Teddy Verleihung 2012

Meine Kollegin, die sich die letzte Woche extra vollkommen für die Berlinale freigenommen hat um von Kino zu Kino zu wandern, war beim Lesen des Programms leicht verwundert, dass dort so viele schwule Filme liefen.

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Tja, liebe Sabine, das liegt an einem knuddeligen kleinen Bärchen, der im Rahmen der Berlinale verteilt wird. Genauergenommen dem Teddy, dem weltweit renommiertesten queeren Filmpreis, der am letzten Wochenende mal wieder im Flughafen Tempelhof verliehen wurde.  Zeit, die großartige Abflughalle mal wieder zu besuchen.

Wichtige Menschen saßen in einem Bereich, der groß als VIP bezeichnet wurde, weniger wichtige im Business-Bereich und unwichtige Menschen im Economy Bereich. Meine Presseeinladung galt für letzteres und selbst da gab es hinter mir nur noch zwei Reihen Stühle hinter mir… Was solls, gab es vorne doch genug Platz und da ich ja nicht möchte, dass leere Plätze im Fernsehen erscheinen setzte ich mich kurzerhand um… man will ja auch etwas mitbekommen vom Teddy.

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Beispielsweise von den Showacts. Zum Beispiel von Stereo Total, die ich eigentlich immer schon mal sehen wollte, die mich aber nicht wirklich begeistern konnten. Peaches hat mich da schon eher begeistert. Sie ist eben schon wirklich cool.

Eher unbeholfen war hingegen der Leiter der Berlinale, der seinen kurzen Auftritt vor allem damit verbrachte, sich mehr oder weniger um Kopf und Kragen zu reden, mit komischen Ansichten zum Thema *trans und offensichtlich doch einem Problem da zu sein. So musste er dringend erklären, dass sein Kollege zwar dabei sei, aber man nichts über ihn denken sollte, er sei Straight also genau wie er selber… Spannend dann auch seine These zu Homophobie in Männergesellschaften. Das liege vor allem daran, dass dort der Fleichgenuss extrem wäre…  Ähhhja.. Is recht.

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Aber es geht ja nicht um Filmpreisausrichter sondern um Filme. So die üblicherweise von der Siegessäule verliehene Goldelse. Diese wurde an den Film Parada zu Recht verliehen, dem Filmausschnitt, der auch bei mir Gänsehaut hervorrief. Es geht dabei um die Ausrichtung einer Gay Parade in Belgrad…. der Film wurde 500.000 mal angesehen. Und das bei nur 7,5 Mio Einwohnern in Serbien. Erstaunlich. Und jedes Jahr wieder aktuell.

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Gab es 2010 eine Gaypride in Belgrad mit vielen Ausschreitungen wurde sie 2011 gleich ganz verboten. Vielleicht bringt der Film ja positives für eine Gaypride 2012 in Belgrad. Schön wärs.

Am meisten Applaus gab es aber für die Verleihung des ersten Special Teddy an Mario Montez, welche als Queen Mum of all Superstars angekündigt wurde… Eigentlich eine Frechheit? Aber Mario Montez ist bald 80 Jahre alt und schaut dafür noch großartig aus und ist absolut noch am Leben – anders als Queen Mum. Mario Montez ist als Transvestit in Undergroundfilmen unter anderem von Andy Warhol bekannt geworden und man spricht von einer historischen Rolle in der Emanzipation von Homosexuellen und Transvestiten. Man dankt also vollkommen ehrlich.

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Auch das Hauptthema war sehr Translastig und hiess „Transrespect Vs. Transphobie“ und zeigte mal wieder, welch ein Glück man haben kann, in Deutschland zu leben und nicht in Ländern mit Zwangssterilisation oder anderen nicht wirklich einladenden Dingen. Ein wirklich hartes Leben in anderen Ländern…

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Aber da zu einem Teddy auch immer passende Musik gehört kam danach Marianne Rosenberg auf die Bühne und sang mit wirklich toller Stimme neben einigen neueren Stücken auch Marleen und die Herrengruppe neben mir zeigte sich dabei als sehr textsichere und wirklich große Fans …. Ob sie nur für Marianne Rosenberg da waren??? Man weiss es nicht, vielleicht aber auch für den Hauptteddy.

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Dieser ging an Keep the Lights on, einen Film, der im Ausschnitt nicht wirklich spannend aussah, Aber die Jury ist ja kompetent und wird sich da sicher sein. Außerdem hat der Film schon alleine daher einen Teddy für die Finanzierung verdient… Finanziers gibt es für solche Filme kaum, in diesem Fall schon… 400 Personen gaben für diesen Film Geld und sorgten dafür, dass er gedreht werden konnte. Großartig.

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Ich hätte aber lieber etwas mehr vom leider nicht prämierten Film Una Noche gesehen, der offensichtlich von Cuba handelte. Sah ich doch dort das Hotel Nacional Cuba im Trailer… und da ich Havanna ja bereits besucht habe, wäre das sicher interessant gewesen.

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Insgesamt fand ich den Teddy wieder ziemlich gut und über seine Strahlkraft über Berlin und Deutschland hinaus brauchen wir nicht reden. Eine erfolgreiche Veranstaltung mit netter Musik und wieder einmal einer tollen Aftershow Party. Ich freue mich auf den Teddy Award 2013.

Teddy Aftershow Party

Am Wochenende war die Teddy Preisverleihung und sei dieses nicht als weltweit wichtigster queerer Filmreis bereits genug, war es auch noch der 25 ste. Ein Jubiläum also, dass massenweise wichtige, interessierte und sicher auch einige wichtige Interessierte in die Abflughalle des Flughafen Tempelhof lockte.

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Leider kann ich über die Teddies selber garnichts sagen, denn meine Presseakkreditierung konnte aufgrund des großen Andrags leider nur für für dei Aftershow Party ausgestellt werden. Schade. Aber offensichtlich habe ich bei der Verleihung auch nicht viel verpasst. Zwei O-Töne, die ich bekam sagten nämlich „zäh wie Kaugummi, wie jedes Jahr“ und „Naja hatte Höhen und Tiefen, Du hast aber wenig verpasst“. Ich bin geneigt, das zu glauben und damit mich nicht allzu schlecht zu fühlen.

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Die Teddy Aftershowparty war dann nämlich wirklich gut und einem Schwullesbischen Filmpreis sehr angemessen, denn hinter der Abflughalle gab es in beiden Flügeln je eine Party. Man kann das Ganze als GMF meets Girltown ansehen, denn auf der einen Seite legte Zoe mit ihren Mädels auf, auf der anderen Seite zeigen Gloria Viagra und Barbie Breakout, was sie können.

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Ausserdem gab es noch eine Italienische Drag oder sonstetwas, das auf der Bühne zu später Stunde performte und dieses in einem Outfit, dass nicht unwesentlich an die Ganzkörperanzüge von Superzandy erinnerte. Man hätte schön denken können, dass sich Madame dahinter verbergen würde, wenn diese Dame auf der Bühne nicht ganz offensichtlich schwanger gewesen wäre, zumindest deute ich den Bauch mal so. …Und solch ein Bauch kommt bei Zandy nicht auf die Bühne… ausserdem fehlte ein Hut. Witzig war es trotzdem.

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Aber bevor die Party begann und man all die Leute treffen konnte, die man wollte, hiess es ersteinmal warten. Die Akkreditierung sprach von Einlass 23 Uhr, doch zu dem Zeitpunkt konnte man nur durch vergitterte Tore vor der Tür einen Blick auf die – tatsächlich gut gefüllte Gesellschaft werfen – und warten, dass man später hereingelassen würde.

DSC00764warten vor (der Tür) der Teddy Verleihung

Wurde mann dann auch und es war schon wirklich wiederverwunderlich, wer alles da war. Die üblich verdächtigen Queeren Promis Herr Ücker, von Praunheim, Romy Haag, natürlich Wowi, dazu irgendwie alle Berliner Partyveranstalter und eine ganze Menge der typischen Berliner Dragparty Besucher…

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Und ein Kamerateam aus Vancouver, einer der schönsten Städte überhaupt, die dort eine  wöchentliche Sendung für die deutschsprachige Bevölkerung machen. Was es nicht alles gibt. Man darf immer wieder verwundert sein.

Wie ich auch bei dem Kerl verwundert war, der sehr stilvoll in schwarz weiss, mit Hemd und Fliege umherlief und bei dem mir erst auf dem zweiten Bick auffiel, dass er dazu SNEAKERS trug. Welch ein Stilbruch. Doch konnte er mir erklären, dass dieses ganz besondere seien, sie ebenfalls schwarz weiss seien und er Sneakers sammeln würde. Nun ich sammel ja auch irgendwie Schuhe und kann dass dann schon verstehen… Ich mag aber doch lieber hohe – und die hätten bei ihm auch nicht gepasst.

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Irgendwie gepasst hat aber die Musik, die Barbie und Gloria spielten und die mich nach längerer Zeit mal wieder richtig tanzen liess…. ein großes Durcheinander teilweise richtig alter Musik meiner Kinder und Jugendtage, die ja – ich mag es kaum sagen – schon ein paar Tage zurückliegen.. Erwähnte ich, dass mir neulich auffiel, wie alt Roxette geworden sind? Nun ich kannte die noch, da waren sie jung und knackig … Hilfe.

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Auf jeden Fall war es eine der besseren Partys der jüngeren Vergangenheit und

Teddy Award Verleihung

Teddy Award Verlehung 2010

teddy awards berlin

Gestern Abend wurde in Berlin in der Station der Teddy Award – besser die Teddy Awards verliehen und wie in jedem Jahr gab sich dort auch die queere Gesellschaft Berlins und der Republik die Klinke in die Hand. Der kleine Unterschied zu den letzten Jahren war, dass ich dieses Mal die Klinke mitgab. Dieses Jahr hatte ich eine Presseakkreditierung, die mir den Entree zu den Teddys garantierte und wieder einmal am Pressecounter die Frage stellte, ob ich sicher Presse sei, ich sähe so Gästelistenmäßig aus… ich war.

Teddy Award Berlin

Ein wirklich netter Auflauf, der sich dort unter dem Motto „Dein Name ist Mensch“ zu den Teddys versammelte. Größere und kleinere Prominenz  wie Romy Haag, Hella von Sinnen oder Georg Ücker, Wolfgang Joop und so weiter dazu Politprominenz wie ClaudiaRoth oder Klaus Wowereit. …Herr Westerwelle hat sich nicht sehen lassen, sondern war alleinig mit dem Button „Gays against Guido“ anwesend, dessen Einblendung auf der Videoleinwand übrigens einen Applaus erzeugt hat, der nur unwesentlich kleiner war, als der, den mancher Preisträger mitnehmen konnte. Der Teddy ist eben auch eine politische Veranstaltung im Verlauf der Berlinale.

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Wie bereits geschrieben war das Motto der Teddys dieses Jahr „Dein Name ist Mensch“ und dieses zur Ehrung Rio Reisers, der in diesem Jahr 60 Jahre alt geworden  wäre und der wohl der erste bekannte deutschhe Sänger war, der sich outete. Zur Ehre spielten erstmalig seit 20 Jahren Ton Steine Scherben wieder zusammen zwei Songs. Für die meisten Gäste war da vermutlich der Song mit Adel Tawil von Ich & Ich zuallererst zu nennen, ich fand viel bewegender den ersten Song, den die Scherben mit einem erst 14 Jährigen Sänger der so nah an Rio Reiser kam, wie man es wohl nur kann. Das war als Scherben Fan großartig.

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Doch eigentlich sind die Tddy Awards ja ein queerer Filmpreis und so geht es um Filme, zu denen ich leider wenig sagen kann, da ich sie alle nicht gesehen habe – das muss ich zum nächsten Jahr ändern- Zumal der Siegessäulen Award in Form einer Goildelse sogar nach Berlin ging und für den Film „Postcard to Daddy“ vergeben wurde…

siegessäulen award @ teddy Awards

Leider weiss ich ansonsten nicht, aus welchen Ländern die Filme stammen, aber vermutlich sind wieder einigen Länder dabei, die einen Film gebrauchen können, der den rennommiertesten queeren Filmaward bekommen hat. Der Teddy ist eben auch ein Statement.

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Daher beispielsweise auch die Aktion gegen die geplanten Anti Homosexualität Gesetze  in Uganda und die eindringlichen Erklärungen von Amnesty International und die Frage, warum Entwicklungshilfe nicht auch an der Nichtumsetzung solcher Gesetze geknüpft ist… Wäre nicht so doof, oder?

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Für sein Lebenswerk wurde Werner Schroeter geehrt. Leider zog sich diese spezielle Ehrung so lange und so zäh hin, dass man darin hätte gut und gerne ein eigenes Lebenswerk erschaffen können. Macht aber nichts, wenn an anderer Stelle solch großartige Laudatorenwie eine Indische Drama Queen oder solch ein Auftritt Von Joey Arias geschehen.

joey Arias @ Teddy Awards

Teddy Awards Bilder

Heute Nacht ist es zu spät, noch einen Beitrag zu den Teddy Awards 2010 zu schreiben. Kurz ein Paar Bilder von der Kamera herunterzuladen und eben in einen Beitrag zu den Teddy Awards zu schmeissen, geht eben noch, damit der geneigte Suchende auch etwas findet.

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Morgen kommt dann der eigentliche Beitrag zur Verleihung bzw. zur Aftershow Party mit weiteren Teddy Award Bildern, also schaut morgen noch einmal hereein und findet weiteer Teddy Award Bilder.