Liebe CSD-Truck Fahrer


Liebe CSD-Truck Fahrer und liebes Security Personal.

Okay, okay, ich gebe ja zu, dass man, wenn man einen 30 Tonner unter sich hat und einige Meter über der Strasse thront, der King der Landstrasse – im CSD Hamburg Fall – Der King der Hamburger Innenstadt ist. Dass man dieses auch bei Tempo ganz ganz wenig unter Beweis stellen möchte, kann ich auch irgendwie verstehen, aber man kann es wirklich auch etwas übertreiben.

Dummerweise ist mir das erst im Nachhinein eingefallen, aber diese Information hätte ich am Samstag im Nachhinein gerne getwittert:

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Hab ich aber nicht. Schade.

Nun denn, der oben genannte Truckfahrer scheint den CSD irgendwie nicht ganz verstanden zu haben und sein ärgstes Bedürfnis war wohl, möglichst schnell nach Hause zu kommen…

Im Normalfall fahren Trucks auf den CSDs immer so, dass dazwischen immer noch Platz für laufende Teilnehmer der CSD Parade bleibt. Je mehr Personen dazwischen laufen und je schriller diese sind, desto häufiger erscheint dann übrigens auch der Truck auf den zahlreichen Bildern.

IMG_4658

Normalerweise wird man dann irgendwann durch die Truck-Security zum weitergehen aufgefordert, wenn man durch übermäßige Fotografie-Arien eine zu große Lücke entsteht. Die Definition von „zu groß“ ist dabei übrigens ziemlich fliessend und wird unterschiedlich hart ausgelegt.

Aber liebe CSD-Truck Fahrer:
Wenn noch keine 15 Meter Platz zwischen dem letzten Truck und der Person vor Euch ist und diese Lücke binnen weniger Sekunden aufzuholen ist, dann ist drängeln nicht notwendig, vor allem dann, wenn wenige Minuten später der ganze Zug sowieso mal wieder steht. Ehrlichgesagt nervt das dann nur.

Aber selbst diese beispielsweise angenommenen 15 Meter fand oben genannter Truckfahrer viel viel viel zu viel und liess – trotz Personen in der Mitte – zwischen seiner und der vorherigen Begleitsecurity ungelogene zwei Meter Platz.

Die anderen Personen flüchteten schnell, ich hielt es demonstrativ noch ein Paar Minuten aus, nachdenkend, ob ich mich wohl einfach auf die Straße setzen sollte, bis der Truck vom Cafe Gnosa zumindest 10 Meter weit weg wäre… Vermutlich hätte mich dann der Truckfahrer aber einfach überfahren. Das war mir der Demonstraionscharakter dann aber doch nicht wert.

IMG_4659-1Zwei Meter Platz für Läufer auf dem CSD Hamburg

Stattdessen ärgerte ich mich noch ein Paar Minuten über den Truckfahrer, liess noch ein Foto machen, das die Zwei Meter verdeutlichte und verzog mich fluchend ebenfalls in eine andere Lücke.


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12 Gedanken zu “Liebe CSD-Truck Fahrer

  1. Ist schon gewagt sich da unten über einen Fahrer aufzuregen.
    Die Fahrer mussten sich eben an die Anweisungen halten, hierzu gehörte auch das der Abstand zwischen den fahrzeugen nicht zu groß werden sollte. Da wo Du auf dem Bild stehst wurde dann ja auch der Stop eingelegt und nur für Dich eine extra Lücke zu lassen war selbst bei deinem tollen Outfit wohl nicht vorgesehen. Hattest Du die LKW auf der ganzen Strecke beobachtet ware Dir vielleicht auch aufgefallen das am laufenden Band betrunkene , gut gelaunte und auch völlig durchgeknallte Leute den Ordnern, Fahrern und Sicheheitskraften das Leben schwer gemacht haben. Ich weiss ja nicht genau welche Schuhgrösse Du hast und wo deine Hacken sind, aber auf dem Bild ist der LKW nicht mal zu sehen und deine Füße waren wohl doch nicht so in Gefahr.
    Fürs nachste mal einfach selber einen LKW fahren und dann mal überlegen bevor man was ins Internet setzt.
    LG vom Fahrer der Dich nicht über den Haufen fahren wollte.
    Aber jetzt überlegt warum er das nicht wollte

  2. Nein, ehrlichgesagt finde ich das keineswegs gewagt.

    1. Das mit den Hacken war tatsachlich Ironie und ich wollte damit die sehr große Enge verdeutlichen.

    Zum Rest:
    Natürlich haben sich die Fahrer an Anweisungen zu halten und die Lücke nicht zu groß werden zu lassen. Keine Frage, aber zwischen zu klein und zu groß gibt es eben immer noch Unterschiede.

    Der CSD besteht allerdings eben auch nicht nur aus LKWs sondern eben auch aus Gruppen und vielen vielen Einzelpersonen, die zusammen den CSD aus- und interessant machen. Ein Paar Trucks, die durch die Gegend fahren sind genauso uninteressant wie ein Paar People, die durch die Gegend laufen. Interessante Personen zu Fuss und auf Trucks, Politische Botschaften und sicher auch Musik. All dieses ist der CSD. Und diese Gemengelage ist der Grund, warum über den CSD berichtet wird, aber über die Demonstration von xxxx nicht. Man muss sich also arrangieren und da kommen wir wieder auf die Lückengröße zwischen zweier Trucks.

    Zu klein ist die Lücke (meiner Meinung nach) dann, wenn die Personen, die sich dazwischen gruppiert haben sich nicht mehr bewegen können. Das war in diesem Fall so. Genaugenommen wurde so dicht aufgefahren, dass die Personen dazwischen sogar flüchteten. (mehrere Personen übrigens und nicht nur ich) aber das schrieb ich ja. Und ich glaube kaum, dass Hamburg Pride den Fahrern vorschrieb, keine Personen zwischen die LKW zu lassen. Zumindest hatten sich sonst alle anderen Fahrer nicht dran gehalten…

    Dort wo das Bild entstand hatte sich im übrigen der Zug bereits wieder in Bewegung gesetzt, stoppte allerdings gerade wieder einmal, da der Truck des Cafe Gnosa gerade stand. Eine gute Möglichkeit, dieses zu dokumentieren. Zum ersten Start nach dem Stop hatten sich allerdings mehrere Personen in der Lücke positioniert, wurden aber durch effektives Auffahren ziemlich schnell vertrieben

    Übrigens:

    „Hattest Du die LKW auf der ganzen Strecke beobachtet ware Dir vielleicht auch aufgefallen das am laufenden Band betrunkene , gut gelaunte und auch völlig durchgeknallte Leute den Ordnern, Fahrern und Sicheheitskraften das Leben schwer gemacht haben.“

    Das weiss ich und kann ich nicht gutheissen, aber ich – und die anderen Personen, waren weder angetrunken, noch völlig durchgeknallt und das mit der guten Laune… nun, ich schrieb es bereits…

    „Fürs nachste mal einfach selber einen LKW fahren und dann mal überlegen bevor man was ins Internet setzt.“

    Klar wir können gerne tauschen, Du laufst vor mir und ich fahre hinter Dir. Welche Schuhgröße hast Du denn, damit ich sehen kann, ob ich ein paar Pumps für Dich habe… bevor Du allerdings vor mir laufst solltest Du wissen, dass ich keinen LKW Führerschein besitze? Schlimm?

    Insgesamt ware mir eigentlich schon recht, wenn einfach gegenseitig etwas mehr Rücksicht genommen wird. Ich lasse nicht zu viel Platz und maule nicht, wenn ich ab und an mal angetrieben werde und die LKW Fahrer lassen den laufern eben auch genug Platz.

    (nur zur Info und zur Sicherheit – dem Truck, wohin ich mich dann verzog kann ich da nur danken und den meisten anderen ebenfalls.)

  3. hi
    Wunderbar, daß ich nicht allein den Eindruck von gezielter Teilnehmerhatz hatte. Die Wagenbegleiter schoben uns geradezu in
    Polizeieinsatzverhalten vor sich her und mit einem Gesichtsausdruck, daß man diesen Herren ausserhalb des CSD´s wahrlich nicht begegnen möchte und die Frage stellt sich eigentlich, müssen die Parteien mit diesen Riesengeschossen unterwegs sein.?? Gna Frau Roth tate es doch auch ganz gur zu Fuß zu gehen… siehe Ole.
    Mal sehen, was die Offiziellen vom CSD dazu zu sagen haben.
    liebe Grüße
    priscilla

  4. Stop stop.

    wie ich bereits sagte, die CSD Trucks gehören ebenso dazu wie die Laufer, das will ich keinesfalls missverstanden wissen und Ole von Beust ist mitnichten die ganze Strecke gelaufen.

  5. Genau wie Priscilla empfand ich das Tempo – zumal
    es ziemlich warm war – als Hetze. In der Masse der
    Marschierer war es mir etwas zu sardinenbüchsig,
    und direkt vorm LKW hatte ich standig das Begrenzungs-seil der finster dreinblickender Securitytypen im
    Rücken. Vielleicht ziehe ich nachstes Mal Laufschuhe
    an. Trotzdem war’s schön! 🙂

    liebe Grüße, Inga

  6. Jetzt sind es auch noch die finster dreinblickenden Securittytypen dran. Die hatten meiner Meinung nach den schwersten Job und haben den im Gegensatz zu „einigen“ Ehrenamtlichen wirklich super gemacht und haben trotz der Hitze, dem konstanten Laufen und dem generve einiger Betrunkener nicht einmal überreagiert. Daß Tempo wird klar durch das erste Fahrzeug vorgegeben und alle Anderen müßen dran bleiben.
    Leider vekommt das Internet und die Beitrage immer haufiger zu einem reinen Negativ Gelaber. Warum werden hier nicht die Leute gelobt die sich Stunden lang damit beschaftigt haben die LKW zu dekorieren, die schon in der Nacht von Freitag auf Samstag die LKW bewacht haben, die im Vorfeld LKW, Trailer, Deko usw besorgt haben und und und. Es war mein erster CSD und er hat mir gut gefallen.
    Wenn sich das hier zu einer reinen Negativplattform entwickelt finde ich das schade.
    Am Einfachsten und natürlich auch am Besten lauft der nachste CSD wohl wenn Ihr im nachsten Jahr die Organisation macht, dafür sorgt das alle wagen die gleichen Schaltungen und Motorleistungen haben, für die Sicherheit sorgt und 4-5 Stunden ohne Pause im LKW sitzt oder als Scurity mit lauft und bei den Stops euren Platz am Wagen auch nicht verlasst.
    Es ist immer einfach zu Pöbeln wenn man selber nur zum Feiern kommt.

  7. …nur dass wir uns nicht missverstehen.

    Was das Thema Negativplattvorm CSD angeht:
    Der hamburger CSD verkommt in meinem Blog nicht zu einer „reinen Negativplattform“

    Ich zitiere aus meinem Blog:
    …ich habe den Tag genossen und ich werde Hamburg auch die nachsten Jahre wieder geniessen, denn Hamburg hat immer großartiges Wetter, nette Leute und ein smoothe Stimmung.

    Was die Orga angeht:
    Hamburg Pride macht da hervorragende Arbeit, das wird in der Tat viel zu selten gewürdigt. Ich hoffe allerdings – und denke es eigentlich auch, dass diese Einschatzung im direkten Gesprach mit den Organisatoren rüberkam, wenn nicht will ich es hiermit noch einmal wiederholen.

    Was die Jungs und Madels angeht, die die LKWs bewacht haben:
    …auch wenn es hart klingt, aber so hat eben jeder dafür zu sorgen, dass er auf dem CSD die beste Figur macht. Wer mit einem CSD Truck auftrumpfen möchte muss dafür sorgen, dass er „zur rechten Zeit da ist, dass er gut aussieht, und finanziert wird.“ Das ist im Endeffekt nichts anderes als die Drag Queen, die dafür sorgen muss, „dass sie zu Beginn der Parade da ist, dass das Makeup sitzt, das Kostüm ausgefallen und auffallig und vor allem finanziert / fertig ist.“ Da würde ich niemanden herausnehmen wollen.

    Was das Thema Pöbeln Vs. Feiern angeht:
    Falsches Blog für diese Aussage. Zumindest zwei der hier drei geschriebenen Personen stehen sicher nicht in Verdacht, die CSDs nur aus Feiergründen zu besuchen.

    Was das Thema Tempo angeht:
    „Daß Tempo wird klar durch das erste Fahrzeug vorgegeben und alle Anderen müßen dran bleiben.“

    …vielleicht liegt hier tatsachlich der einzige Fehler, über den man mal nachdenken sollte. Ist es richtig, die Geschwindigkeit eines Umzuges, der doch zu einem Großteil von Fusstruppen getragen wird durch einen LKW vorzugeben?

    Ich zitiere hierbei mal wieder von mir selbst:
    „….dass der Kölner CSD eine ganzlich andere Geschwindigkeit an der Tag legt, als beispielsweise Berlin. Berlin scheint mehr durch die Loveparade und ihre Trucks gepragt zu sein, als Köln, die laut Sarah eben mehr Erfahrung haben und ja beim Fasching auch viele Fusstruppen haben….“

    Man ersetze Berlin durch Hamburg. Hamburg war mit „beispielsweise“ gemeint. Erstaunlicherweise hat der CSD in Köln tatsachlich eine andere Geschwindigkeit, was offensichtlich durch eine größere Erfahrung mit Fußtruppen kommt. (ebenso ist es übrigens beim Karneval der Kulturen Umzug)

  8. Mist, da habe ich zu lange geschwiegen. Leider fallt mir/uns das in den letzten jahren auch immer mehr auf, das Fußgruppen möglichst ganz weg sollen. Für Fußgruppen wie die Schwestern – übrigens seit dem Neubeginn der CSDs in hamburg im Jahr 1995 JEDES JAHR dabei – wird es zunehmend schwerer, unsere Botschaft an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Wir machen halt Pravention und sammeln Gelder für Aids-Projekte. Das geht aber nur, wenn man auch in Kontakt mit den Zuschauern kommt und nicht von irgendeinem Wagen herunter. Wenn man dann aber vor Wagen – egal welcher – fast „hergetrieben wird – dann macht das ganze fast keinen Sinn mehr. Und wenn man dann auch noch von einem Ordner angeraunzt wird, man solle gefalligst die Straße für die LKWs freimachen, dann fühle ich mich schon im falschen Film.

  9. Liebe Zoe,

    das Thema muss mal auf den Tisch.
    Danke, dass du es dahin gebracht hast.

    Ein CSD ist eine Demonstration. Es ist kein Rosenmontagszug mit Prunkwagen. Es ist eine Parade von Schwulen, Lesben und Transgender. Es ist kein Werbezug von scheinheiligen Wahlkampfmannchen.
    Ein CSD lebt von den bunten Vögeln. Er lebt nicht von missmutigen Securities und drangelnden Sattelschleppern.

    Wie ware es, eine Initiative zu Gründen, die sich nicht nur in HH für die Interessen der Fussgruppen, Drags und all derer einsetzt, die sich nicht auf einem LKW zuschütten wollen, sondern lieber zeigen, wie „anders“ ein CSD sein kann…

  10. Hallo in die diskussionsfreudige Runde,
    hier meldet sich – wie gewünscht – der CSD-Veranstalter, Hamburg Pride.
    Auch wenn es überrascht: Ich freue mich, dass Ihr hier so intensiv diskutiert. Und noch besser finde ich, dass Ihr eigentlich gar nicht so weit mit Eurer Meinung auseinander seit und Euch für das optimale Gelingen des CSDs einsetzt.
    Wie so oft im Leben, habt Ihr beide irgendwie Recht – und letztlich werden wir nur mit mehr Rücksichtnahme zurechtkommen.
    Die Truckfahrer (und Securities) sind in der Tat angehalten, keine zu großen Lücken zwischen den Fahrzeugen entstehen zu lassen. Gleichzeitig sollen und dürfen sie keinen Fußganger gefahrden. Das ist nicht zuletzt Auflage von der Polizei, die ebenfalls alles für einen reibungslosen Ablauf der Parade macht – und nicht zuletzt in diesem Jahr sehr zufrieden mit der Durchführung der Parade war.
    Das Tempo in der Parade wird NICHT vom ersten Fahrzeug vorgegeben, sondern von der Polizei und dem Paradenleiter. Letztere laufen am Beginn des Zuges – immer zu Fuß. Insofern ist Fußgeschwindigkeit vorgegeben; sichtbar wird diese dann in der Tat durch das erste Fahrzeug. Dennoch kommt es durch ausgedehnte Fotosessions im Zug immer wieder zu Verzögerungen. Die Fahrzeuge sollen dann die sich auftuenden Löcher wieder schließen und fahren dabei mitunter etwas schneller als Fußgangertempo. Das kann geandert werden – und wir werden die Fahrer im nachsten dazu anhalten.
    Am Ende ist die Parade aber wirklich kein Schaulaufen, bei dem man immer mal wieder stehen bleiben soll, sondern die Demonstration soll kontinuierlich, aber bestimmt durch die Stadt geführt werden.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wir müssen alle versuchen, mehr Verstandnis für die jeweils anderen aufzubringen. Denn die allermeisten – und gerade die hier an der Diskussion Beteiligten – sind bemüht, die Demo im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Befugnisse zu einem Erfolg werden zu lassen. Gehen wir’s also konstruktiv an und machen es im nachsten Jahr noch besser – und gleichzeitig sicherer.
    Viele Grüße
    Lars

  11. Pingback: CSD 2009 Hamburg Bilder

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