Träume sind Schäume

Ich verstehe nicht, was Sheila mit ihrer Überschrift I had a dream meint, gestern Nacht hatte vor allem ich einen Traum.

Nun ist es bisweilen so, dass ich mir Schuhe kaufe ohne recht zu wissen, wozu sie eigentlich so recht passen. Nun habe ich mir ja vor einiger Zeit folgende goroßartige Gianmarco Lorenzi Pumps gekauft, ohne jedoch zu wissen, wozu ich sie jemals tragen soll.

Gestern Nacht kam nun die Eingebung. Im Traum fuhr ich meinen typischen Arbeitsweg entlang und dort war ein neuer Modeladen, in den es mich zog. Durch das Schaufenster sah ich ein Ensemble dass einfach passte.

Es waren

ein weisses T-Shirt für 59 €
eine große ebenfalls groß gelb schwarz karierte Tasche für 42 €
ein grün-gelbe kariertes Tuch für 35 €
und als krönender Abschluss ein schwarzer Fell-Minirock für 89 €

Ich dachte im Schlaf noch, das Tuch brauche ich nicht, das t-shirt auch nicht, Aber den Fellmini und die Tasche brauche ich UNBEDINGT.

Leider war es nur ein Traum und den Laden gibt es nicht. Aus dem Grund kann ich nicht einmal ein Bild einstellen. Es ist verzwackt, denn nun werde ich NIEMALS das richtige Outfit für diese Schuhe finden, da ich mich immer an diesem Felminirock orientiere.

Also Mädels, wenn ihr in den Weiten des Internets und der Modelandschaft Deutschland schon einmal einen schwarzen Fellmini gesehen habt, dann lasst es mich wissen. Ansonsten… wer kann sowas?

Ich auf jeden Fall werde am Montag auf dem Weg zur Arbeit nocheinmal ganz genau aufpassen, ob es diesen Laden nicht doch gibt.

Schuhe und andere Schwierigkeiten

Schuhshopping in Hamburg

Sheila und ihre Liebste waren am Wochenende in Hamburg und ich hatte es zur Aufgabe, ihnen diese, meine Hansestadt zu zeigen. Geplant hatte ich in der Pflicht einen Stadtbummel am Beginn mit allen Schuhläden angefangen bei den Billigläden und endend bei den wirklich spannenden und interessanten Läden.

Als ich die beiden allerdings in ihrem Domizil im stylischen East Hotel abholte, musste ich aber feststellen, dass sie bereits den ersten Teil des geplanten Weges am Vormittag (von mir ungeplant) zrückgelegt hatten. Dazu kam, dass ich eigentlich an 14:00 als Starttermin dachte, wir aber erst nach 16:00 loskamen.

leoboots.jpg

Da ich unfähig war, mal eben alles umzukrempeln wurde das Ganze etwas zum Fiasko. Der langweilige erste Teil war hinlänglich bekannt und der spannende letzte Teil war zu spät um ihn noch bei offenen Ladentüren zu sehen… Hmpf voll vermasselt. Dennoch war der Einkaufsbummel noch ein wenig interessant.

…und das hatte nicht unwesentlich mit Schuhen zu tun – und mit mir.

Als wir also so durch die Europa Passage schlenderten entdeckte Sheilas Liebste einen Perlenladen und war für die nächste Zeit dort gefangen. Sheila und ich mussten uns derzeit die Zeit vertreiben. Das war auch okay, denn wir konnten und blendend unterhalten. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich merkte, dass ich gerade auf einer Fuge mit Dichtungsmasse stand, in der sich mit meinen dünnen Stahlabsätzen meiner großartigen Leoboots wundervoll versinken liess, je nachdem, wie stark ich die Ferse belastete. Ich – als Spielkind bekannt – belastete sie also sehr stark und steckte auf einmal fest.

dontpanic.jpgWie hieß es im größten Buch, das je auf Ursa Minor Beta herausgegeben wurde, im Anhalter durch die Galaxie noch?

BULLSHIT!

Ich steckte fest, mein Absatz war eingekeilt und ich kam nicht frei. Also entschied ich mich spontan gegen den Anhalter und für
panic.jpg

Ich zog und riss, versuchte also freizukommen. Das war nicht unbedingt die klügste Entscheidung, denn meine Leoboots zeichneten sich nicht gerade durch eine besondere Qualität in der Verarbeitung aus. Starkes Reißen am Absatz bewirkte dabei einzig und alleine, dass sich ebendieser vom Schuh löste und ich kurze Zeit später mit nur noch einer Sohle an zwei Schuhen wiederfand.

absatz.jpg
Absatz ohne Schuh und Loch in der Dichtungsmasse

Fuck, welch ein Scheiss.
Glücklicherweise befand sich genau neben dem Perlenladen ein Schuhladen, der eher mit günstigen Schuhen aufwarten konnte. Ich entschied mich für ein günstiges Paar schwarzer Pumps für 24,95 (die kann man immer benötigen) und liess meine Leo-Boots mit einem weinenden und noch einem weiteren weinendem Auge zurück. zu allem Überfluss holte ich mir bei der gesamten Aktion auch noch eine fette Laufmasche in die Strumpfhose, die ich natürlich nicht wechseln konnte, da ich

a) keine Ersatzstrumpfhose bei mir trug und
b) der Laden eh keine Toilette gehabt hätte, bei der ich mal eben hätte wechseln können.

Erst später als wir im Alsterhaus ankamen konnte ich in der Umkleidekabine in die ebenfalls dort gekaufte Sttrumpfhose wechseln. Das Ganze war also eher ein Supergau für mich, denn ein großer Spaß. Dass wir zu spät zu den beiden interessanten Schuhläden Gorgeous und einem kleinen aber feinen Schuhladen ohne Namen kamen und nur noch die Schaufenster von aussen bewundern durften machte die Sache nicht viel besser. Den Haute Couture Second-Hand Laden Secondella und Unnuetzer liess ich dann wegen zu erwartener geschlossenen Türen gleich ganz aus und führte meine beiden Begleitungen zumindest noch eben zu Mercedeh wo gerade mal wieder die -70% Schilder an der Wand hingen.

Das war ein Fehler, denn die einzig Person, der dort ein Paar Schuhe gefielen war ich. In dieses grandiose Paar High Heels von Gianmarco Lorenzi verliebte ich mich spontan.

Gianmarco Lorenzi

Sie gab es allerdings nur noch in zwei Größen.
37 und 41… Also genau passend….

 

Ja, sie passten wie angegossen.
Wie grausam!

Denn der Preis lag bei 140 (in Worten Einhundertundvierzig) Euro. Wohlgemerkt waren dabei schon die 70% Abschlag eingerechnet… Auf dem Schuhkarton stand also die unglaubliche Zahl von 470 € ….

Haaaalllllloooooo?
V I E R H U N D E R T S I E B Z I G ?
Gehts noch?

Da ich mir gerade in diesem Monat ein Auto gekauft habe, sind solche High Heels gerade ziemlich unerschwinglich, auch wenn sie großartig aussehen, passen und ich verliebt bin.

 

Die Höhle der Löwinnen

Schuhkauf in Frauenkleidern

Ich bin ja ziemlich abgehärtet, aber ab und an versage ich noch immer. Ein Beispiel ist der Schuhkauf.

Man stelle sich einen Laden vor mit den großartigsten Stiefeln, die man sich vorstellen kann, zu einem Preis, der so günstig ist, dass man sich kaum vorstellen kann, wie dieser Laden überlebt.

Schuh Geiz heißt er.

Okay, die Schuhe sind absolute Modeware und halten wohl kaum länger als die eine Modewelle und der Laden verkauft sie in Massen.

Massen sind daher aus immer und zu jeder Zeit in diesem Laden. Masseneise, der jeweiligen Mode verhaftete, Mädels im Alter von 13-25 und ab und an einige Freunde, die ebenfalls der jeweils vorherrschenden Mode hinterherhecheln oder doch zumindest Gel in den meist schwarzen Haaren tragen.

In solch eine Schlangengrube trau ich mich wirklich nicht als Mann hinein um dort Stiefel anzuprobieren.

Als Transe hab ich die Bedenken irgendwie nicht. Reingegangen, anprobiert, mich geärgert, daß die 40er Stiefel irgendwie doch zu eng sind und es 41er mit tollem Absatz nicht gab – und wieder raus. Niemand achtete groß auf mich – aber vermutlich hab ich es einfach mal wieder nicht mitbekommen….

Warum hab ich als Mann Bedenken, Stiefel vor vielen anderen Frauen anzuprobieren und als Transe nicht? Schon komisch irgendwie ….

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noch nix!

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Kinky Boots

Sarah hat mich gerade auf einen bald startenden Film aufmerksam gemacht. Kinky Boots! Und der Trailer scheint zu zeigen, daß es exakt mein Film ist. Schuhe und Drags 🙂

Es scheint eine alte Traditions-Schuhfirma vor der Pleite zu stehen und statt der tatsächlichen Pleite mit den bisherigen Männerschuhen startet die Firma richtig durch mit High Heels.

You are making two and a half feet of irresistable shoebular SEX

Kinky Boots

Eine Schuhfabrik sattelt um… auf Kinky Boots!

Aber zurück zum Abschlussfilm, der nicht nur einen zufriedenen Festivalmacher, sondern auch ein begeistertes Publikum aus den Filmtagen entließ. Mit Kinky Boots (Buena Vista) erlebten diese nämlich ein feel good movie, dass sich als Mischung aus GANZ ODER GAR NICHT und PRISCILLA beschreiben lässt. Denn der junge Charlie Price erbt von seinem Vater eine marode Schuhfabrik, deren Überleben er mit der Anfertigung von High Heels für Drags und Transvestiten sichern will. Ein Unterfangen, bei dem erst einmal die Belegschaft vom Sinn und Zweck der neuen Kollektion überzeugt werden muss. Ein Film, in dem kein Klischee ausgelassen wird, der aber immer den richtigen Ton triff und für jede Menge gute Stimmung sorgt.

Kinky Boots

Wie Sarah schon sagte, bei dem Film kann man sich vermutlich sicher sein, daß etwa 50% aller mitschauenden Männer ebenfalls Transen, Drags oder sonstirgendwer ist, der gerne mal hohe Pumps oder Boots trägt.

Ich muß diesen Film sehen. Er könnte ein Klassiker werden.