Berlin Fashionweek – Laufsteg U-Bahn
Berlin Fashionweek – Laufsteg U-Bahn wurde am Jul.19, 2008, gepostet
Underground Catwalk zur Berlin Fashionweek
(2) Die Berlin Fasionweek zeigt zweimal im Jahr eine Masse an tollen Modeschauen und großartige Designermode auf unterschiedlichsten Laufstegen in Berlin. Alles schön und gut, aber solange mir niemand etwas anderes beweist, gaube ich dass der spannendste und aufregendste der Underground Catwalk ist.
In einer – teilweise fahrenden – oft stehenden U-Bahn zeigen junge Designer der Underground Szene ihre neuesten Kreationen aus den Bereichen Lack, Leder, Gothic, Barock, Punk. Sexy Dresses mit Korsetts und High Heels. Die Models von Rockstar-Models.de waren dabei nicht etwa irgendwelche Heidi Klum Anziehpüppchen sondern passend mit Tattoos, Piercings und ganz eigenen Ausstrahlungen bestückt. Vollkommen ab vom typischen Schick der Berlin Fashionweek, weit weg von den ganzen Joop, Gucci oder sonstigen Designern – und den dort laufenden Models.
AMF Korsets
Aber vermutlich kommt man auf diese anderen Modeschauen eh nicht und der Underground Catwalk ist mit 15 € Eintritt für zahlende Gäste auch noch ein echtes Schnäppchen. Nachdem ich letztes Jahr alleine dort war, schlugen Sheila und ich dieses Jahr zusammen dort auf.
Alle waren in der U-Bahn, die Türen schlossen sich und mit der Musik begann auch die eigentliche Show. Die Bahn fuhr los und jeder konnte sich freuen, wenn er eine Karte ergattern konnte… Wobei es mir dabei wirklich so vor kam, als hätten die Veranstalter dieses Mal ein paar Besucher mehr in die Bahn gelassen. Es war mehr Gedränge und weniger Platz für die Models zu laufen. Das tat der Sache jedoch keinen Abbruch.
Salone di Pessa
Der “Laufsteg” war so aufgebaut, dass jeweils 5 Designer nacheinander von den mittigen Bachstagewagen in eine Richtung zum U-Bahn Ende und zurück laufen sollten, während die anderen in die andere Richtung liefen. In der Mitte trafen sich alle wieder und es ging von neuem los – nur eben andersherum.
Dabei war ich im ersten Slot tatsächlich ein wenig enttäuscht. Schienen mir die ersten fünf Kreationen die durch die U-Bahn getragen wurden doch größtenteils eher beliebig. Nicht langweilig, aber nicht wirklich prickelnd. Viele der Stücke waren T-Shirts mit Tattoos, Pflanzen, Ornament oder auch Rock-drucken.

Joker Brand & Broken Heart
Also Stücke, die ich in ähnlicher Art auch bei Ad Hardy, auf dem Merchandise Stand irgeneiner Hard Rock Gruppe oder – traurig aber wahr – auf fast jedem Wochenmarkt bekommen kann. Kaum etwas, womit man mich im Rahmen einer Modenschau wirklich begeistern kann.

David Vicente & Damned Clothing
Aber nachdem die Candygirls Süssigkeiten reichten und der Sponsor Jägermeister zu seinem Recht kam und Erfrischungen an die Gäste verteilte ging es von neuem – und in meinen Augen mit den spannenderen Kreationen richtig los.
Redcat 7
Scheinbar brauchten die Models ein wenig um sich einzulaufen, denn nicht nur die Stücke wurden pannender sondern auch die Art, wie sie rübergebracht wurden. Ab jetzt wurde sich tatsächlich an den U-Bahn stangen geräkeln, an den Griffen gezogen oder wenn es die Situation erforderte auch mal auf den Boden geschmissen.
Rock & Rebellion
Es wurde mit den Cameras geflirtet oder es wurden von den Models Redcat7-Dollarnoten in die verschiedenen Ausschnitte gesteckt. Dieser Teil war lockerer unbeschwerter und heisser als es eh schon in der Bahn war.
nur Gast oder doch Model?
Leider geht auch die beste Show einmal zuende, aber mit Sicherheit werde ich auch auf dem Unerground Catwalk 2009 wieder sein und ausserdem geb es ja noch die Aftershow Party im Sage Club. Aber dazu morgen mehr.
Mein Fazit: Muss man unbedingt dabei gewesen sein und meine Favouriten waren das rote Korsett von AMF Korsets und die Mädels von Redcat 7.
Dabei waren aber noch viel mehr:
Mitgelaufen sind:
(1) AMF Korsets, (2) Joker Brand, (3) Damned Clothing, (4) David Vicente, (5) Tollkirsche, (6) Salone di Pessa, (7) Beauty Fiend, (8) Broken Heart, (9) Bat Attack … Fashion From The Crypt, (10) Rock & Rebellion, (11) Redcat 7.
Bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, die Sheila und mir gestellt wurde…
Warum seid ihr eigentlich nicht mitgelaufen?
Ja, warum eigentlich nicht? Die Frage ist mehr als berechtigt.
Ubahn-Geschichten
Ubahn-Geschichten wurde am Feb.14, 2007, gepostet

Generell hasse ich Öffentliche Verkehrsmittel. komische Leute, Bazillenschleudern, kein Autoradio und Geld kostet das Ganze auch noch. Da lobe ich mich doch mein Zoe-Mobil.Leider ist Hamburg wenig Autofreundlich und wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre finde ich in der Regel
a) nur einen Parkplatz weit weit weg vom Büro
b) einen teuren weißen Zettel an der Wundschutzscheibe
Folglich füge ich mich meines Schicksales und benutze Hamburgs Busse und Bahnen. Oftmals belauscht man dann ungewollt Gespräche und erlebt kleine Anekdoten.
Heute stiegen drei Mädels um die 15-17 Jahren in die Ubahn ein und mir fiel bei der einen sofort das nennen wir es mal “exzentrische” Makeup auf GRAUENVOLL.
Na, da ist wohl jemand in den Farbtopf gefallen.
Das Mädel hatte eine leicht dunkle Hautfarbe und dementsprechend schwarze Haare, auf die mein nächster Blick fiel.
Hmmm. ziemlich struppig diese Haare.
Soetwas kannte ich eigentlich nur von Perücken, die schon einige durchtanzte Nächte hinter sich und dabei zu wenig Pflege genossen haben. Ich dachte mir noch, also wenn diese Haare eine Perücke wären, und jene meine wäre, dann würde ich mir eine neue kaufen.
Diese Gedanken schossen mir in wenigen Sekunden durch den kopf, noch bevor die Mädels richtig im Wagen waren und die U-bahn wieder losfuhr.
Während ich noch leicht kopfschüttelnd die Haare und das Makeup bewunderte (mich darüber wunderte) kam ich nicht umhin ihr weiteres Gespräch mitzubekommen. Es drehte sich um unwichtige Themen wie Schule und Freunde, wurde dann aber beim Thema Haare interessant. Es stellte sich dabei heraus, dass das Mädel Haarverlängerungen hatte und sie überlegen würde, ob sie die mal erneuern lassen müsste.
Am liebsten hätte ich folgendes gesagt:
solltest du dringend, das hätte ich dir schon sagen können, als Du hier eingestiegen bist. achja und mit dem Makeup solltest Du auch etwas tun, das geht ja garnicht.
Ich hielt mich dann allerdings zurück und lächelte nur still und Leise in mich herein.
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