Iphone Weihnachtsgeschenk

Okay, da es sonst ja keiner tut, beschenke ich mich eben selber zu Weihnachten.

iphone

Nachdem ich neulich eine Weile mit dem Iphone eines Kollegen herumspielen durfte, war mir klar, dass mein Samsung F480 einfach nicht mehr Stand der Dinge sein darf. Das Iphone dass ich ausprobieren durfte war einfach in allen Kategorien überlegen. Nur eben schweineteuer, wenn ich keine Lust hätte zur Telekom zu gehen…

Darum probierte ich ein wenig den Palm Pre aus, der mir auch sehr gefiel und – zumindest dem Iphone gegenüber – ein Schnäppchen war.. Aber ein Palm eben. Wer weiss, ob es die Firma noch in einem Jahr gibt (bei Apple nahme ich das mal ganz stark an) und überhaupt. Es gibt viel zu wenig Apps fürs Palm Pre.

Nun geschah es aber am Tag zwei vor Weihnachten, dass ich mein  F480 mit mir führte, es aber leer war – also genaugenommen war es der Akku, der leer war… Normalerweise stört mich soetwas erst nach knapp einer Woche. In diesem Fall habe ich aber das Leid der Erde meinem Handy aufgebürdet und bin absolut spontan und wildentschlossen in der Mittagspause in den G3 Store unter den Linden gefahren, habe meine Kreditkarte gezückt und ein G3 Iphone gekauft… Das G3s Iphone war mir dann doch zu teuer, aber auch so…

Ich sage mal so, das Iphone hat nicht nur die Möglichkeiten eines Computers, sondern auch den Preis eines Computers.. Trotzdem bin ich Glücklich, auch weil ich nicht zur Telekom muss. Eigentlich wäre eine Blau.de Prepaid Karte nicht doof, aber ich habe ja noch meinen O2 Tarif und dort vor allem die Datenflatrate, die ich jetzt endlich mal richtig ausnutze.

Ach, ich habe mich jetzt schon in mein Iphone verliebt.

Molotow Cocktail Berlin

Was für Temperaturen – wie klasse.

molotow-cocktail

Der Tag fühlte sich wie Urlaub an. Also das Wetter meine ich, nicht die Arbeit selbstverständlich. Dabei kann ich mir beim besten Willen nicht erklären, warum auf einmal alle Menschen stöhnen… das sind vermutlich genau die gleichen, die immer über den schweren Winter in Berlin meckern… Mensch, die sollen sich doch über gutes Wetter freuen, ausgehen und den einen oder anderen Cocktail schlürfen.

Dass das eine gute Idee sei, dachte ich mir als ich gegenüber der Cocktailbar Molotow Cocktail in der Oranienstrasse eine großartige überbackene Champignonpfanne verspeiste udn mich ob der Wärme nach einem kalten Getränk gelüstete. Was passt da besser als ein schöner Mojito mit soviel Eis, wie eben in einen Mojito gehört.

molotow-cocktail-bar

Irgendwie bin ich schon seit ich in Berlin lebe um die Cocktailbars in der Oranienstrasse rumgeschlichen, ohne jemals einen Fuß reinzusetzen. Immer hatte ich ein wenig Scham, nichteinmal die nächstbesten Cocktailbars näher zu kennen. Jetzt kenne ich eine mehr.

Das Molotow Cocktail….

Interessanter Name für eine Bar mitten in Kreuzberg in der Oranienstrasse. Stilvoll ist der Boden aus Stein, die man eventuell herausbrechen und schmeissen kann, an den Wänden hängen Bilder von vergangenen kreuzberger 1.Mai Nächten mit Wasserwerfern, Polizisten, bunten Haaren und blauen Lichtern… Allerdings glaube ich, dass dieses eher Stilmittel, denn politische Message, macht aber nichts, denn es geht ja in erster Linie um die Cocktails und die – muss ich leider sagen, sind nicht besonders gut.

mojito-molotow-cocktail

mojito-molotow-cocktail

Nun habe ich in meinem Leben schon den einen oder anderen Mojito getrunken und zwei davon im Molotow Cocktail. Trinkbar waren sie, aber nicht besonders gut – dabei allerdings ziemlich teuer.

Trotzdem habe ich ein Paar stunden bei guter Musik und einem guten Buch dort ausgehalten und es nicht bereuht. Wer also in der Oranienstrasse verweilt und Lust auf ein Cocktail in etwas weniger trashiger Atmosphäre hat, also dort gemeinhin üblich, kann hier mal einkehren, wer aber berlins beste Cocktailbar sucht, möge woanders besser aufgehoben sein.

Ein bisschen mehr Titten, Beine und Haare

Janka Kroft als lebedige Karikatur der Felix-Chicas

An diesem Wochenende habe ich mit einer Großpackung Taschentüchern einer Packung Nasenstrips und viel viel Pfefferminztee das Bett gehütet. Drum konnte ich leider dieses Wochenende „im Namen der Dame“ nicht unterwegs sein. Schade. Glücklicherweise habe ich noch einen Abend vom letzten Wochenende vergessen, als ich mit Janka unterwegs war.

Sheila sonnte sich noch in der Sonne Spaniens, so waren wir auf uns alleine gestellt und als Janka die Idee in den Raum warf, doch mal wieder ins Felix zu gehen, Felix? Ja, warum nicht. Gebongt!

Wir fuhren also ins Felix und ich musste feststellen, dass wir zwei Köpfe größer als die meisten Mädels und einen Kopf größer als die meisten sind. Okay, Frau Kroft ist so schon riesig, ich stand auf Platoes und hohen Hacken. Wir hatten also die absolute Übersicht und die zeigte uns, mit welch Missmut ein Großteil der dort anwesenden Mädels dort herumliefen.

Drei Tage nach Sylvester waren sie wohl noch nicht wieder in Partylaune. Die Damen zogen so eine Flunsch, als hätte ihnen gerade jemand die letzte Hermés Handtasche im KDW Sale vor der Nase weggeschnappt. Tja, so muss man sich eben weiterhin mit dem Plagiat zeigen. Zu dumm. Das war so stimmungstötend, dass das eine Mädel, dass mit Flunsch ankam, dann Frau Kroft und mich sah und schlagartig statt mit einer Flunsch mit einem Lächeln vondannen zog. Das passierte allerdings nur einmal. Janka meinte schon:

Gott muss reich sein schrecklich sein.

Aber ganz ehrlich, ich glaube, Frau Kroft irrt da. Die Mädels, die da herumlaufen sind nicht reich. Im besten Falle sind sie schön aber nicht reich. Sie sind Nichtse und Niemande. Wer reich ist, ist im Felix nicht AUF der Tanzfläche und trauert über nicht verpasste Designer Handtaschen sondern befindet sich NEBEN der Tanzfläche.

Nicht umsonst hat das Felix diverse VIP Bereiche. Die Herren dort sind reich und die Damen schön oder reich – oder werden von irgendwem, der reich ist zumindest als schön erachtet. Dass sind dann die Damen, die die Hermés Handtasche auch mal kaufen können, wenn sie nicht im Sale ist. Hier im VIP-Bereich ist es zwar manchmal nicht minder voll, wie auf der Tanzfläche, aber die Getränke sind näher und man kann schön auf die Tanzfläche sowie die Nichtse und Nimande herabsehen… …was allerdings in unserem Fall nicht so ganz klappte, weil wir ja, wie bereits geschrieben so ein bis zwei Köpfe größer waren und sich so die Augen auf etwa gleicher Höhe befanden.

Doch mit solch einem Platz im VIP-Bereich ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Es gibt nämlich noch – mindestens – einen extra abgesperrten Bereich im extra abgesperrten Bereich. Sozusagen ein Double-VIP- Bereich. Da wird es dann irgendwie schon lächerlich. Die schönen Damen dort lassen sich dann von den wirklich reichen Personen ihre Hermés Handtasche direkt in Paris kaufen.

Dumm aber, wenn man an den Handtaschen nicht den tatsächlichen Preis erkennen kann, so macht es doch gar keinen  Spaß, sie auszuführen. Dafür hat das Felix etwas eingeführt, was aussagt „Hallo Teuer“… Mehrliterflaschen Alkohol und Champagner werden nämlich im Felix mit einer Feuerwerksfontäne besetzt und an der Bar abgeholt. Weniger aufmerksamkeitsbedürftige Personen nehmen den schnellsten Weg in den VIP-Bereich. Die anderen nehmen den großen Weg durchs gesamte Felix über die Pyramide auf der Tanzfläche und zeigen dem gesamten Saal „Hallo ich habe eben viel Geld ausgegeben“ Das hat dann in etwa das Bild einer Freiheitsstatue. Teuer erkaufte 5 Minutes of Fame.

Janka hatte irgendwann genug vom Felix und wollte dann doch lieber ins Kino International, denn sie fühlte sich ein wenig, wie eine lebendige Karikatur auf eine großen Teil der Felix-Chicks. Nur mit etwas mehr Bein, etwas mehr Haaren und etwas mehr Titten… Bis auf die Beine vermutlich bei einigen mit genauso echten Haaren und Titten ;-)… Kann Janka doch Extensions schnell und zweifelsfrei erkennen… Okay, weiter also: aber kurz noch einmal nachgeschminkt…

Dabei ist mir das erste Mal aufgefallen, dass mich dringend mal interessieren würde, was die Mädels auf einer Damentoilette so erzählen, wenn man gerade den Raum verlassen hat. Ich glaube da müssen wir Vickie mal Mäuschen spielen lassen, wenn wir mal wieder im Felix sind….

Denn auch wenn es hier nicht so recht raus kommt, Eigentlich mag ich das Felix, aber so gegen vier, halb fünf ist es deutlich entspannter. Die Flunschen sind dann zu Hause, und die Partymäuse noch da – und generell ist es leerer.

Herr Von Eden

Modenschau im Admiralspalast
Herr Von Eden

Wie ich schon sagte, der Swing’n’Jive Easter Ballroom war weitaus mehr als nur ein Konzert der Puppini Sisters.

Wie bereits erwähnt folgte dem Ganzen unter anderem Eine Modeschau von Herr von Eden.

100_0469.jpg

Wie, ihr kennt Herr von Eden nicht? …Das ging mir bis vor etwa 2 Jahren genauso. Aber ich habe einen Freund, dessen Lieblingsdesigner eben nicht Armani, Lagerfeld, Boss oder sonstirgendein Designer fast von der Stange, sondern eben jener Herr von Eden ist, dessen Mode hier nun vorgeführt wurde.

Nun ist dieser oben genannte Freund nicht irgendein 0815 Typ sondern so ziemlich einer der coolsten Menschen, die ich so kenne, das fängt an bei seinem Namen, der Cool ausgesprochen nur in anderer Schreibweise ist, sondern als Gesamtperson einfach etwas anders ist, als der meiste Rest der Personen, die ich so kenne. Wobei „anders“ hier keinesfalls despektierlich sondern absolut wohlwollend, vielleicht gar etwas bewundernd gemeint ist. K. Cool ist einfach mit dem bisschen mehr an Charme und dem etwas mehr an Stil ausgestattet und vor allem der ganz eigenen, persönlichen Note, den es braucht, um stilvoll und eben nicht nur teuer zu sein. So wie K. Cool sind dann auch die Kleidungsstücke seines Lieblingsdesigners Herr von Eden… Achja und die Koffer aus diesem kleinen Filmchen könnten auch aus K. Cools umfangreicher Sammlung alter Koffer stammen, die nach Größe sortiert bis fast an seine Zimmerdecke reichen.

Ja, die Anzüge sind teuer. Keine Frage – zumindest gegenüber Stangenanzügen. Wenn man allerdings weiss, dass es handgefertigte Anzüge sind und es von jedem Stück der Kollektion gerade mal 15-20 Stück gibt, dann lassen sich die Preise ab 490 € doch gerade noch verschmerzen. Zumindest kann man sich ziemlich sicher sein, dass man mit einem Herr von Eden Anzug selten eine Person trifft, die ebendiesen trägt – und wenn, dann kann man sich auch noch ziemlich sicher sein, dass dieses ebenso eine ziemlich coole Person sein muss, wie man selber wohl eine ist.

Jan Delay hat es mal so bezeichnet. „Da trägt man Herzblut am Körper“. So ist es wohl.

Um nochmal auf den Vergleich Armani – HvE zurückzukommen. Ein Anzug von Armani ist da die neue S-Klasse von Mercedes und der Anzug von Herrn von Eden ist dann der „Jaguar SS 100 von 1936 in British Racing Green“. Und wenn beide an der Ampel stehen schaut nur der Narr auf den Mercedes.

Ausserdem möchte man sich mit dem Jaguar-Fahrer viel lieber auf einer Party unterhalten.