Underground Catwalk
Underground Catwalk wurde am Jul.12, 2010, gepostet
In der letzten Woche ist so viel passiert, dass ich erst heute dazu komme, neben den bereits geposteten Bildern auch ein paar Worte zum Underground Catwalk 2010 zu schreiben.
Den Bildern nach kann man sehen, dass es auch dieses Jahr wohl wieder ein Highlite der Mercedes Benz Fashion Week Berlin war. Für Pressevertreter wie uns hatte der Underground Catwalk dieses Jahr einen großen und gewichtigen Vorteil den Vorjahren gegenüber: Es gab zwei Underground Catwalks dieses Jahr. Im ersten fuhren größtenteils geladene Gäste und Pressevertreter mit, was den großen Vorteil hatte, dass man in diesem Jahr tatsächlich auch die Show gut auf Bild bringen konnte.
Andererseits drückte das ein wenig die übliche Gesamtstimmung dieser Show. …also Gesamt, nicht jedoch in unserer Ecke, in der wir mit Sheila, Tara La Luna, Diana von Buy Unlike und Sammy von Redcat 7 der Show unseren eigenen kleinen Glamour Faktor gaben und gespannt der Mode harrten, die da auf uns zukommen sollte.
Und genau dort muss ich in etwa das Gleiche wie im letzten Jahr sagen. Bedruckte T-Shirts sind für mich nur wenig Underground. Insgesamt gab es vor allem drei Labels, die wirklich spannend waren. Die oben schon genannten Redcat 7 und Buy Unlike die Jessica Louise sowie Deadly Dames zeigten, als letztes noch Latexkleidung von Savage Wear…
Ich habe eine Weile überlegt, ob ich vielleicht parteiisch bin, weil genau DAS zufällig auch die Personen und Labels waren, zu denen ich einen persönlichen Kontakt habe, habe mich aber entschieden, dass dem nicht so ist, als ich Bilderserien vom Underground Catwalk sah, und dort beispielsweise 9 von 12 Bildern eben auf diese drei Labels entfielen und der Rest dann auf ex-germanys next top model Kandidatin SarahKnappik und Rapper Fler entfielen… Und da waren es eher die Namen, die sie da rein brachten.
Apropos Fler…. Da haben wir einen Rapper auf dem Underground Catwalk, der mit Deutschtümelei “„Schwarz, rot, gold / hart und stolz“, auffällt und sein Album mit den Worten “ab 1. Mai wird zurückgeschossen” bewirbt. Dazu immer mal wieder mit antisemitischen und homophoben Gedankengut in Erscheinung tritt und beispielsweise einen Rap Kollegen einen… “schwulen Zigeuner“ nennt, der sich „ganz krass mit seiner Sinti-Sippe in den Arsch ficken“ und „mit seinen ganzen Zigeunern zurück in ihre Wohnwagen“ rennen soll….
Nun will ich Alex und seinen Mitstreitern beim besten Willen nicht vorwerfen, dieses zu gewusst zu haben, aber es ärgert mich doch, dass solch ein Arschloch, dass Fler offensichtlich und meiner Meinung nach ist, eine Plattform bekommt und sich sowie sein Label inszenieren kann.
Aber zum Prositiven zurück. Echten Szenenapplaus gab es, als Sammys Redcat7 Girls, die auf dem Hinweg noch im Asia Look erschienen, auf dem Rückweg in der Ubahn in Korsett und Pfauenschleppe erschienen, das hatte allerhand und wurde von den anwesenden Fotografen und Gästen in der Ubahn ebenso gesehen und mit Recht beklatscht.
War sonst noch was? Ach ja: Wenn Du, Typ mir noch mal über den Weg läufst und mir wieder an die Perücke gehst, dann hilft Dir auch Deine böse Attitüde nichts. Sei Dir Sicher, Stöckel können Weh tun.
Insgesamt war es wieder ein sehr schöner Underground Catwalk und durch die beiden Fahrten viel entspannter als die letzten Jahre.
Viele nette Menschen im Wintergarten
Viele nette Menschen im Wintergarten wurde am Mrz.31, 2010, gepostet
Der Wintergarten ist ja wieder voll in Betrieb und als dieser immer noch eine der schönsten Eventlocations in Berlin und die Boheme ebenfalls eine der schönsten ihrer Art. Ausserdem trifft man dort immer viele nette Leute, mit denen man sich wunderbar unterhalten kann…. Und Fotos schiessen.
So beispielsweise dieses wunderbare Bild, dass nicht weniger als einen vollen Cuba Libre kostete und dem Wintergarten fast eine Bank gekostet hätte… Ich bin allerdings nicht ganz sicher, wie es dazu kommen konnte, wiege ich doch mit meinen Zwölfeinhalb Kilos ganz ganz wenig. Ich glaube ja, dass da ein Techniker anno dazumal geschlampt hat, anders ist mir das unerklärlich.
Ebenso unerklärlich ist mir, wie wir an diesem Wochenende so früh losgekommen sind, dass wir fast den Wintergarten aufschliessen konnten genaugenommen waren wir so früh auf der Boheme, dass wir fast noch hätten rie realen zwanziger Jahre miterleben können. Quark, aber für einen Drink, zusammen drei Brezeln und ein Lob von der netten Bardame reichte es lange bevor der Saal im Wintergarten aufgesperrt wurde und der übliche Tanzkursus begann…
Den hatten wir auch noch nie mitgemacht, da wir zu dem Zeitpunkt noch nie da waren, an ersterem änderten wir dieses Mel ebenfalls nicht, sondern schauten ein wenig belustigt, ein wenig erstaunt auf die tanzlernenden Massen. …Man muss aber auch zugeben, dass wir extra nicht mitmachten, da wir sicher ein ganz schlechtes Bild abgegeben hätten auf der Tanzfläche… also liessen wir es lieber.
Stattdessen schauten wir uns lieber die neue Nummer von Julietta La Doll an. Erzählte sie letztens noch etwas von einem großen Schlüsselloch trug sie dieses Mal eher ein ganz kleines zu klassischer Orchestraler Bombastmusik. Mal etwas neues und sehr sehr schön. Ihre zweite Nummer kam leider erst so spät, dass wir sie verpassten, da wir schon unterwegs waren – wobei wir doch eine ganze Weile dieses Mal im Wintergarten verweilten und uns mit diversen netten Personen.
Beispielsweise mit Lidia Buonfino. Zwar sind wir uns schon aus massig Partys über den Weg gelaufen, unterhalten allerdings haben wir uns nie. Schade eigentlich, denn man kann sich wunderbar mit ihr unterhalten, ausserdem ist sie schon wirklich weit rumgekommen – und sie war froh, Hamburg verlassen zu können, was aber immerhin besser gewesen sei, als München… Nundenn wir trafen uns in Berlin.
Ausserdem traf ich Marén, zwar unterhielten wir uns nur sehr kurz, aber wichtig war es, denn ich erfuhr, dass sie großartige Masken macht und ebenso tolle Perücken. Beides kann ich für die Artists Charity Night in Zürich gut gebrauchen. Ziemlich teuer zwar, aber offensichtlich in klasse Qualität. Ich glaube, ich muss da noch einmal feilschen, denn beides passt genau zu meinem angedachten Kostüm für den Abend… Mal sehen.
Interessanterweise habe ich an diesem Abend festgestellt, dass mich eben die Artists Charity Night auch etwas einschränkt, da ich dort in Zürich bin, verpasse ich leider die erste Boheme Sauvage in Hamburg. Im Übel & Gefährlich…. Die Swing Royal in Hamburg hat da ja schon sehr gut geklappt und ich hätte gerne gesehen, wie die Boheme in Hamburg einschlägt… Nun ich bin sicher, es wird bestimmt auh eine zweite dort geben, dann komme ich eben.
Auf jeden Fall fühlte ich mich nach dem Wintergarten etwas müde, obwohl Sheila noch Janka einsackte und noch ins Cookies fuhr. Mich rief mein Bett.
Eine goldene Sternstunde der Burlesque
Eine goldene Sternstunde der Burlesque wurde am Feb.24, 2010, gepostet
Empress Stah, Ardor DeVille & Tara La Luna auf der Bühne im Heimathafen Neukölln
Was war dass denn geniales? …. Nun habe ich ja schon manch eine burlesque Performance gesehen, aber ich soetwas, wie die Nummer von Empress Stah habe ich noch nicht erlebt. Da reicht mein – offensichtlich bereits als running Gag betrachtetes “Großartig” nicht aus, aber später mehr.
Die Le Fete Fatale stand wieder einmal an und mit ihr bevölkerten dieses Mal diverseste tote Hollywoodgrößen den Himathafen Neukölln, denn das Motto hiess am Samstag “House of haunted Hollywood”… Ich selber konnte mit dem Motto irgendwie nicht so viel anfangen und verweigerte mir ein abgedrehtes und totes Outfit. Es hatte etwas von Halloween, wobei sich die Gäste der Fete Fatale wieder einmal richtig Mühe gegeben haben. Tolle Outfits dabei… und tolle Nummern…
Ich kam eigentlich mit der freudigen Erwartung zur Fete Fatale, dort die Nummer von Ardor DeVille und Tara La Luna zu sehen, die ich wirklich beide noch nie auf der Bühne gesehen habe… und dieses Mal gar zusammen. Leider kamen wir einige Minuten zu spät um Ardor noch singen zu hören aber der Anblick von Tara entschädigte für vieles. Ein tolles Paar die beiden und eine tolle Performerin, die Tara.
Aber auf der Bühne wurde deises Mal eh geklotzt und nicht gekleckert. Ich weiss nicht genau, wie man es nennt, was dort auf die Bühne gebracht wurde, um dieechte Geschichten gestrickt und es tat sich um die Künstler herum allerhand auf der Bühne. … Auf der konnte man auch mal wieder Lady Lou bewundern, die sich wieder einmal einen Sugardaddy geangelt hatte und ihn um den einen oder anderen Dollar erleichterte – und am Ende der Nummer ganz dem Motto der Party reich und schön, jedoch jung verstarb. Doof gelaufen.
Apropos reich… Empress Star scheint reich zu sein, war sie doch über und über mit Goldbedeckt. Schwierig wirds, wenn man mich fragt, was mich an der Nummer besonders begeistert hat. Ich kann es nicht sagen, aber ich stand mit offenem Mund staunend da und schloss ihn erst, als ich Gold im Mund hatte… Und im Rotwein. Man hätte denken können, wir seien schon frühzeitig im Irrenhouse gelandet. Dort ist es ebenfalls gefährlich, kurz vor der Bühne zu stehen. Auf jeden Fall war es eine sehr andere Art des Entblätterns, was uns Empress Stah dort auf der Bühne zeigte. Klasse.
Auf jeden Fall war eien illustre Gesellschaft im Heimathafen auf und vor der Bühne vertreten und eigentlich wollten weder Sheila noch ich die Party verlassen, aber was soll man machen als “Presse”, denn immerhin wartete das Irrenhouse auf uns, und das darf man auch für eine La Fête Fatale kaum verpassen.
Selten war eine Zusammenstellung von toten und untoten Menschen so Interessant… Ausser vielleicht bei Bob Youngs Halloween Masquerade.
Fashion Show im Spy Club
Fashion Show im Spy Club wurde am Aug.31, 2009, gepostet
Ich war neulich ziemlich verwundert, als ich einen Flyer für den Spy Club im Cookies sah und auf der Vorderseite einige Mädes (unter Anderem Tara La Luna) in typischen Pony Mädchen Outfits posierten.
Äh eine Ponymädchen Modeschau im Spy Club? Das verwundert mich ein wenig, versteht sich das Cookies doch als sehr nobler Club, während Pony Mädchen durch die Nische immer noch ein wenig Underground ist, zum zweiten ist der Spy Club zwar generell offen, da eine Bob Young Party aber auf jeden Fall immer noch sehr Gaylastig – Ponymädchen hingegen macht Mode für Frauen… was also bringt ein größtenteils schwules Publikum der Marke?
Diese Frage sollte sich mir bis zum Ende nicht erschliessen, aber das ist ja auch egal. Sheila, Janka und ich sind vermutlich mehr oder weniger die einzigen wirklichen Verbindungen des Spy Clubs und der Szene, für die Pony Mädchen Kleidung steht, vermutlich das ist dann auch der Grund gewesen, warum die beiden dann auch auf der Show mit auftraten.
Ich hingegen konnte mich ein wenig mit den Gästen unterhalten und den einen oder andere Cocktail trinken. (was sich übrigens heute morgen, ääh nachmittag beim Aufwachen bemerkbar machen sollte). Sei es drum, auf einmal stand Marcella hinter mir, die mit zwei Freundinnen an der Bar 25 abgewiesen wurde und die dann etwas anderes suchten. Drei nett anzuschauende Mädels, zweimal hohe Hacken, einmal kurzer Rock.. Was soll man denn noch machen? …Keine Ahnung, vielleicht braucht man am letzten Wochenende, wo die Bar noch auf hat irgendwelche besonderen Referenzen, die sie nicht hatten. Vielleicht muss man jemanden kennen, der jemanden kennt, der zumindest jemanden kennt.
Nun sie landeten eben dann zufällig im Cookies und Marcella war verwundert, als sie Sheila auf der Bühne sah. Da sollte ich nicht weit sein und ja, ich war vor der Bühne. Sie wusste, was eine Bob Young Party so bedeutet, ihre Mädels wurden das erst nach einiger Zeit gewahr. Wie gesagt. Gaylastig das ganze. Für Mädels nicht so spannend.
Für die Jungs allerdings schien eher die Modeschau nicht so spannend zu sein, denn die Euphorie – ausser der in irgendeiner Weise beteiligten hielt sich doch arg in Grenzen. Traurig eigentlich, gaben die Mädels doch ihr bestes. Ich glaube, die Show wäre woanders erfolgreicher gewesen. Na denn, nett war es trotzdem und während Janka und Sheila schon auf dem Weg zur Boheme Sauvage waren, klönte ich noch ein wenig mit Marcella über 20er Jahre Partys, ihre Pläne, nach Frankfurt zu ziehen, die Sehnsucht der dortigen Künstlerszene nach guten Partys und Beziehungen über weite Wege…
Doch ich wollte ja zur Boheme Sauvage nachkommen und fuhr weiter.
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