Gut Essen in Zürich

Ich bin ja nicht gerade als Feinschmecker berühmt und eher ein Allesfresser. Mir kann eine Portion Spaghetti Carbonara beim richtigen Hunger und zum richtigen Zeitpunkt vermutlich genauso viel Genugtuung bringen, wie ein Sterne-Menü.

DSC02009

Ich halte es dabei immer mit Hinweis, den mir ein Sommelier vor langer Zeit mal gegeben hat. Er sagte damals zu mir, als ich ihn fragte, wie ich einen guten Wein denn erkennen würde.

Schmeckt er Dir, ist er ein guter, schmeckt er Dir nicht ist es kein guter für Dich. Der Preis ist dabei relativ egal.

DSC02011

So halte ich das mit ganz vielen Dingen seither. Nicht alles, was was teuer ist, finde ich gut, und nicht alles, was ich gut finde, muss zwangsläufig teuer sein. Ausserdem nehme ich mir generell heraus, eine eigene Meinung zu haben, die sich durchaus auch von der anderer Menschen unterscheidet… Sei es bei Musik, Kleidung, der allgemeinen Lebenseinstellung oder eben – beim Essen.

DSC02013-1

Doch bedeutet das nicht, dass ich generell und immer eine andere Meinung habe, als andere. So am letzten Wochenende, wo ich tatsächlich Sheilas Meinung teilte, und es dabei um Nahrungsaufnahme ging.

Am Wochenende in Zürich besuchten wir das Weinlokal Stump’s, in dem Jankas Schwester für die Küche zuständig ist, und am letzten Wochenende für uns das Zepter und die Kochlöffel schwang…

DSC02014

Wer jetzt allerdings in einem Weinlokal ein Glas mit gerösteten Erdnüssen erwartet, könnte falscher nicht liegen. Stump’s Weinhadlung und Bar liefert wirklich Feingeschmäcklerisches. Zwar war ich bei den Entenleberpralinés mit Schoko und karamelisierten Äpfeln noch etwas verhalten begeistert, aber alles danach war hinreissend bis göttlich.

DSC02016

Lachs auf Süßkartoffeln, verschiedene Arten allerbesten Flammkuchens und Tartart vom Angusrind, das für mich der Höhepunkt des Abends war… Zumindest bis der Nachtisch Gereicht wurde. Die Schokoladentorte war ein Gedicht und die Himbermousse war ein Genuss… Ein solcher Genuss, dass Maaike uns sogar den eigenen Nachtisch noch übereignen musste, weil Janka und ich zwar nicht mehr hungrig – aber doch noch noch nach Appetit aussahen. Komplettiert wurde das mit einer echt schweizerischen Konfisserieleckerei

DSC02021

… Ich bin mir sicher, noch nie so gut gegessen zu haben. Ich glaube auch noch nie so teuer, doch das war es wert. Ausserdem war es für schweizer Verhältnisse vergleichsweisgünstig

Ibis Hotel Zürich City West

Man man liebes Ibis Hotel.

Ich suchte für die Artist Charity Night ein Hotel, dass genau drei grundlegende Merkmale haben musste.

DSC02027

1. bezahlbar
2. nahe der Maag Halle
3. W-Lan

alles drei fand ich im Ibis Hotel Zürich City West. Insofern gibt es wenig zu beanstanden, auch wenn Sheila dass ganze statt Hotel eher als Hotebunker bezeichnete. Das Zimmer war insgesamt okay, es fehlte nur gengend Steckdosen für Fernseher, zwei Handyladegeräte und zwei Laptops.

Selbst das W-Lan war für Schweizer Verhältnisse mit 9 Franken pro Person pro 24 Stunden vergleichsweise günstig – was nun nicht eben billig heissen soll. ummerweise bedeutete die W-Lan einstellung, dass immer dann, wenn sich eine Person einloggte, immer die zweite ausgeloggt wurde, also bedeutete dieses jeweils zwei W-Lan pro Person per Zürich-Reise.

Interessant wurde das Hotel aber noch durch zwei Hinweise. Zum einen durch den hinweis, dass jedes Problem, dass man habe, binnen 15 % gelöst würde und man ansonsten gratis Gast sei. Dummerweise mit der Einschränkung, dass das Ibis Zürich Schuld an der Misere sein müsste, damit dieses eintreten könnte. Das vergessene lange falsche Wimpern oder so galten leiser nicht an einer Misere des Hotels, sondern als eigenes Verschulden… Okay, kann ich verstehen.

Nicht verstehen kann ich etwas anderes. UNFREUBDLICHKEIT im zweiten eigentlichen Pluspunkt. Das Ibis Zürich City West rühmte sich mit einer Snack-Bar und einer Bar, die 24 Stunden geöffnet hätte und einen 24 Stunden mit leckeren Getränken und Snacks versorgen würde… So kamen wir nach der Artist Charity Night hungrig und durstig ins Hotel und wollten diesem Umstand Abhilfe leisten. Also rief ich unten an.

Ein offensichtlich genervter Angestellter blökte mich an, dass es keinen Roomservice gebe und er überhaupt noch 20 Minuten mit „der Abrechnung“ beschäftigt sei. Generell vertrete ich ja die Ansicht, dass der Gast König sei und vor „die Abrechnung“ ginge, liess mir aber nichts anmerken, schluckte das etwas üble Gefühl runter und wollte dann eben für in 20 Minuten etwas bestellen.

Er sah das allerdings anders und vertrat die Ansicht, dass ich am Telefon nichts bestellen könnte, da sie kein Roomservice hätten, selbst, wenn ich es dann abholen würde… Auf meine nun doch schon etwas genervte frage, warum das nicht möglich sei, war seine einzige Antwort ein tiefes Seufzen, als würden alle Probleme dieser Welt auf seinen Schultern liegen gefolgt von einem klaren Statement. „Wenn sie etwas bestellen wollen, müssen sie runterkommen“…. ÄÄÄÄh

Ich kam also runter schaute dem überforderten Rezeptionisten bei seiner Abrechnung mit und kam endlich dran, meine Bestellung von 2 Croque Monsieur und einer Panetti aufzugeben und erntete wiederum eine genervte Antwort „wir haben nur noch „Panetti Poulet“…. Es stand zwar einiges mehr auf der Karte, aber ich hatte – ziemlich genervt – noch immer keine Lust auf übermäßigen Ärger und bestellte eben 2 x das einzige, was er bereit war, mir zu kredenzen sowie einen Rosé und eine Cola und setzte mich, um weiter zu warten.

Irgendwann viel später – die ich vorne warten musste – kam er aus der Küche mit zwei lieblos zusammengestellten Panetti-Baguettes, die sich später als noch halb gefroren herausstellten und so zur Hälfte übrigbleiben sollten heraus, stellte eine dreiviertelliterflasche Rosé auf das Tablett und fragte ob es das nun gewesen sei…. Auf meinen Hinweis, dass eine dreiviertelliterflasche nicht auf der Karte stand und ich eben das auf der Karte gerne hätte, erwiderte er, dass er eben kein Barmann sei und ich eben das nun nehmen könnte oder es sein lassen könnte.

Ich nahm sie nicht, sondern ging zurück aufs Zimmer um ihm die Karte seines Hotels zu zeigen und auch das, was darauf stand… croques Monsieur eben und o,1 L Rosé… Ich bekam diesen dann auch und zog mächtig bedient – allerdings schlecht bedient wieder nach oben um das kalte Panetti zu probieren…

Ich sage mal so, der überforderte Nachtportier hat das Bild vom Ibis Hotel Zürich City West ganz übel verrückt. Wenn er der Abrechnungsmann aber kein Kock und Barmann ist und noch dazu unfreundlich, dann muss ein otel, dass mit 24 Stunden Bar und leckeren Snacks und Getränken wirbt eben eine Person einstellen, die für ebendieses beworbene auch sorgen kann. Aber das war offensichtlich zu viel verlangt….

Artist Charity Night

Okay, das letzte Jahr war ich also auf der Artist Charity Night und es war wirklich nett. Dieses Jahr spricht man von einem De-zoe-ster. Ich habe etwas getrommelt und Sheila, Janka und Siren dazu bewegen können, mit mir nach Zürich zu fliegen und diese Veranstaltung zu besuchen. Warum auch nicht. Immer mal etwas neues.

Artist Charity Night

Nach einigem Hin und Her hat es mit der Akkreditierung soweit geklappt und alle konnten mitkommen, ansonsten wäre der Spaß auch klein gewesen, denn der Eintritt wäre nicht von schlechten Eltern gewesen – zumindest für deutsche Verhältnisse. Dass sich da ein großer Unterschied zwischen Deutschland und Berlin sowie der Schweiz und Zürich hat sich am gestrigen Tage mehrfach gezeigt… Das Internet spricht von einem Gehltsunterschied von bis zu 65 % bei eben größeren Lebenshaltungskosten. Für uns bedeutete das einfach alles extrem teuer.

DSC01855

Sei es drum, wir trafen uns gegen halb 10 bei uns im Ibis Hotel Zürich West, einige wenige Gehminuten zur Artist Charity Night und stöckelten los. Ein kleiner Autoauflauf begleitete unseren Weg dorthin. Jaja, die Schweizer haben wohl noch nie vier Drags und ein Mädel (Sirens Schwesterchen) in Abendrobe gesehen.

DSC01849

Schwestern der perpetuellen Indulgenz

Einige Minuten später standen wir mit Pressebändsel beringt auf dem roten Teppich, dem Red Carpet. Vor uns Jazzmin Dian Moore, hinter uns die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz. Und man freute sich, uns zu sehen, drum posierten wir vor massig Fotografen und gaben Usgang.TV ein Interview und warteten auf Claudia Lässer, die uns ebenfalls für die schweizer Ausgabe von Pro 7 interviewen wollte. Wer also schweizer TV sehen kann und uns dort sieht, der möge es mir zukommen lassen.

Claudia Lässer

Janka Kroft, Claudia Lässer, Sheila Wolf, Zoe Delay

Nach diesem Teppichlauf waren wir angekommen. Eigentlich wollte ich direkt in den VIP-Bereich, um an eine Bar ohne lange Schlange ein nettes Getränk zu bestellen und mal zu schauen, welche VIPs sich dort denn rumtreiben und wen man mal fotografieren bzw. interviewen könnte… Doch dort wo dieser Bereich im letzten Jahr war, war keiner.

DSC01987

Überhaupt schien mir die ganze Halle der Artist Charity Night dieses Mal eine Ecke kleiner zu sein, als das letzte Mal. Es dauerte bestimmt 2 Stunden, bis wir herausfanden, wo sich die VIP Lounge für die Afterparty befand. Leider fand der Türsteher, dass wir dort das falsche Bändel hätten. Ein rotes. Dabei sagte die Medieninfo folgendes:

Journalisten erhalten rote Bändel, damit haben sie Zugang zum VIP Apéro in der Härterei, zu den Sitzplätzen während der Show und zur VIP Lounge (Balkon Härterei) bei der After Party.

Eigentlich ziemlich eindeutig. So musste ein kleines Gespräch mit Minna Parikka über High Heels und Masken und mit Eve Gallagher leider ausfallen. Zu schade, von beiden hätte ich gerne mehr erfahren und beide gesprochen. So traf ich Eve erst, als wir gerade am gehen waren. Zu schade

zoe delay - eve gallagher

Stattdessen muss ich Euch mit dem opening beglücken, mit dem sie die Artist Charity Night einläutete. Das war schon ziemlich eindrucksvoll. Akrobaten auf der Bühne und in der Luft. Tänzer verschiedenster Art, Frauen, die mit Peitschen bewaffnet auf den Rücken von kriechenden Männdertn einreiteten und zwischendrin Eve Gallagher, die Annie Lennox‘ Sweet Dreams sang. Ziemlich klasse und neben der eben schon angesprochenen Minna Parikka der beste Showact in meinen Augen.

Zumindest besser, als Daniel Herman, der seine ziemlich latexhaftige Unterwäschekollektion zeigte und dabei nicht sonderlich gut mit seinen Models umging. Ich weiss nciht wirklich, welchen Sinn und Zweck es hat, Models den Laufsteg mit High Heels der Höhe „Knöcheltod“ über die Bühne wanken zu lassen. Man sah ihnen deutlich an, dass sie allerhand Mühe hatten, dieses unfallfrei zu bewältigen. Ich glaube, den Herrn Herman sollte man mal solche Heels umschnallen… Und vielleicht auch mal seine Wäschekollektion tragen lassen. Ich bin mir ja nicht sicher, ob das Model, dass seine Stringkleidung eindeutig nicht über sondern zwischen den Schamlippen trug, dieses so unbedingt witzig fand. Ich fand es eher abstoßend.

Abstoßend fand uns auch der ein oder andere Journalistische Knipser, der sich nicht wirklich vorstellen konnte, warum gerade zwei Drags ebenso auf einen guten Platz beharrten, die Show zu bannen, wie er. Es ist immer das Selbe, kommt man gedresst, wird man von der knipsenden Zunft einfach nicht für voll genommen. Das war uns aber herzlich egal. Die Visitzahlen von Sheila und mir sprechen eine deutliche Sprache, die man nicht jedem dahergelaufenen Knipser verklickern muss. Auch nicht, wenn er eine größere Kamera hat.

Minna Parikka

Mit der habe ich dann vor allem die Show von Minna Parikka gefilmt. Die Finnin, designt großartige High Heels und ziemlich abgefahrene Masken, die zwar teilweise an Hannibal Lecter erinnerten, aber sicher ein gutes Mittel sind, sich mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Und auch wenn ihre Models selbstverständlich hohe Schuhe trugen, so waren diese um klassen lauffähiger – und um Myriaden ansehnlicher als ebendiese von Herrn Herman… Nur das mit den Masken. So richtig schön ist das nicht, aber die kamen ja auch erst am Schluss, die schönen Schuhe die ganze Zeit.

Das war aber nicht alles an Programm der Artist Charity Night, es trat noch eine garnicht schlechte schweizer Band auf, ein Opernsänger, eine Slam Poetry Weltmeisterin, eine wirklich gute Hip Hop und Breakdance-Gruppe und ein etwas seltsames Comemedy Duo mit noch seltsameren Outfits, die sich die allerdings sicher selber aussuchen konnten.

DSC01956

Gesanglich wirklich gut war ausserdem eine Sängerin, die als Liza Minelli Double auftreten könnte – und es wohl auch tat. So sang sie beispielsweise Carbaret aber auch New York New York, dass ja nun nicht wirklich von Liza Minelli ist. Wie Frank Sinatra sah sie allerdings nicht aus. Aber wie gesagt, sie war wirklich gut.

liza Minelli

Fast verpasst habe ich dann noch eine Burlesque Darbietung, die ich nur ganz am Ende mitbekommen habe, da ich wärend der Show etwas sitzen musste, und dieses nur im Vorraum möglich war. Aber ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, etwas elementar verpasst zu haben, denn die Dame begann eigentlich einen Frevel. Sie badete und planschte in einem erhöhten Wasserbassain, dass entfernt an ein Glas erinnern konnte. Ich sage mal so, das war mehr als nur eine Anlehnung an Dita von Teese und als solches ziemlich frevelhaft, ist sie doch die einzige, die sich erhöht in farbigen Wasser rekeln sollte. Eine eigene Idee wäre vonnöten.

DSC01975

Diese Idee von sich selber hat Helmine Tell. Bei einer Größe die Gloria Viagra zur Ehre gereicht hätte, einer Perücke, die mich an Ronald Mc Donald erinnerte und einem doch ausgefallenen Makeup stellte sie sich selber dar. Ich mag solch eigenständige Perönlichkeiten.

Helmine Tell @ Artist Charity Night

Schön war auch, mal Stella Divine zu treffen und kurz zu schnacken. Man sieht ja – Facebook sei dank – doch immer, wer so unterwegs ist und es ist immer schön, sich mal aug in Aug gegenüberzusitzen und zu unterhalten. Beispielsweise, über Vor und Nachteile von Zürich und Berlin oder die Frage, ob es lange ist, wenn eine Disco bis 4 Uhr auf hat. In Berlin nicht, stella 😉 Bis zum nächsten Mal irgendwann, irgendwo.

stella divine

Ob es auf eienr Artist Charity Night sein wird? Ich weiss es nicht, denn meine Begleitungen waren ob der fehlenden Sitzgelegenheiten und der – für deutsche Gehälter – sehr teuren Getränke und der nicht gerade überschäumenden Stimmung etwas angefressen und ich kann das verstehen. Wie gesagt, man spricht bereits von einem De-Zoe-ster.

endlich sitzen

endlich sitzen

So machte wir uns dann auch vergleichsweise früh auf den kurzen Heimweg

Artists Charity Night Zürich

Ich bin ja wirklich nicht für frühes Aufstehen geboren, aber heute musste das mal sein, denn in Zürich findet wieder einmal die Artists Charity Night statt und nachdem ich das letzte Jahr alleine bereits dort war, habe ich in diesem Jahr etwas getrommelt und so werden Sheila, Janka, Siren und ich dort erscheinen und auftauchen.

artists charity Night Bilder

Selbstverständlich kann ich derzeit noch keine Artists Charity Night Bilder zeigen, aber das wird sich dann im laufe des morgigen Tages ändern. Der Laptop ist dabei, die Kamera aufgeladen und das richtige Dress herausgesucht.

Dazu ist das Hotel – der Hotelbunker, wie Sheila unser Ibis Hotel bezeichnet nur 5 Geh- und Stöckelminuten entfernt. Einer spannenden Artists Charity Night steht also nichts im Wege. Schaut also morgen nochmal rein. Dann gibt es wie gesagt auch Bilder und Videos zu sehen.

artists-charit-night fotos

gruß Zoe