Schwuz nachm Grandprix und Mc Donalds

Alle wollen was anderes als normal.

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Kaey mach die No Angels

Nach der Ed Hardy Party im Felix, die uns einfach viel zu voll war überlegten wir, was wir sonst so tun könnten. Eine Blu oder Siegessäule waren aber nicht zur Hand und ausserdem wussten wir, was an dem Wochenende so los war – nämlich eigentlich nichts…. ausser eben die Grand Prix Party im Schwuz, die sich aber – nun bereits lang nach Beendigung der Auszählung in eine stinknormale Bump Party umgewandelt hatte.

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Folglich war es auch voll wie zu einer normalen Schwuz Party: Gut gefüllt aber eben lange nicht übervoll. An den Reglern stand wie auch am letzten Wochenende im Irrenhouse Polla Disaster hinter den Reglern, die nach ihrer Leidenszeit wieder einigermaßen auf dem Damm zu sein scheint. Großartig das.

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Ansonsten tanzte da aus der Mehringdamm-Connect

ion noch Trixi von Heute herum, die seit ich sie das letzte Mal gesehen hatte auch irgendwie verändert aussah. Ich weiss nicht ob es die Haare waren oder was genau es war, aber ich fand sie sah besser aus, als die letzten Male, an denen ich sie sah.

Achja und KoRa van Tastisch, die mich darauf hinwies, dass sie und Margot Schlönzke am gesamten kommenden Wochenende die AHA bevölkern würden und das beste aus 5 Jahren gemeinsamer Travestie aufführen werden… …Nun kann ich nicht sagen, was genau das bedeutet, denn a) hab ich die beiden ausser beim Punktezählen noch nie auf einer Bühne zusammen gesehen und b) war ich vor fünf Jahren nur ein schlechtes Bild im Internet…. Trotzdem bin ich sicher, es ist lohnenswert. Jeweils übrigens Start 20:00…

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Ich würde vorschlagen, Sonntag hinzugehen, denn die beiden haben es nicht auf die Reihge bekommen, den Flyer richtig zu datieren, daher wissen nur Eingeweihte, Schlönzke-Newsletter-Leser und Leser meines Blogs, dass Sonntag überhaupt Vorstellung ist. Könnte also eine Privatvorstellung werden ;-)

Aber zurück zu diesem Abend. Wir waren also im Schwuz undn es war wie eigentlich immer im Schwuz nett. Mich dürstete also zog ich zur Bar und bestellte einen Pepsi Boston und für Sheila, die mir gefolgt war einen Caipi, den ich ihr sponten ausgeben wollte… Trinkt sie ja immer …. nur heute nicht.

Nachdem ich also bestellte, überlegte sie sich, nur einen Weisswein zu wollen.. War garnicht so leicht, dem Barkeeper das klar zu machen. Also: Pepsi Boston pour moi und ein Weisswein für die Dame neben mir KEINEN Caipi bitte. Ging dann auch glatt, aber Sheila schaute mich an wie ein Auto als ich den Cocktail bekam… Schaute dann wie ein Auto auf den Cocktail und fragte mich, wass das sei….. Nun ein Pepsi Boston, den ich eigentlich immer trinke. Einige alte Tunten haben halt im Schwuz immer noch eine gewisse Daseinsberechtigung.

 

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big Sister is watching you.

Ein Cocktail zu Ehren der Schwuz Tunte Pepsi Boston, der nicht umsonst in der Pepsi Boston Lounge im Schwuz serviert wird. Sehr schmackhaft. Sie glaubte mir, wollte aber nicht probieren… Sheila musste krank sein an diesem Abend.

Nicht so krank aber, um und drei noch zu unserem Stamm Mc Donalds in der Skarlitzer Strasse zu fahren um unser typisches Ende-einer-Drag-Nacht-Fastfood zu bestellen… und dabei passierten erstaunliche Dinge. Eigentlich nur Kleinigkeiten, aber da scheint ein System hinterzustecken.


mc donalds again from zoe delay on Vimeo.

Janka, ernährt sich normalerweise bei McDonalds von Chicken Mc Nuggets mit viel viel Sauce, aber irgendwas hat sie geritten, an diesem Wochenende einen Salat zu bestellen… Da stimmt irgendwas nicht… Ich bin mir nicht sicher, was es sit. Ist sie vielleicht zu dick geworden? Rollt sich ihr Bauchspeck vielleicht… Ich konnte nichts dementsprechendes erkennen, aber anders ist nicht zu erklären, warum Janka einen auf gesund machte… Wirklich lange hielt sie das aber auch nicht durch. merkte sie doch irgendwan, dass meine Packung Majonnaise noch unberührt war und einige frittierte Kartoffeln auch noch da waren. So stopfte sie eben eine Packung Majo mit drei Pommes in sich hinein. …So wird das aber nichts mit dem Abnehmen..

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Frau “Ich ernähre mich nun gesund” Kroft

Das ist dann wie die Person, die mal vor mir stand und in etwa einmal die gesamte Karte bestellte – Und eine Cola LIGHT.. *Kopfschüttel*

Ich allerdings muss eher zunehmen, hab ich doch selbst mit Tape kaum genug Speck am Körper um auch mit Tape und Klebeband nur ein sehr unweibliches Dekolleté hinzubekommen, also statt meiner Apfeltasche lieber die Chicken Mc Dings für mich mit Pommes und Majo… die aß dann wie erwähnt Janka und ich gewann beim Mc Donalds Gewinnspiel – na was wohl – eine Apfeltasche… Es war also wie immer – und schon lange hell, also ab nach Hause.

…Irgendwie zu spät – oder zu früh oder irgendwas anderes war, denn ich war Sonntag wie gerädert und vollkommen fertig..

Tatjana, Schicksalsjahre einer Königin

Ein Standardwerk der berliner Transenszene?
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Tatjana
, ihreszeichens Berliner-CSD Hoheit von irgendwann bis keinerweisssorecht hat einen zweiten Teil ihres Werkes Tatjana, Schicksalsjahre einer Königin ins Netz gestellt.

Sie beschreibt darin ihre erfundene Geschichte in der berliner Dragzene, Ihr Eintauchen und ihre Zeit als CSD Hoheit

Hab ich auch den ersten Teil nicht mitbekommen, so ist der zweite auf jeden Fall köstlich. Auch wenn Tatjana “Ähnlichkeiten mit allen anderen Personen oder Geschehnissen in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft” allenfalls als Zufall betitelt, so kann ich mich dem Umstand nicht entziehen, dass mir diverse der Geschichten, der Personen, Partys oder Gepflogenheiten durchaus nicht ganz als Zufall erscheinen. Noch dazu sind die meisten Personen auch noch gut getroffen. Okay okay, etwas überspitzt doch, aber im Großen und Ganzen nicht vollkommen falsch wiedergegeben worden.

Diese Geschichte könnte man allen Berliner Neutransen als den großen Transenalmanach mitgeben. Tatjana erzählt über das Schwuz, Wigstöckel, das Irrenhouse, das Kumplenest, das GMF, Das Bangaluu, den CSD, die unterschiedlichen Transenszenen in Kreuzberg und Mitte, in Ihrer Geschichte kommen so unterschiedliche Personen wie Kaey Tearing, Gérome Castell, Chicago Rose, :Mataina Ah wie Süß:, Barbie Breakout, Melli Magic, :Nina Queer:, Polla Disaster, Tilly Kreuzfeldt Jakob, Biggi van Blond, :Ades Zabel:, oder Daphne de Baakel.

Wer das gelesen hat, hat schon mal einen ersten Einblick in die Berliner Drag- und Transeszene. Ich bin gespannt auf Teil III

Ein paar Auszüge:

Die tief liegenden Augen hatte ich mit megalangen falschen Wimpern kaschiert, meine Lippen einfach schamlos übergemalt und die Augenbrauen einfach einige Zentimeter über die ursprünglichen, stark gestutzten gemalt. Nur die große Nase konnte ich mit kosmetischen Tricks nicht verbergen, und den Adamsapfel auch nicht.
Aber da ich ja auch als schwuler Mann auftrat, der eine Frau spielt, und keiner wusste, dass ich eine Frau war, die einen Mann spielt, der sich schwul stellt, um eine Transe zu spielen, war es auch nicht weiter schlimm.
Ich hatte sogar extra die Haare an den Oberarmen gelassen, die zwischen Handschuh und ärmellosem Abendkleid hervorguckten. Ich fand, das gab mir in diesen Kreisen so etwas Echtes.

Gérome hatte begonnen, sich ein wenig um mich zu kümmern.
“¾Weißte, Alte, wir Transen müssen zusammenhalten. Jede von uns hat hier Töchter und Schwestern, das System hab ich aus USA mitgebracht. Na, sonst ha`m wa doch keen! Und wer soll sich kümmern, wenn nich die Familie? Ebent! Du bist jetzt meine Tochter. Und für Dich hab ich auch schon eine; Deine Tochter heißt Frank!”
“Meine Tochter heißt Frank? Auf gar keinen Fall,” wehrte ich ab. “¾Ich kann selber nichts und habe gar nicht die Nerven, mich um so ein verlorenes Balg zu kümmern.”
“¾Frank ist kein Balg,” sagte Martina ah – wie – Süß, die mit uns am Tresen des Bangaluu`s stand. Martina war die einzig festangestellte Transe der ganzen Stadt. In diesem schicken Club in Mitte, den Kaey sicherlich nur tot betreten würde, war sie die vollendete Gastgeberin. Sie mochte jeden und jeder mochte sie.

Gérome hatte mir Melli Magic und Barbie Breakout am Tresen des GMF vorgestellt. Das GMF war ein schicker Club in Mitte, wo am Sonntagabend die jungen, hübschen und reichen Gays des Berliner Nachtleben das Wochenende ausklingen ließen.
Jetzt verstand ich auch Kaey´s abfällige Bemerkungen über “¾Mitte.” Die Transenszene in Berlin-Mitte unterschied sich offensichtlich sehr von der in Kreuzberg.
Barbie und Melli verkörperten Glamour pur.

Melanie, ein Lastwagenfahrer im Zebrakleid, der sicher 120 Kilo wog, aber trotzdem stolz bekannte, so jeden Tag zum Bäcker zu gehen und seine Abende im Internet zu verbringen, wo er sich als 47-Kilo-Schönheit vermarktet, oder Sieglinde, die sich nicht traute, ihren Vollbart abzunehmen und darauf Wert legte, sich weder als hetero- noch als homosexuell einordnen zu lassen, aber auch “¾Transmann” oder “¾multisexuell” schienen ihrer Identität zu enge Grenzen zu setzen.
“¾Ich bin einmalig, verstehst Du,” waren ihre Worte.
Mir schwirrte der Kopf. Wie einfach mein Leben doch war! Alles im Endeffekt Schauspielerei!

Nina Queer genoss es, alle Tabugrenzen zu durchbrechen und blieb so immer im Gespräch. Ähnlich exzessiv wie Barbie Breakout oder Gérome, war sie aber noch immer dabei eine clevere Geschäftsfrau, die sich vom Pommesverkäufer zur Partyveranstalterin und zur Besitzerin einer eigenen Kneipe hochgearbeitet hatte. Ihre Go-Go-Tänzer waren ein uraltes, schwabbeliges Ehepaar, die nackt tanzten, und in ihren Shows wurden Bananen ausgekotzt, Nutella verschmiert oder das Publikum mit Hackfleisch beworfen. Die Berliner liebten das.
Ich war bei meinen Auftritten auch immer völlig entfesselt, versaute mein Playback, verlor meine Perücke oder fiel gleich ganz von der Bühne. So erarbeitete ich mir einen soliden, guten Ruf.

Tatjanas Geschichte kommt mir wie ein Zeitraffer von einigen Jahren Berliner Partyszene vor und sie lohnt sich absolut mal zu lesen.

Tatjana, Schicksalsjahre einer Königin Teil II
Tatjana, Schicksalsjahre einer Königin Teil I

L-Tunes im Schwuz

…und White Party im Bangaluu

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zweimal hat es uns zu Zoe’s Girlstown Party ins KI geführt und beide Male war es ziemlich gut. Nun, wenn eine Lesbenparty gut ist, warum sollte es nicht auch eine andere sein.

Mit dieser Erwartung führte es uns uns Schwuz zur L-tunes, die sicherlich nicht ohne Grund mit folgendem Statement wirbt.

Viele schöne Frauen und die besten DJanes = L-Tunes, the L party : die lesbische underground-party mit den satten sounds. Immer am letzten freitag des monats im SchwuZ.

…ehrlich gesagt. Die Macher von L-tunes und ich haben scheinbar unterschiedliche Definitionen von schönen Frauen, fanden Sheila und ich hier doch eher die Klischee-Lesben vor, wie man sie sich bildlich vorstellt: Mannweiber eben. Möglichst männlich wirkend und auf jeden Fall kurzbehaart – oder wenn das schon nicht gegeben, dann doch zumindest zum Zopf gebunden.

Im garnicht einmal so leeren Schwuz habe ich insgesamt zwei Röcke gezählt, von denen einer Sheila gehörte. (Ich war an diesem Abend ja fast klischeehaft mit meinem weißen Anzug in Hose unterwegs)… Nun sei es drum, dem einen Mädel mit Rock hätte man eigentlich für ihre offensichtlich eigene Meinung gegen die Mehrheit der dort vorhandenen Mädels gratulieren sollen.

““Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein !” (Tucholsky)

Nun, wir unterhielten uns eine Weile mit zwei Mädel, denen man schon ansah, dass sie nur zu Besuch waren, denn ihre Haare waren mindestens doppelt so lang als statthaft gewesen wäre und noch dazu trugen sie sie offen… Irgendwie kamen wir auch auf dei Girlstown zu sprechen und sie meinten dass die Girlstown sicher cooler sei, oder?

Definitiv Ja. Ich finde die Girlstown absolut cooler. Die Frauen schöner und selbst die DJanes besser.

Weil wir aber noch nicht nach Hause wollten, machten wir noch einen Abstecher ins Bangaluu zur White Party, wo ich endlich einmal richtig gekleidet mit meinem weissen Anzug war.

 

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Keine zerstörten Männerbilder auf der Men's Health Party

Nach dem Solar wollten Sara und ich tanzen..

Das war dann auch der Grund, warum dieser Abend ein wenig mehr zum Déjà Vu zum Februar wurden. Damals wurden wir ja im Golden Cut nicht eingelassen, aber dazu später mehr.

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Ich hatte Lust, mal wieder ins Bangaluu zu gehen, also fuhren wir dort hin. So zwei bis drei Minuten haben uns die beiden Türsteher in der Kälte warten lassen, so als sei die Kasse gerade überfüllt. Dem war aber nicht so.. Zu meinem Erstaunen wollte das Mädel an der Kasse dann dieses Mal keinen Eintritt von uns, sondern erörterte uns “wir nehmen heute keinen Eintritt mehr, es ist zu leer”. In der Tat habe ich das Bangaluu sonst erst um 6 Uhr morgens so leer gesehen, nicht jedoch um etwa 1 Uhr… Der Grund, uns vor der Tür warten zu lassen, erschloss sich mir also nicht wirklich… Egal, in einen leeren Club wollten wir nicht, so verabschiedeten wir uns sofort wieder um uns im nächsten Club abweisen zu lassen…

Genaugenommen, war das eine Absage mit Anlauf. Ich hatte gelesen, dass an diesem Abend im Felix eine Men’s Health Party war. Men’s Health, die Männerzeitschrift mit Themen wie Fitness, Frauen, Sex und …Ja eben Autos wie bei den Herren und Damen aus dem Solar. Da haben wir wieder ein eingeschränktes Weltbild.

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Man stelle sich mal vor, da sähe ein Men’s Health Leser zwei schlanke großgewachsene Blondinen von hinten und würde seine direkt in der letzten Ausgabe erlernten Flirttipps anwenden wollen und mit seinen aus vielen Ausgaben erlernten Fitnesstipps zu gewinnen um zu einem späteren Zeitpunkt dann die besten Sextipps aus seinen gesammelten Men’s Health Ausgaben auszuprobieren – und dann drehen die beiden sich um – und sind gar keine Frauen. Vielleicht würde dann tatsächlich ein männliches Weltbild auf lange Sicht verstört sein. Das wollen wir natürlich nicht und der Türsteher wohl auch nicht.

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Zu seiner Ehrenrettung muss man aber sagen, dass er diese Absage trotzdem sehr freundlich überbrachte und ich ihm das “tut mir leid” glatt abgenommen habe.

Nach diesen beiden Reinfällen blieb das Schwuz. Als gute Alternative. Hier wird man immer gerne eingelassen und hier ist es eigentlich auch immer gut gefüllt. Ausserdem sind Stimmung und Musik eigentlich auch nie zu beanstanden.

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An diesem Abend war dort die Search And Destroy Party mit allem was als Gitarrenmusik bezeichnet werden kann. “Meine Musik”, klasse Musik und eine wirklich gute Party mit großartiger Stimmung. Wir hatten viel Spaß und ich war sicher nicht zu letzten Mal auf dieser Party….

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