CSD Köln – 800 Meter länger… toll

Dieses Jahr habe ich mir wirklich lange Zeit gelassen mit meiner Überlegung, ob ich nach Köln zum Christopher Street Day fahren sollte. Während Sheila und Janka einen ein-tages Trip per Bahn machen wollten, musste ich mit Blick auf die Bahnpreise einsehen, dass Hotel + Autofahrten einfach klüger sind.

csd köln Zoe delayDanke an Maizucker

Da ich Freitag auch noch kurzfristig ein Hotelzimmer fand, das einigermaßen bezahlbar war, welches zufällig auch knapp 300 Meter vom Startpunkt der Deutzer Brücke, setzte ich mich Samstag Nachmittag in mein Auto und fuhr in Richtung Köln… Man muss ja 🙂

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Angekommen in Köln gings noch kurz zu Vapiano, was essen und dann einige Stunden lang mein Spiegelkleid ausbessern.. Es gab doch einige Spiegel, die nicht mehr dran oder kaputt waren. Also klebte ich mal wieder ein paar Stunden. Danach pflegte ich mein Kleid noch – mit Sidolin Streifenfrei – …also genaugenommen nicht das Kleid, sondern die Spiegel.

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morgens wachte ich gegen 10:30 auf, da ich klugerweise meinen Wecker auf Samstag 9:30 gestellt hatte, allerdings vergaß, dass der CSD in Köln ja Sonntags stattfindet… Doooof. und trotzdem bekam ich das noch einigermaßen hin, fertig zu werden.. Also soweit es möglich ist…

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Mein Kleid kann ich nämlich alleine nicht anziehen, dafür brauchte ich zwei Hotelangestellte, die mich in mein Kleid verfrachteten und es schlossen, damit der CSD mit meiner Unterstützung starten konnte…

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Und Köln ist wie immer klasse gewesen. Das Wetter war bombastisch, die Veranstalter sprachen von 1.000.000 besuchern an der Strecke und die Stimmung war wieder einmal unglaublich. Es ist einfach so, der CSD in Köln ist und bleibt eine absolute Pflichtveranstaltung.

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Leider scheinen so viele da gewesen zu sein, dass es von mir relativ wenig Fotos am Ende gab. Es scheint fast so, als wäre ich in Köln nicht gewesen. Wirklich erstaunlich, man posiert für etwa 1.000.000 Fotos und kaum etwas kommt zurück.. Und teilweise sieht man Menschen, die seit mehreren Jahren das gleiche Kostüm tragen, die trotzdem auf mehr Fotos sind, einfach weil sie bunter sind.

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Ich selber muss aber auch zugeben, dass mein Kostüm auf Bildern einfach anders wirkt, wie live. Live ist es wirklich klasse, es blendet und reflektiert die Sonne, wenn ich in ein Schaufenster oder einen Spiegel schaue – klasse… Auf Bildern allerdings schaut es kaum anders aus, wie ein silbergraues Kleid oder eines mit einfachen Pailetten. Die schwere des Kleides, die Spiegel und die Zeit beim Kleben, all dieses kommt auf den Bildern nicht raus. Schade.

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Trotzdem fühlte sich Köln wieder toll an. Mit geänderten Schuhen kam ich im Gegensatz zu Berlin tatsächlich auch am Ziel an… doch ich gestehe, es war knapp. Irgendwer in Köln meinte nämlich dafür sorgen zu müssen, dass die Strecke verlängert wurde… Das führte dazu, dass man keinerlei Überblick hatte, wo man eigentlich war – die Strecke war eben nicht die gelernte..

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Irgendwann fragte ich einen Wagenengel mal, wo wir eigentlich seien – und er schaute mich mit glänzenden Augen an und sagte – „wir haben 800 Meter hinzubekommen, ist das nicht toll“. Ich schaute ihn entsetzt an, schaute herunter zu meinen Heels und entgegnete nur „Ja, das ist NICHT toll, wer hat sich das denn ausgedacht…. Ohmann Köln

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Aber was soll man machen, Lächeln, leiden und im Ziel sofort die flachen Schuhe an :)… und dann mit den Worten „Ab jetzt bin ich privat hier“ Fotoanfragen nett abblocken oder dafür sorgen, dass man nur oben fotografiert wird 😉

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Und dann wieder 5 1/2 Stunden zurück nach Berlin… Ja, ich bin verrückt, aber der CSD in Köln ist es einfach wert. Letztes Jahr, dieses Jahr und auch nächstes Jahr wieder …

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Aber eines möchte ich noch sagen: überall las ich davon, wie unheimlich politisch der Kölner CSD dieses Jahr war, was mit der braunen Scheisse von Pro Köln zu tun hatte, die dieses Jahr eigentlich mitlaufenmarschieren wollte – dann aber nicht durfte… Sehr sehr löblich, aber der Berliner CSD dieses Jahres hat an Politik mal eine gehörige Meßlatte gelegt – und die blieb deutlich nicht gerissen

Rodeo Club Berlin

mir schien es eine Ewigkeit her, alsich das letzte Mal mit Janka und Sheila unterwegs war. Verschiedene Urlaube, CSDs, allgemeine und spezielle Lustlosigkeiten und was weiss ich noch verhinderten das in der letzten Zeit viel zu oft. Doch gestern war es endlich wieder einmal so weit.

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Da die beiden vorher noch in der neuen Friedrichstadtpalast die neue Show Yma, zu der ich mir auch noch eine Pressekarte von der Presseabteilung erhoffe.. na schauen wir mal, ob mir die als blogger gewährt wird..Aber sei es drum, wir trafen uns bei Vapiano (wo auch sonst) und erlebten erstmalig den ganzen Vapiano’s Service, der einem dort gewährt wird. Dass einem in einem Selbstbedienungslokal das Essen an den Tisch gebracht wird ist sicher selten, dass der Geschäftsführer eigens an den Tisch kommt und sich nach dem Wohlbefinden seiner Gäste erkundig auch und dass er sich nicht lange bitten lässt und einen Apperetiv ausgibt dürfte gar einzigartig sein. Guter Laden dieses Vapiano’s in der Friedrichstrasse – zumindest für besondere Gäste.

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Als wir so genährt waren, war es aber viel zu früh für das eigentliche Ziel den Klub International im Kino International. Drum brachte Janka den Rodeo Club ins Spiel. Da waren wir noch nie, also ist es ersteinmal per se eine gute Idee. Oranienburger Strasse am Korsett-Strassenstrich fielen wir zwar dann doch irgendwie auf, nicht jedoch negativ und wir wollten den Damen dort ja auch ihr Geschäft nicht verderben, folglich war es auch kein Problem, ins Gespräch zu kommen, auch wenn sie uns ersteinmal wie blöde Touris zum Hinterausgang des Rodeo Clubs stöckeln liessen, bis wir dort herausfunden, wo wir denn hinmüssten um eben nicht heraus sondern herein zu kommen…. Einmal rund um Quaree und über den Kopfsteinpflaster ausgelegten Innenhof aber wir sind da ja gestählt. High Heels auf Eisbedecktem Kopfsteinpflaster hat uns auch noch nicht verzweifeln lassen also dieser Weg auch nicht.

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Der Rodeo Club also, viel drüber gehört, nie gesehen im alten Postfuhramt. Für Berlin typische Tapeten an den bröckelnden Wänden und irgendwie hat dieser Bau schon bessere Tage gesehen – leider wird er das wohl auch bald wieder, denn er fällt der Gentrifizierung zum Opfer und wurde oder wird bald verkauft und dann ist diese Ureigene Atmosphäre wohl dahin – und auch der Rodeo Club… dem bereits gekündigt wurde.

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Und wieder etwas urbane Atmosphäre dahin, denn der Rode Club ist einzigartig, die Haupt-Tanzfläche ist ein großer Kuppelsaal, nebenan kleine Tanzflächen und Bar-Räume und ganz normale Gäste – kein Schickimicki Schick, den man vielleicht an dieser Stelle erwartet hätte. Ich überlegte mir eine ganze Weile, woran mich der Kuppelsaal erinnert, bis es mir auf einem Male wie Schuppen von den Augen fiel, als ein Kellner mit einer Astra-Kiste an mir vorbei lief. Astra – St-Pauli – Prinzenbar. Irgendwie sehr ähnlich und urban.

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Erstaunlich auch die Musikauswahl im Rodeo Club. selten gehörte Klassiker. Salt’N’Pepper mit Push it, die ich tanzed hörte, während der rest der Crew gelangweilt saß und ich von oben ja genau in die Dekolletes von Janka und Sheila schaute … „Push it“ in Reinform… aber ich glaube Salt’N’Pepper haben das irgendwie anders gemeint… Trotzdem kam mir gerade „passt genau“ in den Sinn 🙂

push it

Eigentlich fand ich den Rodeo Club wirklich nett, aber die Musik war wohl weder für Sheila noch für Janka ein musikalischer Hochgenuss, also verabschiedeten wir uns vom Rodeo Club und den beiden auf dem „Pizza Strich“ vor dem Club auf Kundschaft wartenden Mädels in den Klub International.

Test: Vapiano Berlin Mitte

Vapiano Berlin – Mitte

Jetzt spiele ich mal eine Runde Qype und blogge weniger über uns und mehr über das Restaurant, in dem wir gestern gespeist haben.

Da Sheila bereits vorher einen Fotoshooting-Termin hatte und bereits gedresst war, zog es uns mit der Fotografin irgendwohin, wo man gut speisen könnte. Sheila fiel dabei ein, dass es ein neues Vapiano in Berlin MItte gibt, welches wir dann zu dritt besuchen wollten.

Es war kalt, matschig und nass, also nicht die wirklichen Witterungsvoraussetzungen, um auf den Holzbänken vorm Vapiano zu essen, also gingen wir herein ins – wie man uns erklärte – schönste Vapiano in Berlin. Nun hab ich davon ja schon einige gesehen, am Kurfürstendamm, am Potsdamer Platz, in Hamburg in Nürnberg, und alle sehen im großen und ganzen gleich aus.

Doch muss ich gestehen, dass dieses Vapiano wirklich schöner ist, man kann sich, wenn gewünscht an einen Tisch einer Sitzgruppe um einen Kamin setzen, an die typischen Vapiano-Holzbänke oder oben an einer Diners Bar auf ein paar Getränke oder einen Cocktail setzen oder man kann im kleinen Gewächshaus seinen eigenen frischen Basilikum oder andere Blättchen pflücken.

Keine Änderungen gibt es allerdings beim Essen. Das ist ja auch nicht nötig – bessergesagt wäre es nicht sinnvoll. Pasta, Pizza Antipasti und für mich wie fast immer Spaghetti Bolognese. Und man muss sagen, bei Spaghetti Bolognese gibt es himmelweite Unterschiede im Geschmack. Nicht im Vapiano. Dort schmeckt es überall identisch und das ist gut so. Denn das bedeutet, es schmeckt überall gleich gut.

Witzig mal wieder die Gegebenheit, als wir gingen und eine Gruppe von 6 Personen dringend angestrengt aus dem Fenster schauen mussten – obwohl es absolut NICHTS zu sehen gab. Ich hab noch überlegt, ob ich mich dazugeselle und frage, was es so spannendes zu sehen gibt. Ich habe diese Idee dann aber bleiben gelassen. Komisch nur, das diese Gruppe als ich vorbei war und mich kurzentschlossen umdrehte zu ebenfalls sechst auf mich schaute. Denen war dieses Schauspiel allerdings unangenehmer. Ich fand es hingegen eher lächerlich.

Trotzdem das Vapiano Berlin Mitte ist in der Tat das schönste Vapiano, das ich kenne und bietet ansonsten das typische Vapiano Angebot. Schnell, lecker, gut, günstig. Sicherlich kein Feinschmeckerrestaurant aber doch viel besseres Fast-Food als bei Mc Donalds


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Transen-Vorabendprogramm Einkaufen und Essen

Vampiria, VaPiano,

Nach dem vorherigen Abend, den wir bis zum Morgengrauen auskosteten, hiess es am morgen ersteinmal AUSSCHLAFEN.

Auch wenn man mir später sagte, dass man bei solch einem Krach kaum hätte schlafen können, mich juckte es nicht, denn wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Zumindest schlief ich so lange, bis Sheila einen Kopf in mein Schlafgemach steckte und zweimal leise Zischte. Störten mich jegliche Geräusche vorher nicht im geringsten, so bewirkten diese beiden Töne doch, dass ich schlagartig die Augen aufschlug und wach war. Ich glaube ich wurde damit aus einer Hypnose aufgeweckt, die mir Sheila den Abend vorher verpasst hatte. – Ja! genauso muss es sein, anders ist das nicht zu erklären.

Nach einem feudalen Frühstück mit Lachs, Rührei und Speck zur späten Mittagszeit mussten wir und langsam beginnen uns aufzutransen, wobei langsam hier das absolut richtige Wort ist. Wir waren l-a-n-g-s-a-m. So langsam, dass wir fertig gestyled erst kurz nach 7 waren. Es braucht eben seine Zeit um ein perfektes Makeup mit perfekter Unterstützung zu erreichen und aus unzähligen Outfits einer riesigen Reisetasche das eine Outfit für einen Shoppingausflug auszuwählen. Also gegen Viertelacht knapp viertel nach 7 fuhren wir endlich los, einkaufen. Genaugenommen fuhren wir umtauschen, denn Sheilas große Liebste hatte für ihre „Freundin“ leider eine Nummer zu klein besorgt. 😉 Das musste geändert werden – und es wurde geändert.

Vampiria

vampiria2.jpgEinige Meter weiter war der Laden Vampiria zu finden, einer dieser typischen Gothic, Rockabilly, Fashionläden, in denen man eigentlich immer irgendetwas findet, meistens zu viel und eigenlich immer zu teuer. Trotzdem geht man immer wieder gerne rein, denn es ist wie Weihnachten.

Haben wolln! Alles!.

Nein, eigentlich suchte ich nur nach einem stinknormalen schwarzen Satin-Taillen-korsett zu einem ordentlichen Preis. Gesucht, gefunden, anprobiert, gekauft. – Zumindest war das der Plan. Das klappte auch ganz gut, bis die eine der beiden Verkäuferinnen meine EC-Karte durch den Kartenleser jagte und mit dem Kopf schüttelte.

Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird nun natürlich denken, dass ich endlich meinen Dispo so weit überschritten habe, dass die Bank weitere Auszahlungen gestoppt hat und jetzt meine Karte mit einer Schere zerstört würde… Das hatte ich offensichtlich schon selber geschafft, denn sie wurde nicht angenommen und Sheila musste mir einen Freundschaftsdienst erweisen und mir bis zur nächsten Bank den Betrag für das Korsett vorschiessen. (Vielen Dank dafür im übrigen). Diesen Freundschaftsdienst quittierten auch die beiden Verkäuferinnen freundlich, doch mit den eindeutig falschen Worten.

Na, da hat er Dir ja einen ganz schönen Freundesdienst erwiesen.

ER ???? !!! ????

Wer ER, auf Sheilas Frage, ob die beiden hier irgendeinen ER sähen, versuchten die beiden sich zwar mit allerlei Worten und Komplimenten herauszulavieren, aber irgendwie war es vergeblich.

Dabei haben die beiden aber auch irgendwie nicht wirklich verstanden, dass es zwar okay ist, wenn man einer Transe ansieht, dass sie keine frau ist und dieses auch in beiderseitigem Einverständnis passiert, man es doch aber so nicht sagen muss. Natürlich sieht man uns an, dass wir keine frauen sind, aber muss man das unbedingt auch durch ein „ER“ kundtun.

Nun, dass es eher die Wortwahl denn die Erkenntnis war, dass wir vor den beiden Mädels nicht als Frauen durchgingen, die uns störte, konnten wir den beiden Mädels nicht recht klarmachen. Trotzdem waren sie nett und freundlich und wir zogen von dannen, um nach dem nürnberger VaPiano vor einigen Wochen nun auch das berliner VaPiano auszuprobieren.

Hier weiss man, was man hat.

Wir brauchten ja eine kleine Stärkung für den weiteren Abend