Olivia Jones – Hamburg

Olivia Jones

© panthermedia.net – Matthias Krüttgen – (Photographer-ID: 009237)

Mein zweiter Beitrag zu Stars und Sternchen aus der großen Szene ist Deutschlands wohl größter Drag Queen gewidmet und das ist nun mal Olivia Jones.

Kaum einer wird bestreiten, dass es in Deutschland wohl niemanden gibt, der Ihr in Sachen Bekanntheit das Wasser reichen kann. Auch wenn sie in einigen Enklarven Deutschlands wie Berlin nicht die wichtigste Drag ist, so ist sie doch die einzige, die es wirklich geschafft hat, zu deutschlandweiter Bekanntheit zu kommen.

Olivia Jones ist omnipräsent. Sie schreibt für die Bunte ein Blog, ist bei Sat.1, RTL und diversen anderen Fernsehsendern zu sehen, sie war bei Frauentausch zu sehen, bei Promi Mensch Ärgere Dich nicht, sie ist bei Big Brother eingezogen, sie warb für Senseo und Neu, sie machte eine Kampagne für Peta, moderiert, Galas und Shows und ist Gast auf so einigen Filmpremieren. Medial gibt es alo kaum jemanden, der ihr das Wasser reichen kann.

Auch wenn es eine Veralberung ist, so veralbert Oliver Kalkofe nicht jeden, aber sie. Soetwas ist meiner Meinung nach eher als Ritterschlag denn Niederschlag zu sehen.

Dazu führt sie Touristen über Ihren Kiez, die Reeperbahn, singt mit hamburg-Idol Udo Lindenberg, tritt schon mal bei der Hamburger Bürgerschaftswahl als Bürgermeisterinkandidatin an um gegen rechts zu mobilisieren und veranstaltet großartige Partys.

Hier Stand mal ein Bild, dessen Nutzung mich 1.200 € gekostet hat, weil ich die Rechte nicht hatte.

Olivias Royal Chicken Club Partys sind legendär, auch wenn sie in hamburg leider ihre Partylocation verloren hat und nun untriebig durch Deutschland tourt, offensichtlich aber ohne das Hamburger Flair zu erreichen. Es soll schon vorgekommen sein, dass Hamburger Mädels Freudentränen in den Augen hatten, als der Newsletter von Olivia Jones kam, dass wieder ein Royal Chicken Club in Hamburg sei. Ich selber hab so einige Partys mit ihr mitgemacht – und es war zumeist klasse.

Größere Bekanntheit hat Olivia Jones vor mittlerweile 10 Jahren 1997 erreicht, als sie in Miami zur „Miss Drag Queen Of The world“ gekürt wurde. Da diese Ehre nur einmal im Jahr vergeben wird lässt sich erahnen, was diese Ehrung bedeutet. Der Thron, den sie zumindest deutschlandweit bislang inne hat.

Nun gibt es sicher in Berlin einige Drags, die daran rütteln, in Hamburg ist Valery Pearl in ihre Fußstapfen getreten und Tatjana Taft ist auch nicht zu vergessen, aber deutschlandweit gibt es nur eine deutsche Drag Queen und das ist Olivia Jones.

Goya, High Heels Party

Wiedereröffnung des Goya in Berlin

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…Soso, das war es also nun, das sagenumwobene Goya, das Ex-Metropol Theater, ein Gebäude, dass zwischen Theater, KitKatClub, Jesus Freaks, Pornofilmen, und Varieté schon so ziemlich alles beinhaltet hat und füe 11 Millionen zum Goya umgebaut wurde, dem Promiclub, der wohl niemanden ausser den Aktionären reingelassen hat und wo wohl auch niemand wirklich hinwollte.Nun an diesem Wochenende war die Wiederauferstehung mit der High Heels Party. High Heels… dazu die Szenegrößen :Gloria Viagra: und Polla Disaster an den Turntabels. Damit war das Ziel der Party klar, es sollte werden, und wurde, größtenteils eine Gayparty.

Entgegen der früheren Angewohnheit war die Tür dieses Mal sehr human eingestellt. Mein Gedanke, als ich einige ältere Herern sah, die irgendwie nicht auf diese Party passten, war: „Die lassen hier auch jeden rein“. Pricilla klärte mich dann auf, dass diese Herren vermutlich die Aktionäre des Goya seien, denen der Laden ja immer noch gehören würde. Okay, dann haben sie sozusagen lebenslanges Wohnrecht und haben hereingelassen zu werden.

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Hereingelassen wurden wir natürlich auch. Gloria Viagra war so freeundlich, Sheila und mich auf die Gästeliste zu setzen (vielen Dank dafür) doch an der Kasse brauchten wir diesen freien Eintritt nichteinmal einfordern, denn Angie Price saß an der Kasse, erblickte und und gab uns einige Karten. Vielen Dank auch dafür. Drin waren wir also einmal – wie zu dem Zeitpunkt noch nicht allzuviele Leute. Gloria war schon da und fast die gesamte Berliner Delegation der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Wenig Leute, Zeit, das Goya mal genauer unter die Lupe nehmen zu können.

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Wirkt das Gebäude von aussen extrem großartig, so ist es auch von innen beeindruckend, eine Bühne mit Bar, eine große Tanzfläche, zwei Ränge fast einmal herum und diverse Säulen. Wie gesagt beeidruckend. Mehr aber nicht. Etwas Licht, eine Bühne, Musik und feine Toiletten. Aber dafür 11 Millionen in den Sand gesetzt. Hmmm DAS ist beeindruckend. Nun auch hier klärte mich Pricilla wieder auf, dass das Gebäude vorher wohl ziemlich baufällig gewesen sei und da wohl einiges in die Instandsetzung geflossen sei. Gut, dann kann ich es nachvollziehen. Das Goya ist schon eine tolle Location aber beim ersten Mal beeindruckte mich das Bangaluu mehr.

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Die Party war irgendwie eher beliebig, der Funken wollte nicht wirklich überspringen, obwohl es noch gut gefüllt wurde. Vielleicht waren wir aber einfach zu früh. Großartig waren allerdings das DJ-Duo „The Kofferboys“, die Polla Disaster folgten und ihr Handwerk wirklich verstanden. Nun kann man den Berliner Drags ja viel nachsagen, aber bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten eher solide Handwerker denn begnadete D-Janes. Die Kofferboys waren gut, das merkte selbst ich, selber nicht gerade Musikalisch begnadet. Ausserdem brachten sie etwas schwarz weiss in die sonst bunte Partieriege. (Soll heissen, sie standen als Gene Simmons’e maskiert hinter den Turntabels.

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War sonst noch etwas? Ja! mir ist aufgefallen, dass an diesem Abend extrem viele Personen unterwegs waren, die nicht eindeutig in eine Kategorie Mann / Frau passten. Sehr positiv soetwas – und ich wurde mal wieder erkannt. Mit Namen und Stadt. Eine Tänzerin von Olivia Jones, die mich vom Royal Chicken Club wiedererkannt hat. Sehr nett, leider hab ich Deinen Namen nicht behalten. Wenn Du das liest, melde Dich doch einmal.

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Weil es im Goya nicht wirklich spannend war, zogen wir bereits gegen Null Uhr weiter in Richtung :Nina Queer:s Irrenhouse Party – oder besser gesagt erstmal zum Potsdamer Platz um Bilder zu machen… aber später mehr.
Wir kamen aber später wieder und schauten, ob sich etwas geändert hätte, tranken noch das ein oder andere Wasser und liessen uns mit Daddy Cool Musical Freikarten beschenken. Schade. ich bin gerade wieder in hamburg, kann die Vorstellung also nicht sehen. da hätte ich schon Lust gehabt.

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Irgendwann gegen kurz nach vier hatten wir dann aber genug vom Goya und setzten uns ins Auto um zu überlegen, was noch ginge…

ciao Byblos, hello Dracula

Und was ist mit dem Royal Chicken Club?

Nocheinmal Olivia Jones…. Was musste ich in der Mopo lesen? Das Byblos wurde verkauft und gibt es nun nicht mehr.

So musste auch Dragqueen Olivia Jones mit ihrer Reihe Royal Chicken Club am Freitag das vorläufige Finale im Byblos feien. Demnächst wird es nur noch gelegentlich Specials geben.

Wie jetzt Finale? Ende, aus, finito? Das ist nicht fair. Und das will ich nicht wahrhaben. Hoffentlich sucht und findet die gute bald eine neue Location

The Happening & Royal Chicken Club

Dieses Wochenende war ein Partywochenende.

Royal Chicken Club

Mal wieder hatte Olivia Jones zum Royal Chicken Club geladen und mich zog es mal wieder dorthin. Damit war ich leider aber einer der wenigen Gäste an diesem Abend. Ich kam in den Club und fand statt Menschenmassen ersteinmal keine Massen vor. Wenngleich nicht gähnende Leere, so gab es doch eine ziemliche Leere.

Royal Chicken Club
Olivia Jones

Der erste Weg führte mich wie immer zur Damentoilette um mich nachzuschminken und kurz mit der netten WC-Dame zu schnacken und dort einen Lolli mitzunehmen. Sie fragte noch, wo sich Leyla herumtreiben würde….. hmmm. war die nicht aus Köln?

Ich: „Nun, die wird sicher in Köln sein“
Sie: „Wie so viele dieses Wochenende“
Ich: „Achja, es ist ja CSD“

Damit hätten wir also den Grund der Gähnenden Leere: 40% Schwund wegen dem Kölner CSD und weitere 10% Schwund wegen der „kastrierten“ Loveparade in Berlin.
Fehlende Massen + Fehlende Bekannte = Fehlende Spannung

Ganz Ehrlich, dieser Royal Chicken Club war langweilig. Egal, der nächste wird sicher wieder besser

The Happening

Auf meiner Erledigt-Liste fehlt noch das Happening im Schmidts Tivoli und da in diesem Monat die seltene Konstellation war, daß der zweite Freitag und der dritte Samstag auf ein und das gleiche Wochenende fielen führte mich der Weg am Samstag mal wieder auf den Kiez.

Nicht nur mein Weg führte allerdings auf den Kiez sondern auch tausende ledergekleidete Biker auf ihren Harley Davidson Motorrädern, die die Hamburg Harley Days auf die Reeprbahn verlagerten. Aber wie eigentlich immer: Keine besondere Beachtung. Nur zwei jüngere Typen meinten:

Ey das ist doch ne Perücke

Achnee, was Ihr nicht sagt

Damit war die Sache gegessen. Ab ins Schmidts zum Happening und zum zweiten Mal an einem Wochenende Eintritt bezahlen müssen…. Da lobe ich mir doch Berlin… So kann das nicht weitergehen…

Gehts auch nicht. Zumindest bei :Valery Pearl:s Pearls of the Night versprach mir Valery in Zukunft gratis Entrée. Na, da sage ich doch mal danke!
Voll war es natürlich beim Happening auch nicht, aber einige nette Begegnungen gab es doch.

Da war der typ, der vorm Waschbecken meinte

Er: Das Hier ist doch die Damentoilette
Ich: Ich bin hier höchstens genauso falsche, wie Du!
Er: Ich bin hier goldrichtig, aber bei Dir bin ich mir da nicht so sicher 😉

Irgendwie ist das auf solchen Partys immer das Gleiche… beide Toiletten scheinen Allgemeingut zu sein.

Witzig war auch der Kölner, der vor dem CSD in Köln geflohen war um sich dann zu ärgern, daß es so leer war, weil wiederum alle Hamburger in Köln oder auf der Loveparade waren.

The Happening Tivoli
Valery beim Ausschank von Kurzen direkt aus der Flasche

passende Beiträge:
2006.07.02 Pearls of the Night

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