Loy Krathong – Lichterfest

Loy Krathong – Lichterfest

Lichterfest Bangkok

Mehrfach wurde mir in den letzten Tagen von einem Fest am Chao Phraya River erzählt, was es allerdings genau mit diesem Loy Krathong – Lichterfest  auf sich hatte, dass konnte ich nicht wirklich in Erfahrung bringen. Irgendwas mit leuchtenden Booten.

Loy Krathong - Lichterfest

Klar: Fluss, dunkel, Boote… Mal ansehen

Ich hatte mir darunter aber irgendwie etwas anderes vorgestellt.

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Massen schoben sich zum Central Pier und so richtig erleuchtete Boote konnte ich auf den ersten Blick nicht feststellen…. Okay, alles was einen Rumpf zum schwimmen hatte, war auf dem Wasser aber ein Hafengeburtstags-Verkehr war von weitem auf dem Wasser nicht zu sehen…

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Aber massig Menschen. So viele, dass der Skytrain die Pforten einfach öffnete und die Leute durchliess. Auch die Fähren machten es sich einfach 20 Baht für alle und für alles – und nur Scheine bitte und wer nicht direkt an einer Verkäuferin langlief bekam seinen Schein auch nicht abgenommen. Schwund ist überall und an diesem Tag war viel Schwund und noch viel mehr Geschäft.

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Ich fuhr für diese 20 Baht in Richtung Asiatique Pier, wo übrigens auch das Calypso ist. Warum fast alle dahin wollten erschloss sich mir nicht, aber ich folgte den Massen und sah eine ganze Menge Menschen mit Blumenarangements, die sich dann als die Boote herausstellten.

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Wie ich mir dann habe erklären lassen ist das ein Dank an den Gott des Wassers für den Reis des letzten Jahres und eine Bitte fürs nächste Jahr, doch ein großartiges Jahr folgen zu lassen. All diese Blumenboote haben mindestens eine Kerze , die angezündet lange verfolgt werden soll. Je weiter man den Kerzenschein dann sehen kann, desto besser würde das Jahr werden… So in etwa habe ich das zumindest  verstanden. Es mögen einige Fehler drin sein, aber so in etwas ist es wohl.

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Daher wurden in der ganzen Stadt und erst Recht in Wassernähe diese Blumenboote verkauft und die Thais kauften sie zu Hauf.. Übrigens auch die Touristen – so kaufte auch ich ein Blumenboot und schob mich in der Masse zum Pier, um mein Bötchen mit langen Baststäbchen zu Wasser zu lassen.

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für 20 Baht brachte der kleine Mann die Boote sicher ins Wasser

Einige Boote kenterten schon bei dem Versuch. Aber ganz ehrlich, wenn es danach geht, wird es kein Gutes Jahr für irgendwen, sollten diese Boote nämlich – nach dem eigentlichen Sinn zu tausenden leichtend den Fluss entlangfahren, so war das eher wunschdenken, dann spätestens mit der ersten Welle einer der Fähren kenterten alle. Der Chao Phraya Fluss in Bangkok ist definitiv kein guter Fluss für Blumenboote.

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und unten schaute (sein Bruder?) in welchen der Boote dem Wassergott auch Geld geopfert wurde und rettete es vorm Untergang 😉

Mein Bötchen verabschiedete sich sofort unter die Pier, da war das Wasser ruhiger und ich sah das leuchten noch eine Weile, das Boot aber nicht mehr. Aber mein Boot hat definitiv länger durchgehalten als fast alle anderen, dürfte also ein gutes Jahr werden.

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Ich glaube daran.

Lichterfest  - Loy Krathong

Die Boote, die nicht bereits untergingen, endeten hier zumeist

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Bangkok – Soi Cowboy & Nana

Soi Cowboy, die große Freiheit in Bangkok

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Wow, als ich die Soi Cowboy „Strasse“ das erste Mal sah, bekam ich einen Backflash. Eine Strasse mit massig Leuchtreklamen (durchaus schlüpfriger Natur), mit leichten Mädels – manchmal durchaus auch unechten – mit Tabledance-Schuppen, einem „Dollhouse“ in der Mitte und mindestens einem Thai Karaoke Laden. Woran erinnert mich das nur? Eve Champagne, hast Du eine Idee?

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Klar – an die Große Freiheit, aber mein erster Gedanke war: Eve würde sich hier wohlfühlen, und so war ihre Antwort dann auch.

Lol. An men Zu Hause! Und glaub mir, ich hab mich im Januar letzten Jahres dort durch jede Bar quer gesoffen und in dem kleinen Ladyboy Laden (name vergessen, 2ter Stock) ne Show hingelegt, dass die Mädels MIR die Drinks ausgegegebn haben

Soso, die Dame hat sich also hier auch schon rumgetrieben, und wenn es eine Liste mit Namen gibt, denen ich so etwas uneingeschränkt zutraue, dann steht der Name Eve Champagne wohl ganz oben.  Sehr cool.

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Ich habe lange gezögert, ob ich enfemme in Thailand ausgehen sollte. Ich wollte mich mit den Ladyboys nicht unbedingt anlegen.

Der Gedanke war aber vollkommen unberechtigt, wie ich feststellte, und gestern eben doch losging. Allenthalben Aufmerksamkeit, wie ich sie lange nicht erfahren habe und vollkommen positive von allen Seiten und – vor allem – von den Ladyboys selber… und von denen gibt es hier wirklich eine ganze Menge.

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Ladyboy Water Volleyball Competition.. was es nicht alles gibt

Okay, noch einmal ein paar cm größer und BLOND. Eine echte Marktlücke in Bangkok. Einige nannten mich Lady Gaga 🙂 Aber keine war irgendwie negativ eingestellt.

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So landete ich dann irgendwann in der Temtations Ladyboy Bar. Ich nehme an, das ist die, die Eve meinte… Und irgendwann landete ich auch dort auf der Bühne… Und meine begrenzten Verhandlungskünste brachten mir zumindest EIN Freigetränk der Barcheffin ein. Offensichtlich nicht ganz das, was Eve geleistet hat, aber doch ganz gut.

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Zu späterer Stunde bin ich dann übrigens noch in eine Disco nicht hereingekommen, da Kathoeys dort generell nicht reinkommen… Hmpf.

Übrigens wirklich wirklich erstaunlich wie viele Ladyboys in Bangkoks Amüsiervierteln herumlaufen und ich wette, die meisten Touristen haben null Ahnung.

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Ich war einige Tage vorher in einer Bar und unterhielt mich mit einem Mädel dort… Okay, sie erleichterte mich auch noch gekonnt um ein paar freidrinks. so what.

Nebenbei spielte ein anderes Mädel dort super Pool Billiart, wir sprachen darüber, dass sie „gut“ sei. Ich schaute etwas näher und meinte. „But she is not a girl“ …. Weit geöffnete Augen bei meiner Gegenüber „Why do you know that?“.. Jaja, gewusst wie.

DSC06296Ich glaube, die meisten zu erkennen… Ich sage mal so, sie sind einfach jede für sich doppelt so viel Diva wie die echten Mädels. 🙂

Apropos. Janka, hat eine Doppelgängerin in Thailand.. Kopfform, Gesicht 1:1. Mache das Gesicht etwas heller und setze ihr statt ihrer schwarzen Haare eine blonde Perücke auf Voilá … leider habe ich sie nicht fotografiert 🙁

Chatuchak Weekend Market – Bangkok

Chatuchak Weekend Market

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In Bangkok gibt es den Chatuchak Weekend Market. Einen nur am Wochenende geöffneten Markt für alles, was nicht Fisch, Fleisch oder Obst ist. Leicht mit der U-Bahn zu erreichen und noch leichter, sich dort zu verlaufen.

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Von aussen gesehen schaut er total unscheinbar aus, aber wenn man ersteinmal eintaucht ist es kum möglich durch die ganzen Gänge wieder herauszufinden. Schuhe, Mode, Krims Krams, Blumen, Technik, Army-Messer, Chinesische Schwerter, Second Hand, Sales. Man bekommt alles und vieles günstig.

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Ich kaufte ein paar New Balance Schuhe für umgerechnet irgendwie 22 €… Ich vermute einen Fake dahinter..

DSC06275 Sicherlich der beste Ort in Bangkok um viel günstig einzukaufen… Aber ganz ehrlich, mir ist es keinen großen Eintrag wert, ich war immerhin im Turm der Verrückten in Shenzhen. Und der Chatuchak Weekend Market hatte kaum wirkliche Marken.. eher „Asia“ Ware…

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Das war spannend und sogar fast 4 Stunden lang, aber außer einem paar Schuhe und drei T-Shirts keine Must Haves for me…

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Massage und Massage. Zwei Wörter unterschiedlicher Bedeutung in Thailand.

Massage und Massage. Zwei Wörter unterschiedlicher Bedeutung in Thailand.
Strassenstrich oder Domina?

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Ich erinnere mich an den „Chess“ Song One Night in Bangkok, der offensichtlich – wie mir gesagt wurde über Nana geschrieben wurde. Ich habe keine Ahnung mehr was genau darin paasierte, aber kann mich an das Wort „Massage Palace“ erinnern … und von denen gibt es in Sukhumvit eine ganze Menge.

Man hat das Gefühl, wenn man durch Sukhumvit läuft, dass Bangkok zu 3 % aus „7-Eleven“ besteht, aus 7 % „irgendwas mit essen“ und bestimmt aus 10 % Massage Salons…. Wo man auch geht und steht, ständig schallt einem ein „Massaaaaage“ schrill ins Ohr. Die Thai Mädels schaffen irgendwie ganz üble Geräusch-Schwingungen mit dem Wort Massaaaaaaaage.

Und ich denke, ohne eine Thai-Massage kommt man aus Bangkok nicht heraus. Vermutlich erhält man dann keinen Ausreisestempel. Also liess ich mich – unwissende Person – in einen der Massage-Saloons locken zu einem Preis der geradewegs unverschämt war, wie ich im Nachhinein – mal wieder herausfand.

Obwohl gegenüber Deutschland ist das immer noch Spottbillig, nehme ich an 1 Stunde Massage für etwa 10 €… Ich hätte aber stutzig werden müssen, als ich in der Innenseite der Tür des Massagezimmers las, welche „Extras“ hier noch zusätzlich zu kaufen wären. Body to Body Massage und mehr…. HILFE! Das war eigentlich nicht was ich suchte.
Erwehren war dennoch schwierig, weil die Dame sich bei der Massage bestimmten Stellen meines Körpers -den ich vorher vollkommen zu entkleiden hatte – natürlich rein zufällig – deutlichst mehr Aufmerksamkeit zukommen liess, als nötig und erwartet war… Der Leser wird sich vorstellen können, was ich meine. Diese Thai-Massage war dennoch entspannend, ohja – doch nach etwa 45 Minuten beendet… Hey ich habe für eine Stunde bezahlt.. War dennoch irgendwie froh raus zu sein. Strange Situation irgendwie.

2 Tage später suchte ich dann ein anderes – von aussen deutlich seriöser aussehendes Massage-Studio auf „Rakuten“ … Das war für mich bisher ein japanischer Onlineshop… Hier riefen einen keine Mädels hinein, hier kam man entweder auf eigenen Wunsch oder garnicht.

Hier gab es dann auch nichts auszuziehen, sondern bekam extra Kleidung anzuziehen.. Auch die Massage selber war vollkommen anders. Für die 400 Baht gab es hier sogar 2 Stunden Thai Massage. Ich entschied mich für 1 ½ Stunden Thai Massage oder besser gesagt Martyrium.

Wie das mit den Hebelkräften geht, das wusste sie, welche Stellen so richtig weh tun, das auch und ihren Aufforderungen „relax“ konnte ich so garnicht nachkommen, sorry, und ich versuchte das wirklich. So schätzungsweise 45 Kilogramm Thailänderin sind übrigens doch eine ganze Menge, wenn sie auf einem Bein auf Deiner Wirbelsäule stehen….

Erstaunlicherweise hatte ich keinen Muskelkater am nächsten Tag. Klar ich war ja auch gut gedehnt.

Ohmann, wie kann ein so zierliches Mädel nur so stark, Hart und unerbittlich sein. Diese Thai Massage war kein bisschen entspannend sondern tat ehrlich gesagt weh, sie streckte, dehnte kniff und bereitete mir gekonnt Schmerzen.

Die Dame hätte eine blendende Karriere als Domina vor sich… Überhaupt hatten beide Besuche etwas davon.

Der erste Besuch war sozusagen der Strassenstrich:
Suche Dir einen ahnungslosen Kunden, spreche ihn an und zocke ihn in kürzester Zeit möglichst gnadenlos ab und verkaufe ihm mehr als er haben wollte für weniger als er erwartet

Der zweite Besuch dürfte dann der bei einer sadistischen Domina sein:
Lasse DICH aufsuchen, sei unnahbar, aber bereite Deinem Kunden größtmögliche Schmerzen, er wollte es ja schliesslich so, lasse ihn nicht früher gehen, es gibt sicher noch ein paar gute Schmerzgriffe, die er nicht kennt – und nicht kennen wollte

…ich weiss nicht, beides nur so bedingt meines, aber wenn dann doch eher ersteres, das tut zumindest nicht weh.