasst zu haben.

Schlimmer war da schon, dass wir die Freigetränke verpasst hatten und es auch nur eher „hartes“ Zeug gab. Kein Problem. Jack Daniels Cola für mich ne Cola für Sheila und ein Schöfferhofer für Sarah. Zeit, sich die Bar einmal etwas näher anzusehen.

Im Großen und ganzen ist sie ein langer, hoher Raum, mit einem großen Tresen und Wandmalereien. Um sie richtig Coo, zu machen ist da noch einiges zu tun, aber der Holzfussboden kommt die Woche, Decken, Wandzierde, Dämonenköpfe und ähnliches sind auch schon im Anmarsch. Es war sozusagen die Eröffnung einer halbfertigen Bar.

Aber es waren allerhand bekannte Gesichter dort, die uns von unseren Ausflügen in die Nachtlandschaft Berlins bekannt sind. Eigentlich kann man sagen, dass sich der halbe Underground Catwalk auf dieser Party herumtrieb. Ob nun Alex van Hessen, Stefan Kretzschmar, viele der Rockstar Models, Sammy von Redcat-7 oder Valena Fürstenberg von Ponymädchen.


Valena Fürstenberg von Ponymädchen

Spannend, wie man immer wieder auf die gleichen Personen trifft – und die sich auch gut an uns erinnern können. Es ist eben doch irgendwie eine kleine Szene. So schallt dann auch schon mal von weitem mein Name, oder es spricht mich Emma von Rockstar Models an, die sich zwar nicht mehr an meinen Namen erinnern konnte, allerdings mich von der Rockstar Models Party im Sage wiedererkannt hat.

Es war also eine Party, auf der man mit vielen Personen ins Gespräch kam – und auf der im übrigen klasse Musik lief – wie zumindest ich fand. Nichtsdestotrotz mussten wir noch weiter, denn das Irrenhouse wartete auf uns – bessergesagt wartete das Irrenhouse NICHT auf uns und daher mussten wir spätestens 2 Uhr dort sein.

Emma von Rockstar Models