Zoe was here – Streetart

Zoe was there.

ich wars nicht und ich war nie da!

In letzter Zeit lese ich immer wieder über das Thema Streetart. Damit kann man im großen und ganzen künstlerische Grafittis und künstlerische Aufkleber gemeint.

Soweit ich weiss sehen sich die „Verursacher“ als Künstler und selbst manche Hausmitglieder sehen das so. …In anderen Ländern sollen sogar schon Immobilienwerte gestiegen sein, wenn nur der richtige Künstler sich dort verewigt hat….

Ich glaube, ganz so weit ist es in Berlin noch nicht, aber es gibt unter reclaimyourcity.net eine sehr nette Gallerie von vielen berliner Streetarts, von denen viele wirklich großartig sind. Einfach mal anschauen und staunen. Es soll sogar eine Streetart-Tour durch Berlin geben, die einen in diverse Hinterhöfe und sogar in Privatgebäude führt…

Warum ich eigentlich auf reclaimyourcity.net komme? Nun ich konnte es nie unterbringen, bis ich heute obiges Kunstwerk sah, dass wohl eher als schnödes Grafitti, denn als Streetart gesehen wird… Und ich schwöre, ich war es nicht.

CSD Hamburg 2008 Videos

CSD Hamburg 2008 Videos

Hamburg Journal

Wenn in irgendeiner Stadt ein CSD ist, dann macht es Sinn, sich den lokalsten Fernsehsender mal anzuschauen, um herauszufinden, ob es sich gelohnt hat, dass man in jede Kamera geschaut hat, die dort am Strassenrand Videos und Filme gemacht haben…

Ich fragte die beiden noch, wofür sie aufnehmen würden… „Ah NDR – Hamburg Journal? Na, dann nehmt mich mal mit rein ;-)… Viel Spaß noch.“

Videos CSD Hamburg 2008

Ich hatte eigentlich auf das Kamerateam von Hamburg.de gehofft,die mich gebeten hatten, zu ihrer Anmoderation zu kommen und meine Flügel zu spreizen… Klar mache ich das… aber ich konnte auf Hamburg.de noch kein Video finden… Ich schätze aber auch, dass sie sich doch eher für das Interview mit :Valery Pearl: entscheiden werden.

CSD hamburg 2008 Videos

Stattdessen fand ich mich aber eben doch kurz im Hamburg Journal wieder… Dort also, wo wir es letztes Jahr dann doch trotz Interview nicht geschafft haben. Aber ich glaube der NDR HH – genaugenommen das Hamburg Journal hat eh eine viel bessere Verbreitung als Hamburg.de.

Hier noch ein kleines Bild, auf das mich H. H. aufmerksam machte…. gaanz hinten und gaaaanz klein sieht man meine Flügel… nicht sonderlich wichtig dieser Film, aber er bleibt als Lückenfüller für das hoffentlich noich kommende Video auf Hamburg.de

weitere CSD Berlin Impressionen

CSD Berlin 2008 Part II

Regenbogenfahne

Zurüc zu Part I

Wir liessen also die beiden verrückten Frankfurter Hühner scheinbar zum Ende der Parade weiterlaufen und folgten selber der Parade weiter geradeaus als auf einmal die Musik weg war. Was war geschehen? Stromausfall an allen Truicks gleichzeitig.. Hmm kann eigentlich nicht sein, denn die Trucks haben ja keine Verlängerungskabel, die sie ans öffentliche Stromnetz angeschlossen hätten und dass auf einen Schlag auf einmal alle Generatoren ihren Geist aufgeben, ist eigentlich so auch noch nie vorgekommen. Komisch war es – und unerwartet – vor allem, weil niemand eigentlich genau wusste, was eigentlich los war.

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Wir vermuteten – richtig wie sich im nachhinein herausstellte – dass es daran lag, dass sich unser Teil der Parade gerade am Holocaustdenkmal befand und so aus Pietätsgründen auf die Musik verzichtet wurde. Eigentlich eine tolle Aktion, aber es wäre noch besser gewesen, wenn man diese Aktion verstanden hätte und wenn vielleciht draufhingewiesen worden wäre.

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Als wir diese Schweigeminuten und das Denkmal hinter uns gelassen haben, ging dann auch die Musik wieder an und wir trafen einige Politiker. Während wir gerade hinter dem Wagen „der Linken“ hinterherstöckelte, sahen wir Frau Kühnast am Strassenrand stehen und mussten sie kurz zu einem bildnis mit vier Damen überreden, wobei wir nicht lange überreden mussten. Kurze Zeit später trafen wir dann auch Angela Merkel höchstpersönlich – oder so ähnlich. Wobei ich weiss nicht. Irgendwie habe ich da gerade doppelt gesehen.

Angela Merkel

In der Kurve vorm Potsdamer Platz wurde es dann endlich ein wenig Sonnig und voll. Voll nicht nur an der Strasse sondern auch AUF der Strasse, denn einige Trucks hatten wohl arge Probleme an der Kurve. So stockte die Parade ein ums andere Mal. Aber doch war der weg am Potsdamer Platz der beste. das hatte etwas von Menschenauflauf.

Ausserdem hatte TV Berlin dort ihre Kameras für die Übertragung platziert. Später konnte ich dann bei www.onlinetvrecorder.com feststellen, dass wir zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Ich sah mich uns Nina weit weg langsam nähernd, als TV Berlin in die Werbung schaltete. MIST. Als TV Berlin dann wieder weitermachte waren wir natürlich vorbeigezogen – ohne im Bild zu sein. Janka und Sheila waren allerdings im bild und zwar in meinem – und nicht ganz zufälligerweise gerade als im hintergrund das große Plakat der Blue Man Group hing. Blue Drag Group?

Blue Man Group

Jupp, der Bereich um den Potsdamer Platz war der spannendste, man kam kaum aus dem Posieren raus – was man ja auch nicht will – aber so war es fast etwas schwierig sich auch mal zu unterhalten. Beispielsweise mit den beiden Mädels, mir denen ich nicht nur für ein Foto für mich posierte. Dem Fotografen, der ich bedankte, sagten die beiden: Ja wir Hamburgerinnen sind freundlich… *Stutz – woher wissen die woher ich bin* Wussten sie nicht, aber sie waren eben aus Hamburg… Ich fasse es nicht, da muss man extra nach Berlin ziehen um mal ein paar hamburger Mädels zu treffen..

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Keine 10 Meter weiter stutzte ich aber schon wieder, als zwei Mädels (und diesmal echte) auf mich zu kamen und mich mit Namen ansprachen, sie bräuchten ein Foto mit mir… Generell wundere ich mich ja fast über nichts mehr, aber wenn Leute, die ich nicht kenne, mich beim Namen rufen, bin ich immer etwas verwirrt. Es stellte sich heraus, dass die beiden Mädels das Blog absolut Friedenau schreibenund des öfteren hier in den Kommentaren zu finden sind… Hatte ich michdoch schon gefragt, wer da wohl hintersteckt, nun weiss ich es, diese beiden Mädels.

 

 

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Und es liefen auf dem CSD schon komische Personen rum, dass muss man echt sagen, da waren wir noch wirklich normal. ein paar Hundert Meter hinter dem Potsdamer Platz standen beispielsweise zwei Dominas rum, die zusammen vier Sklaven dabei hatten, die auf die Aussage: „Alle Sklaven gehen auf den Boden“ flugs wie gewünscht reagieren. Was allerdings dieses blaue Flattertier in diesem Ensemble zu suchen hatte, weiss ich nicht so recht. Flatterhaftes Ding.

 

 

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Irgendwie verlor ich an diesem Punkt der Parade meine Reisegruppe. Dazu aber mehr im dritten Teil zum CSD 2008 Berlin morgen.

Girl in a Hot Rod

Girl in a Hot Rod
Girl in A Hot Rod, Berlin
Eigentlich war an diesem Wochenende der Klub International im Kino International angesagt und obwohl ich eigentlich keine Lust verspürte, machte ich mich fertig. Komisch im übrigen, dass das Sheila und Janka genauso ging. Nun denn, der Appetit kommt mit dem Essen oder so ähnlich.

Irgenwann rief mich Sheila an und sagte „in etwa 15 Minuten bin ich da – btw. was hast Du an? Da ist nämlich noch so eine 50er Jahre Party, die Girl in a Hot Rod Party, ebenfalls von Else veranstaltet wird. Da sollten wir noch einmal vorbeisehen.“

Girl in A Hot Rod, Berlin

Sowas sagt die gute mir knapp 15 Minuten, bevor sie hier klingelt… …Ich hatte grünen lidschatten und bem besten Willen nichts an, was für eine 50er Jahre Party passen würde. Also grün in schwarz umwandeln, neues Kleid raussuchen – und all das bitte fix. …Ich bin ja nicht dafür bekannt, die schnellste zu sein, aber wenn es dringens ist, dann geht es immer irgendwie.

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Kurze Zeit später sammelten wir dann noch Janka und mel ein, die eigentlich nur gedresst war, um den Eintritt ins KI zu sparen… 15 Minuten dressing und sie war die Türkin Mellek Lekmel mit Bartschatten und einem sehr gebährfreudigen Becken. Trotzdem sie eigentlich ins KI wollte, durfte sie uns erstmal zur Girl in a Hot Rod begleiten.

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Iregendwo in Berlin-Mitte ist das Roadrunner’s Paradise beheimatet, und das durften wir erstmal suchen. Irgendwo ganz hinten leuchtete es rot und wir sahen einen alten amerikanischen Straßenkreuzer. Jo! hier sind wir richtig. An der Kasse saß dann tatsächlich Else und begrüsste uns mit netten Worten und freiem Eintritt.

Wer jetzt allerdings denkt, von soetwas lasse ich mich in meiner Partyeinschätzung leiten, der irrt, wenn ich etwas nicht gut finde dann schreibe ich das auch – war aber, um das gleich vorwegzunehmen absolut nicht der Fall.

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Das Roadrunner’s Paradise ist ein klasse Laden, die Garderobe ist eigentlich eine Werkstatt und der Laden hat irgendwie das Flair einer Garage.

Garage??

Ja, ich weiss, das klingt komisch. Ich meine eine Garage, in der coole Typen noch coolere Autos und Motorräder aufpimpen, die einzigartig oder zumindest ziemlich alt sind. Die dabei Rockabilly hören und alle mindestens ein paar Tattoos haben. Also nicht die Garage beim Autohöker um die Ecke. War das jetzt deutlicher?

Die Theke das Roadrunner’s Paradise ist bis zum Bersten vollgepackt mit irgendwelchem Krims Krams, der aber gänzlich passend ist, ausgeschenkt wir Jack Daniels mit Cola oder Ginger Ale, ein altes Motorrad steht an der Wand und über der Bühne hängt ein Bild von Elvis.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=AumewGtavxs[/youtube]

So wie der Laden ist auch das Publikum zum Großteil sehr cool, ob sie nun in der Zeit verhaftet sind oder einfach einen Abend wie wir die Zeit zurückdrehen ist dabei ziemlich egal. Es juckt nicht. Hauptsache alle haben ihren Spaß. Ich hatte auf jeden Fall.

Gespielt wurde, wie nicht anders zu erwarten, eine muntere Mischung aus Rock’N’Roll und Rockabilly. Von der Liveband Johnny Trouble Trio bekamen wir leider nur noch den letzten Song „Ring on Fire“ mit. Schade wär sicherlich auch noch mehr nett gewesen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=beimXHJl1ms[/youtube]

Ansonsten muss man sagen, man kennt uns mittlerweile. Ich habe bereits zum zweiten Mal gehört, dass wir auf jeder guten Party zugegen seien. Der nette Steinmetz mit dem ich mich eine Weile unterhalten hab, kannte uns von der Boheme Sauvage und aus dem Admiralspalast und von wasweissichwoher 😉 Er sei ausserdem ein gute Freund von Miss Julietta, mit der wir uns auf der letzten Boheme Sauvage Party einige Zeit unterhielten.

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Überhaupt scheint das alles eine ganz schön verschworene Gemeinschaft zu sein, man trifft eine ganze Reihe an Leuten immer wieder. Nun können die sich besser uns merken, als wir alldie (das ist sicher auch leichter), aber es werden immer mehr, die man wiedertrifft. Klasse.

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Zugegen war dieses Mal auch wieder das Fernsehen, dass Sheila und mich zur Party befragte… Dabei haben wir eine Premiere abgeliefert und uns erstmalig vor so einer Kamera nicht die Worte herausgestottert, sondern gut und sinnvoll geantwortet. Wir lernen :)Vielleicht werden wir ja dieses Mal mal NICHT rausgeschnitten… Nun muss ich nur noch herausfinden, wofür die gedreht haben…

Übrigens habe ich mal wieder festgestellt, dass ich einen ganz schönen Dickkopf habe. Damit meine ich einen dicken Kopf, nicht einen Kater oder eine sehr eigene Meinung sondern einfach einen zu großen Kopf. So kaufte ich im Bauchladen vor laufender Kamera ein zum kleid passendes Haarband, dass aber auch mit Elses Hilfe nicht auf meinen Kopf passte. Nicht einmal half hinterm Vorhang die Perücke abzunehmen und es zu versuchen… Keine Chance!

Also, die Girl in a Hot Rod Party werden wir sicher noch einige Male besuchen, die ist klasse. Irgendwie erinnert sie mich ein wenig an die Rock’n’Ink Party im King Calavera in Hamburg.