Hallo Siegessäule

Hinterher in der Siegessäule
hinterher Siegessäule

In der monatlichen Siegessäule gibt es immer eine Rubrik „Hinterher“ die man auch als „Partyfotos des letzten Monats“ bezeichnen könnte.

Im Normalfall gubt die Siegessäule auf dieser Seite damit an, welche Promis und Halbpromis ihren Partyfotografen vor die Linse gelaufen sind. Ob Robert Stadlober, Udo Walz, Desiree Nick oder Klaus Wowereit. Wenn sie sich irgendwo auftreiben, wo ein Partyfotograf sich gerade rumtreibt, ist die Chance groß, zufällig auf dieser Seite zu landen. Dazu machen sich auf der „hinterher“ Seite auch immer ein Paar Transen gut, die das ganze etwas aufmischen.

Da wir auf dem Underground Catwalk 2008
a) mit Stefan Kretzschmar auf einem Bild waren und dieses Bild
b) von Raymond geschossen wurde
war zwar nicht zu erwarten aber doch nicht ungewöhnlich, dass wir in der diesmonatigen Siegessäule auf der „hinterher“ Seite auftauchen…

Aber was macht die Siegessäule denn daraus bitte? Da versucht man echt alles, damit sich die Leute unsere Namen einhämmern und für die Siegessäule sind wir einfach nur „und andere Transen„… Nonames also? So geht das nicht Leute.

Liebe Jungs und Mädels der Siegessäule:
Transe links: Sheila Wolf
Transe mitte: Stefan Kretzschmar
Transe rechts: Zoe Delay

nur fürs nächte Mal 😉

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Irrenhouse im Juni 2008

Sex Jahre und 11 Monate Irrenhouse
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Bevor nächsten Monat wieder die große Irrenhouse Sause startet und :Nina Queer: insgesamt sieben Jahre ihrer großartigen Party feiert, war dieses Mal noch einmal brot-und-butter angesagt. Aber das Irrenhouse ist auch in der Brot-und-Butter Version immer noch viel besser als die meisten Parties in der Hauptstadt jemals sein werden.

 

An diesem Abend hatten wir aber charmante Begleitung. Wickie, eine Kollegin von Janka war dabei und obschon sie eigentlich arge Bedenken hatte, eine Gayparty zu besuchen, schien sie doch sehr zufrieden gewesen zu sein, als wir das Irrenhouse später verliessen. Aber soweit bin ich ja noch nicht.

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kein Anschluss unter diesem Schuh

Es war kalt als wir kamen und das Wetter war fast winterlich. Der Sommer schien zu Ende. So dachten wohl auch andere, die aus der Sommerstarre aufgewacht sind und das Irrenhouse mal wieder richtig gut füllten. Trotzdem waren dieses Mal relativ wenig bekannte Gesichter fand ich – obwohl Mel war mal wieder mit unterwegs, Claire war mal wieder zu sehen und Shizophrena war da, wollte allerdings nicht fotografiert werden… ..Nun fragt sich der Leser zu recht folgendes: „Eine Transe, die nicht fotografieren lassen möchte, wie kann denn das sein?“

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Die Lösung ist einfach… Shizophrena hatte ihr Makeup vorm Urlaub verlegt und nicht wiedergefunden… Ich kenne dass, wenn man irgendwas einfach nicht wiederfindet und so mit etwas anderem vorlieb nehmen muss. Immer Mist soetwas.

Dafür gab es mal ein neues Gesicht in Berlins Clubszene. Gina nennt sie sich und treibt sich gerade seit anderthalb Monaten draussen rum. Zumindest dieses bisher aber nicht auf irgendwelchen Parties auf denen ich mich rumtreibe, denn ich hatte sie bislang nie gesehen. Sicherlich ist da noch einiges zu tun, aber ein Anfang ist gemacht. Ausserdem hatte sie den Mut, uns anzusprechen. Als ich das erste Mal im Irrenhouse war, hatte ich den Mut nicht insofern: Respekt.

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Aber kommen wir doch mal zum eigentlichen Highlite einer jeden Irrenhouse-Party, der Transenshow.

Den Start machte an diesem Abend die Hausherrin selber, die ihren Smash-Hit „Fickie Fickie Aua Aua“ live zum Besten gab. Das dauerte zwar eine Weile, bis sie aus allen Mikrofonen im Irrenhouse das einzige herausgefunden hatte, dass ihre Stimme auch ordentlich über die Boxen in das Publikum übertrug. Das hatte sie aber irgendwann geschafft und so sang sie – dieses Mal ohne DJ Divinity – ihren Hit.

Gerfolgt wurde sie von :Adessa Zabel:, die ebenfalls einen Smash-Hit vortrung, allerdings nicht von Nina sondern von Madonna. „Give it to me“ um genau zu sein. Jawohll, gib uns unseren Shit Adessa. Das tat sie – und zwar mit einer ganzen Ecke Transen-Trash. Aber ich mag Transen-Trash und so mochte ich auch den Auftritt von Adessa. Genaugenommen empfand ich ihn sogar als allerbesten an diesem Abend.

Damit aber nicht fertig, denn es folgte Stella DeStroy, die bestens aufgelegt, ihren Goldfingerständer und American Boy dabei hatte und mit ihm wiedereinmal eine unwahrscheinliche Sauerei auf der Bühne veranstaltete. Dass er sie ordentlich besudelte musste ihr American Boy allerdings ziemlich büssen… So ein Heel kann einem Mann schon ordentlich die Luft rauben 😉

Letztendlich folgte dann noch eine alte Bekannte: :Mataina Ah wie Süß: wobei alt in diesem Fall absolut nicht despektierlich gemeint ist, sondern ihrer heutigen Bühnenpersönlichkeit geschuldet ist. So stand sie dieses mal als rüstige Rentnerin auf der Bühne und sang über Gruppensex im Altersheim und damit war der wichtigste Part des Abends zu ende.

Nicht jedoch der Abend selber für uns, denn den wollten wir noch im Felix ausklingen lassen, auch um Wickie noch einmal zu zeigen, dass man auch ausserhalb der Gaycommunity jede Menge Spaß haben kann. Auf also ins Felix.

Stadtplan Köln

mir taten die Füße vom Stehen weh

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…na, da haben wir ja meinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht – und ich war nichteinmal sonderlich schuld daran.

Was passiert, wenn vier Transen in Köln sind, die an unterschiedlichen Orten in der Stadt wohnen und alle auf das gleiche Event (in diesem falle dem Christopher Street Day Köln) wollen??? Naja fest steht, sowas endet in einem üblen zeitlichen Verzug und zumeist auch in einem Desaster. Bei uns auf jeden Fall aber in jenem erstgenannten ordentlichen Zeitverzug.

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Geplant war, dass ich zu Sheila und Sarah kommen sollten und wir zusammen zu Janka fahren würden. …Dummerweise hat sich neimand vorher angeschaut, was das eigentlich bedeuten würde. So sind wir statt etwa 5 Minuten zur Deutzer Brücke (dem Startpunkt des CSD) lieber etwa 15 Minuten zu Janka gefahren, haben dort auf weitere Leute gewartet um dann weitere 10-15 Minuten nach Köln rein zu fahren.

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..Dafür benötigten wir zwo Taxen und wir konnten endlich einmal mit Fug und Recht sagen „Folgen sie diesem Wagen“ in dem ja der Rest unserer CSD-Reisegruppe saß. Irgendwo in der Kölner Innenstadt bei der Oper ließ man uns heraus und wir standen dann wie begossene Kätzchen und Phoenixe dort und warteten auf den Zug.

Von weitem sahen wir die Parade entgegenkommen und etwa 300 Meter weit weg um eine Ecke biegen. Dumm, denn statt dort einfach hinzustöckeln mussten wir an unserer Ecke bleiben und auf Nina warten. Und alleine das war schon schwierig, denn eigentlich wusste weder Nina wo wir waren, noch wussten wir, wo wir waren, noch wussten wir, wo Nina war. Und generell kannten wir uns alle nicht aus in Köln. Dumme Voraussetzung um sich zu finden.

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Also standen wir dort und standen und standen und posierten ein wenig. Das alleine wäre natürlich irrsinnig langweilig gewesen, wenn es nicht ein wenig was zu tun gegeben hätte. Beispielsweise eregten wir das Aufsehen eines Kamerateams, das für die Schickschick Show von Ehrensenf unterwegs waren.

Langsam lernen wir das Antworten vor Kameras, denn wir antworteten gut – okay okay, sie fragten nicht über Politik oder sonstige Dinge, sondern über Mode. Das können wir und da sind wir tatsächlich mal echte Fachfrauen…

Jaja, die Filmkameras. Nie wollen sie uns und dann auf einmal sind sie alle da…. Gerade als wir mit Ehrensenf redeten kam auch eine Kamera von der ARD vorbei und hätte uns gerne gefilmt, wenn wir gerade frei gewesen wären… waren wir aber nicht. Zu dumm!

Während wir also den Passanten und Kameras auffielen, fiel uns ein Mädel in 20er Jahre Outfit auf, die dringend fotografiert werden musste, also fragten wir sie. …Erstaunen in ihren Augen…

Ihr fragt MICH???

 

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 Na klar tun wir das, denn wenn sich jemand Mühe gibt, dann sehen wir das und wir würdigen das. Ausserdem würde die gute Dame hervorragend zur Boheme Sauvage passen bei der wir ja auch Stammgästinnen sind. Na mal sehen, sie hat meine Karte, vielleicht liest sie ja mit.

…ich könnte jetzt stundenlang erzählen, wie wir auf den Zug warteten, denn es kam mir auch vor, als wären es echte Stunden gewesen. Aber Nina erreichte uns knapp bevor der Zug bei uns ankam. Nun endlich konnte die Parade des Christopher Street Day Köln mit uns starten.

…dass wir ziemlich weite am Ende der CSD-Strecke einstiegen, wussten wir dabei selber aber noch nicht und sollte uns erst gewahr werden, als wir im Ziel ankamen. Nur mal zur Verdeutlichung die folgende Karte. Der blaue Balken ist die Strecke und der Rote Punkt ist jener an dem wir endlich einstiegen. …etwa das letze viertel…

Stadtplan Köln

Wären wir die etwaigen 300 Meter gestöckelt, hätten wir etwa die Hälfte mitbekommen. Das ist zwar auch wenig, aber doch deutlich mehr.

Folglich war, als wir bei bestem Wetter in die Parade des CSD einstiegen und uns langsam warmliefen, die Parade eigentlich schon beendet, als wir gerade Betriebtemperatur erreicht hatten. Zu schade.

Nun zumindest trafen wir noch Tatjana Taft und Daphne Dragee und ertmalig live auch Shirley Sugar. Wenigstens kurze nette Treffen auf dem kurzen Weg.

Daphne Dragee & Shirley Sugar

Tja, um zumindest noch ein wenig von der Parade zu haben, schauten wir dann im Ziel noch eine ganze Weile zu und merkten wieder einmal, dass Schuhe / Füße viel mehr weh tun, wenn man nicht gehen kann, sondern stehen muss.

Wo unser CSD-Ausflug dann bei Chicken McNuggets und Milkshake endete, brauche ich glaube ich, nicht sonderlich extre erwähnen… Bei Mc Donalds…

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Kurz war unser Ausflug auf sie Parade des Christopher Street Day in Köln

Wo finde ich die Fotos

Bevor ich am nächsten Wochenende vom CSD Köln Fotos schiesse und sie hier veröffentliche, muss ich ersteinmal das letzte Wochenende abschliessen und da ist eigentlich noch einiges zu tun und es hat großteils mit fotografen zu tun – und eben mit Fotos.

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thx to Matthias Hennig

…Ich hatte je vor lauter posieren auf einmal meine Reisegruppe verloren und ich war mir beim besten Willen nicht sicher, ob ich nun zu schnell oder zu langsam war, also lief ich ersteinmal nach vorne um dann eine ganze Weile dort auf den Rest der Baggage zu warten, der aber irgendwie nicht kam.

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Auch alle mir bekannten Personen, die den Rest kannten, wusste nichts genaues nicht. Also ging ich laaaangsam weiter und posierte noch ein wenig. Einen Fotografen mit großem Nikon Objektiv, der einige Bilder von mir schoss fragte ich nach einer Karte… Leider hätte er keine, aber ich könne die Bilder bei einer Onlinecommunity finden, dessen URL er mir nannte… Er sei da einer der bekanntesten Schreiber.

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…moment… Es machte *Ratter, ratter, klick* in meinem Kopf. Die URL kenne ich doch. Naja, sollte ich wohl, denn dort habe ich mal gearbeitet, bis ich meinem damaligen Chef meine Kündigung verkündet habe, die mitnichten damit zu tun hatte, dass ich mich in der Firma nicht wohl gefühlt hätte sondern einzig und alleine dadurch zustande kam, dass ich nach Berlin in die queere Hauptstadt wollte. Das fand mein Chef zwar nicht toll, er konnte es aber verstehen… Nun könnte er, wann er Die Bilder auf seiner Seite anschaut ein Paar Bilder seines früheren Angestellten sehen – und wüsste es geht mir gut… Schon komisch. Die Welt ist eben doch sehr klein.

Einer der nächsten Fotografen die mir über den Weg liefen, war dann ein ehemaliger Kollege aus ebendieser Firma, der mich aber auch als Zoe kennt und mittlerweile auch in Berlin wohnt. Berlin ist eben auch sehr klein.

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Da ich meine CSD-Reisegruppe dann aber immer noch nicht gefunden hatte, machte ich es mir ersteinmal am Strassenrand gemütlich und harrte der Dinge, die da so auf mich zukamen. … Man möchte es nicht glauben, aber eine der ersten Personen war – was wohl – ein Fotograf, der mich knipsen wollte. Stefan von der Aidshilfe Lausitz, der mich wohl auch schon im Vorjahr fotografiert hätte und dort mit Miss Cherry Moonlight unterwegs war… Jemand der mich aus dem letzten Jahr wiedererkannt hat. Wow. Dass es sowas gibt….

 Cherry Moonlight

Ja, das gibt es. Und nicht nur einmal… Nun sind Fotografen bis auf Ausnahmen ja in der Regel ein komisches Völkchen. Drückt man ihnen eine Karte in die hand melden sie sich nicht, nimmt man ihre Karte und schriebt sie an, melden sie sich auch nicht. Traurig. Es gibt aber auch vollkommen andere Fotografen, wie ich feststellen durfte. Gestern landete nämlich folgende Mail bei mir:

Hallo Zoe,
ich hab‘ gerade mal genauer meine Bilder vom diesjaehrigen CSD gesichtet und da fiel mir das angehaengte auf. (Wir hatten bereits letztes Jahr wg. eines Fotos Kontakt.) Kurz mal in Deinem Blog gegengecheckt – ja, richtig – und ab in Deine Mailbox. Kannste gern in Deinen Blog packen.
Ich find’s ja immer wieder spannend, bekannte Gesichter wiederzuentdecken.

Wow, der hat mich wiedererkennt, es nachgeprüft, nach meiner Email gesucht und es mir ungefragt zugesendet. Soetwas gab es ja noch nie. Toll.

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Egal, von den ganzen Fotografen zurück zum Umzug. Ich saß da also an der Seite und wartete und wartete und wartete um dann festzustellen, dass die anderen wohl nicht kommen würden… Die hatten schlapp gemacht und brauchten eine Pause. Sheila sagte aber noch, dass sie nun kommen würden… Also hieß es weiter warten. so ziemlich alle Trucks fuhren an mir vorbei. Beispielsweise der GMF Truck mit Barbie als Mann – die ich allerdings wie bei mir üblich – erst auf den zweiten Blick erkannte – SHAME ON ME.

Naja irgendwann kam dann Sheila alleine auf mich zugestöckelt um mir zu erzählen, dass der Rest hinten sitzen würde und „Mäh ich mag kein Blatt“, ääääh „Määääh ich lauf keinen Meter weiter“ spielten. Wir mussten also zurück und darauf warten, dass der gesamte Restzug an uns vorbeizog, die Stadtreinigung alles aufräumte und die polizei die Strasse freigab, damit wir noch etwas essen fahren konnten….

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Die erste Taxifahrerin, die ich anhielt, schaute mich übrigens entsetzt an, stammelte irgendwas von „alles gesperrt“ und düste weg… Egal, wir wurden dann doch noch von einem Taxifahrer mitgenommen und in voller montur im Vapiano abgesetzt. Hungaaaar.

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Was essen musste sein, immerhin wollte noch ein CSD Abendprogramm absolviert werden. Dazu aber morgen mehr.