CSD Berlin

Von Regen stand nichts in der Ankündigung

So hatten wir nicht gerechnet. Der Wetterbericht zum CSD Berlin sprach von “gelegentlichen Niederschlägen”… Die Definition des Wetterfrosches zum Wort “gelegentlich” möchte ich gerne einmal sehen. Für mich bedeutete “gelegentlich” bisher eigentlich immer. Selten + ein bisschen. Ich weiss nicht, ob der Duden dafür eine andere Bedeutung hat. Vielleicht heisst “gelegentlich” in neuer Rechtschreibung. “bis auf kurze Ausnahmen durchgängig”

Egal, der CSD Berlin war und so ein bisschen Regen kann uns ja nicht aufhalten, den CSD zu besuchen. “Uns” waren in diesem Falle Sheila im blauen Kylie Minogue Outfit, Nina als Rosa Häschen, Olga als Schmetterling, Janka als blauer Pfau, ich als roter Phoenix und eine Zeitlang noch Stella als Zebra. So zurechgemacht waren wir dieses Mal sogar fast ab Startschuss unterwegs und haben uns den Fotografen und den zsahlreichen Zuschauern, die trotz Regenwetter kamen zur Schau gestellt.

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Stella DeStroy, Janka Kroft & Sheila Wolf

Zumindest anfangs musste man übrigens keine Angst haben, dass Janka einem als Pfau die Schau stehlen könnte, denn sie verteilte Flyer zur wohl wichtigsten CSD Berlin Party heute Abend im Kino International. Vorbeischauen! Folglich konnte die ihr großartiges Pfauenfeder-Rad nicht aufstellen. Olga hat sich da lieber gleich Feste Flügel angeschnallt… Wobei ich es bis jetzt nicht so recht verstehe, wie olge gleich zwei Mal auf dem CSD Berlin sein konnte. Jedermann weiss ja, dass Olga in Schlüppi dem Huhn steckt. Daher muss ich hier wohl Olga gleich zwei Mal auf dem Bild haben. Kamera Obskura….

Olga Wodka und Schlüiit auf dem CSD Berlin
Schlüppi das Huhn & Olga Wodka
Bereits nach kurzer Zeit kamen wir der RBB Lounge näher, in der :Nina Queer: gerade ihr moderatorisches Talent der Weltöffentlichkeit zeigte. Nun zumindest der Öffentlichkeit im Sendegebiet des RBB. Ein guter Grund einen kleinen Zwischenstopp auf ein paar nette Worte, einen Prosecco und einen Unterstand unter den großen RBB “Sonnenschirmen”, die an diesem Tag dann aber doch eher Regenschirme waren.

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Nina Queer & Stella DeStroy

Als wir gerade unseren von Nina ausgegebenen Prosecco schlürften kam Tatjana Taft um die Ecke. …Tatjana hat ja jedes Jahr ein großartiges Outfit und wird mit Sicherheit auch dieses Jahr wieder eine der am häufigst fotografiertesten Personen Sein. Heissen und feuriges Outfit, dieses Mal….

Leider hat der Typ, dem ich meine Kamera in die Hand drückte ein Video statt ein Bild gemacht… Daher hier nur ein mieses Bild von uns beiden. Schade. Mal sehen, vielleicht bekomme ich ja zum CSD in Köln nächste Woche oder zum CSD in Hamburg ein besseres Bild von ihr / uns.

Tatjana Taft & Zoe Delay
Tatjana Taft & Ich

Auf jeden Fall ist Tatjana keine Person, die man allzulage begleiten sollte.. Zumindest nicht, wenn man auch auf einem Foto verewigt werden möchte. Und da ich das möchte liess ich sie von Dannen ziehen.

Es dauerte aber nicht lang, und schon tauchten die nächsten beiden Bekannten auf: Frankfurt war in Berlin. Zwei blonde Afrofrisuren kamen auf uns zu. Das sind dann wohl die beiden verrückten Hühner Babsi Heart und Jacki Powers. Mal sehen, auf welcher Party wir die beiden heute Abend wiedersehen.

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Babsi Heart & Jacki Powers

Apropos Party, ich muss mich jetzt fertig machen. Morgen gehts weiter.

Erkennunsdienstliche Mitteilungen auf dem CSD

Nachdem wir nach vielen Irrungen und Wirrungen endlich einen Parkplatz in der Nähe der Mönckebergstrasse gefunden haben, da ich dort irgendwo die Parade erwartete, liefen wir also der Parade entgegen.

Auch irgendwie klasse, auf einer abgesperrten Strasse vollständig alleine zu laufen. Weit vor der Parade und doch mit allerhand Zuschauern, die gerade nur uns, also Nina Petite (AKA Barbarella), Sheila Wolf (AKA Elektra), Janka Kroft (AKA Poison Ivy), Maike als Miss Muffin und mich, anzuschauen hatten – und diese Sehendwürdigkeiten dankend annahmen.

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Knapp 500 Meter, bevor der Zug auf die Mönckebergstrasse und somit die Haupteinkaufsstrasse von Hamburg einbog, erreichten wir die Parade und fädelten uns langsam ein.

Wow, wer alles da war. Also genaugenommen habe ich alle gesehen, die ich aus Hamburgs Szene und Partylandschaft in den letzten Jahren kennengelernt habe. Als erstes liess sich :Valery Pearl: in einer der Fahrradrickschas durch die Gegend radeln und hielt für einen kurzen Plausch. (Später gab es dann noch einen etwas längeren)

Kurze Zeit später sah man schon die Silhouette von Tatjana Taft nähern, die natürlich wieder in Ihrem grandiosen Schachbrettoutfit unterwegs war.

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in CC by Svensonsan
Leicht verwundert aber doch hocherfreut registrierte ich, dass sie direkt auf mich zusteuerte, mich er- und wieder-erkannte, wusste wer ich war und sogar meinen Namen kannte.

Sie hatte das Bild mit uns beiden auf dem Berliner CSD in meinem Blog gefunden und würde ab und an mal reinschauen…. Wow, wieder ein bekannter Name auf der Liste der “Ab und an Leser dieses Blogs” :-)

Wie sagte Sheila noch neulich

Sie lesen uns alle – und die, die es nicht tun, die geben es nur nicht zu… ;-)

Nun, die Rückmeldungen und die Statistikzahlen lassen darauf schliessen, dass das zu einem hohen Anteil tatsächlich zutrifft.

Aber wie ich schon erwähnte, traf ich während der Parade noch eine ganze Menge Personen aus der Hamburger, die tatsächlich zu einem großen Anteil wussten, dass ich mich jetzt in Berlin herumtreibe.

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Aber es fanden sich auch Personen, die ich mal wieder nicht ohne kurze Hilfe erkannt hätte. Jenny von Jennys Second Wonder beispielsweise, die zum CSD generell als Mann auftaucht und so mal wieder nicht in meinem Blickdunstkreis gewesen wäre. Obwohl die Extravaganz dieses Outfits wäre mir schon aufgefallen.

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in CC by Svensonsan

Beim großen Stop auf der Mönckebergstrasse fand ich dann fast alle anderen, die noch fehlten Chris und Chantalle beispielsweise,

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oder aber die wieder großartig dreinschauende Sissy van Achtern. (Schatzi komm endlich mal nach Berlin um die Hauptstadt zu rocken)

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es gibt so geniale Bilder von Sissy im Netz
in CC by Hamburgerjung

Mich selber traf beim großen Stop auf der Möckebergstrasse fast der Schlag, fehlten mir doch 120 €, die ich eigentlich in meiner Handtasche erwartete. Trotz dieses doch sehr herben Verlustes liess ich mir allerdings die Parade weiterhin gefallen (nur eben ohne einen Euro in der Tasche und mit einem flauen Magengefühl, (nicht weil er leer war, sondern weil 120 € doch arg schmerzten).

Nun mag sich der geneigte leser fragen, was ich mit 120 € auf dem CSD wollte – äh ja, ähh das weiss ich auch nicht, ist aber auch egal, denn das geld fand sich zu hause wieder. ich steckte es zwar in die Tasche wechselte die allerdings kurzfistig noch aus. Drum war das Geld immer noch in der Tasche – die allerdings zu Hause.

Nun so, ist es mir auf jeden fall lieber.

Ansonsten fand ich noch Xenia Aldini, deren Closeup im Netz von einem Leben voller Lächeln und Lachen erzählt

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vielen Dank für das Bild an Elmar Weiss

oder auch Katharina, der ich leider absagen musste, am 11.08 das Familienkombinat zu besuchen, da ich wie gesagt, seit geraumer Zeit im Berlin verweile und eben nur noch sehr selten nach Hamburg komme…

Obwohl zur nächsten Pearls Of The Night mit Barbara Tucker bin ich echt am überlegen.

Erstmal war es klasse all die Personen in Hamburg gesehen zu haben.

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Morgen mehr unter den Stichworten:

“Transen wie im Klischee”

und

“Wer kauft bei Deichmann”

sowie

“Fotos und Fotografen”

Olivia Jones – Hamburg

Olivia Jones

© panthermedia.net – Matthias Krüttgen – (Photographer-ID: 009237)

Mein zweiter Beitrag zu Stars und Sternchen aus der großen Szene ist Deutschlands wohl größter Drag Queen gewidmet und das ist nun mal Olivia Jones.

Kaum einer wird bestreiten, dass es in Deutschland wohl niemanden gibt, der Ihr in Sachen Bekanntheit das Wasser reichen kann. Auch wenn sie in einigen Enklarven Deutschlands wie Berlin nicht die wichtigste Drag ist, so ist sie doch die einzige, die es wirklich geschafft hat, zu deutschlandweiter Bekanntheit zu kommen.

Olivia Jones ist omnipräsent. Sie schreibt für die Bunte ein Blog, ist bei Sat.1, RTL und diversen anderen Fernsehsendern zu sehen, sie war bei Frauentausch zu sehen, bei Promi Mensch Ärgere Dich nicht, sie ist bei Big Brother eingezogen, sie warb für Senseo und Neu, sie machte eine Kampagne für Peta, moderiert, Galas und Shows und ist Gast auf so einigen Filmpremieren. Medial gibt es alo kaum jemanden, der ihr das Wasser reichen kann.

Auch wenn es eine Veralberung ist, so veralbert Oliver Kalkofe nicht jeden, aber sie. Soetwas ist meiner Meinung nach eher als Ritterschlag denn Niederschlag zu sehen.

Dazu führt sie Touristen über Ihren Kiez, die Reeperbahn, singt mit hamburg-Idol Udo Lindenberg, tritt schon mal bei der Hamburger Bürgerschaftswahl als Bürgermeisterinkandidatin an um gegen rechts zu mobilisieren und veranstaltet großartige Partys.

Hier Stand mal ein Bild, dessen Nutzung mich 1.200 € gekostet hat, weil ich die Rechte nicht hatte.

Olivias Royal Chicken Club Partys sind legendär, auch wenn sie in hamburg leider ihre Partylocation verloren hat und nun untriebig durch Deutschland tourt, offensichtlich aber ohne das Hamburger Flair zu erreichen. Es soll schon vorgekommen sein, dass Hamburger Mädels Freudentränen in den Augen hatten, als der Newsletter von Olivia Jones kam, dass wieder ein Royal Chicken Club in Hamburg sei. Ich selber hab so einige Partys mit ihr mitgemacht – und es war zumeist klasse.

Größere Bekanntheit hat Olivia Jones vor mittlerweile 10 Jahren 1997 erreicht, als sie in Miami zur “Miss Drag Queen Of The world” gekürt wurde. Da diese Ehre nur einmal im Jahr vergeben wird lässt sich erahnen, was diese Ehrung bedeutet. Der Thron, den sie zumindest deutschlandweit bislang inne hat.

Nun gibt es sicher in Berlin einige Drags, die daran rütteln, in Hamburg ist Valery Pearl in ihre Fußstapfen getreten und Tatjana Taft ist auch nicht zu vergessen, aber deutschlandweit gibt es nur eine deutsche Drag Queen und das ist Olivia Jones.

Christopher Street Day 2007

Von Regen hat mir niemand was gesagt.

Mein zweiter CSD und mein erster in Berlin. Nun war ich ja das letzte Jahr auf dem Hamburger CSD mit Sissy unterwegs und habe mich darübber aufgeregt, dass diese Rampensau fotografiert wurde, mich allerdings niemand beachtete.

Das passiert mir nicht wieder

sagte ich mir und sorgte dieses Jahr für ein ordentliches Kleid, dass mir allerdings erst gefiel, als Neomi mir bestätigte, dass es gut aussähe. So gestärkt fuhren ich mit Neomi zum CSD Start, denn ich wollte den Start miterleben.

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Punkt 12:30 zum Starttermin meinte Petrus allerdings, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen und er ließ Regen und Wind auf Berlin hernieder. Während sich also die ersten Trucks auf die (im übrigen ziemlich lange) CSD-Strecke machten, saßen Neomi und ich mit Mienen wie sieben Tage Regenwetter bei Starbucks auf einen Cafe und ärgerten uns die Krätze.

Irgendwann nieselte es nur noch und was eine urhamburger Deern ist, die hält soetwas ja nur für Luftfeuchtigkeit, insofern war das Wetter gangbar, also machten Neomi und Ich uns auf den laaaangen Weg. Am Bangaluu Wagen vorbei, Angie noch kurz zuwinkend weiter nach vorne um mal zu schauen, wen man so alles kennt und wer so alles da ist.

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Des Wetters wegen machten sich irgendwie garnicht soooo viele auf den Weg, wie ich gehofft hatte und auch die Publikumsbeteiligung lliess teileweise zu wünschen übrig. (zumindest, wenn die Veranstalter mit 400-500.000 Leuten gerechnet haben. Die habe ich leider nicht ganz gesehen… Vielleicht wurde ich so oft fotografiert, denn manche knipsten 10 Bilder auf einmal.

Irgendwie kam mir das ganze so vor, wie zum CSD in Hamburg, nur dass Neomi dieses Mal meine Rolle spielte und ich Sissys Rampensau-rolle einnahm. Winken, posieren, lächeln, mit andernleuten posieren und wieder von vorne.

Naja ganz so rampensauig wie Sissy werde ich wohl nie, aber ich habe mich gut dran versucht. Es gibt wohl tausende fotos von mir, leider hab ich nur eines im weltweiten Internet gefunden. Ein Debakel! Spaß gemacht hat es trotzdem.

Zwar liefen wir durch übelsten Regen und teilweise böigen Wind, zwar trat mir ständig jemand auf mein Kleid, zwar verfluchte ich die streckenplaner, die das Ganze noch viel weiter als in Hamburg planten, aber Spassig war es trotzdem.

Es gab großartige Kostüme und die ein oder andere Berliner Prominenztranse lief einem auch über den Weg. Mal überlegen, wen sah ich… Angie Price, :Mataina Ah Wie Süß:, :Nina Queer:, Christal Coke’s, Janka Kroft, Kitty Koks… war es das? Ich glaube ja….

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Ein Bild mit Tatjana

Ansonsten Babsi Heart und Jacki Powers, und natürlich Tatjana Taft, die ein göttliches Schachbrettoutfit traf.

Irgendwo auf dem kudamm an der Gedächtniskirche gesellten sich dann auch endlich Miss Wolf und Nina zu uns, die vorher wohl keine Lust hatten, oder in der Maske zu lange brauchten. Also zogen wir zu viert weiter. (Ich muss aber gestehen, nicht ein Bild von Sheila zu haben, da ich irgendwie mit mir selber beschäftigt war…. ;-) sorry)

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Irgendwann enterten wir den BVG Bus, weil wir nicht mehr laufen konnten oder wollten. Hier fanden wir dann schon Janka Croft und Olga, mit denen wir etwas anstiessen und uns wunderten, dass der Zug etwa eine halbe Stunde keinen Meter vorkam, als wir oben auf dem Dopeldecker thronten. gut gut, laufen wir eben selber weiter.. Unterwegs noch einen minimal geplündert ging es auf die Schlussetappe.

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Hier war es dann nicht nur sonnig sondern auch richtig voll. Der weg glich teilweise einer Tour de France Bergetappe. Menschenmassen, die sich langsam öffneten, wenn man näherschritt. Cool. So fühlte sich also ein Jan Ullrich. Nur dass wir gedopt sei durften (Prosecco)

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Die Strasse zum 17 Juli (oder so war dann noch einmal richtig genial. Alleine für die letzten zwei Kilometer hat sich alles gelohnt.

Nächste Station CSD in Hamburg.

Der Schrecken des CSD kommt morgen.