Queerboot Party

Das war sie nun also, die Queerbootparty, soetwas ähnliches wie eine Hafenrundfahrt nur eben auf dem glatten Wasser der Spree anstatt des ja doch manchmal etwas kabbeligen Wasser der Elbe.

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20:30 sollte der Ausflugsdampfer ablegen und bis dahin sollte man besser da sein, wenn man nicht von weitem winken wollte. Um alle weiteren Spekulationen gleich im Keim zu ersticken – natürlich schaffte ich das. Genaugenommen war ich sogar lange vor Abfahrt und weit vor anderen Mädels an Bord.

Wobei das „an Bord kommen“ garnicht so einfach wie gedacht war, denn die „Gangway“ war sehr steil und kaum stöckelfreundlich. Ich kam jedoch wie gesagt heil an Bord und wurde von Sheila meines hart verdienten Geldes beraubt.

Naja, sie durfte das, stand sie doch an der Kasse und diese Ausflugsfahrt sollte ja nicht in einem finanziellen Fiasko enden. Wenn ich allerdings mal durchrechne, wie viele Mädels schlussendlich da waren, dann glaube ich nicht, dass sich diese Party gerechnet hat… Wo wart ihr alle? Menschmensch. Trannypartys zu veranstalten wird heutzutage immer schwieriger, wenn es sich nicht gerade um eine eingeführte Veranstaltung wie das Schlampenfest handelt….

Egal, die Mädels, die den Weg auf den Dampfer gefunden haben, sammelten sich auf dem Achterdeck und hatten unter der Musik von Michelle ihren Spaß.

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Da haben wir mal den anderen Weg, ein nicht unbekannter DJ, der ob des musikalischen Könnens gebucht wird und eben nur ab und an mal gedresst hinter den Turntabels steht. Ziemlich klasse Leistung übrigens und großartige Musik, die jedoch mehr als einmal untebrochen werden musste.

Die Schiffe auf der Spree sind nicht allzu hoch, damit sie unter den sehr niedrigen Brücken hindurchkommen. Daher kann man diese Ausflugsdampfer auch nur begrenzt als Trannyfreundlich bezeichnen. Selbst ich mit knapp 1,80 Metern hatte mehrmals Deckenkontakt, größeren Mädels wie Janka oder Madeleine durften zumindest unter Deck eher gebückt gehen. Machte aber nichts, denn das Wetter war gut und wir waren ja eh fast alle und fast immer auf dem Achterdeck und da konnte man eben aufrecht gehen – wenn nicht gerade eine dieser Brücken kam.

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Ob Berlin auch, wie Hamburg, mehr Brücken als Venedig hat, kann ich nicht sagen, aber Berlin hat doch einige auf der Spree und wenn man auf dem Achterdeck stehen bleiben würde, dann wäre der Kopf weg. Das alleine wäre ja kaum schlimm, aber zu allem Unmut wäre dann auch die Frisur ruiniert. Und diese Erkenntnis wirke, um sich jeweils bei den Brücken hinzusetzen.

Das ganze hatte etwas von der Reise nach Jerusalem: kaum war die Musik weg, suchten sich alle einen Platz und verharrten, bis die Musik nach der Brücke wieder anging und der Partydampfer wieder normale Lautstärke erreichte.

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Glücklicherweise waren unter den Mädels eine ganze Menge, mit denen man ne Runde klönen konnte und auch etwas Spaß haben konnte. Endlich hab ich beispielsweise mal Madeleine getroffen, etwas mit Mia und Denise geschnackt, Jess über die Zukunft ihres Blogs ausgefragt, mit einer Mehrjankfrau bilder gemacht und und und.

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Mehrjankfrau

Dabei fällt mir ein, dass Jee mir noch eine Wette angeboten hat… Sie will doch tatsächlich versuchen, mit ihrem Blog zum Thema Zoe vor meines zu gelangen. Das ist ja lächerlich, allerdings, wenn sie das schafft, dann ziehe ich wirklich meinen Hut – und werde alles daransetzen, dass sich das schnell wieder erledigt hat 😉

Egal, einige Lieder, einige Schnacks und einige Bilder Später erreichten wir gegen 23:00 wieder die Ablegestelle und fuhren in altbekannter Formation (Sheila, Nina, janka und ich) ersteinmal etwas essen, aber dazu morgen mehr…

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Suchmaschinenoptimierung für Webdesigner

Berliner Drags und das Internet

Vor einigen tagen erhielt ich folgende Email:

Hallo Zoe,

Polla Disaster scheint keine Website zu haben“¦ Ich dachte, vielleicht hast du ihre E-Mail-Adresse.
Es geht um ein DJ-Booking“¦

mfg
aus dem DomAquarée
Timo

… soweit ist es also schon gekommen, dass meines oder Sheilas Blog als mögliche Quelle gelten, Berliner Drags zu erreichen, die ansonsten im Internet nicht vertreten sind.

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…natürlich hat Polla Disaster eine Webseite und zwar unter dem eigentlich eingänglichen Namen www.polladisaster.de. Das traurige ist nur, dass die gute leider einen total unfähigen Webmaster hat und so mit nie und nimmer gefunden werden kann. Ich habe die Anfrage natürlich weitergeleitet, mit dem Hinweis, an der Webseite etwas zu tun, da sie so eventuell viel mehr Geld kostet, als sie es eh tut.

monatliche Domainkosten + Kosten dadurch, dass sie niemand findet und somit viel weniger Buchungsanfragen entstehen als möglich wären.

Es ist erschreckend wer sich heutzutage alles „Webdesigner“ nennen darf und dass diese nicht zumindest über rudimentäre Suchmaschinenkenntnisse verfügen müssen.

die Website würde bei Google.de angezeigt, leider erst weiter hinten bei den Suchergebnissen.

Das ist richtig!
Das muss aber nicht sein. Gerade bei Suchbegriffen ohne wichtige Konkurrenz ist es wirklich leicht, einen Begriff vorne zu platzieren. Es gibt nur eine Polla Disaster und natürlich nur eine Seite, die sich originär mit Polla Disaster befasst. Solch eine Seite ist leicht unter den ersten 10 Plätzen zu platzieren und sollte eigentlich auf Platz 1 stehen.

Andere schaffen das ja auch…

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Das läge an Google, nicht an der Programmierung der Website! Google würde die Suchergebnissen nach einem bestimmten Schema auflisten und dabei die häufigst geklickten weiter vorne platzieren

Das ist leider falsch!
Natürlich liegt es an der Programmierung, genaugenommen liegt es fast vollständig an der Programmierung. Flash kann eine Suchmaschine eben nicht lesen und daher findet eine Suchmaschine ausser dem Seitentitel und einer Description keinen Inhalt auf der Seite. Schade eigentlich! So schaut die Seite zwar toll aus, Ein Suchmaschinenroboter verzweifelt allerdings daran.

Dazu ist es mitnichten so, dass die Frequenz, wie häufig eine Seite gesucht wird irgendetwas mit ihrem Ranking zu tun hätte. Es hat etwas mit Title-Tags, Meta Tags, Inhalten auf der seite, Verlinkung und 1367 anderen Dingen zu tun, mit der Zahl der Suchen allerdings nicht.

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Alle Bookingafragen seien ausserdem über Tefefon oder die Seite zustande gekommen oder, sie würde also gefunden.

Ja, sie wird gefunden, aber eben sehr sehr schlecht.

Studien zu folge suchen 85% aller Nutzer von Suchmaschinen nur die erste Seite ab und gehen. Hier findet man Polla Disaster nicht.

Die Leute, die sie finden, die wissen sicher, wo sie zu finden sind, über eine Suche ist sie ziemlich unauffindbar. Der Effekt ist der gleiche, als wenn sie die URL neben ihrem Klingelschild aufhängt. Wer sie dort findet hat sie bereits gefunden, wer sie allerdings sucht, darf etwa 3,4 Mio Klingelschilder absuchen. Das tut niemand.

Wer eine Djane sucht, wird dann vielleicht eher eine :Gloria Viagra: anfragen, die findet man zumindest. Und das soll sicher nicht Sinn der Sache sein

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Nichtsdestotrotz würde er sichIch werde mich aber nochmal mit Google in der Verbindung setzen.

Leider reicht es auch nicht aus, sich nochml mit Google in Verbindung zu setzen, denn dieses ist leider vollkommen sinnlos. Der Suchmaschinenroboter müsste überredet werden und der ist nur zufrieden, wenn die Seite ihm Inhalt bietet. Und das tut polladisaster.de derzeit leider nicht.

Andere können das komischerweise, wenn ich nämlich mal die Berliner Mädels durchschaue, die mir spontan einfallen, dann sehe ich viele erste Plätze zu eigenen Namen

Platz 1
Gloria Viagra, Nina Queer, Barbie Breakout, :Superzandy:, Sherry Vine, Ades Zabel, Melli Magic, Mataina Ah wie süß, Gina Tonic, Daphne Debaakel, Kora van Tastisch und nur fürs Protokoll natürlich auch Sheila Wolf und Zoe Delay.
Margot Schlönzke schafft immerhin noch Platz 4

garnicht auffindbar:
biggy van Blond, Stella Destroy, Christel Cokes, Polla Disaster, Sally Morell, Kitty Koks und und und….

Leer und Tot ist leider biggyvanblod.de

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Übrigens, nicht alle, die vorne stehen, tun gut daran, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, so findet man beispielsweise schwarzen Text auf schwarzem Grund, Texte im Noframe-Bereich oder anderes unsinniges bis Spambehaftetes auf den verschiedenen Seiten
Mädels, da müsst Ihr was tun.

…und wer sich jetzt fragt, warum Sheila und ich eigentlich überall auffindbar sind, wir leisten uns eine gute Webdesignerin (Sheila) und eine gute Suchmaschinenoptimiererin (mich) 😉

Den verschiedenen Webdesignern lege ich sehr stark die Geschichte:Der Suchmaschinen-Robot und der Webdesigner an Herz, da kann er was lernen 🙂

Edit: Nichteinmal zwei Wochen späte gab es eine HTML-Vorschaltseite, und einige andere Veränderungen wie beispielswiese einen Link von dieser Seite mit dem Titel „Polla Disaster“ und die Seite Stand zu ihrem Namen auf #1… Na also, es geht doch 🙂

Erkennunsdienstliche Mitteilungen auf dem CSD

Nachdem wir nach vielen Irrungen und Wirrungen endlich einen Parkplatz in der Nähe der Mönckebergstrasse gefunden haben, da ich dort irgendwo die Parade erwartete, liefen wir also der Parade entgegen.

Auch irgendwie klasse, auf einer abgesperrten Strasse vollständig alleine zu laufen. Weit vor der Parade und doch mit allerhand Zuschauern, die gerade nur uns, also Nina Petite (AKA Barbarella), Sheila Wolf (AKA Elektra), Janka Kroft (AKA Poison Ivy), Maike als Miss Muffin und mich, anzuschauen hatten – und diese Sehendwürdigkeiten dankend annahmen.

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Knapp 500 Meter, bevor der Zug auf die Mönckebergstrasse und somit die Haupteinkaufsstrasse von Hamburg einbog, erreichten wir die Parade und fädelten uns langsam ein.

Wow, wer alles da war. Also genaugenommen habe ich alle gesehen, die ich aus Hamburgs Szene und Partylandschaft in den letzten Jahren kennengelernt habe. Als erstes liess sich :Valery Pearl: in einer der Fahrradrickschas durch die Gegend radeln und hielt für einen kurzen Plausch. (Später gab es dann noch einen etwas längeren)

Kurze Zeit später sah man schon die Silhouette von Tatjana Taft nähern, die natürlich wieder in Ihrem grandiosen Schachbrettoutfit unterwegs war.

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in CC by Svensonsan
Leicht verwundert aber doch hocherfreut registrierte ich, dass sie direkt auf mich zusteuerte, mich er- und wieder-erkannte, wusste wer ich war und sogar meinen Namen kannte.

Sie hatte das Bild mit uns beiden auf dem Berliner CSD in meinem Blog gefunden und würde ab und an mal reinschauen…. Wow, wieder ein bekannter Name auf der Liste der „Ab und an Leser dieses Blogs“ 🙂

Wie sagte Sheila noch neulich

Sie lesen uns alle – und die, die es nicht tun, die geben es nur nicht zu… 😉

Nun, die Rückmeldungen und die Statistikzahlen lassen darauf schliessen, dass das zu einem hohen Anteil tatsächlich zutrifft.

Aber wie ich schon erwähnte, traf ich während der Parade noch eine ganze Menge Personen aus der Hamburger, die tatsächlich zu einem großen Anteil wussten, dass ich mich jetzt in Berlin herumtreibe.

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Aber es fanden sich auch Personen, die ich mal wieder nicht ohne kurze Hilfe erkannt hätte. Jenny von Jennys Second Wonder beispielsweise, die zum CSD generell als Mann auftaucht und so mal wieder nicht in meinem Blickdunstkreis gewesen wäre. Obwohl die Extravaganz dieses Outfits wäre mir schon aufgefallen.

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in CC by Svensonsan

Beim großen Stop auf der Mönckebergstrasse fand ich dann fast alle anderen, die noch fehlten Chris und Chantalle beispielsweise,

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oder aber die wieder großartig dreinschauende Sissy van Achtern. (Schatzi komm endlich mal nach Berlin um die Hauptstadt zu rocken)

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es gibt so geniale Bilder von Sissy im Netz
in CC by Hamburgerjung

Mich selber traf beim großen Stop auf der Möckebergstrasse fast der Schlag, fehlten mir doch 120 €, die ich eigentlich in meiner Handtasche erwartete. Trotz dieses doch sehr herben Verlustes liess ich mir allerdings die Parade weiterhin gefallen (nur eben ohne einen Euro in der Tasche und mit einem flauen Magengefühl, (nicht weil er leer war, sondern weil 120 € doch arg schmerzten).

Nun mag sich der geneigte leser fragen, was ich mit 120 € auf dem CSD wollte – äh ja, ähh das weiss ich auch nicht, ist aber auch egal, denn das geld fand sich zu hause wieder. ich steckte es zwar in die Tasche wechselte die allerdings kurzfistig noch aus. Drum war das Geld immer noch in der Tasche – die allerdings zu Hause.

Nun so, ist es mir auf jeden fall lieber.

Ansonsten fand ich noch Xenia Aldini, deren Closeup im Netz von einem Leben voller Lächeln und Lachen erzählt

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vielen Dank für das Bild an Elmar Weiss

oder auch Katharina, der ich leider absagen musste, am 11.08 das Familienkombinat zu besuchen, da ich wie gesagt, seit geraumer Zeit im Berlin verweile und eben nur noch sehr selten nach Hamburg komme…

Obwohl zur nächsten Pearls Of The Night mit Barbara Tucker bin ich echt am überlegen.

Erstmal war es klasse all die Personen in Hamburg gesehen zu haben.

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Morgen mehr unter den Stichworten:

„Transen wie im Klischee“

und

„Wer kauft bei Deichmann“

sowie

„Fotos und Fotografen“

vier Transen auf CSD Hamburg Reise

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er ja bekanntlich was erzählen.

So ist es auch, wenn sich vier Transen in den kopf gesetzt haben, zum Hamburger CSD in der Hansestadt einzufallen. Nina Petite, Janka Kroft, Sheila Wolf und meine Wenigkeit wollten Freitag nach der Arbeit auf die Hamburger Autobahn um pünktlich zum nächsten Tag zur Parade in Hamburg zu sein.

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Das klappte auch einigermaßen – zumindest das mit in Hamburg sein, da alle gut in Beugung von Wahrheiten sind. Die eine lieh sich bei einem Familienmitglied, der große Autos verkauft einen Leihwagen und fuhr mit „Potentiellen Kunden“ (uns) durch die Gegend, die nächste hatte als letzten Kunden einen Namen, der ebenfalls mit dabei war und die nächste wiederum musstre einen dringendes Meeting vorverlegen, weil sie UNBEDINGT zum 60sten Geburtstag der angebeteten musste…

All das fällt in die Kategorie Flunkern und nicht lügen 😉

Irgendwann gegen 20 Uhr am Freitag hatten wir alle zusammen und packten einen Schwerlasttransport. (4 Transen mit Ausrüstung für ein ganzes Wochenende lassen jedes Auto die Grenzen des Belastbaren austesten). Auf jeden Fall liess Sheila den Motor an, fuhr noch eine kleine Umwegstrecke durch Berlin und knallte mit Höchstgeschwindigkeit und Klimaanlage auf Minusgrade eingestellt (was für ein Glück, dass ich einen wärmenden Schlafsack dabei hatte) über die Autobahn in meine Heimatstadt.

Der Kölner CSD ist der größte, der Berliner CSD ist der meines neuen Zuhauses, aber der Hamburger CSD ist der meiner Heimat. Hier hab ich Zeit meines Lebens gewohnt, hier bin ich immer zu Hause, daher muss man mir meine kleine melancholische Anwandlung erlauben, die mich (wie schon immer) beim Überqueren Hamburg Grenze auf der Autobahn beschlich.

Nina und Sheila hatte ich bei mir einquartiert, Janka „irgendwo in Hamburg ziemlich weit Ausserhalb“ bei ihrer Schwester. Nun ziemlich weit ausserhalb kann so ziemlich alles, einmal rundherum um Hamburg sein, doch es zeigte sich, dass Jankas Schwester gerade einmal 2,0 Kilometer von mir entfernt wohnte,

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Schon strange das. Hamburg mit seinen etwas über 755 Quadratkilometern und man wohnt zufällig nur zwei kilometer auseinander. Nun es machte die Sache einfacher.

Wir luden Janka bei ihrer Schwester ab und spürten eine ziemliche Leere in der Magengegend. Zeit etwas zu essen, jedoch gestaltet sich dieses wirklich schwierig, wenn es

a) halb 23:30 und
b) irgendwo am Rande von Hamburg

ist, und man drei gänz unterschiedlich nahrungsaufnahmetechnisch sozialisierte Transen im Auto hat:

Ich esse um zu Essen und ich sehe Essen generell als Zeitverschwendung an. Drum muss es bei mir schnell gehen, satt machen und nach Möglichkeit viel sein. Wenn das Preisleistungsverhältnis okay ist, dann ist mir egal, ob ich in der nächsten Pizzeria, dem näächsten schweinske oder irgendeiner Kneipe esse. Solang die eben genannzen Vorsuassetzungen nur zutreffen….

Sheila ist da gänzlich anders. Ihrer Meinung nach muss mann Nahrungsaufnahme zelebrieren. Sie isst nicht um zu essen, sondern … äh hab ich vergessen… naja auf jeden Fall kommt es ihr auf den Inhalt, die Zubereitung, das Land, die Beigaben inform von Getränken, die Athmosphäre und und und an. Der Preis und die Zeit die dabei draufgeht sind dagegen zweitrangig. Ihrer Meinung nach könnte sie besitzer eines großen Eigenheimes sein, wenn sie eben nicht so auf Nahrungsaufnahme der besseren art stehen würde.

…Mit diesen beiden gänzlich konträren Einstellungen wäre es ja ansich schon schwierig eine für beide Seiten genehme Lokalität zu finden, wenn es nicht wie gesagt 23:30 wäre und wir noch Nina bei uns gehabt hätten.

Nina hat nämlich noch eine vollständig andere solzialisierung der Nahrungsaufnahme, die man grob als Steak und Pizza bezeichnen kann. Allerdings nur sehr grob. sollte auf einer Pizza zu viel gemüse sein, so ist diese Pizza nahezu giftig, vegetarische Beilagen beim Fleich sind nur dann erlaubt, sofern sie frittierte Kartoffeln sind. Salat und ähnlich unwichtiges Zeug werden dagegen nicht angerührt.

Für mich ist essen also notwendige Nahrungszuführung, Für Nina ist Essen entweder ungenießbar oder Pizza, Huhn, Schnitzel bzw Kotelett mit Pommes und Sheila unterscheidet selbst bei paniertem Fleich zwischen Wiener Schnitzel und Schnitzel Wiener Art (von tausend Arten Sushi und allem anderen garnicht zu reden.)

Nun wir fanden schlussendlich einen Inder, der noch auf hatte und uns noch eben etwas zubereiten wollte. eine gemischte platte, etwas Salat etc. Sheila war glücklich, mir war es okay und Nina meinte „etwas Reis ist okay, alles andere kenne ich nicht – folglich esse ich nicht“

Nun wir wurden noch einigermaßen satt und kamen ins Gespräch mit dem Inhaber, der irgendwann fassungslos auf die Bilder auf Sheilas Laptop schaute und nicht fassen konnte, dass die Mädels auf den Bildern da uns zeigen. Er gab uns noch getränke aus und lud uns zu einer Bollywoodparty an der elbe am Samstag ein. Sorgte sogar dafür, dass wir auf der Gästeliste standen…

Bollywood… why not.

Gegen eins kamen wir dann ins bett.