Weihnachtsirrenhouse

Sheila hate die Idee, eines ihrer Shootings mal wieder für einen Besuch in der Berliner Clublandschaft – namentlich dem Weihnachtsirrenhouse von Nina Queer zu nutzen.

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Ja, warum eigentlich nicht. Ebenfalls sowas wie eine Konstante im Jahreskalender, ich bin mir nicht sicher, aber auch wenn ich das Irrenhouse kaum noch besuche, war ich – glaube ich – bei den meisten Weihnachtsirrenhäusern zugegen.

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Eigentlich muss man dazu auch gar nicht mehr viele Worte verlieren. Man weiss, was man von einem Weihnachtsirrenhouse zu erwarten hat. Das gleiche wie letztes Jar – und vorletztes und … und viel weisses Konfetti.

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Einige Transen-Weihnachtslieder, Nina und Brigitte die ihre Beine breit machen und nicht zu vergessen Nina, die „All i want for Christmas“ performt und das Irrenhouse mit weissem Konfetti bedeckt, dass man bis ins nächste Jahr und vermutlich weit ins nächste Jahr noch finden wird….

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Eigentlich ändert sich hier wirklich wenig, die Tür ist gleich, die Songs sind gleich, Nina, Brigitte und die Show beispielsweise Melli Magic ist zumindest ähnlich. Insgesamt ist das wohl genau das, was das Irrenhouse so erfolgreich macht.

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Erst dachte ich, es sei ganz schön leer, aber Nina hat inzwischen so viele Räume übernommen, dass sich die Zahl der Menschen eben in viel Platz verteilt und es so nicht mehr so überfüllt erscheint, wie in der Vergangenheit.

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Kein Muss mehr, dieses Weihnachtsirrenhouse, aber doch ein netter Abschluss von 2014. Es komme 2015.

Irrenhouse Comet Club Berlin

Irrenhouse nun im Comet Club in Kreuzberg
Bleibt alles anders

Wie hab ich neulich auf einer Klowand gelesen? „Friedrichshain stinkt und Kreuzberg lässt nach“ … Irgendwie ist das nicht ganz von der Hand zu weisen… Nachdem Prenzlauer Berg vollkommen gentrifiziert ist, passiert ebenjenes seit mindestens zwei Jahren ebenfalls in Friedrichshain. Dort wo früher Bars mit launchiger Musik waren gibt es heute Bioläden und dort wo coole Clubs waren gibt es heute – nichts.

Ein Club nach dem anderen macht dicht, da meistens ein (zugezogener) Anwohner dagegen klagt und gewinnt und folglich ein seit jeher dort ansässiger Club schliessen muss. So zum beispiel der Geburtstagsklub in Friedrichshain und mit ihm eben auch Nina Queers Irrenhouse… Das Irrenhouse war der Grund, warum ich im Juli 2005 das erste Mal nach Berlin gekommen bin und es war eine Offenbarung damals für mich.

Solch eine Offenbarung, dass ich gleich darauf wieder nach Berlin fuhr um 4 Jahre Irrenhouse mitzufeiern… Trotz Gentrifizierung und Clubverlust sowie vieler Jahre, die ins Land gingen, gibt es die Party noch immer und feierte nun 11 jahre Irrenhouse im neuen Comet Club in Kreuzberg … Ein guter Grund, mal wieder bei Nina vorbeizuschauen und einmal zu gucken, was sich verändert hat.

Garnichts – und doch alles.

Es bleibt viel gleich. Nina Queer, Mataina ah Wie Süß, Stella DeStroy und die chronisch verspätete Dragshow um „irgendwas nach zwei Uhr“, dazu Teile der Tresenengel und selbstverständlich die üblichen DJs and DJanes, aber irgendwie ist es doch anders.

Es ist ein bisschen so wie damals mit dem GMF, das vom Cafe Moskau ins Weekend umziehen musste.. der vorherige Club war nicht schön, ein Loch, Underground aber mit einem gewissen Flair – der neue Club ist ein … ja ein Club eben, eine typische Disco. Der Flair des alten Berlins ist dort etwas verloren gegangen.

Nina selber wird das nicht stören. Der neue Standort in Kreuzberg an der Oberbaumbrücke spült neben den Stammgästen eine ganze Menge Touristen in den Club, der Raum ist größer und genauso voll wie vorher und die Party steht vor weiteren 11 Irrenhouse Jahren im Comet Club Kreuzberg. Dafür viel Erfolg.

 

Transenauflauf zum Weihnachtsirrenhouse

Weihnachten beginnt bei mir nicht, wenn sich die ersten Lebkuchen bei Kaisers oder Lidl auftauchen, auch nicht, wenn ich das erste Mal last Christmas von Wham höre und ebenso nicht, wenn die ersten Weihnachtsbäume verkauft werden. Nein Weihnachten beginnt spätestens dann, wenn es auf der Bühne des Irrenhouse Konfetti schneit und Mariah Careys „All I want for Christmas gespielt wird“

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Wie Nina Queer schon ganz richtig sagt. Deswegen sind wir alle da, und das macht das Weihnachtsirrenhouse zum schönsten überhaupt. Und zwar jedes Jahr wieder. Im Endeffekt ist es ein ganz normales Irrenhouse, wie alle 11 anderen im Jahr auch, aber irgendwie ist es eben doch etwas anderes, heimeliger, lauschiger, stimmungsvoller.

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Heiss, wie immer, voll, wie immer mit einer immer noch einzigartigen Transenshow von Nina. Und ebendie begann mit Brigitte auch als Weihnachtsengel mit der ersten Nummer, die offensichtlich live gesungen „die Beine breit machten“ und somit darauf hinführten, was dann folgen sollte, denn da fröhnte die Cheffin ihrer liebsten Beschäftigung und blies auf der Bühne etwas anderes als ein Saxophon… Näheres konnte ich aber nicht sehen.

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Folgend kam dann ihre liebste Tochter Stella DeStroy als Frau Holle mit ihrer Version von „Let It Snow“ auf die Bühne. Selbstverständlich schneite es dabei allerdings keinen Schnee, nur wenig Konfetti, dafür dann aber noch weisse Substanzen in kleinen Plastiktüten, die sich aus Preisgründen sicherlich als Mehl herausstellen würden…

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Es erfolgte im tollen Glitzer-Pailettenkleid zum ersten mal seit ewigen Zeiten wieder Melli Magic, die ihre Berlin Abstinez beendet hat, nicht allerdings ihre Liebe zu großen Diven im Allgemeinen und Whitney im besonderen. So isses eben, wenn Whitney nicht kann, dann ist Melli eben die allerbeste Vertretung. Und ganz ehrlich, wer Whitneys livegesangversuche gehört hat, der ist eh mit Live on Tape viel zufriedener. Und da gibt es eben niemanden, der Melli das Wasser reichen kann.

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Und nach Diva-eskem kann das Irrenhouse auch ein wenig Trash vertragen und dafür war an diesem Abend Mataina Ah wie Süß zuständig, allerdings mit einem Song, den ich weder bisher gehört hatte, noch den ich im Gedächtnis behalten hätte. Machte aber nichts, denn es war eigentlich auch nur ein Platzhalter zum Höhepunkt der Show… Mariah Carey.

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Und so kam es, wie in jedem Weihnachtsirrenhouse, wermutlich seit es diese gibt, zumindest aber seit 6 Jahren. Alle Drags auf der Bühne, die an dem Abend auftraten, dazu Mariah Carey und jede Menge Konfetti… Erst schmissen sie nur ein wenig und ich war schon in Gedanken dabei, dieses anzumahnen, als auf einmal zwei Ventilatoren genommen wurden und es dann eben doch noch richtig schneite….

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Obwohl, ich glaube schon, dass es in der Vergangenheit NOCH mehr Konfetti waren… und viel kleineres konfetti, dass man noch Monate später in seiner Wohnung irgendwo wiederfinden konnte… Da brauche ich dieses mal wenig Angst haben. Aber es war trotzdem toll… wie immer.

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Doch war eines irgendwie anders, dieses Mal im Irrenhouse. Es schien, als sei ganz Berlin anwesend. Okay okay, es war voll wie immer, aber die Anzahl der Zweithaarträgerinnen an diesem Abend war doch erstaunlich hoch, nicht, dass ich alle Namen fehlerfrei zuordnen könnte, könnte ich das wohl, dann könnte ich mich beim Nachfolger von Thomas Gottschalk bewerben „Ich wette dass ich sämtliche Transen Berlins nur am Aussehen mit dem richtigen Namen ansprechen“… Aber wofür gibt es denn Facebook.

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Wobei es immer eine blöde Situation ist, wenn jemand sagt, „wir kennen uns, wir sind doch auf Facebook befreundet“… Ääh ja, du und etwa ein paar tausend andere Personen. Sorry, das bringt mich nicht weiter, wo ich mir doch eh Menschen erst merken kann, wenn ich mich mal ein paar Minuten mit ihnen Unterhalten habe, oder sie einfach irgendwelche unverkennbaren Merkmale mitbringen… Haarfarben, Frisuren, Größe, Make up, Outfit und ähnliches gehören dabei übrigens nicht zu 🙂

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Obwohl man kam auf mich zu mit der Frage „was hattest Du auf dem letzten CSD an“ Warst Du das mit den Louis Vuitton und anderen Taschen? Das war toll… Insofern wurde ich da tatsächlich am Outfit wiedererkannt. Wenn man bedenkt, dass das ja schon wieder ein paar Monate her ist, ist das wirklich schön

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Achja schön. das isses eben immer wieder, das Irrenhouse im Allgemeinen und das Weihnachtsirrenhouse im Besonderen. Merci Nina

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Oktoberfest im Irrenhouse

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Nachdem im letzten (Geburtstags)-Irrenhouse im letzten Monat die höchste Masse an Transen auf der Bühne waren, sollten in diesem Monat eher die geringste Menge an Transen auf der Bühne stehen. Genau genommen ganze zwei Nina Queer selber und Brigitte, die beide in Dirndln gewandet ein Oktoberfestirrenbouse zeigten..

Ein oktoberfestirrenhouse wird langsam so gängig wie jenes zu Weihnachten oder jedes jahr zum Jubiläum. Das bedeutet auch, dass man in etwa weiss,was einen zur Show erwartet. Transen in Dirndln, Brezel, Bier und das was man einer berliner Gayparty so an Volksmusik zumuten kann… Das beschränkt sich auf etwa vier Lieder und einen Tusch.

So brachten dann Nina und Brigitte Hellwig auch daswas man in etwa erwarten konnte, Heidi, Servus, Gruezi, und Hallo, Das Kuckuk Lied und mal wieder „sperma ist ekelhaft“…. Fur Neubesucher grossartig, für Stammbesucher wie Janka und mich ehrlichgesagt ein wenig langweilig, da alle Nummern so bereits gesehen, gehört und aufgenommen.

Aber da YouTube ja immer die Videos rausschmeisst,kann man ja auch etwas mehrfach aufnehmen…. ausserdem hat (wenn ich mich recht errinnere Mataina ah wie Süß das letzte Mal) beim Kuckuk Lied nicht mit Champignons herumgeschmissen. Zum Glück sind die aber weder hart noch nass – anders als die Dinge, die sonst von der Bühne des Irrenhouse so fliegen… Zwei Transen machen also weniger Sauerei auf der Bühne als vier oder fünf…. Obwohl ich bin sicher Margot und Maria äääh Nina und Brigitte hätten mich ohne Probleme auch lügen strafen können… ist ja immerhin das Irrenhouse, gell.

Zu dem ich im Übrigen ziemlich genau zur Show ankam…. kaum war ich unten angekommen, begann schon, die Erkennungsmelodie der Muppetshow und Nina enterte die Bühne.

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Erstaunt war ich dann aber später, als ein SPD Politiker ebenfalls die Bühne enterte um ein 5 Liter Bierfass anzustechen um damit die Anwesenden Gäste zu bestechen und zur Wahl zu gehen. Hmmmm. Er versprach, ein 20 Literfass, sollte er tatsächlich zum Bezirksbürgermeister werden… ist er es eigentlich geworden.. wenn ja, dann zumindest nicht durch meine Stimme, die ging nämlich an die politische Konkurrenz…